Ein Flashmob performt „Danser encore“, HK

 in MUSIKVIDEO/PODCAST


Gedrückte Stimmung am Pariser Gare du Nord, Maskenträger überall. Plötzlich fangen Musiker an zu singen und zu spielen. Lächeln auf vielen Gesichtern, die Masken werden heruntergezogen, manche tanzen wie befreit… Auch der Inhalt des Lieds von „HK“ (Kaddour Hadadi), das wir schon einmal in einer anderen Version auf Hinter den Schlagzeilen gebracht hatten, hat es in sich: Niemand sollte sich von der Regierung die Lebensfreude verbieten lassen. Ob es nach der Performance zu einer Intervention der Polizei kam, wissen wir nicht. Ebenso wenig, ob der Auftritt „echt“ oder inszeniert war. Es gibt vergleichbare Performances in anderen Städten, die das gleiche Lied spielten. Zu Recht ist es zum Kult geworden.

Showing 10 comments
  • Volker
    Antworten
    Tolle Idee, werde darüber nachdenken mitten in BC wild herum zu tanzen, möglicherweise verhalten sich alle Panik-Schlurfer mal lockerer.
    Ich bitte zum Tanz, wir bitten zum Tanz, tanzen durch Tag und Nacht im Kreis herum – fidibum.

    Klar, abtanzen stärkt eigenes System des Körpers, herumwirbelnde Arme und Beine vertreiben Feinstaub mit Viren, und nebenbei trainiert man sich das Buckeln ab, gekrümmte Rücken strecken sich.
    Rezeptfrei sowie ohne Zuzahlung, frei von Nebenwirkungen und seit tausenden Jahren erfolgreich praktiziert. Null Krankenkasse, null Pharma, null Fallpauschale. Einfach nur geil – nach Pfeife tanzen verboten, Freistiel ist geboten. Tango, Samba, scheiß egal, bewegt eure Ärsche Knochen und bittet im Reichstag zum Tanze. Eins, zwei drei, selbst Söder tanzt sich frei, und Maas verkündet stolz, wir sind doch nicht aus Eichenholz, an Putins Brust sich Merkel schmiegt, dass er ein flotter Tänzer wär, halte mich fest, wir sollten uns vertiefen. Liebensnächte in der Taiga, zwei Staaten eng umschlungen. Treueschwur in guten wie in schlechten Zeiten, man muss deshalb nicht Biden fragen.

    Merkel: »Neue Deutsche Welle, alles Punk oder was…?«

    Ein Nato-General: »Lauwarmes Techtelmechtel, glühen solltet ihr…«

    Lauterbach: »Diese Welle wird uns bringen um Verstand, meine Fliegen sehen Rot, und morgen alle Sozis tot… «

    WHO: »Zwischenwirt Wodka, munter entlang der Seidenstraße fließend, Fledermäuse besoffen, dickes Ende noch offen…«

    Schnelltester im Tarnanzug: »Stillgestanden … hinlegen …aufstehen… «

    Kleine Fledermaus: »Ihr könnt mich mal kreuzweise, muss in scheiß Höhle hausen, weil Miete nicht bezahlbar … das habt ihr nun davon … ab morgen bin ich Mutante … gell…«

    Mutation: »Bin ein Chamäleon … bäh … passe mich an, ihr Schuppenkriechtiere… «

    ++ glucks ++

    • Ulrike Spurgat
      Antworten
      ….was bist du wieder gut drauf !

      Mit dem ureigenen Witz und Humor dosiert mit einer Prise Lebenslust und Sarkasmus vom feinsten blitzt im Text bei jeder Zeile der Spaß am schreiben durch.

      Weiter so !

      Ich freu mich auf deine Texte die mich oft auch nachdenklich stimmen. Es ist genug an Tiefe und wesentlichem darin zu finden. Kunstvoll bearbeitet und den Leser zum Tanz zu bitten.

      Ich tanze Tango…..

