Estéban Cortez: Querdenker, Leerdenker

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„Denn wer nicht mitmacht, den bestraft ihr richtig streng. Schickt ihn auf kurzer Strecke in die rechte Ecke und erkennt nicht: Dort wird es mittlerweile eng.“ Hier einmal ein wirklich neues Gesicht. Und dies ist kein verfrühter Aprilscherz, Cortez hält Querdenker nicht wirklich für Leerdenker, er zitiert jedoch brave Bürger, die sich eines derart charmanten Vokabulars bedienen. Ein Lied über moderne Hexenjagden, ehrlich und klar zur Gitarre gesungen, glänzend ausgedrückt, von einer Ironie, die zugleich resignative Traurigkeit ausstrahlt. „Wenn die Kugeln fliegen, bleiben die Schlauen liegen, und wie immer stehen nur die Dummen auf.“

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  • Klaus
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    Die Verdummung ist so perfekt,da tut es gut,mal die Wahrheit zu hören!

     

  • heike
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    Irgendwann beginnt man die rechte Ecke zu lieben, wenn man sonst überall davongejagt wird. Und in der rechten Ecke sammeln sich viele Leute, die sonst nirgendwo anders eine Chance oder Umarmung oder Hilfe bekommen haben. Dieses Ganze Links-Rechts-Denken und Hetzen ist völlig sinnlos, macht die Welt nicht einen Deut besser und schafft immer neue Leiden.

    Die Lösung ist sehr einfach: den Menschen zusichern und einhalten, dass es keine Impfpflicht für keine Impfung für niemanden gibt. Maskentragen zur Freiwilligkeit erklären. Keine Testpflichts mehr.

    Und warum wird dieser einfache Weg nicht beschritten?

    Weil dann die Pharmaindustrie und alle mit ihr mitverdienenden auf sehr viel Geld verzichten müssten.

    Oder glaubt ernsthaft irgendeiner, mit Impfungen die Krankheiten aus dem Menschenleben verbannen zu können? Dass das mit den COVID-Impfungen nicht funktioniert hat, ist inzwischen mehr als offensichtlich. Und auch mit anderen Krankheiten funktioniert es nicht wirklich, weil bestimmte Entwicklungsprozesse des Menschen auch bestimmte Erkrankungen anziehen, die dann durchlaufen werden müssen.

    Immer mehr Impfungen gegen immer mehr Krankheiten bei immer jüngeren Menschen einsetzend haben in direkter Korrelation zu immer mehr neurodegenerativen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Allergien im Erwachsenenalter geführt. Diese Erwachsenen sind wiederum abhängig von den Medikamenten der Pharmaindustrie.

     

  • heike
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    „Die Masernimpfung wird in Deutschland seit 1974, die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) seit 1980 von der STIKO für alle Kinder im zwölften bis fünfzehnten Lebensmonat empfohlen. Bei Kindern in Kinderkrippen ist die Impfung auch schon ab dem neunten Lebensmonat vorgesehen, soll jedoch wegen der möglichen Neutralisierung durch mütterliche Antikörper dann im zweiten Lebensjahr wiederholt werden. Seit 1991 wurde die Auffrischung der Masernimpfung im sechsten Lebensjahr empfohlen, seit 2001 ist diese Wiederholungsimpfung für das zweite Lebensjahr vorgesehen. Diese Empfehlung muss jedoch mit Skepsis betrachtet werden, da nicht gesichert ist, ob eine Impfung bei bereits vorhandenen Antikörpern unschädlich ist. In den USA wird hierzu von offizieller Seite mehr Forschung und Sicherheit gefordert (MMMR 1999).

    Eine Altersbegrenzung besteht nicht. In der Fachliteratur gibt es nach STIKO-Angaben keinen Hinweis auf Nebenwirkungen einer wiederholten Masern-, Mumps- oder Rötelnimpfung (STIKO 1997). Die Impfung verbietet sich in der Schwangerschaft, bei Personen, die gegen Gelantine oder Neomycin allergisch sind oder eine schwere Hühnereiallergie haben, bei angeborener oder erworbener Immunschwäche, bei Krebserkrankungen oder während der Krebstherapie. In den drei Monaten nach der Impfung sollte eine Frau nicht schwanger werden.

