Einmarsch und Sanktionen – die Verlierer sind wir alle

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Geostrategische Fragen werden gerne auf geostrategischer Ebene diskutiert. Das ist verständlich, birgt jedoch die Gefahr, die eigentlichen Folgen für uns alle auszublenden. Die Russen wollen keinen Krieg, die Ukrainer auch nicht und die Deutschen schon gar nicht. Wahrscheinlich wollen noch nicht einmal die Amerikaner Krieg. Die Rede ist hier natürlich nicht von den Regierungen, sondern vom normalen Bürger auf der Straße. Wer Krieg und Sanktionen als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln propagiert, sind hüben wie drüben Politiker und Strategen, für die das Wohl der normalen Menschen keine Rechengröße ist. So wird nun dank der politischen Kurzsichtigkeit der deutschen Regierung allen voran der normale Deutsche den Preis für die Vorkommnisse in der Ost-Ukraine bezahlen – in Form explodierender Energiekosten. (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=81130

Showing 3 comments
  • Ulrike Spurgat
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    Da höre ich andere Töne von meinen russischen Freunden, nämlich das es zwingend notwendig gewesen sei ihre Freunde und Verwandten in der Ostukraine endlich als eine Minderheit zu schützen. Und natürlich war und ist es richtig, dass der Völkermord nicht weiter hätte gehen dürfen. Acht lange Jahre hat Kiew sich einen Scheiß um das auch von ihnen unterschriebene Dokument dem Minsk Abkommen geschert, sie haben ohne Ende wie der Westen eigentlich wie immer provoziert, Präsident Putin die Nase gedreht und mit Unterstützung ihrer Lakaien und westlichen Vasallen alles dafür getan, dass Rußland der Kragen platzt.

    Und nun ist das große Heulen im Gange. Sie haben Rußland nie ernst genommen, und das hätten sie mal besser getan diese widerliche Bande von Heuchlern. 1999 der Bruch des Völkerrechts heute eine Fußnote ? Schröder hat es offen zugeben. Aber wie Bobby Langer hier bei den Schlagzeilen einen Artikel veröffentlicht der wie ich finde gut auch hierher passt, da schreibt er ohne Schnörkel über gleich und gleicher. Selbstredend war der Jugoslawien Krieg unter Rot/grüner Flagge ein eklatanter Bruch des Völkerrechts….. Das Leben aber ging ja schließlich im Michelland weiter….und man war ja hoch moralisch angeblich auf der richtigen Moral Apostel Seite.

    Keine Nato Osterweiterung wae das zentrale Versprechen des kriegerischsten Militärbündnisses aller Zeiten. Man schaue auf die Weltkarte und erkenne wie sehr man Rußland einkreist und belagert.

    Darf ich in diesem Zusammenhang an die 27 Millionen Sowjetmenschen von den deutschen Faschisten gejagt, gefoltert und bestialisch ermordet.

    Die Amis haben nichts auszustehen wenn es in Europa brenzelig wird. Sie erleben nie eine Sanktion, ganz im Gegenteil: sie springen in die Lücken die durch die von ihnen geforderten Sanktionen entstehen um weitere Profite zu erzielen denn bei genauerer Betrachtung sind die arm wie die Kirchenmäuse.

    Und Deutschland kennt das zur Genüge: Amerika befiehl; wir folgen dir !“

    Völkerrecht und Selbstbestimmung hatte für Rußland noch nie zu gelten. Der Gendarm Nummer 1 befiehlt und die Lemminge sind am Start und springen wenn sie sollen und fragen aber noch: „Wie hoch denn ?“

    Erinnern will ich an Odessa 2014. Gewerkschafter wurden von den Faschisten angezündet und sind erbärmlich gestorben, und bis heute hat es keine Strafverfolgung der elenden Mörder gegeben.

    Wie dem auch sei: Solidartät ist die Zärtlichkeit der Völker….Che Guevera. Und der Donbass und Lugansk haben jedes Recht auf Solidarität. Meine ist ihnen sicher !

     

  • Freiherr
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    Auch die “ Nachdenkseiten “ lassen das Nachdenken meist vermissen –

    sehr wohl aber denkt ein Anselm Lenz, der auch irgendwie gemieden wird hier :

    Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

    Der russische Staat hat in der Nacht von 23. auf 24. Februar nach eigenen Angaben mit einer »militärischen Sonderoperation« begonnen.

