Franz Josef Degenhardt: Ein schönes Lied

 in MUSIKVIDEO/PODCAST


Sicher wurde Degenhardt oft gefragt: „Kannst du nicht mal was Schönes schreiben – nicht immer so negativ?“ In der Tat ist dies musikalisch eines seiner schönsten Lieder – entnommen aus der legendären „Schmuddelkinder“-LP (1965). Das Lied spielt auf den Vietnamkrieg an, wendet das Geschehen aber ins Märchenhaft-Symbolische.

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    Jupp van Pott
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    Eine Forderung, die immer wieder an alle  „ernsthaften“ Singer/Songwriter gerichtet  wurde. Dick Gaughan hat darauf diese wunderbare Antwort gegeben.

    https://www.youtube.com/watch?v=Jo3rwF7qdj8

    Apr. Hannes Wader hat dieses Lied ins Deutsche übertragen (Wenn Du meine Lieder hörst).

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      Krysztof
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      @Jupp van Pott: Danke für den Hinweis zu dem starken Lied von Gaughan, das ich noch nicht kannte. Anscheinend wird die Forderung, doch lieber „was Fröhliches“ zu singen, permanent vorgetragen. Schon Brecht hat dazu ein Gedicht geschireben („Schlechte Zeiten für Lyrik“) und meinte: „In eminem Lied ein Reim käme mir fast vor wie Übermut“.
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    Ruth
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    Mit diesem Text antizipiert Degenhardt eigentlich unsere heutige Zeit.

    Die Not und das Leid der Flüchtlinge, wobei ich sofort an das Foto des ertrunkenen kleinen Flüchtlingsjungen denke, ein grausames Foto!

    Fröhliche Texte schreiben, man könnte eher verzweifeln!

     

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    Ulrike Spurgat
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    „Väterchen Franz“ der „Vater“ der Liedermacher, dessen Herz für die Arbeiterklasse glühend, konsequent, bissig, poetisch, geerdet und voller Zärtlichkeit unverkennbar und unvergessen geschlagen hat kommt hier mit seinem Klassiker zu Wort. Vielen Dank !

    Rudi Schulte, Ballade vom verlorenen Sohn, Umdenken, Mister um nur einige zu nennen. Passend in die heutige Zeit, wo „der Schoss noch fruchtbar ist aus dem das kroch“ (Brecht) und der Blick auf die heutigen Verhältnisse Degenhardts Weitsicht und sein Klassenstandpunkt wieder unverzichtbar macht. Ob Globke (Kommentator der Rassegesetze und Staatssekretär bei Adenauer, ein Faschist allererster Güte) immer noch im Bundeskanzleramt hängt ?

    Nicht oft genug kann man auf die „Wölfe mitten im Mai“ von Degenhardt hinweisen und zur Sprache bringen.

     

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