Spahn – wie alles begann

 in FEATURED, Politik (Inland), Roland Rottenfußer

Jens Spahn ist ohne Zweifel der Mann der Stunde – nach Umfragen sogar derzeit der beliebteste Politiker. Würde er seinen Hut als Kanzlerkandidat in den Ring werfen, seine Aussichten stünden gut. Diese Konstellation lässt es interessant erscheinen, einen älteren Artikel wieder hervorzukramen, der beschreibt, wie die Spahnmania begann. Spätestens mit dem Jahr 2018, als der frühere „Merkel-Kritiker“ seinen heutigen Posten erringen konnte: das Bundesgesundheitsministerium. Der Artikel suggeriert, dass Spahn quasi für große Aufgaben „gecastet“ und von Teilen der Medien gehätschelt wurde. Ein Mensch also, dem das Etikett „Pharma-Lobbyist“ nicht zu Unrecht anhängt und dessen Mission es u.a. zu sein scheint, dem Staat verstärkt Zugriff auf den menschlichen Körper zu gewähren – vom Organspende-Vorstoß bis zur Maskenpflicht. Im Rückblick betrachtet, erscheint es noch wahrscheinlicher, dass Spahns erstaunlicher Aufstieg eine nicht ganz zufällige Inzenierung gewesen ist. Roland Rottenfußer

„Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus“ Deshalb muss man dem Volk vorkauen, wen es als Staatsgewaltige wollen soll. Es ist wichtig, schon bei der Vorauswahl geeigneter Politiker Sorge zu tragen, dass sich nichts Wesentliches am System ändert – es sei denn in Richtung auf noch mehr Autoritarismus und Kapitalismus. Besonders hoch im Kurs steht derzeit ein weitgehend charismafreier Jüngling mit Erfahrung als Pharmalobbyist, bekannt dafür, die Kanzlerin gern rechts zu überholen: Jens Spahn. Auf allen Kanälen wird uns der schnöselige CDU-Politiker als große Polithoffnung und (fast) sicherer nächster Kanzler unseres Landes aufgedrängt. Worin liegt das Geheimnis dieses Mannes und seiner medial aufgeblasenen Blitzkarriere?

Kleiner Test: Sagt Ihnen der Name Maria Böhmer etwas? Steffen Kampeter? Uwe Beckmeier, Iris Gleicke, Gabriele Lösekrug-Möller? Nicht? Es sind alles Namen von Staatssekretärinnen und -sekretären des Kabinetts Merkel III, hochrangige Mitarbeiter in Ministerien des Bundes. In der letzten, derzeit nur „kommissarisch“ tätigen Regierung gab es deren 38.

Und nun die Gegenfrage: Haben Sie schon von Jens Spahn gehört? Ich wette, mehr als nur einmal. Vermutlich sogar täglich mehrfach auf allen Kanälen. Und nicht nur seit der „schärfste Merkel-Kritiker“ zum Gesundheitsminister in spe erhoben wurde. Jens Spahn kreiste schon seit Wochen und Monaten im Orbit – sei es als „Nachwuchshoffnung“ oder größte Bedrohung der Kanzlerin. Ein Ministerrang schien ohnehin nur noch eine Frage der Zeit, ja auch die Kanzlerschaft steht über kurz oder lang im Raum – nur noch zu verhindern eventuell durch „Kronprinzessin“ Annegret Kramp-Karrenbauer. Uns allen wurde durch ein mediales Dauerfeuer eingebläut: Jens Spahn gehört zu den politischen Talenten unserer Epoche – ein Mann mit Zukunft.

In Wahrheit war Jens Spahn bis vor kurzem nicht mehr als Helge Braun oder Gabriele Lösekrug-Möller: Staatssekretär eben. In seinem Fall im Finanzministerium. Zusätzlich wird ihm etwas Erfahrung im Fachbereich Gesundheit nachgesagt. Na und? Sind die Medien nun alle Hellseher, die vorausahnen können, was oder besser: wer politisch auf Deutschland zukommt? Oder wurde Jens Spahn im Gegenteil von den Medien „gemacht“? Hat die Presselandschaft, gedacht eigentlich dazu, die politische Realität widerzuspiegeln, mitgeholfen, diese erst zu erschaffen? Noch eine dritte Hypothese wäre denkbar: Sind Politikbetrieb und Medienbetrieb etwa nur wie Finger ein- und derselben Hand, koordiniert durch einen einheitlichen Willen?

Woher rührt der Wahn um Spahn?

Jetzt kommen wir natürlich in den Bereich der Verschwörungstheorie. In Zukunft wird mein Name überall nur noch mit dem Zusatz „Der Verschwörungstheoretiker Roland Rottenfußer“ Erwähnung finden. Aber ich muss es jetzt einfach sagen: Jens Spahn nahm an der Bilderberger-Konferenz vom 1. bis 4. Juni 2017 teil, an einer jener völlig intransparenten Eliteveranstaltungen, denen man nachsagt, sie wollten am Wähler vorbei massiv Einfluss auf die Weltpolitik ausüben. Kurze Nebenbemerkung: Auch Olaf Scholz nahm an einer Bilderberger-Konferenz teil. Auch er ist heute obenauf. Typisches Verschwörungsgeschwurbel von mir, ich weiß.

