Erosion der Freiheit: Auf dem Weg in einen autoritären Staat?

 in Politik (Inland)

Wenn das Postulat der Freiheit einer immer stärkeren Welle von Sanktionen weicht, verliert es an Glaubwürdigkeit. Das ist zum einen ein logischer Schluss, zum anderen aber auch ein Zeichen von eigener Verunsicherung. Wer sich selbst auf der richtigen Seite glaubt, wer die eigene politische Verfasstheit für die überlegene hält, muss nicht zu Mitteln greifen, die als das gängige Vorgehen der kollektiv verurteilten Staatsformen in anderen Ländern, die als autoritär regiert angesehen werden, gelten. Dieses ist jedoch zunehmend der Fall. Und es trägt zu einer mentalen Erosion bei, die noch Folgen haben wird. (Quelle: Neue Debatte)
https://neue-debatte.com/2022/06/17/erosion-der-freiheit-auf-dem-weg-in-einen-autoritaeren-staat/

Showing 2 comments
  • Mario
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    Der Mensch ist an sich von der Natur aus ein soziales Wesen,wenn er lesen schreiben lernt würde er immer seinen Nächsten beistehen.Aber dann kamen die Intelektuellen (Kirche Kommunisten)und erzälten den Menschen das da irgend jemand im etwas wegnehmen würde .Nur der Staat der natürlich von diesen Apposteln geführt würde könnte das ausgleichen.Folge Kollionalherschaft 40 Millionen Tote ,Sozialismus auch Nationalsozialsozialismus,Maoismus ,Stalinismus Rote Kmer und und und min.80Millionen Tote.Das alles hat nur funktioniert weil irgenwelche (Intelektuellen) die normalen Menschen eingeredet haben das die anderen ihnen irgendwie nicht gleichwertig sind,so wie heute die ungeimpften.Das wäre alles undenkbar ohne Staat .Also ist die Frage warum gibt es Staaten ? Die Freiheitsrechte der Bürger in einem Staat,wen man denn einen wollte müsten sohoch angesiedelt sein das der der sie versucht aufzuheben sofort als hochverräter verurteilt gehört.In diesem Staat gibt es auch keine Herschaft von vielen über minderheiten.Keine Parteien oder sonst irgendwelche idiologisch gestörten  Institutionen.Dann gibt es keine Kriege mehr.
    • Holdger Platta
      Antworten
      Lieber Mario,

      auch Dir möchte ich den Kommentar zuposten, den ich soeben an den „Freiherrn“ abgeschickt habe. Ich hoffe, Du wirst dem Text entnehmen können, daß ich Dir in der entscheidenden, in der humanen Dimension von Herzen gerne zustimme, daß ich aber historisch-gesellschaftlich nicht allen Deinen Schlußfogerungen zu folgen vermag. Hier also die Antwort, die ich auch dem „Freiherrn“ zugeschickt habe:

       

      komme leider erst heute dazu, auf Deinen Kommentar zu antworten.

      Selbstverständlich hast Du Recht: auch Solidarität ist immer wieder von großer Wichtigkeit. Um’s mal zugespitzt zu formulieren: wo Brüderlichkeit sich zu realisieren versuchte ohne Solidarität – gemeint: ohne dementsprechende Praxis auch -, wäre Brüderlichkeit bestenfalls lauwarmes Gerede – und sei es prächtig gesungen von irgendeiner Bühne herab! Stimme Dir also zu.

      Aber das schrieb ich – vielleicht allzu kurz – oben ja schon: Solidarität ist immer wieder von großer, großer Wichtigkeit. Was wäre zum Beispiel unsere Hilfe für notleidende Menschen in Griechenland ohne Solidarität!

      Ich wollte in meinem Beitrag oben den Akzent legen auf das, was wirklich allzuoft verloren gegangen ist in unseren Freiheitsbewegungen (bis in den von uns gelebten persönlichen Alltag hinein): die Brüderlichkeit. Und dadurch, vielleicht als zwangsläufige Folge davon, auch Freiheit und Gleichheit. Du hast darauf hingewiesen, ich bereits auch in meinem Artikel: selbst der mitmenschliche, der freiheitliche, der menschenrechtliche Marxismus kam sich dabei selber abhanden.

      Oder hätte das, was da – bei Lenin schon, vor allem dann aber unter Stalin (= dem „Stählernen“, so die wörtlich Übersetzung dieses Namens, den sich Stalin zugelegt hatte) – irgendwas mit Realisierung von Marxismus zu tun, mit Realisierung etwa der folgenden beiden Maximen, die zu den marxistischen Grundmaximen und zu den marxistischen Grundzielen politisch-gesellschaftlichen Handelns für alle – ich betone: alle – Marxisten der Welt hätte zählen müssen? Hier die beiden Zitate, das eine aus dem „Kommunistischen Manifest“ (1848, Verfasser: Marx und Engels), das andere von Marx alleine, aber an verschiedenen Stellen in seinem Werk zu finden (1843, 1844):

      „An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist.“

      „Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, daß der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Verhältnisse, die man nicht besser schildern kann als durch den Ausruf eines Franzosen bei einer projektierten Hundesteuer: Arme Hunde! Man will euch wie Menschen behandeln!“

      Haben sich Stalin und Konsorten jemals an diese Maximen gehalten? – Nein! – Ist damit Marxismus selber erledigt? – Nein, überhaupt nicht!

      Marxismus, diese lernende Wissenschaft, ist überhaupt noch nicht am Ende ihrer Geschichte angelangt – schon gar nicht am Ende ihrer Realisierung. Wer das behauptet, würde nur nachplappern, was uns ab Anfang der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts der CIA einreden will, in der Gestalt der von ihm inspirierten „Totalitarismus-Theorien“, bei denen Marxismus mit Faschismus gleichgesetzt wurde und mit deren Hilfe alle vormals antifaschistischen Schlußfolgerungen aus dem Dritten Reich ‚umfunktioniert‘ werden sollten und umfunktioniert wurden in Haßregungen gegenüber der UdSSR.

      Was Marxismus/Kommunismus/Sozialismus ist, das hat tatsächlich schon Rosa Luxemburg vor mehr als einem Jahrhundert formuliert: „Keine Demokratie ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Demokratie“.

      Ich selber ziehe inzwischen eine eigene Abwandlung dieses Ausspruchs von Rosa Luxemburg vor (weil der Begriff der „Demokratie“ angesichts der bei uns existierenden Fassaden-Demokratie mehr als fragwürdigc geworden ist):

      „Keine Menschenrechte ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Menschenrechte!“

      Worüber jetzt noch ausführlich zu reden wäre. Aber Du weißt bestimmt jetzt schon mit dieser Maxime was anzufangen!

      Mit herzlichen Grüßen

      Holdger

       

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