Ein wichtiger Brief an alle LeserInnen unserer Website HdS

 in Über diese Seite

HdS-Herausgeber Holdger Platta klärt über die Gründe für die kurze „Sendepause“ auf HdS auf. Und er macht eine bedauerliche Mitteilung: Konstantin Wecker und Alexander Kinsky verlassen unser Magazin.Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser, sicherlich habt auch Ihr schon bemerkt: HdS bot in den vergangenen Tagen keine neuen Beiträge an, auch neue Kommentare von Euch wurden nicht veröffentlicht. Und: von manchen haben wir sogar gehört, dass sie HdS zeitweilig gar nicht anklicken konnten, geschweige denn einzelne Artikel auf HdS.

Der Grund für all das war ein technischer: In den „Innereien“ von HdS (von denen leider auch ich nicht viel verstehe) mussten einige technische Fehler beseitigt werden (zum Beispiel die Zählfunktion bei den Klickzahlen).

Eigentlich müsste das alles aber inzwischen repariert sein, jedem und jeder der HdS-Zugang wieder möglich sein – und selbstverständlich auch wieder das Öffnen und Kommentieren der einzelnen Artikel.

Dieses verdanken wir übrigens der hervorragenden Arbeit unseres neuen Webmasters Tizian Bauer aus Bremen. Vielen Dank an ihn!

Wer ins „Impressum“ von HdS geht, wird einige Änderungen registrieren können:

Zum großen Bedauern von uns, dem HdS-Trägerverein IHW und Herausgeber von HdS, sowie von Roland Rottenfußer sind Konstantin Wecker und Alexander Kinsky aus dem Mitarbeiterteam von HdS ausgestiegen. Das kann bedeuten – muss es aber nicht! –, dass nicht alle Publikationen auf HdS noch die Auffassungen von Konstantin Wecker und/oder Alexander Kinsky widerspiegeln. Bitte also nicht diesen beiden als Meinung zuordnen, was – vielleicht – nur unseren Auffassungen entspricht, der Meinung also der jeweiligen BeiträgerInnen, den Grundauffassungen von Chefredakteur Roland Rottenfußer oder von mir, oder – ganz generell – den Grundpositionen unseres Menschenrechtsvereins IHW.

Ergänzend: Selbstverständlich bleibt HdS eine freiheitliche Website, in der auch Einzelmeinungen wiedergegeben werden dürfen, die nicht unbedingt der Meinung aller in unserem Team entsprechen. Ausgenommen von dieser prinzipiellen Toleranzregel bleibt selbstverständlich alles, was als antisemitisch oder rassistisch zu bezeichnen ist, als faschistisch oder militaristisch, als asozial, antidemokratisch oder generell menschenrechtsfeindlich. (Vorausgegangene Auflistung ist durchaus unvollständig; mehr dazu könnt ihr nachlesen in unseren Spendenaufrufen, in denen wir immer wieder unsere humanen Grundpositionen erläutert haben).

Freuen wir uns auf eine neue Website HdS, in der nun auch technisch alles wieder klappt und in guter Ordnung ist!

 

Mit herzlichen Grüßen

Euer Holdger Platta

Showing 32 comments
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    Freiherr von Anarch
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    na … dann wird ja vielleicht das Unterdrücken meiner Kommentare aufhören ! ? –

    …nur weil sie radikaler im Sinne von Freiheit und Gerechtigkeit sind ! ? –

    …wenn diese Seite nicht mehr unter dem Gebot des Pontifek Maximis steht ! ? –

    … und der Pontifex Rex eigenständig nun ist ?

    … im Sinne eines Magazins für Rebellion wäre das ja prima !

     

     

     

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    Ulrike Spurgat
    Antworten
    Ganz ohne „Lametta“ und Drum herum Gerede…….Danke für das „offene Wort.“

    Wenn man selber gefestigt ist lässt das die Möglichkeit andere Sichtweisen als die eigne auf die Welt, auf die Geschichte und auf die Menschen zu.

    Viele Wege führen nach Rom. Man kann gar nicht radikal genug sein wenn es um die Frage Krieg und Frieden und die große soziale Frage geht. (Sie gehören zusammen aus meiner Sicht) Ich war ja auch kein „bisschen“ schwanger. Da kann es keine Kompromisse geben. Und jeder der auch hier schreibt bringt sein bis dahin gelebtes Leben mit seine Hoffnungen und auch seinen Schmerz mit.

    Aus dem Gedächtnis..

    Unwiderbringlich sind drei Dinge: Das zu schnell gesprochene Wort, der abgeschossene Pfeil und die verpasste Gelegenheit !

    Manchmal bedarf es eben notwendiger wenn auch schmerzhafter Veränderungen. Im Leben ist das nicht viel anders.

    An Konstantin Weckers Liedern werde ich auch weiterhin „nicht vorbei kommen wollen.“ Danke, Konstantin Wecker für unvergessene Stunden. Und auch Alexanders fundiertes Wissen über die Kultur „Scene“ , seine Eindrücke und Empfehlungen waren bereichernd. Danke, Alexander.

    Das wird sich alles zurecht ruckeln und ich wünsche der Redaktion Kraft,einen klaren Verstand und ein mutiges und entschlossenes Herz weiterhin für eine humane Welt einzutreten.

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    Philine Engelhardt
    Antworten
    Ich weiß nicht wie es Euch geht: mich verwirrt das sehr.
    Wieso geht er?! Ich würde das gerne verstehen.
    Und es macht mich traurig.
    • Avatar
      Holdger Platta
      Antworten
      Liebe Philine,

      ich verstehe sehr, sehr gut, daß Dich der Weggang von Konstantin Wecker (vielleicht auch von Alexander?) sehr verwirrt, traurig macht und Du an uns die Frage stellst, wieso Konstantin seine Arbeit bei uns aufgegeben hat. Mir ergeht es nicht anders, und vermutlich hätte ich an Deiner Stelle diese Frage auch an uns gerichtet. ‚Eigentlich‘, so sehe ich das jedenfalls, habt Ihr HdS-LeseInnen auch Anspruch auf die Beantwortung dieser Frage.

      Doch leider sind wir alle vom HdS-Trägerverein IHW (= „Initiative für eine humane Welt“) – also der gesamte Vorstand Sybille Marggraf, Henry Royeck und ich – sowie Roland Rottenfußer außerstande, Deine Frage zu beantworten.

      Von Konstantin Wecker selber haben wir nie irgendeine Begründung für diesen Schritt mitgeteilt bekommen. Und ein Dritter, den er offenbar damit beauftragt hat, uns über diesen Beschluß zu informieren, hat uns ausdrücklich untersagt, seine Mail an andere weiterzuleiten. Und diese Verantwortung kann und möchte keiner von uns übernehmen, diese Mitteilung eines Dritten uns gegenüber in unseren Worten weiterzugeben an die Öffentlichkeit.