Vielleicht aber haben Verschwörungstheorien auch deshalb heute Hochkonjunktur, weil alle alternativen „seriösen“ Theorien fast noch unglaubwürdiger wirken. Etwa die Annahme, ein eher blasser, nicht einmal sonderlich charismatischer Jüngling mit gekünstelt wirkendem Siegerlächeln habe es aus eigener Kraft so weit gebracht, dass ihm den Posten des zweitmächtigsten Führers der westlichen Welt fast nicht mehr zu nehmen ist.

Warum, wenn an der ganzen Sache nicht etwas faul ist, schrieb das britische Magazin „The Guardian“ schon im August 2016: „Jens Spahn: The Man who could replace Merkel as Chancellor“? Nirgendwo las man zum Beispiel: „Gabriele Lösekrug-Möller – die Frau, die die Welt erschüttern wird”. Hatten die Schreiberlinge im Königreiche einfach einen guten Riecher – oder ist Jens Spahn eine Figur, die derzeit sogar auf internationaler Ebene gepusht wird?

Ein Moderator bricht eine Lanze für Spahn

Bei Markus Lanz, jenem Talkshow-Matador, der 2014 Sahra Wagenknecht in höchst unfairer Weise ins Verhör nahm, konnte man am 13.02.2018 die Ausrufung Spahns zum künftigen Lenker der Geschicke unseres Vaterlands und Europas live miterleben. Schon zu Beginn blendete Lanz eine Fotomontage des CDU-Politikers mit Merkel-Frisur ein. Untertitel: „Das Spahn-Merkel“. Dieser gezielt platzierte Scherz gab die Richtung vor. Im Anschluss gewährte Lanz dem Shooting-Star endlos Raum, um sich – ohne lästige Kritik fürchten zu müssen – auszubreiten. Markus Lanz musste vom vielen Zunicken schon eine Genickstarre bekommen haben. Dabei zeigt der Fall Wagenknecht, dass der ehemalige Wetten-dass?-Moderator durchaus bissig werden kann, wenn er jemanden nicht mag.

Assistierend stand Lanz dabei Michael Spreng zur Seite, Journalist und ehemaliger Wahlkampfleiter Edmund Stoibers, der seine Verehrung für den Unions-Sonnenjüngling kaum zu verhehlen versuchte. (Zum Vergleich: Beim Wagenknecht-Schlachtfest engagierte Lanz den Stern-Journalisten Jörges, um die Delinquentin von zwei Seiten in die Mangel zu nehmen). Spreng kam dann gegen Ende der Sendung zur Sache und verlangte, man solle Spahn sofort ein schwieriges Ministerium zuweisen, am besten Gesundheit, in dem er sich bewähren könne. „Rufen Sie Jens Spahn gerade zum nächsten Kanzlerkandidaten der Union aus?“, kam Lanz auf den Punkt. Michael Spreng räumte daraufhin ein, es gebe „mehrere Nachwuchsleute“: den Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther und – wenig überraschend – Annegret Kramp-Karrenbauer sowie Julia Klöckner. „Und Jens Spahn“ fügte der Unions-Unterstützer hinzu. Aus diesem Kreis, so Spreng dezidiert, werde sich ein Nachfolger für Frau Merkel herausschälen.

Woher weiß der das so genau? Und warum sind nur knapp 14 Tage nach der Sendung tatsächlich genau diese drei Personen obenauf (nur von Günther ist derzeit wenig die Rede)? Warum spricht man mit Blick auf eine künftige Kanzlerschaft nie vom derzeit beliebtesten CDU-Minister, Peter Altmaier? Sieht der nicht gut genug aus? Oder vom Ministerpräsidenten des größten Bundeslands, Armin Laschet? Wäre nicht auch eine aus Altersgründen etwas kürzere Kanzlerschaft von Ursula von der Leyen oder Lothar de Maizière denkbar gewesen – erfahrene Kräfte im Bereich Krieg und Bürgerrechtsabbau und somit bestens für „Höheres“ geeignet? Es muss ja nicht jeder gleich einer ganzen Epoche seinen Stempel aufdrücken wie die Königin von England.

CDU-Vorsitzender = Bundeskanzler – für immer

Was hat Jungspund Jens, was die nicht haben? Man kommt schon ins Grübeln dabei. Folgt die Politik etwa einem Drehbuch, dessen Finale längst feststeht? Jedenfalls bediente sich die Lanz-Sendung eines geschickten, jedoch höchst unaufrichtigen Tricks. Sollte die Botschaft lauten: „Jens Spahn ist unser nächster Kanzler“, so war es besser, wenn weder der Moderator noch der Kandidat selbst dies aussprachen. Ein „unabhänger“ Dritter sollte sagen, was ohnehin schon länger in der Luft lag.