    Die Wirksamkeit der Masernimpfung

    Die Dauer des Impfschutzes durch die Masernimpfung ist umstritten. Hieß es früher, die Impfung schütze ein Leben lang, so wird von der STIKO inzwischen eine zweite Impfung im zweiten Lebensjahr empfohlen – mit dem Argument, es handle sich um eine „Auffangimpfung“ für Impfversager oder bei Impflücken. Es wird unter anderem argumentiert, die erste Impfung ginge bei manchen wegen Unterbrechung der Kühlkette nicht an, es wäre also quasi der Impfarzt daran schuld, der den Impfstoff falsch aufbewahrt habe (Sitzmann 1998).

    Inzwischen gibt es jedoch deutliche Hinweise darauf, dass die messbaren Antikörper bei den meisten Impflingen relativ schnell absinken. Haben schon direkt nach der Impfung etwa 15 Prozent der Einjährigen keinen Impfschutz (Singh 1997, Mitchell 1998), so haben fünf Jahre nach der Impfung nicht einmal mehr 80 Prozent der Impflinge messbare Antikörper (Tische 1999). Die Messung der Antikörper ist zudem nur ein sehr ungenaues Instrument, den Schutz vor Masern nachzuweisen: Bis zu 10 Prozent derer, die nach der Impfung schützende Antikörper im Blut haben, können dennoch an Masern erkranken. Grund für dieses Phänomen dürfte sein, dass die Impfung kaum eine zelluläre Immunität schafft (siehe das Kapitel „Natürliche und künstliche Immunisierung“ im allgemeinen Teil).

    In den USA betraf etwa die Hälfte der Masernfälle in den späten 80er Kahren Heranwachsende und Erwachsene, die als Kinder geimpft worden waren (Severyn 1995). Hatten vor der Impfära 99 Prozent der Fünfzehnjährigen Masernantikörper durch eine vorausgegangene Masernerkrankung, so waren es sechszehn Jahre nach Einführung der Masernimpfung nur noch 86 Prozent. Im Jahre 2001 hatten etwa 25 % der US-amerikanischen Schulkinder keine Antikörper mehr gegen Masern, Mumps oder Röteln (St. Sauver 2001). Mit dem Alter der Masernkranken steigt auch die Komplikationsrate der Erkrankung: in Deutschland von 4,2 Prozent Ende der 80er Jahre auf 11,4 Prozent Mitte der 90er Jahre (Windorfer 1999). In den USA stieg die Sterblichkeit durch Masern nach Beginn der Massenimpfungen um das Zehnfache an (NVAC 1991).

    Es kommen inzwischen Zweifel auch am Impfschutz nach der Wiederholungsimpfung auf: „Die Wiederimpfung von Personen, deren Impftiter [von einer vorherigen Impfung] auf niedrige oder nicht mehr nachweisbare Werte abgesunken sind, scheint nur vorübergehenden Nutzen zu bringen. Bei solchen Personen fallen die Antikörper sehr schnell wieder auf die vorherigen Werte, auch wenn sie nach der Wiederimpfung ansteigen,“ (Cutts 1994), teilweise schon nach sechs Monaten (VIA 1996). Nur etwa jeder Zweite profitiert von einer Wiederholungsimpfung, wenn er auf die erste Impfung nicht ansprach (Cohn 1994). Auch bei kompletter „Durchimpfung“ liegt der Impfschutz nach der zweiten Masernimpfung nicht über 95 Prozent (Klein 1999).

    1,7 Prozent der Masernfälle in den USA treten bei zweimal Geimpften auf (CDC 1996). Bei einer Masernepidemie unter geimpften Schulkindern in Finnland kam es zu einem hohen Infektionsrisiko auch bei mehrfach Geimpften; in einem dieser Fälle wurden 22 Kinder während einer Schülerversammlung in einer „schlecht belüfteten Halle ohne Tageslicht“ von einem Erkrankten angesteckt (Paunio 1998). Nach Meinung der Autoren kann es bei intensivem Kontakt zu „astronomischen Ansteckungsraten“ kommen, wobei der Krankheitsverlauf durch die vorausgegangenen Impfungen nicht abgeschwächt wird.