    Nach diesen Angaben sind die Ziele militärische Einrichtungen in der Ukraine, Flugplätze und Raketenbasen (Karte). Städte und zivile Einrichtungen würden verschont. Vorausgegangen war eine jahrzehntelange Ausdehnung des US-Kriegsbündnisses Nato auf Osteuropa. 2010 hatte der letzte Chef der Sowjetunion Michail Gorbatschow gewarnt, dass Russland nach seiner friedlichen Revolution sowie Annäherung an den Westen viel zu unfreundlich und vertragswidrig behandelt worden sei.

    Zuletzt hatte die Nachrichtenillustrierte Spiegel ein Dokument veröffentlicht, das beweist, dass der Sowjetunion/Russland versprochen wurde, die Nato dehne sich nach dem Ende des Warschauer Paktes keinesfalls nach Osten aus, sondern das US-Kriegsbündnis setze ebenfalls auf Abrüstung.

    Nach einigen Jahren der vergleichsweisen Ruhe nach dem überraschenden Ende der Sowjetunion 1992 begann mit dem Bombardement der Stadt Belgrad 1999 durch Bundeswehrbomberpiloten und insbesondere dem Einsturz der drei Türme am 11. September eine lange Reihe von US-Nato-EU-Expansionskriegen und »Farbenrevolutionen« am Mittelmeer, in Nordafrika, im Nahen Osten, im Mittleren Osten und indirekt in Osteuropa. Die Kiewer Rus gilt als Gründungsgebiet Russlands und hat mit Moskau eine viele Jahrhunderte lange gemeinsame Geschichte, die auch an Ort und Stelle noch lebendig ist.

    Für die Friedensbewegung kommt Militarismus grundsätzlich und allseitig nicht in Frage. Letztlich bekommen gerade beide Seiten, was sie unbedingt wollen. Es sind Kriegsapparate, die sich vin uns allen bezahlen lassen und glauben, wir sollten sie für den Quatsch auch noch feiern. Am allermeisten braucht der niedergehende US-Nato-Raum diesen Konflikt, um seine eigenen Probleme im Inneren zu überdecken, darunter den lügnerischen und menschenverachtenden Corona-Putsch.

    Für uns bedeutet dieser Morgen meines Erachtens: Es war richtig, sich auf Inflation und Militarisierung der immer haltloseren Konzern- und Staatspolitik vorzubereiten. Wenn man so will, mit den Mitteln anarchistischer Gegenseitiger Hilfe, neuen Netzwerken, Gewerkschaften und unabhängigen Medien, die sich national, friedenspolitisch und internationalistisch aufstellen jenseits sonstiger Vorlieben und Neigungen. Wir sollten alle recht gut vorbereitet sein, neue stabile Freundschaften haben und technisch gut ausgerüstet sein.

    USA, EU, Nato und die angeschlossenen Funkhäuser befinden sich in einem steilen Niedergang und verlieren täglich noch weiter an Ansehen. Nach der fürchterlichen Verzweiflungstat, sich das vergiftete Angebot des Corona-Putsches anzunehmen, werden die »Hochbegabten« der politmedialen Kaste nun womöglich weitergehen auf dem Weg in eine größere kriegerische Auseinandersetzung, vor allem, um die Militarisierung im Innern kaschieren zu können.

    Ich meine: Der russische Staat wird weite Teile der Ukraine in das russische Staatsgebiet eingliedern, quasi als Preis für die wahnhafte Expansions- un Kriegspolitik des Tiefen Staates der USA und dessen völlig korrupter Vasallen in London und Festlandeuropa. Ukraine: Das ist ein Bruderkrieg! Ab einem gewissen Punkt werden der französische Apparat und der deutsche Apparat versuchen, uns die EU als unabhängigen »Player« zu verkaufen. Ich bin der Ansicht, dass die EU keine demokratische und soziale Konstruktion mehr ist, sondern Teil der neoliberal=neufeudal=neofaschistischen Abwärtsentwicklung ins Bodenlose.

    Wir sind als Demokratiebewegung von beginn an auf dem richtigen Weg und sollten unseren Grundsätzen von Nürnberger Kodex, Menschenrecht, Frieden, Ausgleich, Grundgesetz und Verfassungserneuerung von unten in den Grenzen von 1990 weiter gerecht werden – dranbleiben.

     

     

  • Torbens Taschenlampe
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    Anselm Lent ist merkwürdig. Bitte nicht falsch verstehen.  Er hat ja in den meisten Punkten  Recht, aber warum erscheint mir seine Rhetorik zuweilen so überspitzt? Ist das Absicht? Meiner Nachbarin kann ich das nicht weiterleiten. Die versteht nur Bahnhof.  („Politmediale Kaste „, „völlig korrupte Vasallen“) Egal. Büchners Danton war großartig. Venceremos.

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