Einige Dinge scheinen jedenfalls klar: Der oder die nächste CDU-Vorsitzende wird auch KanzlerIn der Bundesrepublik Deutschland sein. Andere Varianten (etwas ein SPD-Sieg mit Nahles 2021) sind höchst unwahrscheinlich. In einer unipolaren neuen Bundesrepublik erscheint es allenfalls noch fraglich, welche Farbe nach „Schwarz“ hinter dem Bindestrich kommt: Schwarz-Rot, Schwarz-Gelb, Schwarz-Gelb-Grün, Schwarz-Braun, Schwarz-Gelb-Braun. Wir sprechen also von AnwärterInnen auf einen der einflussreichsten Posten der Weltpolitik. Erscheint das erwähnte „Kleeblatt“ dem wirklich gewachsen? Kennen Sie viele Menschen, in denen eine tiefe Sehnsucht wohnt, demnächst von Jens Spahn oder Annegret Kramp-Karrenbauer regiert zu werden? Oder kann es sein, dass uns diese Figuren im großen Spiel eher aufgedrängt werden sollen?

Für Jens Spahn dürfte das Gesundheitsministerium noch längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. Über mögliche politische und handwerkliche Mängel im Amt würde eine äußerst wohlwollende Presse ggf. gern hinweghelfen. Sollte Spahn also nicht den Guttenberg machen, können wir „Großes“ von ihm erwarten. Vielleicht muss der Senior-Minister Horst Seehofer aus Altersgründen mal sein Amt abgeben. Oder die Klagen über nicht einsatzfähige Tötungswaffen, U-Boote oder Panzer der Bundeswehr, bringt die noch scheinbar unantastbare Ursula von der Leyen zu Fall (und später ins Schloss Bellevue). In beiden Fällen käme für die Nachfolge nur einer in Frage: Jens Spahn. Spätestens wenn der ohnehin repressionsfreudige Konservative eines der beiden „klassischen“ Ressorts besetzt, wird ihm die Kanzlerschaft nicht mehr zu nehmen sein.

Merkel muss Spahn gnädig stimmen

Schon jetzt scheint es ja, als ob nicht Spahn sich bei Merkel bewähren müsse, sondern als ob die erfahrenste Regierungschefin des Westens dazu angehalten sei, bei einem Newcomer, der eigentlich noch nicht grün hinter den Ohren ist, um Schonung zu bitten. Schon 2013, so liest man mit Entrüstung, habe Merkel Spahn das Gesundheitsministerium „verweigert“. Einen solchen Fehler dürfe sie keinesfalls wiederholen, wolle sie nicht bei Spahn – und damit beim wachsenden konservativen Flügel der Union – in Ungnade fallen. Merkel wagte das Aufbegehren nicht und tat, was von ihr verlangt wurde. Sie „band ihren größten Kritiker ein“ – auch dies natürlich ein Schmierentheater, denn weder ist Spahn jemals derart radikal gewesen, noch war Merkel je wirklich „links“. Der aufgebauschte innerparteiliche Konflikt hilft, die AfD klein zu halten, sie jedoch weiter als Bedrohungspotenzial zu nutzen, um den Weg in die autoritär-marktradikale Republik in kleinen Schritten weiter fortzusetzen.

„Die AfD-Wählerinnen und -wähler“ sind ohnehin die Hätschelkinder der derzeitigen Politik. Fast jede Partei unternimmt Kraftanstrengungen, um die Ungnädigen „zurückzugewinnen“, als gälte es um eine wunderschöne, etwas spröde Braut zu werben. Darunter leiden natürlich nicht die gut situierten Politiker selbst, sondern viele der Schwächsten in der Gesellschaft: Zuwanderer, Asylbewerber, Hartz-IV-Betroffene, Kleinkriminelle und andere Randgestalten, gegen die es unbedingt „strenger“, „härter“ und „schärfer“ durchzugreifen gilt.

Offen ist derzeit nicht mehr, ob, sondern nur noch, wie stark die Union sich in naher Zukunft nach rechts verschieben wird: maßvoll und noch in der Tradition Merkels mit Kramp-Karrenbauer – oder etwas deutlicher mit Spahn. Alexander Dobrindt (CSU), Christian Lindner (FDP) und Jens Spahn – so liest man – treffen sich des Öfteren in trauter Rund beim Grunewalder Nobel-Italiener „Capriccio“, offenbar um eine gemeinsame Strategie zur Übernahme der Macht (ohne Grüne und SPD) zu besprechen. Wieder ist Spahn auf rätselhafte Weise zur rechten Zeit am rechten Ort, um den kommenden Rechtsruck zugleich vorzubereiten und an exponierter Stelle zu verkörpern. Randbemerkung: Gabriele Lösekrug-Möller und die anderen 38 Staatssekretäre bleiben dabei wieder außen vor.