    Sekundäres Impfversagen, also der Verlust des einmal vorhandenen Impfschutzes, ist häufig, auch wenn Impfbefürworter wie B. Stück behaupten (in: Sitzmann 1998), nur etwa 1 Prozent der Geimpften verliere den Impfschutz wieder. Nach der Zweitimpfung Jugendlicher oder Erwachsener beispielsweise fällt der Antikörpertiter bei 30 Prozent innerhalb eines Jahres wieder auf negative Werte (Cohn 1994). Wahrscheinlich wird der Verlust des Impfschutzes sogar noch weiter zunehmen, wenn die Geimpften ihn nicht mehr durch Kontakt mit dem Wildvirus auffrischen („boostern“) können. Die anfangs euphorischen Erwartungen an die Masernimpfung gründeten sich wohl darauf, dass diese Boosterung damals durch den häufigen Kontakt mit Wildmasern stattfand, so wie das in Ländern der Dritten Welt heute noch die Regel ist (Whittle 1999).

    Fällt dieser Kontakt weg, wie es bei immer erfolgreicheren Impfprogrammen zu erwarten ist, sammelt sich ein wachsender Prozentsatz von Ungeschützten an – J. Mossong (1999) spricht von 80 Prozent der Geimpften -, die schließlich bei Infektion mit Wildviren explosionsartig in großem Ausmaß erkranken können.

    Zunehmende Gefährdung von Risikogruppen

    Ein zunehmendes Problem ist der fehlende Nestschutz bei Kindern maserngeimpfter Mütter. Die Empfänglichkeit gegenüber dieser Krankheit ist bei ihnen dreimal so hoch wie bei Kindern von Müttern, die Masern durchgemacht haben, denn die Impfung hinterlässt geringere Antikörperspiegel als die Erkrankung selbst (Kamat 1994, Maldonado 1995, Papania 1999). Auch Mütter, die die Krankheit durchgemacht haben, aber dann keinen Masernkontakt mehr haben, vermitteln übrigens einen schlechteren Nestschutz als Mütter vor der Impfära (CDC 1986). Während vor der Impfära Masern bei Säuglingen eine Ausnahme waren, war 1992 bereits jeder Vierte daran Erkrankte in den USA unter zwölf Monate alt (Haney 1992). 1995 gehörte die Hälfte der in den USA offiziell gemeldeten 300 Masernfälle den Risikogruppen Säuglinge und Erwachsene an (Gold 1997).

    Die Impfung immer weiter vorzuverlegen ist nicht effektiv, da eine Masernimpfung im Alter von sechs Monaten bereits zu keiner genügenden Antikörperbildung mehr führt (Gans 1998). Säuglinge sind also weniger vor Masern sicher als je zuvor.

    So wird durch die Masernimpfung bei den meisten Impflingen zwar zunächst ein individueller Schutz erzielt, für die Bevölkerung als Ganzes entstehen jedoch auf längere Sicht große Probleme. Es ist zu befürchten, dass durch die gegenwärtigen Impfprogramme die stabile natürliche Durchseuchung der Bevölkerung untergraben wird und in regelmäßigen Abständen gefährliche Epidemien  mit Erkrankung gerade der Risikogruppen, nämlich der Säuglinge und der Erwachsenen, auftreten. Nach einer mathematischen Modellrechnung ist das für die USA etwa im Jahr 2050 zu erwarten, mit möglicherweise mehr als 25 000 Maserntoten (Levy 1985).