      Deswegen kann ich an dieser Stelle nur eines tun – ein bißchen auch in Beantwortung der Mail von „A.K.“: meine Antwortmail an Konstantin auf diese negative Nachricht durch einen Dritten weiterzureichen an Euch. Diese Mail (vom 10. August des Jahres) wurde und wird in allen Aussagen mitgetragen vom gesamten IHW-Vorstand und Roland Rottenfußer (nach vorheriger sehr präziser Abstimmung mit diesen). Hier also diese Mail im vollen Wortlaut (gelöscht wurde nur der Name des Dritten):
      „Lieber Konstantin,

      erstmal kurz vorweg: ich kann auf die Nachricht von XXX, daß Du als Chefredakteur bei uns auf HdS zurückgetreten bist, leider jetzt erst reagieren:

      Sybille ist seit 14 Tagen schwer erkrankt, und auch ich bin voll eingespannt, weil ich sie zu den Ärzten fahren muß, auch Termine mit diesen ausmachen muß undundund. Ich bitte Dich also sehr herzlich um Verständnis, daß ich Dir erst heute schreiben kann (’nebenbei‘: sehr hoffe ich, daß auch Du sehr bald wieder gesund bist und mit dem „pianieren“ loslegen kannst!!!).

      Damit zu dem, was mir XXX mitgeteilt hat:

      Mich bewegt Dein Rücktritt sehr, und ich bedauere das zutiefst. Andererseits – das ist selbstverständlich – respektiere ich natürlich ohne jeden Vorbehalt  Deine Entscheidung! Einverstanden also: zukünftig HdS ohne Dich als Chefredakteur.

      Ebenso selbstverständlich für mich:

      Natürlich wird Dir HdS auch zukünftig zur Verfügung stehen. Wenn Du Artikel, Kommentare, Texte bei uns veröffentlichen willst: herzlich willkommen! Neuerscheinungen von Dir – egal, ob CDs oder Bücher -: für sie kann selbstverständlich auch weiterhin auf HdS hingewiesen und geworben werden (kostenfrei natürlich). Und wenn wichtige Termine mitzuteilen sind – etwa der eines neuen ‚Internet-Konzertes‘, derzeit überaus wichtig für Dich wegen der erheblich eingeschränkten Auftrittsmöglichkeiten in der ‚analogen‘ Öffentlichkeit -: auch dafür wird Dir HdS immer offen stehen!

      Was mich dabei ganz besonders freut: dies alles darf ich Dir ganz ausdrücklich auch mitteilen im Namen von Bille, Henry (meinem IHW-Vorstandskollegen) und Roland.

      Wenn Du mit mir noch einmal über das alles hier sprechen willst – telefonisch, meine ich jetzt -: an den Wochentagen dürfte das bis auf weiteres sehr schwierig sein (wegen der Erkrankung von Bille, siehe Mailanfang!). Aber an den Wochenenden (Samstag oder Sonntag) müßte das in aller Regel gut möglich sein.

      Am besten ist dann, Du schreibst mir ganz kurz per Mail, wann Du bei mir anrufen möchtest.

      Mit allen meinen guten Wünschen und mit lieben Grüßen wie immer (auch im Namen der anderen)
      Dein Holdger“

      Zu dieser Mail zwei Nachbemerkungen noch – zunächst, was die Formulierung „leider jetzt erst“ betrifft:

      Zwischen der negativen Nachricht, die uns da erreichte, und meiner bzw. unserer Antwort darauf lagen gerademal drei Tage (im Wesentlichen das Wochenende vor dem 10. August, inkl. meines eigenen Geburtstages am 8. August).

      Zwischen Konstantin Wecker einerseits und uns, dem HdS-Trägerverein IHW bzw. uns Vorstandsvertretern der IHW, andererseits hat es keinerlei Auseinandersetzungen und/oder Streitigkeiten vor dem Weggang von Konstantin gegeben (und selbstverständlich auch jetzt – also nachträglich – nicht).

      Mehr kann ich Dir und den HdS-MitleserInnen verantwortungsvollerweise nicht mitteilen. Gerne wiederhole ich aber auch an dieser Stelle nochmal das große Bedauern von uns allen, daß Konstantin bei HdS, dieser, wie ich finde, gerade in diesen unfriedlichen Zeiten so enorm wichtigen Website, nicht mehr mitarbeiten wollte bzw. will.

      Mit herzlichen Grüßen an Dich wie auch an alle HdS-MitleserInnen
      Holdger

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      Peter+Boettel
      Antworten
      Ich kann nur die Worte von Philine Engelhardt

      „mich verwirrt das sehr.
      Wieso geht er?! Ich würde das gerne verstehen.
      Und es macht mich traurig.“

      wiederholen.

      Schade.

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    A.K.
    Antworten
    Auch wenn ich noch nicht so lange hier immer mal wieder vorbeischaue und schreibe, vermisse ich Worte des Abschieds.
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    Krysztof
    Antworten
    Schade! Aber Dank an KW fürs Gründen und langjährige Unterstützen dieser Webseite, auf der sich manch interessanter Beitrag fand und (auch in Zukunft hoffentlich weiterhin) findet.
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    Ulrike Spurgat
    Antworten
    Liebe Redaktion, habe heute am Morgen einen Kommentar noch einmal zum Weggang von Konstantin Wecker und Alexander geschrieben. Mich hat das Thema an sich beschäftigt wie man miteinander umgeht auch dann wenn man nicht an einem Tisch gemeinsam sitzt. Aber irgendwie ist es doch auch so, dass man mit den Menschen kommuniziert und das man sich begegnet und wenn möglich sich austauscht. Und man haut nicht ohne ein Wort an die Leser und Kommentatoren ab sondern stellt sich seiner getroffenen Entscheidung und sei es noch so schwierig. „Er wird seine Gründe haben“ mag ja zutreffen ist aber inakzeptabel weil es bedeutet sich entziehen zu können. Bequemer ist es das mag sein feige aber auch.

    Kein Problem bei einer nicht Veröffentlichung.

    Frohes Schaffen, Ulrike

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    Norbert Josten
    Antworten
    Da ist doch die Erklärung

    https://wecker.de/de/weckers-welt/item/856-Blick-nach-vorne-in-stuermischen-Zeiten—-zum-Ende-meines-Projekts-Hinter-den-Schlagzeilen.html

    die mich in Teilen entsetzt und sprachlos macht – in Bezug auf die Demos gegen die CoronaMaßnahmen.

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    Freiherr von Anarch
    Antworten
    Auweia und wie entsetzlich, ja erbärmlich –

    wenn ich das richtig lese was Wecker da von sich gibt ( beziehe mich auf den link non Norbert Josten, inhaltlich Weckers Erkläreung ):

    ‚ Wenn in Berlin Tausende ohne Masken und Abstand demonstrieren und das auch noch von den OrganisatorInnen in ihrer rechten Propaganda als freiheitliches und demokratisches Handeln gefeiert wird, muss man doch dringend das Demokratieverständnis dieser Leute hinterfragen. ‚ –

    dann könnte das genau so und genausogut von einem Innenminister, dem Innensenator oder verkalkten ZDF-Sprechern sein.