Deutschland sucht den Super-Rechtsausleger

Wie schon gesagt, sollte man innerneoliberale Unterschiede auch nicht übermäßig dramatisieren. Alle KandidatInnen blinken derzeit rechts. Spahn natürlich vorne weg mit schlichten, dafür einprägsamen Parolen, die er in allen Talkshows wiederkäut: Ausländer führten die Kriminalitätsstatistik an; die Burka gehöre nicht zu Deutschland; man solle sich an Hauptbahnhöfen wieder sicher fühlen können; die Politik müsse dem Bürger signalisieren, sie habe verstanden, dass eine Gesellschaft durch Zuwanderung nicht beliebig belastbar sei. Alles Statements mit Signalwirkung für die Zielgruppe – jene 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung, die der Union derzeit zu entgleiten drohen.

Auch Annegret Kramp-Karrenbauer, deren Handicap darin besteht, als „Merkel 2“ wahrgenommen zu werden, versucht sich derzeit vorsichtig von ihrer Mentorin abzusetzen – nach rechts. „Jemand, der seine Identität verschleiert oder Papiere vernichtet hat, muss mit harten Konsequenzen rechnen“, sagte sie z.B. über jugendliche, unbegleitete Flüchtlinge. Auch der „Schutz von Polizisten“ (nicht: vor Polizisten) liegt der neuen Generalsekretärin am Herzen. Und Julia Klöckner – nach außen hin zur Zeit vielleicht das freundlichste Gesicht der CDU – gibt sich in der Sache knallhart. Sie fordert ein Burka-Verbot und eine Integrationspflicht für Flüchtlinge sowie verpflichtende Sprachkurse. Sie ist gegen die volle rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen und entwarf 2016 einen „Plan A2“ zur Begrenzung der Flüchtlingszahl.

Mit Distanzierung von Merkel hat diese rechte Wanderbewegung jedoch wenig zu tun. Wie viele gelesen haben werden, sagte die Kanzlerin beim CDU-Parteitag am 27. Februar: „Null Toleranz ist unser Motto.“ Und sie fügte hinzu: „Sicherheit ist nicht verhandelbar“. Was meint sie damit? Ist Sicherheit, das „Super-Grundrecht“, heute so unauflöslich mit deutscher Staatsräson verknüpft, dass sie es nicht einmal nötig hat, in Verhandlungen mit anderen wichtigen Werten unseres Gemeinwesens zu treten – mit Würde und Freiheit zum Beispiel? Will Merkel damit sagen, dass das klassische Spannungsfeld zwischen Belangen der Sicherheit und der Freiheit gänzlich aufgelöst werden soll durch eine totale Dominanz der Sicherheit? Zwei sehr gefährliche Äußerungen der gern als „blass“ und „gemäßigt“ verharmlosten deutschen Dauerkanzlerin.

„Schwarzbraun bin auch ich…“

Hatte Franz Josef Strauß nicht die Parole ausgegeben, rechts von der Union dürfe es keine politische Partei von Gewicht geben? Klingt plausibel, geht aber beim derzeitigen politischen Zuschnitt der Bevölkerung nur, indem man auch Rechtsradikale, Xenophobe und Rassisten umarmt. Man gibt vor, sich jenem rechten Zeitgeist anpassen zu „müssen“, den man selbst fleißig zu erzeugen half. Alle genannten PolitikerInnen signalisieren mit ihren wohl kalkulierten Statements: „Habt keine Angst, dass Ihr es mit Gutmensch-Softies zu tun habt. Wir sind ganz harte Kerle oder Kerlinnen, die gegen kriminelle Ausländer und das ganze Geschmeiß auch mal hart durchgreifen können.“

Eine rechtsoffene CDU – Alexander Dobrindt beschwört gern die „Konservative Revolution“ herauf – schielt merklich auf österreichische Verhältnisse. Sie möchte sein, was früher die FDP – nur mit kleinerer Stimmenzahl – gewesen ist: Scharnier der Politik und Zünglein an der Waage. Es wird der Tag kommen, an dem die „Stagnation“ endloser Großer Koalitionen aufgebrochen werden wird durch den frischen Wind des Neuen: Schwarz-Braun oder, wie es dann heißen wird, Schwarz-Blau. Eine Regierung Spahn/ Lindner/ Dobrindt/ Weidel vielleicht, die mangels nennenswerter Opposition frei schalten und walten kann und das Land umformt zu einem Abdruck ihrer eigenen „schwarzen“ Seelenbeschaffenheit. Dann gute Nacht!

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    Andreas Mägdefrau
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    Wer malt, der weiß es ganz genau:

    Mischt man Schwarz mit Rot, dann erhält man Braun, auch Schwarz und Gelb ergibt einen Braun-Ton, fast so wie Scheiße; Schwarz und Grün eher Grau, dieses farblose Grau, das man in Stuttgart so gut kennt…

    Aber die Entstehung und Stärkung von Braun, das war mit absoluter Sicherheit von Anfang an die Motivation für jede Schwarz-Rote – Koalition und für deren Weiterführung über mehrere Legislaturperioden. Was wir seit dem Auftauchen von Corona, bzw der Plandemie sehen ist, wie aus den Schwarzen Nullen und den Roten Verrätern der faschistische Lockstep, ääh Gleichschritt der Braunen Büttel geworden ist, der Denunzianten, der Verpetzer, der Zeugen Coronas, der Untertanen, der Obrigkeitshörigen…

    Heute gelesen: Die Maskenpflicht hat die Fallwahrscheinlichkeit tödlichen Verlaufs einer Corona-Infektion mit schwerem Verlauf um 3,6 Prozent erhöht…

    Die dümmsten Schafe laufen von selbst zur Schlachtbank.

