Helfen wir den Menschen in Griechenland! – 18. Zwischenbericht

 In Holdger Platta, Über diese Seite

GriechenlandhilfeLogo-300x194In diesem Bericht widmet sich Holdger Platta ausnahmsweise nicht auch der Gesamtsituation in Griechenland oder gar der „Weltlage“. Er schildert einen spezifischen Fall, der es allerdings in sich hat. Die Gesundheitsmisere in diesem gebeutelten Land beschränkt sich nämlich nicht allein darauf, dass die Kassen für „Bagatellerkrankungen“ nicht mehr aufkommen. Selbst wenn es um Leben und Tod geht, ist dies nicht unbedingt ein hinreichender Grund, dass einem Menschen geholfen wird. Und auch die westlichen „Geldgeber“ denken gar nicht daran, von ihren unmenschlichen Schuldentilgungsforderungen abzusehen, „nur“ weil diese Härte bereits Menschenleben kostet. Auch HdS-Leserinnen und Leser können hiergegen wieder ein Zeichen setzen.

Liebe HdS-Leserinnen, liebe HdS-Leser,

Ihr erinnert Euch sicherlich: in den beiden vorangegangenen Zwischenberichten zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ hatte ich vor allem die auch politische Dimension unserer gemeinsamen Hilfe für Menschen in Griechenland in den Mittelpunkt gerückt: im letzten Bericht die Parallelen, die zwischen dem Umgang der französischen Politik und Gesellschaft mit den ausgegrenzten Verelendeten im eigenen Land auszumachen sind im Vergleich zur Behandlung des von den Euro-Staaten ausgegrenzten und verelendeten Griechenland, im vorletzten Bericht hingegen die Absurdität, daß ein Mann wie Wolfgang Schäuble für „Verdienste“ um die europäische Politik den „Jahrtausend-Preis“ der Burda-Verlagsgesellschaft ausgehändigt bekam, ein Politiker, der zu den Hauptverantwortlichen der Verelendungsprozesse in Griechenland zählt. Doch dieses mal möchte ich mich wieder stärker mit der humanen, mit der helfenden Dimension unseres Engagements beschäftigen. Aus dringendem Grund, wie Ihr noch sehen werdet.

Zuvor aber die neuesten Nachrichten zum Spendenstand.

Nunja, es scheint, die Hilfsbereitschaft hat erstmal eine kleine Pause eingelegt. Grund dafür kann sein, daß alle, die wir über HdS erreichen können und imstande sind, finanzielle Unterstützung zu leisten, ihr Teil schon beigetragen haben zu dieser Hilfsaktion. Grund vielleicht auch, daß der letzte Bericht mit etwas Verspätung erschienen ist (am Sonntag erst). Und Grund nicht zuletzt, daß vermutlich viele von uns derzeit mit Spendenbitten auch anderer Hilfsorganisationen überschwemmt werden – nebenbei: durchweg respektabler Hilfsorganisationen.

Sei es, wie es sei: in der vergangenen Woche jedenfalls ging nur eine Spende bei uns ein – das war das erste Mal seit Aktionsbeginn der Fall –, so daß sich zum erstenmal der Spendenstand auch nur um 50,- Euro während einer ganzen Woche erhöhte. Heißt: ganz genau 580 Spenden sind bislang auf unserem Hilfskonto gelandet, und die gesamte Spendensumme beläuft sich mittlerweile auf 73.139,60 Euro, davon ausgegeben 39.778,60 Euro – und zwar, Ihr habt es in den zahlreichen Vorberichten nachlesen können, für verelendete Einzelpersonen und Familien, für Arztpraxen, Krankenhäuser und Sozialstationen. Und der zur Zeit noch vorhandene Restbetrag von 33.361,- Euro soll der weiteren Unterstützung dieser Hilfsbedürftigen dienen.

Freilich will ich heute einen ganz besonders dringlichen Fall nochmal aufgreifen. Und ich erbitte schon jetzt Eure ganz besondere Aufmerksamkeit für diesen Fall.