    Da stellt Wecker also Ballweg, Ludwig und seine ebenso unerschrockenen Mitstreiter für Freiheit und Demokratie als Rechte Propagandisten hin !

    Nahezu jeder der mehr als 1 Million für Freiheit und Demokratie friedlich Demonstrierenden wird damit gleichzeitig von Wecker als Rechter Ideologe hingestellt – ‚ja hods eam’s Hirn varoast ?  – oda wia oda wos ?

    Wecker spricht zudem den FÜR Demokratie und Freiheit Streitenden das Demokratieverstädnis ab ! Also auch jenen die sich diesem faschistischen Staats- und Polizeistaatsterror widersetzen um Freiheit und Demokratie wiederherzustellen. Kampf für Demokratie und Freiheit und Gerechtigkeit setzt er also auch Rechter Ideologie gleich !

    ‚ mi lext in Oasch‘ – ‚ ja wos isn mit dem passiert ? ‚ – ‚ hoda am End d’Orientierung valorn ? ‚ – ‚ oda zvui Fernseh gschaut ‚.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Holdger Platta
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    Liebe Ulrike, lieber Norbert,

     

    es ist ganz gewiß so, daß sich Konstantin Wecker in einem immensen Ausmaß verdient gemacht hat bei unser aller gemeinsamen Versuchen, eine bessere, eine menschlichere, freiheitlichere Welt zu schaffen. Roland und ich werden ihm das ganz gewiß niemals vergessen!

    Leider gab es aber Ereignisse während der letzten Wochen, die uns – Roland, mich (und auch andere noch) – fassungslos gemacht haben.

    Um nur die beiden von Euch beiden angesprochenen Punkten aufzugreifen:

    Wir schätzten und schätzen die Demos gegen die Corona-Maßnahmen viel differenzierter als Konstantin Wecker ein. Selbstverständlich sind auch wir gegen Rechtsextremisten vorm Berliner Reichtsagsgebäude. Aber was, bitteschön, haben diese 300-400 Leutchen – Trittbrettfahrer, sonst nichts – mit zumindest 38.000 Menschen zu tun, die als Demokraten gegen die Corona-Maßnahmen protestierten (und deren Organisator Michael Ballweg sich zigmal vor, während und nach der Berliner Demo von allen Rechtsextremisten/Rechtsradikalen distanziert hat (und hier dann, durch Fremdeinwirkung, auf HdS als „Faschist“ tituliert worden ist)?

    Ulrike kann ich versichern, daß Roland und ich uns mehrfach um ein direktes Gespräch mit Konstantin Wecker bemüht haben. Immer vergebens. Dein Ulrike Auffassung teilen wir – Roland und ich – einschränkungslos, auch die anderen Vorstandsmitglieder des HdS-Trägervereins „Initiative für eine humane Welt“ (seit 1. Januar 2017 übrigens in voller juristischer Verantwortlichkeit für HdS): daß freubndschaftlich verbundene Menschen im Falle eines Konfliktes miteinander sprechen sollten!!!!!

    Wir sind alle unendlich traurig über diesen Weggang von Konstantin Wecker. Mit Euch allen, vermute ich. Aber uns allen ist nicht gelungen, mit Konstantin Wecker ein Gespräch aufnehmen zu können. Völlige Ratlosigkeit ist bei uns also noch hinzugekommen.

    Mit herzlichen Grüßen

    Euer Holdger Platta

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      Piranha
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      Aber was, bitteschön, haben diese 300-400 Leutchen – Trittbrettfahrer, sonst nichts – mit zumindest 38.000 Menschen zu tun

      Es waren genau jene, also 300 – 400 Leutchen, deretwegen ein Christian Springer jedem Antisemitismus und mehr vorwarf, der an der Demo teilnahm.- sorry Holdger, ich glaube es waren hunderttausend mindestens. 🙂 Aber ich weiß natürlich: Du nennst die von gewissen Medien behauptete Anzahl.

      Mein Statement von vor ein paar Tagen:

      Was ist nur in KW gefahren? Die zweite große Demo, die engagiert aber absolut friedlich trotz Eskalationsversuchen von einigen Polizisten gelaufen ist, müsste doch ganz in seinem Sinne sein. Ich erinnere an Mönch und Krieger. Der friedvolle Rebell hat ausgedient? Wirklich? Ich glaubs noch nicht. Und kann es sein, dass dieser starke und in seinen Hochs und Tiefs lebenserfahrene Mensch, für den ich ihn immer gehalten habe vor einer Obrigkeit einknickt, vor welcher auch immer? Ich verstehe es nicht. Hat er noch nicht verstanden, dass Querdenken nichts mit Querfrontlern zu tun hat.  Bei keiner Rede, die ich gehört hatte, bei keinem Interview war auch nur ein Fünkchen von Antisemitismus, Rassismus, Islamismus usw. zu erkennen. Eher im Gegenteil, erinnere ich mich an die vielen Redner auf der Hauptbühne. Und genau dort hätte ein Konstantin Wecker, wie ich ihn bislang eingeschätzt hatte, hingehört.

      Ach, ist das alles so traurig. Mir kommen die Tränen, wenn ich an seinen Willy denke. Ich wünsche ihm sehr wieder ein frohes, friedliches und mitfühlendes und kämpferisches Herz für das Gute im Menschen.

      Was Springer betrifft hatte ich nach einem Hinweis eines Freundes ernsthaft überlegt, ihn wegen übler Nachrede anzuzeigen. Das tue ich nicht, denn ich bin mit mir im Reinen und meinem Seelenfrieden zuliebe entziehe ich ihm meine Beachtung, was nicht unbemerkt bleiben wird.

      • Avatar
        Freiherr von Anarch
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        ‚ theres no bizz like showbizz ‚ –

        und weil ‚ Weckers Welt ‚ eben zu mindestens fifty percent eine Geschäftswelt auch ist, hat der promotionman of his own sich der Demoskopie unterworfen, auch,

        auf gut deutsch: es wäre geschäftsschädigend für ihn gewesen, wenn er sich klar ANDERS positioniert hätte, viele fans hätte er verloren…

        Nunja – glaubhafter macht ihn das nicht, als er ohnehin als fifty-percent-man schon nicht war.

        Seis drum, darf er ja, kann er ja, nur – ‚ empört euch ! wehrt euch ! ‚ – wird nun sehr unglaubwürdig aus des Weckers eigen Munde.