    Das wichtigste Ziel der Masernimpfung, nämlich der Rückgang der Enzephalitis, wurde nach jüngsten Untersuchungen verfehlt. In Finnland gingen die Fälle von Masern-Enzephalitis zwar drastisch zurück, doch stiegen stattdessen die Fälle von Enzephalitis anderer Ursache an, sodass die Gesamthäufigkeit gleich blieb. Die heutigen Erreger der Erkrankung sind Viren des Atemtrakts und des Verdauungssystems oder andere Erreger wie Chlamydien, HHV6-, Ebstein-Barr- und Varizella-Zoster-Virus (Koskiniemi 1997). Diese Erreger haben sozusagen die ökologische Nische gefüllt, die das Verschwinden des Masern-Virus hinterlassen hat – ein Beleg für die Tatsache, dass nicht so sehr der Erreger, sondern das „Terrain“, also die Krankheitsbereitschaft, die Hauptrolle spielt.

    Masern- und MMR-Impfnebenwirkungen

    Die meisten Studien, die sich mit der Sicherheit der Masern- oder der MMR-Impfung befassen, haben die Impflinge nur bis drei Wochen nach der Impfung beobachtet – ein längerer Zeitraum wird für unnötig gehalten, da das Impfvirus nur in der zweiten Woche nach der Impfung im Blut erscheint („Virämie“). Die meisten Sicherheitsstudien wurden lediglich mit dem Einzelimpfstoff durchgeführt, nicht mit den üblichen Kombinationspräparaten. Zudem hibt es praktisch nur epidemiologische, kaum experimentelle Studien zur Impfsicherheit (Howe 1993). Diese Situation ist völlig unzulänglich, da insbesondere bei Lebensimpfungen durch überlebende Viren („Viruslatenz“), durch Virusmutation und durch mögliches Auftreten von Autoantikörpern mit Impfschäden noch nach Monaten oder Jahren gerechnet werden muss.

    Problematisch ist allein schon die Verabreichung von Impfstoffen mit mehr als einem Lebensvirus, da auf verschiedene Weise Wechselwirkungen auftreten können. Eine Mischung auch abgeschwächter Viren hat durch möglichen Austausch von genetischem Material ein hohes Risiko für Veränderungen in den Viruseigenschaften. So kann es zur Entstehung neuer Krankheiten kommen (Javier 1986, De Long 1984, Odent 1996). Wird etwa durch eines der Impfviren eine Immunsuppression erzeugt, kann es durch die anderen Impfviren zu einer schleichenden Infektion kommen (Halsey 1993). Bei Patienten mit Autoimmun-Hepatitis beispielsweise, einer nicht-infektiösen Leberentzündung, konnte noch Jahre nach der Masernimpfung das Impfvirus im Lebergewebe nachgewiesen werden (Kawashima 1996). Bei der Gewebeprobe eines Enzephalitiskranken fand man noch acht Monate nach der Masernimpfung das Impfvirus (Bitnun 1999).

    Personen, in deren Blut Masernantikörper sind, die aber nie einen Masernausschlag hatten, erkranken im späteren Leben eher an  Autoimmunerkrankungen wie multipler Sklerose, an degenerativen Knochen- und Knorpelerkrankungen und an Haut- oder Gebärmutterkrebs (Rönne 1985). Zu einer solchen Konstellation kann es kommen nach „still“ durchgemachten Masern oder nach einer Masernimpfung. Offensichtlich kann das Immunsystem in diesen Fällen das Masernvirus nicht vollständig eliminieren. Es bleibt im Körper und kann chronische Krankheiten hervorrufen.

    Noch unklar ist die Bedeutung der Verunreinigung praktisch aller Masern- und Mumpsimpfstoffe mit dem Avian-leucosus- und dem Endogenous-Avian-Virus. Diese Erreger können bei Vögeln unter anderem Leukämie hervorrufen (Tsang 1999). Zu Folgen einer Übertragung auf den Menschen gibt es bisher keine Untersuchungen. Es existieren bisher auch keine weiteren Untersuchungen zu der beunruhigenden Feststellung russischer Forscher, dass der Masernimpfstoff, wenn er kurz nach anderen Lebensimpfungen verabreicht wird, im Mäuseversuch zu Chromosomenveränderungen führen kann (Cherkeziia 1979).