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      Freiherr von Anarch
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      yes indeed, Andreas,

      im Gleichschritt , unicolor, weil tatsächlich alles Zusammenmischen nix als Faschismus ergibt, jede ‚Koalition‘ auch nur Diktatur ergibt, kannste mischen wiede willst…

      …liegt auch an dieser zugegeben äusserst raffinierten Täuschung ‚Demokratisches Wahlsystem ‚.

      …kannste wählen was du willst – bleibt ein kapitalistisch-faschistisch-diktatorisches UNRECHTSSYSTEM.

      Wer das mal begriffen hat, wenige leider nur, der meidet die Wahlurne wie die Pest – nein, ich bin Demokrat, muss wählen gehen, sagt der Rest !

      hahahaaa….

      Ich verwette meinen Arsch, daß nun, da die Diktaur eingerichtet wurde, bei der nächsten Wahl alle wieder zur Wahlurne rennen werden um Demokratie zu wählen obwohl Demokratie ja gar nicht mehr zur Wahl steht !

      hahahahaa….

      Und nun ist ja gerade wirklich Erstaunliches passiert, im Parlament zumindest: die AFD ist die einzige Partei dort, die sich dem Faschismus entgegenstemmt !

      Naja freilich, nur deshalb darf man einer Rattenfängerei nicht auf den Leim gehen, schon klar – aber erstaunlich ist es trotzdem.

      Sollte ich nun guter Hoffnung sein, daß man endlich begreift ?

      Daß man endlich begreift daß dieses Wahlsystem nix als blanke Täuschung ist !?

      Daß kein einziger Wähler irgend etwas mitzuentscheiden hat ?!

      Daß die Bürger dieses Landes ENDLICH selbst ihre Geschicke in die Hand nehmen müssen ! – anstatt diese immer und immer wieder den Politikverbrechern zu überlassen.

      GENERALSTREIK ! – Wahlverweigerung ! und schon ist die Diktatur vorbei.

      Die andere Sache mit der Maske – naja , was soll man dazu noch sagen eigentlich, es ist die Steigerung von Dummheit, blanke Blödheit also – genauso mit der freiwilligen Impfbereitschaft – da kann man nicht helfen, da hat das Hirn schon ausgesetzt, hirntot  schon zu Lebzeiten…

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

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    Piranha
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    Piranha
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    Volker
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    (…) nur noch zu verhindern eventuell durch „Kronprinzessin“ Annegret Kramp-Karrenbauer.

    Blos nicht! AKK sähe mich am liebsten im Schützengraben deutsche Fahne schwenken, sonst droht Entzug der Armutssicherung. Jeden Tag eine gute Tat (Pfadfinderglück Bundeswehr), und sei es die Letzte: Brunnen bohren, Schulen bauen, Deutsch in Wort und Schrift vermitteln, und nebenbei Kollateralschäden beseitigen.
    Klar, die Dame verkörpert Schütze Arsch, General und Panzerkette – hat wohl ne gewaltige Macke.

    (..) oder ist Jens Spahn eine Figur, die derzeit sogar auf internationaler Ebene gepusht wird?

    Möglicherweise ein Klon des Urspahns, wer weiß schon, wieviel davon noch herumschwirren. Rein gentechnisch gesehen, kann man auch mischen, beispielweise Spahngen mit Merzgen, mit eine Prise Mer-Gen plus Schäu-Gen verfeinert, und dann die Mischung zur Reife bringen.

    Es muss ja nicht jeder gleich einer ganzen Epoche seinen Stempel aufdrücken wie die Königin von England.

    Oder den Charme einer Birne versprühen… ++ glucks ++ Kohl war wenigstens noch fotogen…

    In einer unipolaren neuen Bundesrepublik erscheint es allenfalls noch fraglich, welche Farbe nach (…)

    Farben des Regenbogens. Pur-natürliche Unschuld am seegensreichen Himmel. Und wer einer Sternschnuppe begegnet, darf sich etwas wünschen.

    Darunter leiden natürlich nicht die gut situierten Politiker selbst, sondern viele der Schwächsten in der Gesellschaft:

    Ja. Einen Nagel beim Baumarkt entwenden und darüber berichten, dafür kann man für 170 Jahre schon mal eingebuchtet werden. Für ein geklautes Brot wird der Dieb zuerst jahrelang gefoltert, danach durch eine Piks gerichtet.