        Ich glaube da ist der Schuss nach hinten losgegangen, ’nun braucht der Kaiser neue Kleider zur Rettung des Imperiums ‚ war die falsche promo-taktik, Standfestigkeit bei eignem Guruismus wäre besser gewesen, für beide Wecker-Hälften und die Jüngerschar.

        Nun ist er da, der Imageschaden.

        Ein kurzsichtiger Kurzschluss, wenn einer der lebenslang auf der Bühne den Revoluzza spielt, genau diesen Fans den Rücken kehrt, because of promotion…

        Sie hörten einen Kommentar des Bayerischen Rundfunks.

         

         

         

         

         

         

         

         

        • Avatar
          Palantir
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          Was keiner wagt, das sollt ihr wagen
          Was keiner sagt, das sagt heraus
          Was keiner denkt, das wagt zu denken
          Was keiner anfängt, das führt aus
          Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen
          Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein
          Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben
          Wenn alle mittun, steht allein

          Wo alle loben, habt Bedenken
          Wo alle spotten, spottet nicht
          Wenn alle geizen, wagt zu schenken
          Wo alles dunkel ist, macht Licht

          Wo alle loben, habt Bedenken
          Wo alle spotten, spottet nicht
          Wenn alle geizen
          Wagt zu schenken
          Wo alles dunkel ist –
          Macht Licht

        • Avatar
          Palantir
          Antworten

          Genug ist nicht genug

          Daß der Himmel heute so hoch steht,
          Kann doch wirklich kein Versehen sein.
          Und es ist bestimmt kein Zufall, daß die Lichter sich vom Dunst befrein.
          Ich sitz regungslos am Fenster,
          Ein paar Marktfraun fangen sich ein Lächeln ein.
          Irgendwo da draußen pulst es,
          Und ich hab es satt, ein Abziehbild zu sein.
          Nichts wie runter auf die Straße,
          Und dann renn ich jungen Hunden hinterher.
          An den Häusern klebt der Sommer,
          Und die U-Bahnschächte atmen schwer.
          Dieser Stadt schwillt schon der Bauch,
          Und ich bin zum großen Knall bereit.
          Auf den Dächern hockt ein satter Gott
          Und predigt von Genügsamkeit:

          Genug ist nicht genug,
          Ich laß mich nicht belügen.
          Schon Schweigen ist Betrug,
          Genug kann nie genügen.

          Viel zu lange rumgesessen,
          überm Boden dampft bereits das Licht.
          Jetzt muß endlich was passieren,
          Weil sonst irgendwas in mir zerbricht.
          Dieser Kitzel auf der Zunge,
          Selbst das Abflußwasser schmeckt nach Wein.
          Noch mal kurz den Mund geleckt,
          Und dann tauch ich ins Gewühl hinein.
          Komm, wir brechen morgen aus,
          Und dann stellen wir uns gegen den Wind.
          Nur die Götter gehn zugrunde,
          Wenn wir endlich gottlos sind.
          Auf den ersten Rängen preist man
          Dienstbeflissen und wie immer die Moral.
          Doch mein Ego ist mir heilig,
          Und ihr Wohlergehen ist mir sehr egal.

          Genug ist nicht genug,
          Ich laß mich nicht belügen.
          Schon Schweigen ist Bertrug,
          Genug kann nie genügen.

        • Avatar
          Holdger Platta
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          Lieber Freiherr von Anarch,

          natürlich danke ich Dir – wie den vielen anderen UnterstützerInnen hier -, daß Du Dich auf die Seite einer HdS stellst, deren Team auch miteinander freiheitlich umgeht. Tja, wo bleibt sonst das Eintreten für eine herrschaftsfreie Welt?

          Lediglich in einer Hinsicht bin ich anderer Auffassung als Du (und das darf ja möglich sein auf einer freiheitlichen Website):

          Nein, Konstantin Wecker war meines Erachtens keinesfalls ein halber „Anarcho“ (wie er sich selber gerne genannt hatte) wegen der Tatsache, daß er mit seiner künstlerischen Arbeit auch Geld verdiente. Ein jeder von uns muß von etwas leben können – Du ja auch! -, und die Tatsache, daß eine oder einer mit guten freiheits- und menschenrechtsorientierten Texten, mit dementsprechender Musik, Bühnenpräsenz usw. seinen Lebensunterhalt verdient,spricht noch lange nicht gegen die Wahrhaftigkeit dieser künstlerischen Arbeit und der Person, die dahinter steht!

          Insofern verteidige ich aus voller Überzeugung Konstantin Wecker auch jetzt noch! Auch aus Kenntnis so manchen Engagements von ihm hinter den Schlagzeilen und hinter den Kulissen, zumindest bis vor einigen Wochen.

          Über alles andere kann und mag ich mich heute hier noch nicht äußern. Höchstens mit einem Satz noch:

          Vielleicht nutzt Konstantin Wecker ja diese Tage und wird wieder zum früheren Konstantin Wecker, den wir alle so geschätzt haben! Räumen wir ihm als faire StreitpartnerInnen diese Chance ein!

          Mit herzlichen Grüßen

          Holdger

           

          • Avatar
            Freiherr von Anarch
            Freilich , Lieber Holdger,

            gebe auch ich ihm diese Chance der Rückkehr zu seiner selbst –

            harte Kritik meinereiner soll ihn ja nicht daran hindern, hat aber vielleicht jenen Aufwacheffekt, die Provokation mit sich selbst seinereiner.

            Unbestritten aber bleibt das Geldverdienen mit einer Ideologie ein zweischneidiges Schwert – you know what i mean.

            Ich selbst verdiene leider keinen Pfennig mit meiner radikalen Haltung FÜR Gerechtigkeit und Freiheit – im Gegenteil, das Repressionssystem hat mich gerade deswegen ruiniert, finanziell, aber nicht meine aufrechte Haltung – und darauf kommt es an.

            Dass sein schwankender Schwenk sehr wohl auch mit einer Profitabilität seiner Marke zu tun hat, ist auch nicht von der Hand zu weisen.

            Letztlich zählt für mich die Glaubhaftigkeit und diese kann meinetwegen auch Profit einbringen, bin ja auch frei von Neid.

            Dass man im Alter Biss verliert, naja – auch ich habe inzwischen Provisorien im Maul, aber trotz dieser falschen Zähne bleibe ich bissig.

            Und wiederum freilich, würde sogar ich als ein Wecker-Kritiker es begrüssen, wenn er zu sich selbst zurückfindet, klar !

            Dann hat er die ihn erfüllende alte Liebe seiner Fangemeinde wieder und wir einen verlässlichen Kämpfer FÜR Gerechtigkeit und Freiheit weiterhin an unserer Seite und nicht gegen uns.

            Lieber Gruss

             

             

             

             

             

             

             

             

             

    • Avatar
      Volker
      Antworten
      Lieber Holdger,

      so kann man sich täuschen, oder auch enttäuscht werden.