    Ein weiteres Problem, das auch die Impfstoffe gegen Mumps, Röteln und Windpocken betrifft, ist die Verwendung von Humanalbumin. Es mehren sich in letzter Zeit die Hinweise, dass zumindest theoretisch auch durch Humanalbumin der infektiöse Auslöser der Rinderwahnsinns (BSE) übertragen werden kann, der beim Menschen eine Variante der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJE) hervorruft (Deller 2000). Die BSE-Übertragung durch Blut konnte bei Schafen inzwischen bewiesen werden. A. Creange (1996) beschreibt die Creutzfeld-Jakob-Erkrankung bei einem Patienten, der sich möglicherweise durch Humanalbumin-Infusion aus der Blutspende eines späteren CJE-Patienten infiziert hat.“

  • heike
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    „Durch die verseuchte Charge eines Medikaments, das aus Humanalbumin eines anderen inzwischen an CJE verstorbenen britischen Blutspenders hergestellt worden war, wurden in Hongkong vermutlich Dutzende von CJE-Fällen ausgelöst (Dittberner 1998). In den USA, Kanada, Japan und Australien dürfen Menschen, die sich seit 1980 mehr als sechs Monate in Großbritannien aufgehalten haben, kein Blut mehr spenden. In Deutschland wird zwar direkt aus britischem Blutplasma kein Impfstoff mehr hergestellt, jedoch ist der Import von Spenderblut weiterhin möglich; zudem hat ein sicher nicht geringer Teil der einheimischen Blutspender in den letzten Jahren potentiell infektiöses Rindfleisch gegessen; niemand weiß, wie viele davon sich in der Inkubationszeit der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung befinden. Die Verabreichung von Millionen von Impfdosen mit Humanalbumin könnte sich eines Tages als verhängnisvoll erweisen. Noch ist unklar, ob der Übertritt des Rinderwahnsinns auf den Menschen eine Episode bleibt oder sich als Zeitbombe mit Katastrophencharakter entpuppt. Das Restrisiko einer BSE-Übertragung bei der Injektion von Humanalbumin muss einstweilen ins Kalkül gezogen werden: „Das Nichtvorhandensein eines Beweises ist kein Beweis für das Nichtvorhandensein.“ (M.J.Ress)

    In den USA liegen aus den Jahren 1990 bis 2000 mehr als 40 000 Meldungen von Nebenwirkungen nach der MMR-Impfung vor. In der medizinischen Literatur wird häufig über Komplikationen nach der MMR-Impfung berichtet, doch führt man schwere Nebenwirkungen selten auf die Impfung zurück, während Komplikationen nach Krankheiten immer der Krankheit angelastet werden. Das Komitee für Arzneimittelsicherheit in Großbritannien hat 1994 im zeitlichen Zusammenhang mit sieben Millionen MMR-Impfungen 530 schwere Impfreaktionen anerkannt, darunter mehrere Fälle von schwerer Meningoenzephalitis und chronischer Arthrititis. Das errechnete Risiko schwerer Nebenwirkungen beträgt 1 zu 13 000 (Fletcher 1996, AT 1996). Die Durchimpfung weißrussischer Kinder mit MMR-Impfstoff der Firma Merieux – bei uns unter dem Namen MMR Triplovax im Handel – im Jahre 1996 führte bei 1,3 Prozent zu „schweren Impfnebenwirkungen“ (Samoilovich 1998). Auffallend ist bei den MMR-Impfnebenwirkungen die Bevorzugung des weiblichen Geschlechts, die sich auch in der erhöhten Sterblichkeit von Mädchen nach einem Hochdosuis-Masernimpfstoff zeigte (Shohat 2000). In Finnland kam es zwischen 1982 und 1996 mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 10 000 zu schweren Impfkomplikationen, darunter zu einem Todesfall (Patja 2000).

