Gunnar Kaiser & Jochen Kirchhof: Dem modernen Menschen fehlt der Sinn

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Jochen Kirchhoff ist Philosoph und Autor mit dem Schwerpunkt transzendentale Naturphilosophie und lebt in Berlin. Im Gespräch mit KaiserTV spricht Kirchhoff über die Bewusstseinsaufgabe des Menschen, seine tiefe Sehnsucht nach Sinn, die Fehlentwicklung der Wissenschaft des Abendlandes und warum ein Lockdown nichts mit Menschenwürde zu tun hat.

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  • Die A N N A loge
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    Ein Lockdown hat aus psychischer Sicht gesehen wenig menschliches an sich, ebenso wenig wie Homeoffice oder Homescooling. Vielleicht sind Lockdowns aus medizinischer Sicht gesehen notwendig, um die großen Spitzen der Pandemie aufzufangen, wie es derzeit in Moskau praktiziert wird, doch was mit den Menschen passiert, die unsicher, vereinsamt und psychisch labil sind, das wird nur wenig thematisiert. Allein die Tatsache, dass viele Veranstaltungen nunmehr online stattfinden, ist ein Kriterium, dass uns Menschen voneinander entfernen lässt. Für jemanden, der auf der Suche ist nach Gleichgesinnten, nach Anbindung und Wärme steht Corona wie ein Felsblock im Weg. All das, was uns zusammenführt, die Nähe, das Visuelle, das Hörbare, das Spürbare wird durch Lockdowns, Quarantäne und die zunehmende Verlagerung des Analogen auf das Digitale zerstört.

    Natürlich bediene ich mich des digitalen Sektors, doch ein digitales Sozialleben ist für mich unvorstellbar. Genau dahin geht die gesellschaftliche Entwicklung. Bräuchte ich einfach mehr Mut? Sind Zoom Meetings und Online Veranstaltungen vielleicht doch etwas Verbindendes, etwas, woraus persönliche Kontakte und Verbindlichkeiten entstehen können? Es sträubt sich alles in mir. Vielleicht bin ich einfach zu alt dafür, um diese neue Entwicklung annehmen zu können. Ich spüre, wie ich draußen vor dem digitalen Treiben stehe, und das macht mich traurig.

    https://youtu.be/I0YtHGC3WOY

  • Freiherr
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    Jaja… die Sinnsucherei…

    vor lauter ständiger Suche nach einem Sinn des Lebens geht ihnen der Sinn fürs Leben verloren.

    …lache saufe hure trabe – notabene bis ins Grabe !

    https://www.youtube.com/watch?v=7kqpGi3VZoE

     

  • Die A N N A loge
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    Die Frage nach dem Sinn

    Vielleicht fehlt mir einfach nur der Sinn im entwurzelten Dasein. Vor 8 Jahren, als ich noch eingebettet war in Familie, Freunde, Nachbarschaft, Arbeit und einer Stadt, mit der ich mich verwurzelt fühlte, da stellte sich mir die Frage nach dem Sinn nicht. Ich habe das getan, was ich für richtig hielt und war zufrieden und ausgeglichen. Doch dann kam der große Bruch in meinem Leben, und alles sollte sich ändern. Heute lebe ich in einer anderen Stadt, eine, die mir bis heute fremd geblieben ist, dort bin ich mehrfach in meinem Job gescheitert, habe meinen alten Freundeskreis verloren und noch keinen neuen aufgebaut. Die Sinnfrage und die damit verbundene Angst, wie Treibgut im Wasser zu schwimmen, ist mir aus der Entwurzelung erwachsen. Vieles trägt und entwickelt sich besser in Gemeinschaft.

    Ich weiß nicht, ob mein Beitrag zu dem Thema passt, doch es ist ein Versuch zu erklären, wie sich die quälende Frage nach dem Sinn entwickeln kann.

    In der Hoffnung, dass mir jetzt niemand eine Moralpredigt hält, würde ich mich freuen, wenn sich weitere LeserInnen zu der Frage nach dem Sinn aus Ihrer persönlichen Sicht  äußern würden.

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