      Die Herren, die gegen meinen Willen den Namen HdS derzeit noch weiter verwenden, sollen, dürfen und können sich in keiner Weise mehr auf mich, meine Texte, Inhalte, Lieder oder Gedichte berufen. Sie haben vor vielen Monaten einen für mich politisch völlig inakzeptablen Weg beschritten und lassen sich trotz meiner Argumente, meiner Warnungen und meiner Kritik davon nicht abbringen. Ich hoffe, dass der Verein, der zuletzt formal HdS als Herausgeber betreut hat, so anständig ist, sich nach meinem Ausscheiden als Chefredakteur einen neuen Namen für sein neues Projekt zu suchen. Mein Projekt „Hinter den Schlagzeilen“ ist hiermit beendet.
      (Weckes Statement auf seiner Webseite)

      Einzelheiten der Bewegründe Weckers kenne ich nicht, traurig ist allerdings, dass er am Ende einen klärenden Dialog mit Euch allen wohl scheut, was eigentlich dem widerspricht, was Wecker, als Teil seiner Einstellung, bisher erkennen lies. Seine Forderung, HdS umzubenennen und ihn als kritischen Künstler nicht mehr mit HdS in Verbindung zu bringen, also ein Verbot dessen ausspricht/verlangt, kann ich nicht nachvollziehen, ohne darüber zu spekulieren, ob Wecker genau von der gleichen Angst befallen wird, die gegenwärtig einige trifft, die sich den vorgeschriebenen Verhaltensregeln der Politik sowie Teilen der Gesellschaft widersetzen bzw. begründete Zweifel thematisieren.
      Seine Argumente betreff Demos, wie kürzlich in Berlin, gleichen auffallend der medial üblichen Propaganda letzter Zeit, lassen Weckers sonstige Widerstandsaufforderungen sozusagen ins Leere laufen, sprich: verstecken, davonlaufen, nicht auffallen. Warum? Weil Rechte anwesend sind (sie sind überall aktiv, stellen eine Partei im Bundestag), die man strikt meiden sollte, im Sinne von weglaufen, denen das Feld überlassen und kleinlaut sich vergraben?

      Weckers persönliche Entscheidung, an Demos wie in Berlin nicht teilzunehmen, ist zu akzeptieren. Was ich allerdings vermisse, ist die Akzeptanz Weckers gegenüber denjenigen, die den Mut haben – trotz Niedermachen, Verunglimpfung und versuchter Ächtung – für das einzutreten, was er – ja, was Du Konstantin Kultur und Rebellion nennst.

      Gruß an alle

      • Avatar
        Freiherr von Anarch
        Antworten
        Danke Volker – für diesen Hinweis auf die Päpstliche Bulle.

        So also verhält und benimmt sich ein Anarchist und Radikaldemokrat ! – aha, wieder was gelernt.

        Der Hohepriester aus dem Münchner Ordinäriat erlässt einen Hirtenbrief wegen Verstoss gegen das Meinungszölibat und sein Glaubensgebot: Mein ist das Reich, mein Wille geschehe… erhebt sich damit zum Pontifex Maximus.

        Der herrschaftsfreie Herrscher untersagt die weitere Verwendung und Bezugnahme des Wecker’schen Glaubensdiktats wegen abweichlerischer Meinungsäusserungen, naja – der Freiheit der Meinung kann es ja nicht schaden, wenn sie sich von Glaubensdiktatur befreit.

        In einer Radikaldemokratie hätte man sich zusammengesetzt und einen Konsens gefunden, ganz im Sinne einer herrschaftsfreien Welt übrigens – hätte aber vorraussetzen müssen dass der ‚backstage-guru ‚ von seinem Illuminationspodest herabsteigt und sich unters gemeine Volk mischt, ‚Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‘ , den revolutionären Gedanken also selbst ausübt, sich in dessen Dienst auch stellt.

        Das wäre durchaus auch jener Anstand gewesen, der nun von einer ‚beleidigten Leberwurst‘ wegen angeblicher Mißachtung der Wecker’schen Glaubensdoktrin gefordert wird.

        Aber es steckt, wie immer in glaubensherrschaftlichen Überhebungen der Teufel in rein irdisch-wirtschaftlichen Details, die Meinung ist in einem Imperium den Verkaufszahlen untergeordnet, so wie die Kirche sich ja auch scheibchenweise als Reliquie verkauft.

        Immerhin aber – ist den ‚Abweichlern‘ die Inquisition erspart geblieben, das sei dem Guru angerechnet.

        Also ich, als Anarchist meiner einer selbst, ersatzweise Radikaldemokrat – staune verwundert über derart Herrschaftsgebaren – wo ein Magazin nicht mehr den Geboten des Herrn bedingungslos folgt, solle es auch nicht mehr als solches existieren, aus – Amen.

        Naja – dann tauft man das Kindlein eben um – sollte sich ein anderer Name finden – mein Vorschlag, eine anarchistische Lösung, auch eine im Sinne des Friedens.