    In einem englischen Patientenrückmeldesystem wurden von 1994 bis 1999 über 1500 Fälle von schweren Nebenwirkungen von Masernkombinationsimpfungen gemeldet, darunter Autismus (678 Fälle), Morbus Crohn oder andere schwere Verdauungskrankheiten (235 Fälle), Epilepsie (152), zentralnervöse Erkrankungen wie Meningitis oder Enzephalitis (88), Hör- und Sehstörungen (75), Gelenkschmerzen und Arthritis (50), Verhaltens- und Lernstörungen bei älteren Kindern (131), chronisches Müdigkeitssyndrom (43), Diabetes (27), Guillain-Barre-Syndrom (9), subakute sklerosierende Panenzephalitis (4), multiple Sklerose (3) und neunzehn Todesfälle (SFTAH 1997, Bart 2000).

    Die folgenden Nebenwirkungen finden wissenschaftliche Bestätigung oder werden als impfbedingt diskutiert.

    Virusausscheidung

    Das Masernvirus kann bis zu zwei Wochen nach der Impfung ausgeschieden werden (Miller 1987) – Kontaktpersonen mit Krankheiten des Immunsystems könnten dadurch gefährdet werden. Gesunde Menschen können sich allerdings nicht infizieren.

    Fieber und Impfmasern

    Fieber tritt bei 5 bis 15 Prozent der Geimpften über mehrere Tage auf – meist ab dem siebten Tag nach der Impfung. Zwischen dem siebten und zwölften Tag kommt es bei 3 bis 5 Prozent der Impflinge zu leichten masernähnlichen Symptomen.

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    später mehr

  • heike
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    Krampfanfälle

    Fieberkrämpfe treten in einer Häufigkeit von eins zu 2600 innerhalb von sechs bis vierzehn Tagen nach einer Masern- oder MMR-Impfung auf (Farrington 1995). Innerhalb der ersten beiden Wochen nach der Impfung ist das Risiko gegenüber Nichtgeimpften um etwa das Doppelte erhöht (Quast 1997). Die Gefahr, während einer Masernerkrankung einen Fieberkrampf zu erleiden, ist allerdings wesentlich größer. Die Bedeutung der Krampfanfälle für die weitere neurologische Entwicklung ist ungeklärt, jedoch dürfte es sich meist um eher harmlose Anfälle im Sinne eines Fieberkrampfes handeln. Gelegentlich sind sie jedoch Ausdruck einer milde ablaufenden Enzephalitis (Ehrengut 1965). Ishikawa (1999) berichtet von einem zweijährigem Kind, das 14 Tage nach der Masernimpfung eine schwere Epilepsie entwickelte. Ein erhöhtes Krampfrisiko haben Kinder, die bereits früher einen Fieberkrampf erlitten oder in deren engeren Verwandtschaft Krampfanfälle vorkommen. Hierüber sollte vor der Masernimpfung eine Aufklärung durch den Arzt erfolgen.

    Allergische Reaktionen und Anaphylaxie

    Masern- und MMR-Impfstoffe enthalten geringe Mengen des Antibiotikums Neomycin und als Stabilisator Gelatine. Zudem enthalten sie Spuren von Hühnerembryozellen, auf denen das Impfvirus angezüchtet wird. Auf jede der Komponenten ist eine Allergie möglich – mit Reaktionen von harmloser Nesselsucht bis hin zu akutem Asthma bronchiale und lebensbedrohlichem allergischem Schock. Bei einem von 65 000 Impflingen kommt es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen (AT 1996). Diese Nebenwirkung ist in dem Buch von Ute Quast et al. (1997), das von dem Impfstoffhersteller Chiron-Behring kostenlos an Arztpraxen verteilt wurde, im Kapitel „Masernimpfung“ nicht einmal erwähnt. Inzwischen weiß man, dass durch die Impfung sogar anhaltende Allergien etwa gegen Gelantine und kreuzreagierende Nahrungsmittel wie Ei, Kuhmilch oder Hühnerfleisch erzeugt werden können (Patja 2001).