Der eine oder die andere von Euch erinnert sich bestimmt noch daran: mehrfach – so in den Berichten 2, 6 und 8 – sprach ich die Situation einer jungen, schwersterkrankten Patientin aus Piräus an: das Lebensschicksal von Katerina K., Anfang zwanzig, die dreimal in der Woche wegen einer ernsten Nierenerkrankung zur Dialyse nach Athen fahren muß und oft nach den Behandlungsterminen im Bus ohnmächtig zusammenbrach. Katerina kann inzwischen für diese lebenswichtigen Fahrten (30 km hin und zurück) ein Taxi benutzen – Dank Eurer Hilfe! -, und zu diesen furchtbaren Zwischenfällen kam es inzwischen nicht mehr. Und auch das noch kurz zur Erinnerung: weder die Fahrkosten für den Bus noch gar für ein Taxi wurden und werden von der griechischen Krankenkasse bezahlt. Wir leisten mit dieser Übernahme der Fahrkosten also eine immens wichtige Zwischenhilfe. Aber – liebe HdS-Leserinnen und HdS-Leser! – mehr als Zwischenhilfe ist dies leider nicht! Was für Katerina eigentlich ansteht, mittlerweile seit einigen Jahren schon, ist endlich eine Nieren- und teilweise wohl auch Lebertransplantation! Und hier kommen all die bösartigen „Aber“ ins Spiel:

Eine solche Operation ist in Griechenland nicht möglich. Ein Versuch zu einer solchen Operation in Deutschland scheiterte vor einiger Zeit ausschließlich am Geld: Das betreffende – zugegeben: hochqualifizierte! – Krankenhaus verlangte um die 100.000,- Euro für diese Operation – mit der Folge, daß Katerina mit ihren Eltern (die als Organspender mit nach Deutschland gefahren waren) unverrichteterdinge wieder zurückkehren mußte nach Griechenland. Eine Nachfrage von Karl-Heinz Apel bei einer anderen hochqualifizierten Klinik in Deutschland erbrachte ein noch bestürzenderes Resultat: die wollte sogar 150.000,- Euro für die Operation bekommen. So tat sich Karl Heinz Apel – ich erinnere daran: von Beruf Apotheker – auch im europäischen Ausland um und wurde schließlich in London, in Großbritannien fündig. Vermutlich werden sich dort die Kosten für die beiden Transplantationen auf rund 20.000,- Euro belaufen – auf einen Betrag, den Karl-Heinz Apel gänzlich aus eigener Tasche aufbringen will! -, doch die teuren Reise- und Unterbringungskosten für drei Personen übersteigen auch seine finanziellen Möglichkeiten. Gleiches wäre der Fall, wenn die Operationen doch teurer werden sollten als erhofft. Und da wollen wir nun, mit unserer Hilfsaktion, in die Bresche springen. Damit aus der – wichtigen – Zwischenhilfe für Katerina jetzt endlich Beihilfe zur Beseitigung ihrer eigentlichen Krankheit wird. Und deswegen haben wir uns auch für den folgenden Weg zur Hilfe für Katerina entschlossen:

Wir möchten Euch die Möglichkeit eröffnen, ganz speziell für Katerinas Operations-Reise spenden zu können (mit der Bitte, diesen Spendenaufruf für den genannten ganz besonderen Zweck auch an Freunde und Bekannte weiterzuleiten). Ergo ganz konkret:

Wer also ganz direkt für Katerinas Operationsmöglichkeit spenden will, der gebe bei seiner Überweisung an uns nicht unser sonstiges, das generelle Stichwort „GriechInnenhilfe“ an, sondern vermerke auf dem Überweisungsträger als Spendenzweck „Katerina K.“!

Ich fände wunderbar, wenn wir Katerina K. mit ihrer Familie noch vor dem Weihnachtsfest eine sehr frohe Botschaft überbringen könnten. Und ganz persönlich füge ich hinzu: ich fände nicht minder großartig, wenn auf diese Weise die immense Hilfsbereitschaft von Karl-Heinz Apel unterstützt werden könnte. Es wäre beglückend für alle, für Katerina und ihre Eltern, für Euch, die SpenderInnen, und für uns Organisatoren, wenn auf diese Weise Hilfe Hilfe gebiert.

Und damit, nach einem in dieser Woche ganz ausnahmsweise mal völlig unpolitischen Zwischenbericht, die obligaten Angaben zum Schluß, ergänzt um den Hinweis, daß ab Anfang des kommenden Jahres auch die ersten Spendenbescheinigungen verschickt werden können.

Überweisungen bitte unter dem Spezialstichwort „Katerina K.“ oder dem sonstigen, dem allgemeinen, Stichwort „GriechInnenhilfe“ an:

Inhaber: IHW
IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49
BIC: NOLADE21GOE

Wer Spendenbeleg anfordern möchte, vergesse bei seiner Zusendung der entsprechenden Nachricht die eigene Adresse nicht und schicke diese Post an:

Peter Latuska (IHW), Theodor-Heuss-Straße 14, 37075 Göttingen

Mit herzlichen Grüßen wie immer
Euer Holdger

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