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

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    Ulrike Spurgat
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    Vielen Dank, Norbert Josten…und ich bin mehr als bedient. Was für eine undifferenzierte Sicht auf die Geschehnisse. Konstantin Wecker bemüht die Losung, die Carl von Ossietzky ins Leben rief: „Nie wieder Krieg.“ Er wirbelt alles durcheinander was es zum Wirbeln gibt. Geschätzter Konstantin Wecker,  als Tochter eines Widerstandskämpfers, eines Kommunisten der schwer gezeichnet und schwerstkrank nur mit der Hilfe seiner Mithäftlinge aus dem Konzentrationslager hat fliehen können erlaube ich mir folgendes zu bemerken: Sie haben kein Recht dazu Menschen die für ihre Grundrechte auf die Straßen gehen zu stigmatisieren und zu sagen was man darf und was nicht. Wo ist denn ihr Anspruch….Liebe und Empathie………Für die Demonstranten, die friedlich in Abgrenzung zu den Rechten für ihre Rechte auf die Straße gehen. Sollte das für die etwa nicht gelten ? Ziemlich kleinlich und auch klein kariert. Das würde ja in der Konsequenz bedeuten, dass man verbriefte Rechte nur auf die Straße bringen darf, wenn da Leute mit laufen die mir genehm sind. Was für ein Quark. Ehrlich gesagt habe ich ähnliches gedacht nach ihrem Weggang. Es muss nach ihrer Nase gehen…..Nun ist es aber auch so, dass es ein Befreiungsschlag  sein kann den das Magazin erlebt. Und die Redaktion macht einen sehr, sehr gute Arbeit und kann jetzt vielleicht freier eigene Wege gehen. Im Übrigen hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass sie sich nicht ohne ein Wort an die, die ihnen in all den Jahren die Treue gehalten haben vom Acker gemacht hätten. Wegen mir nicht. Ich schreibe viel zu kurz bei HdS um einen Schmerz des Verlustes zu erleben. Anderen Kommentatoren dürfte es anders gehen. Wir sind keine Insel, Konstantin Wecker. Wir stehen immer in Beziehung zur Umwelt und den Menschen und die lässt man nicht einfach im Regen stehen und geht. Das widerspricht doch allem wofür sie ansonsten so einstehen….und wieso sprechen sie von den Mit Redakteuren in einer Weise die selbst mich bedrückt: „Herren“ Und das ist abfällig gemeint. Es war ihnen als Mensch nicht möglich sich menschlich ihren Mit Menschen in der Redaktion gegenüber zu verhalten. Das ist mehr als bedauerlich.
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    Ulrike Spurgat
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    Wieder ein Nachtrag: Was hätte ich dem alten, kranken und fast blinden Waffen SS Mann denn sagen sollen als er unverblümt vom „deutschen Reich“ schwärmte und wie man die Kommunisten an den nächsten Laternenpfahl „aufgeknüpft hat als es darum ging, dass er ins Heim muss oder er Zuhause mit therapeutischer Alltagsbegleitung weiter leben kann. Es war schwer auszuhalten und hätte ich abgelehnt was ich am allerliebsten mit freudigem Herzen getan hätte wäre sein Schicksal bis zu seinem Tod, immerhin noch mehrere Jahre besiegelt gewesen. Alte Menschen mögen sich nicht umgewöhnen und ihm wäre es besonders schwer gefallen. Also was hätte ich tun sollen ??? Würde ich dem folgen was K. Wecker vertritt hätte ich diesen Menschen seinem Schicksal überlassen müssen. Es entsprach sogar meiner Haltung….doch es war mir nicht möglich. Im Leben geschehen manchmal Dinge mit denen man so nicht rechnet. Und dann muss man eine Entscheidung treffen….die mit Theorie usw. nicht zu tun hat. Wir Heim Jugendliche sind nicht an der Theorie sondern sind am realen Leben verzweifelt. Will sagen, dass es im Nachhinein auch mit Bauchschmerzen richtig gewesen ist so zu handeln. Selbst mein von der Waffen SS gequälter und geschundener Vater würde mir das nicht verübeln so gehandelt zu haben, obwohl er nichts so sehr aus tiefstem Herzen ablehnte wie den Faschismus.
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    Norbert Josten
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    Da war meine Wecker-Welt noch in Ordnung

     

    Willy 2020

    Meine persönliche Freiheit möchte ich mir selbst beschneiden und nicht von einem Herrn Söder oder Kurz oder Macron beschneiden lassen, den ich nie in meinem Leben gewählt hätte. Pfeifen wir auf das Patriarchat!

    Es muss nicht immer Party sein im Leben, Willy, und grad du verstehst des sicher, hast du doch dein Leben riskiert, um Faschisten deine Meinung zu sagen. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik sind die Grundrechte so umfassend und so radikal eingeschränkt worden.

    Und was mir besonders Angst macht, mein Freund, ist, dass es zum Beispiel nie eine Diskussion gegeben hat über „Alternativen zur Aussetzung der Grundrechte“, wie es Heribert Prantl zu Recht schreibt.

    Und gerade all diesen Politikmachos, die sich derzeit so als Überv äter aufspielen weltweit, traue ich jederzeit zu, dass sie diesen Zustand der Angst und Einschränkung nur allzu gern behalten wollen. Diesen Zustand eines Staates in dem Demonstrationen verboten sind und Kultur in den tiefsten Schubladen der Bürokratie ver schwindet.

    Wir müssen aufpassen Willy, höllisch aufpassen. … Unsere ach so fürsorglichen Politiker haben über Jahrzehnte die Gesundheitssystememaximaler Profite kaputt privatisiert und vor allem haben sie keinen Plan zum Schutz aller Menschen für eine solche Krise vorbereitet; vielleicht einfach, weil sie daran nichts verdient hätten.

    Statt nach einem starken Führer zu schreien sollten wir uns selbst an die Hand nehmen und aufpassen, dass wir nicht denen, die sich jetzt als Herren über jedes Ges etz aufspielen, in Zukunft vertrauen. Für viele Herrschenden ist doch das was zurzeit passiert eben auch eine perfekte Übung für den dauerhaften Ausnahmezustand oder den Weg in eine Diktatur.

    Wir haben unsere Erde aus reiner Profitgier kaputt gewirtschaftet und merken gerade, wie sie wieder etwas atmen kann, in Venedig schwimmen wieder Fische, ohne Kreuzfahrtschiffe und Partybomber, in den Großstädten kann man wieder etwas Luft holen, ja, vielleicht spüren jetzt viele von denen, die sich noch vor nicht allz u langer Zeit über Greta lustig gemacht haben, wie recht diese großartige junge Frau hat? …

    Jetzt ist es an der Zeit auf die wunderbare Hannah Arendt zu hören: Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen.

    Gehorsam kann nie eine Rechtfertigung sein für das eigene Handeln. Oder Nichthandeln.

    Wir sollten weltweit Schulen des Ungehorsams gründen!

     

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    Ulrike Spurgat
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    In einigem stimme ich Norbert Josten nicht zu. Das ist nicht wichtig.– Aus meiner Sicht muss man auf die Straßen, auf die Plätze, in die Kneipen, in die Betriebe, in die Heime, in die Familien die manchmal nicht mehr wissen wie es Morgen weiter gehen soll. In der Lebenswirklichkeit spielt die Musik….und „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“ Die, die es besonders hart getroffen haben sind weit weg von Demonstrationen und „auf die Straße gehen.“ Sie kämpfen um ihr Überleben. Seelische Erkrankungen sind besonders häufig bei Pflegekräften, Kindern die in verordneter Armut leben müssen, bei alten Menschen die isoliert und vereinsamen zu finden.  Der obdachlose Mensch, der unterdrückte Almosenempfänger, die Niedriglohnarbeiter, die sogenannten Aufstocker undundund sind unsichtbar und allein gelassen in der rauhen Wirklichkeit wo ihnen die Luft zum Atmen von denen genommen wird die auf ihren schwachen  Schultern stehen. Sie brauchen die Unterstützung und Wertschätzung und  konkrete Hilfen um wieder auf die Beine zu kommen. Es kann und muss um die Menschen gehen die von großen Teilen der Politik und der Bevölkerung verachtet und missachtet werden. Um die, die man in den Städten und in den Füßgängerzonen übersieht und wo einige ihr gepudertes Näschen rümpfen. Zugegebenermaßen leben wir in schwierigen Zeiten. Umso wichtiger und drängender ist Solidarität und die muss kompromisslos sein in jeder Hinsicht. Ich habe gelernt: „Du sollst dich nie vor einem lebenden Menschen bücken“. — Die soziale Frage, die alles mitentscheidende wenn es um das wirkliche Leben der Menschen geht hat H. Arendt wohl „vergessen“.  Um was sollte es eigentlich anderes gehen als um die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen  auf deren Kosten andere leben. Und das die große soziale Frage Krieg und Frieden, Mensch und Umwelt zusammen, dass versteht sich von selbst.
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    Norbert Josten
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    Nur zur Klarstellung: Willy 2020 ist Originaltext Konstantin Wecker.