    Früher wurde Hühnereiallergikern von dem in Deutschland erhältlichem Impfstoff abgeraten, da eine Kreuzallergie mit den Hühnerembryozellen möglich ist. Heute sind die Impfempfehlungen optimistischer und werten eine Eiallergie nicht mehr als Gegenanzeige, obwohl die Datenlage unsicher ist. Zurückhaltung ist auf jeden Fall am Platz, wenn jemand auf Hühnereigenuss schon stärkere Sofortreaktionen gezeigt hat oder wenn im Haut- oder Bluttest ein hoch positiver Befund auf Hühnerei zu erheben war. Der Impfstoff Triviraten Berna, der kein Hühnerprotein enthält, sondern auf menschlichen Zellen angezüchtet ist, kann aus der Schweiz importiert werden.

    Thrombozytopenische Purpura

    Bei einem von 22 000 Maserngeimpften kann es in den sechs Wochen nach der Impfung zu einer thrombozytopenischen Purpura kommen (Miller 2001), das sind Blutungen durch Schädigung der Blutplättchen. Blutplättchenmangel tritt allerdings häufig auch bei einer Masernerkrankung auf. Symptome sind Haut- oder Schleimhautblutungen und im Extremfall Hirnblutungen. Laut einer französischen Veröffentlichung hatten 58 Prozent der gemeldeten Fälle extrem wenig Thrombozyten (unter 10 000 pro mm³), bei über 10 Prozent der Patienten war der Verlauf kompliziert (Jonville-Bera 1996).

    Ataxie

    In der zweiten Woche nach der Impfung kommt es in Einzelfällen zu einer Beeinträchtigung der Kleinhirnfunktion. Es entwickelt sich eine Störung von Bewegungsabläufen (Ataxie) mit Unsicherheit beim Gehen oder Greifen, die meist über mehrere Tage anhält Nach einer dänischen Untersuchung tritt dies nach etwa acht von 100 000 Masern- oder MMR-Impfungen auf (Plesner 2000).

    Neuritis, transverse Myelitis und Guillain-Barre-Syndrom

    Mehrere Fälle von Entzündungen des Sehnervs (Opticusneuritis) nach Masernimpfungen wurden veröffentlicht, teils mit bleibenden Sehstörungen (Stevenson 1996, Mashall 1985). Auch Guilllain-Barre-Syndrom und transverse Myelitis kommen nach der Impfung vor, siebzehn Fälle wurden zwischen 1979 und 1992 dem Institute of Medicine in den USA gemeldet (Grose 1979, IM 1994, Morris 1994, Joyce 1995).

    Enzephalitis

    Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) ist eine anerkannte Komplikation der Masernimpfung. Typischer Zeitraum für die Impfenzephalitis ist der sechste bis fünfzehnte Tag nach der Impfung. Von 1991 bis 1996 wurden in den USA 166 Fälle von „Enzephalopathie“, also Impfenzephalitis, gemeldet, die in den zwei Wochen nach der Masernimpfung auftraten (CDC 1998). R.E.Weibel (1998) berichtet über 48 Kinder, die in den fünfzehn Tagen nach der Masernimpfung an einer „akuten Enzephalopathie“ mit bleibendem Hirnschaden oder mit Todesfolge erkrankten, und hält den Zusammenhang mit der Impfung für sehr wahrscheinlich. Bleibender Hirnschaden wird nach den amerikanischen Centers for Disease Control als eine wahrscheinliche MMR-Impffolge eingestuft – juristisch wird er als Impfschaden anerkannt (HRSA 1997). Einer der 1998 in Deutschland gemeldeten Impfenzephalitispatienten verließ die Klinik mit schwerem Hirnschaden (ESPED 1999).

    …………..

    Ich mache erst mal wieder eine Pause.

    Ich schreibe das alles hier so fleißig ab, um Menschen, die sich bisher noch nie mit Impfungen, ihrem Sinn und ihren Gefahren auseinandergesetzt haben, aufzuzeigen, dass es bereits vor Corona eine Menge Menschen gab, die Impfungen nicht für das Non-plus-Ultra gehalten haben und andere Wege zur Gesundheitsvorsorge bevorzugen.