       

       

       

       

       

    • ak
      Antworten
      kicher glucks…das ist klasse! Danke

      Dachte  ich schon das Lachen sei mir vergangen…

  • c.w.
    Antworten
    ich hab jedes mal tränen in den augen, wenn ich das sehe.

    wir hier in deutschland waren mal zurecht stolz auf unsere künstler.

    heute schäme ich mich für ihre unterwürfigkeit, ihr mitläufertum, ihre blindheit, ihren fehlenden mut gegen den strom zu schwimmen …

    ich hoffe, dass auch hier bei uns, die künstler die aufrichtigkeit ihres künstlerischen schaffens, nicht weiter den herrschenden bedingungen opfern.

    ich hoffe, dass künstler und künstlerinnen sich auch auf die straßen und öffentlichen plätze von münchen, frankfurt, köln … vielleicht sogar berlin trauen, um dort wieder lebensfreude und menschliche verbundenheit entstehen zu lassen.

    Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden,
    Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt,
    Hast du mein Herz zu warmer Lieb‘ entzunden,
    Hast mich in eine beßre Welt entrückt!

    Oft hat ein Seufzer, deiner Harf‘ entflossen,
    Ein süßer, heiliger Akkord von dir
    Den Himmel beßrer Zeiten mir erschlossen,
    Du holde Kunst, ich danke dir dafür!

  • heike
    Antworten
    Wenn man aus einem Liebeslied ein Kampflied macht, dann vernichtet man einen Teil der Liebe in ihm oder gibt die Kraft, die Schönheit dieser Liebe, in einen falschen Dienst. Vielleicht sollten wir alle wieder mehr lieben und weniger kämpfen … oder beides zumindest trennen – sonst ist am Ende nämlich keine Liebe mehr übrig.

    Im übrigen will ich niemanden irgendwelche Vorschriften machen – wenn Leute gern diese Musik auf einem Pariser Bahnhof aufführen, dann sollen sie es gern tun – es hat ja offensictlich auch Spaß gemacht – die Verzerrungen entstehen wohl vor allem durch die gigitale Technik, die Verbreitung im Internet, das Überbeleuchten einzelner Aspekte….

    Der Mensch braucht eine Privatsphäre und einen Rückzugsort – wird ihm dieses genommen, dann blutet er aus. Wo entsteht Liebe? Im Inneren eines Menschen – gibt es kein Inneres mehr, weil alles nach außen gedreht wird, dann kann keine Liebe mehr entstehen, dann entsteht Hilflosigkeit, und diese ganzen psychischen Erkrankungen unserer Tage: Ängste, Depressionen, Verwirrungen, Kälte, Einsamkeit.

    Liebeslieder sollte man nicht als Anklage formulieren – wie meiner Meinung nach formuliert auf dem Pariser Bahnhof

    • ak
      Antworten
      heike darf ich fragen ob sie wahrnehmungsstörungen haben?

      Wenn die englische Übersetzung, die sich unter dem Video als Kommentat finden lässt, stimmt dann lautet der Text:

      Wir wollen

      Weiter tanzen

      Sehen, wie unsere Gedanken unsere Körper umarmen

      Unser Leben auf einem Raster aus festen Akkorden verbringen

      Nein, nein, nein, nein, nein

       

      Wir sind Vögel auf der Durchreise

      Weder zahm noch wirklich weise

      Wir schwören nicht der Dämmerung die Treue

      Der Dämmerung unter allen Umständen

      Wir kommen, um die Stille zu brechen

       

      Und wenn nachts im Fernsehen

      Hat der gute Herr König gesprochen

      Um das Urteil zu verkünden

      Wir zeigen Ehrfurcht

      Doch immer mit Eleganz

      Nein, nein, nein, nein, nein

       

      Wir wollen

      Weiter tanzen

      Sehen, wie unsere Gedanken unseren Körper umarmen

      Unser Leben auf einem Raster aus festen Akkorden verbringen

      Nein, nein, nein, nein, nein

       

      Auto, U-Bahn, Job und Konsum

      Selbstbescheinigungen, Vorschriften

      Vorgeschriebene Absurditäten

      Und wehe dem, der denkt

      Und wehe dem, der tanzt

      Jede autoritäre Maßnahme

      Jeder Sicherheitshinweis

      Blasen unser Vertrauen weg

      Sie üben so viel Beharrlichkeit

      Um unser Gewissen zu isolieren

      Nein, nein, nein, nein, nein

       

      Wir wollen

      To keep dancing

      Sehen, wie unsere Gedanken unseren Körper umarmen

      Unser Leben auf einem Raster aus festen Akkorden verbringen

      Nein, nein, nein, nein, nein

       