     

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      Ulrike Spurgat
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      Danke für die Klarstellung. Hatte ich doch glatt anders eingeordnet.

      Beste Grüße, Ulrike

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    Marla
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    Zusatz Josten

    Willy 2020: https://m.youtube.com/watch?v=wgjdX8IQoPE

     

    Ich verstehe es nicht! Text und Lied passen wie die Faust aufs Auge zu den Kritikern der Maßnahmen zu den GG-Demonstranten (nichtohneuns!)

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    Marla
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    Danke @Ulrike für die klaren ‚aus dem Leben gegriffenen Worte‘!
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    Marla
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    Stellungnahme: ich las und war erzürnt, wütend und ‚angewidert‘!

    ‚Nacht mal drüber schlafen lassen‘ dachte ich…..

    Geändert hat sich nix!

    Es kann doch nicht sein, dass Leute, die leiten sich so verantwortungslos von dannen schleichen! Wo bleibt der offene Disput? Wo die Auseinandersetzung?

    Wo bleibt sowieso die seit ca 2014 überfällige Definition von Rechter, Nazi (finde ich sehr schlimm, denn dieses Wort ist bei mir reserviert für die tatsächlichen Mördertäter 33-45), Antisemit (auch hier findet eine unsäglichen WortMißbrauch statt) etc‘       Nazi raus‘ … wichtiger Slogan aus dem letzten Jahrhundert! Doch heute? Wer oder was denn und wohin?

    Ist Disput im 21.Jahrhundert verpönt und man greift nur noch -versteckt hintern Gartenzaun- jemanden hinterrücks an? Aber nahezu gar nicht die bürgerlichen Täter? Assange inhaftiert in EU, Bin Laden: man über fällt ein anderes Land, ermordet den Mann ohne Gerichtsverfahren und wirft ihn dann ins Meer…und Merkel applaudiert… ? Das sind die Guten? Snowdon kriegt inner EU kein Asyl? Banksterskandal, cum ex, Steuerdiebstahl, Griechenlandverarsche, Flüchtlingsignoranz…. Das sind die Guten?

    Sorry … wäre es nicht wichtig, die Koordinaten zu erstreiten? Damit der Mensch wieder Boden unter den Füssen bekommt?

     

    Muss nicht dringend Rückschau gehalten werden, was es gebracht hat die wirtschaftskonservative Lucke/Henkel Partei mit allem braunen Dreck zu bewerfen…. und nu ist sie in nahezu allen Parlamenten vertreten! Wurden nicht viele zu AfD nahe, Rechte, Nazi gestempelt (ich auch) die falsche Fragen stellten, die auch nicht einfach zu lassen wollten, dass Andere ohne Beweis und Richterurteil diffamiert wurden! Ich wurde als braunangehaucht diffamiert, nur weil mich die KlimaThematik zu verkopft ist (absichtlich m.E.) und ich Umweltschutz immer noch besser und handfester halte? (Und als die Billionen schon verteilt waren gehen Greta und Lisa zu Merkel….wie verlogen ist diese Politik denn?)

     

    Und jetzt? Wir erleben gerade eine der größten Querfront Taten aller Zeiten! Von CSUCDUSPDFDPGRÜNELINKE über Medien zu den Kapitalisten bis Kirchen und Wissenschaft etc (das erinnert mich an 33!!) alles gleichgeschaltet, keine Opposition, keine Kritik, keine Gegenmeinung…. Wahnsinn…. Und Kultur als Brückenbauer? Stillschweigen oder Dienst im Sinne der Herrschenden!

     

    Konstantin Wecker, du enttäuscht! Maßlos! Hier vor und mit uns hätte der Streit ausgetragen werden sollen offen, fetzig und streitbar….

     

    Der ‚unversöhnliche Extremismus‘ der macht mir Angst! Du/ihr hättet dazu beitragen können -wie ‚Eltern‘- aufzuzeigen wie man mit Konflikten konstruktiv umgeht! (Streitkultur habe ich mir in Stuttgart21 gewünscht, aber auch da: die die hätten aufzeigen können, hetzten!)(immer diese Entmündigung in Deutschland, diese patriarchale, paternalistische ‚friss oder stirb’….von oben herab! nervt!)

    Wir -das Fußvolk- sind doch deswegen teilweise in diesem Extrem-Zustand weil ihr, die ihr Raum, die ihr Stimme, die ihr Ausdruck habt und was sagen könntet schweigt oder genauso schlimm aktiv mithetzt!

    TAZ, Kontext, FAZ, Tagesschau etc pp alle einer Meinung und klar wer Feind und Freund ist! Echt? Damit keine unbequemen Fragen gestellt werden? Damit niemand die Hunderte von Gesetzen einsieht, die da gerade vom Supersuper-alleinix-Minister durchgewunken werden können! (Und jetzt soll es ein CoronaToten Gedenkschwachsinn geben! Ätz! Merkt jmd wie die Menschen als blöd empfunden werden?)

     

    Pispers: wenn der Feind geklärt ist hat der Tag Struktur!

     

    PS: trotzdem euch HdSler alles Gute!

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    Ulrike Spurgat
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    Den Brief von Holdger an den „Freiherrn“ lese ich mit etwas Befremden.  Man kann die Sympathie und das Eintreten für KW deutlich spüren.  KW tritt der Redaktion ans „Schienbein“ und bekommt statt eines reelen Anschisses seine „Chance“. 

    Nichts dagegen einzuwenden wenn das Trennende klar benannt wird.

    Selbst ein KW unterliegt den Gesetzen des Marktes und das macht doch der Text wo er sich aus meiner Sicht von dem verabschiedet wofür er sonst mit großer Geste und Vehemenz eintritt klar.

    Nur was hat das Eine mit dem Anderen zu tun ?

    Der Freiherr sagt doch nichts anderes als das KW sich im wirklichen Konflikt aber genau so verhält wie man es heute allgemein üblich erleben kann. Das ist „meins.“ HdS  ist kein Projekt vieler, was aus meiner Sicht klare Verhältnisse schaffen könnte, sondern es „gehört“ KW. Und er bestimmt wo der Hase zu laufen hat…. Was für ein Verständnis von Mitbestimmung.

    Geld verdienen müssen wir alle. Dem ist zuzustimmen. Doch alles hat seine Grenzen. Wer die Gesetze des Marktes akzeptiert, aber bei seiner künstlerischen Arbeit sich wortgewaltig dagegen ausspricht und sich nicht mal klar zu seinen Kollegen Mit Redakteuren bekennt und ihre Arbeit achtet und anerkennt ist nicht glaubwürdig.