    (…) und Jens Spahn – so liest man – treffen sich des Öfteren in trauter Rund beim Grunewalder Nobel-Italiener (…)

    Die stehen halt net vor Wurstbude oder Döner herum, wie gemeines Volk in Mittagspause, am Blaumann händeabwischend. Handtaschendiebe speisen nobel, und als Desert gibt’s ein Klappmesser dazu, das passt sogar zum Anzug, Krawatte sowie dem Grinsen aus Wahlplakaten heraus.

    Nebenbei: Wie es aussieht, darf ich mich erstmal mit mir treffen, weil ich ein Haushalt und sonst nix. Immerhin ist die Unterhaltung mit meinem Spiegelbild noch gestattet, es sei, mein Spiegel doppelt mich, weil Spiegelschrank. Was nun, mich nicht mehr sehen wollen, damit ich mich nicht selbst infiziere? Sollte ich mir begegnen, ruf ich Hotline an und bestehe auf Entlausung durch freiwillige Kammerjäger.  Brauch nur noch ein Navi für’s Rad, um Sperrzone nicht zu überschreiten, sonst fahren mich SUVs von Ornungsamt platt. Ja, Ordnung muß sein, Reinigkeit und Recht und ,,, oder so…

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    Cassandra72
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    Wie hatte es Volker Pispers vor Jahren bei „Bis Neulich“ zum Thema Wahlprognosen doch so trefflich auf den Punkt gebracht? „Wollen Sie mir etwa Schei**e in verschiedenen Geschmacksrichtungen anbieten?“ Recht hat er! Ganz egal WEN bzw. WAS man wählt – es sind bestimmt NICHT die Politiker, die die Interessen der normalen Leute vertreten. Und bei den Unionsparteien (ich weigere mich mittlerweile standhaft, diesen schwarz-braunen Dreck noch als „christlich“ zu bezeichnen!!!) ist es eh total egal, WER zum Thronfolger von „Angela der Ewigen“ ernannt wird. Ob nun Söder, Merz, Röttgen, Spahn oder Laschet – die kann man alle nur noch in die Tonne treten!

    Und warum um diese Lusche Spahn so ein medialer Hype abgezogen wird, kann, will und vor allem MUSS ich nicht verstehen. Was bitteschön hat dieser Typ denn so Großartiges geleistet, dass er so gefeiert wird? Zuerst hatte er die Sache mit Corona gar nicht richtig Ernst genommen und viel zu spät reagiert. Dann die Pannen mit den Masken, Desinfektionsmitteln und so weiter und so weiter. Nicht zu vergessen die Blamage mit der Corona-App. Und so weiter und so weiter! Mal ganz davon abgesehen, dass er munter die Politik des Kaputtsparens des Gesundheitswesens und der Krankenhäuser weiterführt und der Meinung ist, dass ein Klatschen ja als Belohnung für die total überarbeiteten und unterbezahlten Mitarbeiter dort völlig ausreichen würde. Von seiner Rolle als gut bezahlter Lakai der Pharma-Branche ganz zu schweigen. UND SO EINEN KÖNNEN SICH DIE DEUTSCHEN ALS KANZLER VORSTELLEN??? HALLOOOO??? GEHT’S NOCH??? Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte!

    Sorry, aber das musste ich mal loswerden.

     

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      Piranha
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      Wie recht Du doch hast, Cassandra. Ich sags mal ganz böse:

      Unser KrankheitsministerSpahnferkel ist Young Leader der Davos-Clique – von dort wird er gepusht, nachdem er zuvor bei den Bilderbergern geprüft und als willfähriger Speichellecker angenommen wurde. (Das dunkelschwarze Bärbrock ist ebenfalls Young Leader, aber noch im Ziehstatus)

      Im August hat die Merkel gefaselt von „Zügel anziehen“. Erinnert sich daran noch irgendwer?

      Nun, der Publizist und Journalist Markus Langemann hatte dafür klare Worte:

      Warum fantasiert sie von Pferden? Ist sie möglicherweise von vielen Stroh-Köpfen umgeben? Das wäre bitter, denn wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit. Eines ist klar in jedem Stall: Die soziale Intelligenz von Pferden macht sich auch im Umgang mit dem Menschen bemerkbar. Pferde erinnern sich immer an die Menschen, die gut zu ihnen waren. Vor dem Hintergrund des unanständigen Größenwahns der Kanzlerin möchte man ihr zügellos zotig zurufen:

      „Bedauerlich, dass Sie kein Pferd sind Frau Merkel, dann hätten Sie gleich vier Knie, in die Sie sich f***** können.“

      https://clubderklarenworte.de/zuegel-anziehen/

      Recht interessant zu lesen: Anatomie der Staatssicherheit

      https://clubderklarenworte.de/wp-content/uploads/2020/11/Anatomie-der-Staatssicherheit-MfS-Handbuch.pdf

      Beispielsweise dies hier:

      Dienstanweisung Nr. 16/57: MaBnahmen zur Verbesserung der ope­rativen Arbeit in den Betrieben, Ministerien und Hauptverwaltungen, Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten sowie in den Objekten der Landwirtschaft

      Ich vermute, Merkel ist aus ihren sozialistischen Stiefeln nie ausgestiegen. Und heute zu behaupten, ihre Rolle als FdJ – Sekretärin sei nur klein gewesen, verkennt:

