„Es geht um die Anpassung des Individuums an die vorherrschende Normalität“

 in Gesundheit/Psyche

Der Psychologieprofessor und Bestsellerautor Paul Verhaeghe erklärt, wie Psychologie und Psychiatrie auf soziale Anpassung ausgelegt sind. (Quelle: Telepolis)
https://www.heise.de/tp/features/Es-geht-um-die-Anpassung-des-Individuums-an-die-vorherrschende-Normalitaet-4667050.html

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    Das Trauma
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    Traumatische Erlebnisse aus der Kindheit ziehen sich wie eine Narbe durch’s Leben. Man erfreut sich der Zeiten, in denen die Narbe geschlossen ist. Doch wehe, wenn sie sich öffnet und blutet. Es kostet viel Kraft und Energie, sie wieder zu verarzten und wieder zu schließen. Jede Form von äußerem Stress und Reizüberflutung ist in den Zeiten zu viel. Was Psychologen und Psychiater oft nicht nachvollziehen können, ist die Tatsache, dass jedes bisherige Schließen der Wunde unendlich viel Kraft gekostet hat, und dass die Kräfte im Laufe des Lebens nachlassen.

    Das schlimmste Trauma, dass sich dem Kindheitstrauma anschließen kann, ist die Erinnerung an die schweren Zeiten, in denen die Narben aufgeplatzt sind. Negativerfahrungen mit Kliniken können sich sehr belastend auf das Kindheitstrauma auflegen. Leider lässt sich eine erkrankte Seele schwerer heilen, als ein gebrochenes Bein.

     

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    ert_ertrus
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    Kommt zu diesen nicht wirklich heilbaren Traumata (ich nenne sie Amfortas-Wunden, nach dem obersten Gralsritter im Parzival, der an eben einer solchen –allerdings physischen Wunde – litt) auch noch soziale Stigmatisierung hinzu, so sind auch die besten Therapien ungefähr so wirksam wie Globuli gegen Krebs – zumal Psychotherapeuten die sozioökonomischen Bedingungen ihrer sozial benachteiligten Patienten gar nicht erst berücksichtigen oder dies nur marginal. Armut alleine kann schon zu Depressionen führen (denn sie IST bereits ein Trauma an sich!) – umso mehr, wenn ein bereits psychisch kranker Patient unter ihr noch zusätzlich zu leiden bekommt! Mit ein paar Hirnchemiestellschrauben ist dieses Problem nicht lösbar, auch nicht mit cleverer Verhaltenstherapie.

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    Gerold Flock
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    Als ich meine liebe Mami vor langen, langen Jahren mal drauf  ansprechen wollte…Was denn die Prügel mit Ihrem Teppichklopfer und der böse Gürtel von meinem lieben Papi eigentlich bedeuten sollte…???…Mischte sich eine anwesende Tante…ihre Schwester ein…So was frägt man seine Eltern nicht. Ok. Dann eben nicht.

    Momentan hab ich aber ganz andere Traumas.

    Vorgestern bekam ich einen Schrieb von der Arbeitsagentur vom 20.5.2020. – Warum so ein Schrieb solange dauert…???…Ja. Ich hab frech wie ich bin schriftlich per Email nachgefragt. – Da stand drin, daß ich zu einer virtuellen Jobkonferenz in Penzberg erscheinen soll.

    Dazu mußte ich mich einloggen. – Da war ich nun mit Passwort und meinem richtigen Namen und hörte mir so einen virtuellen Vortrag darüber an, wie man sich anständig bewirbt und so…

    Jedenfalls erschien da nicht mein Name sondern der Name wie ich meinen Computer getauft habe. – Ich dachte mir. – Das kann doch nicht wahr sein. Ist das überhaupt erlaubt? Gehört so was nicht verboten?

    Wie geht das denn?

    Langt des nicht wenn ich mich mit meinem Namen und Passwort da einlogge?

    Heute dachte ich mir. Jetzt schreib ich eine Email an die Arbeitsagentur, daß wenn die das nochmal machen. – Das ich die Faker dann anzeige. – Nur weil ich mich in der Nähe vom HartzIV – Regime befinde muß ich mir doch nicht alles gefallen lassen!

    Jetzt bin ich gespannt. Was da zurückkommt.

    Das sind die Traumas von Heute. Tja.

    https://www.facebook.com/iggy.rimbaud

     

     

     

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      Freiherr von Anarch
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      Aus is – Flocki, etza homs di in da Reissn !

      Ich nehme mal an – und so lese ich das, deute ich das – dass du bisher nicht im Hartz’ler Club warst, dieser Existenzvernichtungsmaschinerie und nun zum Beitritt gezwungen warst ?

      Nun beginnt dann der Sanktions-Befehl-und-Gehorsamsterror, ‚Jobbörsen‘ ( ein Schwachsinn und Fake sondersgleichen ) gehören auch dazu und jedes kleinste ’nein‘ wird mit Sanktionen bestraft.

      Da kann ich nur wünschen dass du bald wieder taxln kannst, bis zur Rente wenigstens und dann zwar auch nicht ‚gesicherter‘, aber weitgehend terrorfrei dann ‚dei Ruah host ‚.

       

       

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    Das Trauma
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    Traumatas und daraus resultierend chronische Depressionen haben Konsequenzen auf die Arbeitsfähigkeit. Der potentielle finanzielle Absturz droht, was wiederum die Depression fördert. In Zeiten von Corona ist der Weg aus diesem Kreislauf schwerer, als zuvor. Die Arbeitsmärkte werden umkämpfter werden, als je zuvor.

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