    Da kann man noch so viel gegenteiliges schreiben.

    Mitbestimmung und Mitspracherecht gehört in eine solidarische und zusammen arbeitende Gruppe wie die Luft zum Atmen.

    Das Zusammentragen der Gedanken und Gefühle des Einzelnen in die Gruppe zu den jeweiligen Themen die die Gruppe betrifft macht das aus was dann als gemeinsames Ergebnis auf dem Tisch des Hauses liegt und hoffentlich so dann seinen Platz im Magazin findet.

    Es kann nur gleichberechtigt im besten Sinne gehen. Das kann es keinen Platz für oben und unten geben.

    Ganz egal wer das Magazin gegründet hat. Das spielt irgendwann keine Rolle mehr, weil da es um das geht und auch gehen muss wofür man steht und einsteht.

    Und dass das für das unmittelbare Umfeld genauso zu sein hat ist doch wohl klar wie Kloßbrühe.

    Da haben Befindlichkeiten und extra Würste einzelner nichts zu suchen.

    Und den „Bestimmer“ mimen zu wollen ist denkbar unpassend, wenn man so selber sich ganz anders darstellt und positioniert.

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    A.K.
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    Ich bin immer noch verwirrt. Die Begründung für den Bruch liegt bei den „Herren“, die sich auf Seiten geäußert haben, die den Rechten oder Verschwörungsideologen, zuzuordnen sind. Um welche Texte und was sie aussagen, weiß ih nicht. Ich dachte nach Willy 2020 und Break isolation, dass er der Regierungslinie ebenso wenig folgen kann, wie ich spätestens seit den abgesagten OStermärschen und dem totalen Versammlungsverbot, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Wirtschaft.

    Wenn ich mich schon in eine Schublade stecken muss, dann bin ich Teil der Friedensbewegung seit 1983, Antifa und Antirassistin.

    Ich bin geschockt von der Wirkung des Virus bzw. der Pandemiepolitik als Spaltpilz.

    Ich bin geschockt, von der Wirkmächtigkeit von Manipulation und PAnikmache, der Akzeptanz und der Auswirkungen auf die Gesellschaft.

    Angst macht hilflos. Hilflosigkeit macht aggressiv oder autoaggressiv(depressiv).

    Gestern habe ich eine Radiosendung (Radio Flora) gehört. Ein politisch aktiver Gefangener der Forensik kam nach 28 Jahren frei. Er musste im Landkreis Gütersloh ansässig werden. Das war vor einem halben Jahr. Die UnterstützerInnen wohnten weit weg. Er hat sich kurz vor seinem Geburtstag (52 Jahre) das Leben genommen.

    Er hatte Pläne. Er hatte Hoffnung.

    Ich wünsche mir von Herrn Steinmeier eine Trauerfeier für diesen Mann!

     

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    Die A N N A loge
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    Ich bin bestürzt über diese Nachricht. Konstantin wird seine guten Gründe dafür haben, den HdS zu verlassen. Ich respektiere seinen Entschluss, doch er macht mich traurig. Mir werden seine Worte, seine Stimme und seine Aura im HdS fehlen, so viel steht fest.

    https://youtu.be/cQWNEQVrGT0

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    Freiherr von Anarch
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    Eigentlich sollte es Wecker ja schmeicheln, wenn sogar ich als ’sein‘ Kritiker von seinem Ausrutscher oder Fehltritt enttäuscht bin. Die Verirrung zu einem Hetzvideo des Springer zu stehen und das daraus wohl folgende Herrschaftsgebaren ‚ mein ist das Reich, mein Wille geschehe…‘ – ist halt ein so krasser Gegensatz zum Wecker-Label insgesamt, dass ich an seiner Glaubhaftigkeit wiedermal zweifeln muss. Dazu kommt die Tatsache, dass er sich als Marke verkauft, in Wort, Gesang und Schrift.

    Meinetwegen – betone ich – aber gerade dann, wenn Imagepflege auch zum Zwecke des Geldverdienens betrieben wird, muss man peinlichst darauf achten, dass das ‚practice what you preach‘ immer glaubhaft gegeben ist. Erst recht auch, wenn man sich zu einer Art Guru und Gallionsfigur emporschwingt – geradezu religiöse Verehrung stattfindet, die ihm das einbringt was ihm ja das wichtigste ist: die Liebe seiner Fans. Davon lebt er vor allem, das braucht er wie die Luft zum Atmen. Ist aber gleichzeitig die profitable Marke dann, als welche er sich verkauft.

    Naja – auch das sei ihm gegönnt, ist ja nix schlimmes eigentlich.

    Aber – mit dieser Popularität steigt man auch in abgehobene Kreise auf, weit weg vom Boden der Unrechtstatsachen, schüttelt Hände in oberen Kreisen, die man gar nicht schütteln dürfte, lässt sich von solchen den Bauch pinseln und sammelt Auszeichnungen, überhebt sich damit zwangsläufig auch über all jene, auf deren gleicher Ebene er stehen sollte, laut eigen Wort, Gesang und Schrift.

    Das ist jene Zweischneidigkeit der Popularität, einer ‚Führerschaft‘ und einem Guruismus, die auch Revolutionsführer schon sehr oft in die Irre geleitet haben.

    Genau diese Umstände und vielleicht auch Gesetzmässigkeiten der Popularität waren Anlass meiner Kritik an Wecker, immer schon – die eine Hälfte von ihm durchaus glaubhafter Widerständler, die andere aber der promotionman of his own, der sehr wohl die Ansprücher einer Fangemeinde zu bedienen weis, damit das Gesamtwerk Wecker auch profitabel ist.

    All das wird bei einem hochgezüchteten Popstar weniger dramatisch sein, wenn ein solcher aus seinem Imagekorsett fällt – bei einem ‚Star‘ für Freiheit und Gerechtigkeit aber sehr wohl, denn man glaubt ja an Jenen im Sinne von Freiheit und Gerechtigkeit.

    Mit Anarchie, übrigens, hat die Welt der Promis nix mehr zu tun – mit systemkonfomem Etablissement sehr wohl.

    ‚ Passt auf dass ihr bei eurem Marsch durch die Instanzen nicht darin hängen bleibt ! ‚ – so in etwa die warnenden Worte des Rudi Dutschke.

    Ein charismatischer Wortführer für die Revolution könnte er sein, der Wecker – müsste er dazu aber wieder runter auf den Boden, wieder nüchtern werden vom Rausch der Liebe seiner Fans, die Abhängigkeit davon besiegen.

    Das ständige Veröffentlichen und Veräussern  seines ICH ist schon auch eine Egomanie – Dutschke war nahezu frei davon, hat sich immer in den Dienst der Revolution gestellt, auch als ‚Wortführer’…

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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