      Die einzelnen Wohn-, Schul- und Betriebsgruppen schlossen sich zu Ortsgruppen zusammen. Die nächst höhere Verbandsebene bildeten die Kreis-, die Bezirks- sowie die Landes- bzw. Provinzialleitungen. Das „in der Regel jährlich“ tagende „Parlament“ des Einheitsjugendverbandes stellte „das höchste Organ der Freien Deutschen Jugend“ dar. Es bestimmte den mindestens 60 Mitglieder umfassenden Zentralrat der FDJ, der die Tätigkeit der FDJ zwischen den Parlamentstagungen zu leiten hatte. Zur Erledigung der laufenden Geschäfte wählte der Zentralrat ein fünfzehnköpfiges Sekretariat.

      und

      Diese Ziele fanden auch ihre Umsetzung nach der Machtübernahme der SED und der Teilung Deutschlands 1949 in BRD und DDR. Es folgte eine radikale Umwälzung der Freien Deutschen Jugend und die SED festigte ihr Position als leitende Partei und Führung der DDR auch in der Jugend.

      Unbequeme und unliebsame Gründungsmitglieder wurden aus dem Zentralrat, dem höchsten Gremium der FDJ, entfernt, um ihren weiteren Einfluss zu unterbinden und den neuen politischen Kurs deutlich zu machen.

      Die FDJ diente fortan unter anderem als Nachwuchsquelle der SED, unterhielt z.B. die Jugendhochschule Wilhelm Pieck zur Ausbildung hauptamtlicher FDJ-Funktionäre, und ihr standen ,,…Studienplätze an den Hochschulen der SED, des FDGB und des sowjetischen Komsomol zur Verfügung, an denen ausgewählte Funktionäre auf politische Führungsaufgaben vorbereitet werden…“ konnten (F/M, S134). Für eine politische Karriere wurde also ein weitreichendes Engagement in der FDJ zur Voraussetzung.

      und – so möchte ich unbewiesen ergänzen –  das MfS-Handbuch lag unter ihrem Kopfkissen, als Bibel der Macht.

      Die Fähigkeit zu Ränkespielen hat sie mannigfaltig bewiesen, die Fähigkeit, mal besser, mal weniger gut falsche Tatsachen zu behaupten auch, abgesehen von ihrer schäbigen Art im Umgang mit Widersachern.

      Ich kann ihre F****e nicht mehr sehen.

      Ist eigentlich schon aufgefallen, dass Hendrik Streek aus der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden ist?

      Ist bekannt, dass sein Mann kürzlich Unterabteilungsleiter im BGM wurde?

      Honi soit qui mal y pense

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        Ulrike Spurgat
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        Liebe Pranha,

        da bin ich gänzlich anderer Meinung und nicht nur das: Meine Bewertung und Einschätzung würde im Moment hier den Rahmen sprengen. Gesundheitliche Gründe lassen eine grundsätzliche Analyse von der OPPORTUNISTIN Merkel im Moment nicht zu. Nur soviel: Ohne Kohls Spendenaffäre und die Schwäche der CDU würde Merkel heute möglicherweise mit ihrem Hang zur „Freiheit“ der Amis in der langen Schlange der hungernden und am Boden liegenden verarmenden in großen Teilen der Bevölkerung liegen.

        Merkel in „sozialistischen Stiefeln“ ? Das wüsst ich aber !!!

        Beste Grüße, Ulrike

        PS Über die DDR bin ich bestens informiert !

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        Ulrike Spurgat
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        Da bitte ich um Nachsicht, liebe Piranha,

        dass Programm oder wer oder was auch immer macht was es will.

        Der geschriebene Text hat wesentliches „vergessen“, z. B.

        Angelas Merkel „größter Wunsch“ war noch zu DDR Zeiten endlich einen Pass in den Händen mit den abgeknabberten Fingernägeln halten zu können, der ihr die Reise in das „freie Amerika“ ermöglicht. (Kein Sozialist und ein Kommunist schon gar nicht würde diesen Wunsch äußern).

        Warum nur ist sie denn nicht abgehauen als es möglich war…… Und wie gesagt, die „Freiheit“ die Merkel meint ist die die Millionen in die  Armen Küchen der USA treibt  um etwas zum Essen zu bekommen in dem ach so „freien Amerika“. Vielleicht sollte Merkel da auch stehen, dann würde sie am eigenen Leib erfahren welche „Freiheit“ sie meint. Pfui Teufel !

        Vielleicht hat es mit der Richtigstellung nun besser geklappt.

        Beste Grüße, Ulrike

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      Peter+Boettel
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      Keine Entschuldigung notwendig, es stimmt alles, was Sie schreiben.