    Jeder intelligente Mensch wird verstehen, dass eine Impfpflicht, für welche Impfungen und für welche Menschengruppe auch immer, nicht mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit zu vereinbaren ist und deshalb in einem demokratischen Land nichts zu suchen hat. Das angedachte Ziel, wie im Falle der Masernimpfung die Ausrottung der Masern, kann auch mit Impfpflicht nicht durchgesetzt werden, wie aus dem Text hervorgeht. Der Mensch muss sich im Laufe seines Lebens mit seiner Außenwelt auseinandersetzen und der beste Schutz sind noch immer eine gesunde Ernährung, eine gesunde Lebensweise und gute mentale Beziehungen zu seinen Mitmenschen. Mitgefühl, liebevolle Zuwendung, der Versuch, den anderen zu verstehen und auch das Respektieren von Grenzen sind dabei wichtig.

    Wir können die Ressourcen der Erde nicht länger bedenkenlos ausbeuten und wir sollten auch die Ressourcen unserer Mitmenschen und von uns selbst nicht sinnlos verschleudern für Diskussionen und Kämpfe, bei denen hehre Ziele vorgeschoben werden, aber es am Ende nur um das große Geldverdienen und das Sichern von machtpolitischen Vorherrschaften geht.

  • heike
    Antworten
    Die einzige Partei in Deutschland, die es fertig gebracht hat, sich gegen eine Impfpflicht auszusprechen, ist die AfD. Da braucht sich die Linke nicht zu wundern, dass sie in aufgeklärten, intelligenten und gesundheitsbewussten Kreisen aufgrund ihrer ignoranten und dogmatischen Haltung keinen Zuspruch mehr bekommt.

    Und wer kapiert hat, dass die Erderwärmung auf den hohen CO2-Ausstoß durch den Menschen zurückzuführen ist, der wird auch für den Erhalt von Kernkraftwerken zur Energiegewinnung plädieren – ebenfalls von der AfD vorgeschlagen.

    Und ja, die Grünen als Partei sind tatsächlich zu einer willfährigen Marionette des globalen Kapitalismus verkommen. Pfui Teufel.

    • matt
      Antworten
      Ja aber leider ist das mit dem Co2 ein totaler Schwindel, worauf auch die AFD als Mitläufer zu bezeichnen ist. Das Systen hat keine Fehler, das System ist der Fehler. Und da gehört die AFD nunmal dazu.
      • Bobby Pirc-Ufinzew
        Antworten
        … da sprechen Sie ein wahres Wort gelassen aus. Ich schöpfe Zuversicht, aus Ihrem Kommentar. Eventuell regen solche kleinen Interventionen, höflich und mit Bedacht angebracht, ja doch noch den ein oder anderen Mitmenschen zum Nachdenken bzw. zu einer grundlegenden Inspektion der eigenen Überzeugungen an? Nur Mut, Ihr Lieben! 😉
  • heike
    Antworten
    Gerade eben habe ich vernommen, dass verkündet wurde, dass es keine Impfpflicht geben würde. Aber was ist mit der Masernimpfpflicht für Kinder, die den Kindergarten oder Kinderhort besuchen wollen? Und was ist mit der Impfpflicht für Corona für junge Menschen, die einen Beruf im Gesundheitswesen ergreifen wollen? Wurde die aufgehoben? Unter einfach bei der Berichterstattung unter den Tisch fallen gelassen?

    Die Maskentragepflicht in Bussen und Bahnen weiterzuführen und in Flugzeugen aufzuheben ist ein Zeugnis völliger Behördenwillkür. Oder gibt es inzwischen wissenschaftliche Studien, dass Corona-Viren in großen Höhen weniger ansteckend sind als auf der Erde? Kein Mensch kann solche Gesetze nachvollziehen. Warum belässt man es  nicht bei Freiwilligkeit? Wer möchte, trägt Maske, wer nicht möchte, trägt keine Maske? Ich verstehe das nicht.

     

  • Floriane Waldmeister-Degenstiel
    Antworten
    Ich fordere den Grimme-Preis für die VHS Reutlingen.

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