      Lassen wir uns nicht beeindrucken

      Von all diesen unvernünftigen Leuten

      Die Angst in Hülle und Fülle verkaufen

      Unanständige Ängste

      Lasst sie uns fernhalten

      Und für unsere geistige Gesundheit

      Auch sozial und ökologisch

      Unser Lächeln, unsere Intelligenz

      Lasst uns nicht ohne Widerstand sein

      Die Instrumente ihres Wahnsinns

      Nein, nein, nein, nein, nein

       

      Wir wollen

      Weiter tanzen

      Sehen, wie unsere Gedanken unseren Körper umarmen

      Unser Leben auf einem Raster aus festen Akkorden verbringen

      Nein, nein, nein, nein

       

      Lasst uns weiter tanzen!

       

      KAMPFLIED?

      MACHT KAPUTT WAS EUCH KAPUTT MACHT!

       

      Was ist Kampf denn? Ist es neuerdings schlecht für Gerechtigkeit, Frieden und gegen Faschismus zu kämpfen? Wo leben Sie?

      Ich habe eher das Gefühl es geht um Notwehr!

  • Gabriel Müller-Huelss
    Antworten
    Zunächst: Besten Dank für das Näherbringen dieser musikalischen Bereicherung – ein echter Stimmungsaufheller und Mutmacher!

    Eine sicherlich nicht konstruierte Performance des selben Liedes bietet dieses Video aus La Rochelle – wie es scheint im Rahmen einer Demonstration entstanden:

    https://www.youtube.com/watch?v=wIuEh-cm6J0

    Herzerfrischend – man achte auf die Gesichter!

  • ak
    Antworten
    Und in Bella Italia: Lo stesso!

    quodlibet.it
    Guardati Italia dalla stessa Italia

    Guardati Italia dalla tua propria Italia
    guardati dalla croce senza Cristo
    guardati dal martello senza falce

    Guardati dal vicino senza volto
    guardati dal boia con la maschera
    guardati da chi brucia il tuo cadavere

    Guardati dalla quarantena senza peste
    e dalla peste senza quarantena
    guardati da chi ti separa dai tuoi giorni

    Guardati dal teschio senza tibie
    guardati dalle tibie senza il teschio
    Guardati da chi conta le tue morti

    Guardati Italia dai tuoi nuovi potenti
    guardati da chi osserva l’obbedienza
    guardati Italia dalla stessa Italia

    (da César Vallejo)

    Condividi su

     

    Schauen Sie sich Italien aus Ihrem eigenen Italien an

     

    Schauen Sie sich Italien aus Ihrem eigenen Italien an

    Blick auf dich vom Kreuz ohne Christus

    Schauen Sie auf Sie aus dem Hammer ohne Sichel

     

    Blick auf den gesichtslosen Nachbarn

    Schauen Sie auf den Scharfrichter mit der Maske

    Hüte dich vor dem, der deinen Leichnam verbrennt

     

    Vorsicht vor der Quarantäne ohne Seuche

    und die Pest ohne Quarantäne

    Hüte dich, wer dich von deinen Tagen trennt.

     

    Vorsicht vor dem Schädel ohne Schienbein.

    Vorsicht vor dem Schienbein ohne Schädel.

    Passen Sie auf, wer Ihre Todesfälle zählt

     

    Hüte dich vor denen, die deine Tode zählen

    Hüte dich vor denen, die den Gehorsam beobachten

    Blick nach Italien aus Italien selbst

     

    (von César Vallejo)

     

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  • flatterbyer
    Antworten
    Liebe Künstler aus Deutschland,

    bitte helft uns, diesen Wahnsinn zu ertragen und tut es den Franzosen gleich.

    Geht auf die Straße, zeigt euch und ladet ein zum Tanz.

    Wir brauchen euch.

     

     

  • Marcel
    Antworten
    Hallo Leute,

    Ich eine singbare deutsche Übersetzung von danser encore gefunden  – liebe Musiker probiert es doch einfach aus.

    Freude verbreiten

    Gruss Marcel

Schreibe einen Kommentar zu Ulrike Spurgat Antworten abbrechen

Start typing and press Enter to search