      Seit 2016 habe ich Artikel über den völlig unfähigen Pharmalobbyisten Spahn, neben Scheuer und Klöckner die größte Null in der Regierung, gesammelt (inzwischen 65 Seiten). Aus dem Jahr 2018  zitiere ich folgenden Auszug:

      Spahn gründete 2006 mit einem befreundeten Lobbyisten und dem Leiter seines Abgeordnetenbüros eine GbR, der die Beratungsgesellschaft Politas gehörte. Laut Focus beriet Politas schwerpunktmäßig Kunden aus dem Pharma- und Medizinsektor. Spahns Beteiligung an dieser Konstruktion blieb für die Öffentlichkeit undurchsichtig.

      Verbindungen / Netzwerke

      • Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Bundesvorstand[4]
      • Parlamentskreis Mittelstand, Vorstand[5]
      • Deutsche Atlantische Gesellschaft, Mitglied[6]
      • Europabrücke, Vorsitzender[6]
      • bis 06/2015 Sparkasse Westmünsterland, Mitglied des Verwaltungsrats[7]
      • bis 03/2015 Gesellschaft zum Studium strukturpolitischer Fragen, Vorsitzender des „Beirats für Gesundheit“[7]
      • Bezeichnend für Spahn war eine Aussage in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau im Jahre 2016, die AfD habe ihre Positionen von der CDU abgeschrieben,  Ich hatte zu dem Interview nachstehenden Leserbrief in der FR:

        „In dem in der FR vom 14.10.2016 veröffentlichten Interview hat der CDU-Abgeordnete Jens Spahn wieder seine Maske als Lobbyist der Versicherungswirtschaft heruntergelassen. Wenn er den Vorwurf macht, dass mehrere Millarden Euro für Rentner ausgegeben werden anstelle in der Bildung zu investieren, spielt er offensiv die jüngere Generation gegen die ältere aus und schürt damit einen unnötigen Konflikt. Natürlich wäre hinreichend Geld vorhanden, um dies in die Bildung zu stecken und den Kindern und Jugendlichen eine bessere Perspektive für die Zukunft zu bieten, ohne dass dieses Geld an anderer Stelle eingespart werden müsste.

        Hierzu wäre gerade das Ministerium, in dem er als Parlamentarischer Staatssekretär selbst ein sattes Gehalt einschiebt, gefordert, die dem Staat zustehenden Steuern zu erheben anstatt beispielsweise die Millionen- und Milliardenerben mit erheblichen Nachlässen bei der Erbschaftssteuer zu beglücken. Zudem erhält Spahn ohne eigenes Zutun als Beitragszahler eine stattliche Pension, die er den Rentnern, die tatsächlich von Altersarmut bedroht sind, vorenthalten will.

        Es ist nachvollziehbar, dass Spahn als Lobbyist der Versicherungswirtschaft der älteren Generation das ihnen zustehende Geld, das sein Dienstherr Schäuble für versicherungsfremde Leistungen der Rentenkasse entnommen hat, nicht aus dem Haushalt erstatten will, da er bekanntlich für die private Altersvorsorge wirbt. So plädiert er u.a. nicht nur ständig für eine weitere Senkung des ohnehin zu niedrigen Rentenniveaus, sondern hat dazu die Dreistigkeit besessen, mit einem Fraktionskollegen ein Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagfraktion gegen eine Bürgerversicherung vorzulegen, das wort- und punktgleich von einem Papier des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) abgeschrieben wurde.

        Den Vogel hat Spahn jedoch mit seiner Aussage im erwähnten Interview dadurch abgeschossen, als er das Original der AfD-Positionen für sich in Anspruch nimmt, womit er sich eindeutig zu deren rechtsradikalen und undemokratischen Aussagen bekennt. Ob seine Parteifreunde eine derartige Auffassung teilen? Sollte dies tatsächlich der Fall sein, sehen wir schlimmen Zeiten entgegen!“

        Dass er derzeit in den „Qualitätsmedien“als beliebtester Politiker gehandelt wird, kann nur auf frisierten, möglicherweise von ihm selbst entworfenen zweifelhaften Interviews beruhen, keineswegs aber aufgrund irgendwelcher Verdienste, die es allenfalls aus Sicht der Pharmaunternehmen oder privatisierter  Krankenhäuser geben könnte.

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        Piranha
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        Lieber Peter,

        wie gut, dass wir hier an den Fachkenntnissen aller, auch Deiner teilhaben können.

        Deine Leserbriefe – soweit Du sie hier mitteilst – finde ich stets klar, eindeutig und knackig formuliert! Ob die FR den heute noch veröffentlichen würde?

        Jedenfalls würde ich den, incl. des kompletten Kommentars gern verwenden, wenn Du erlaubst, mit Quellenangabe selbstverständlich. Denn „das Gedächtnis der Menschen ist erstaunlich kurz“.

        Viele liebe Grüße,

        P.

         

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    Peter+Boettel
    Antworten
    Liebe Piranha,

    danke für das Kompliment.

    Gerne kannst Du den Leserbrief verwenden, denn es hat sich ja nichts an dem geändert, was Spahn tut oder unterlässt.

    In der Tat vergessen die Menschen leider oft wichtige Dinge, die man in Erinnerung rufen sollte.

    Alles Liebe und Gute, vor allem Gesundheit.

    Peter

     

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