Herrschaftsfrei leben? Erfahrungen aus selbstverwalteten Projekten

 In Politik

Wenn Ungleichheiten sich verfestigen, reproduzieren sich oft gesellschaftlich übliche Dominanzen auch in selbstverwalteten Projekten. Das kann sich in der Besetzung besonders hervorgehobener Funktionen zeigen, aber ebenso – und oft viel wirkmächtiger – in informellen Machtstrukturen. (Quelle: Oya)

Kommentare
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    manfred
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    Die Kapitalanhäufung führt zu immer größeren Ungleichheiten in der Gesellschaft, die als Ungerechtigkeit empfunden werden und deshalb destabilisierend wirken. Wenn die Rendite des Kapitals vier bis fünf Prozent beträgt, was dem typischen Durchschnittswert entspricht, die Wirtschaft aber nur mit einem Prozent im Jahr wächst, nimmt die anfängliche Ungleichheit rasend schnell zu. Unsere demokratischen Gesellschaften stützen sich jedoch auf das Leistungsprinzip oder zumindest auf die Hoffnung darauf, dass Leistung gerecht belohnt wird. Der Demokratie liegt der Glaube an eine Gesellschaft zugrunde, in der die soziale Ungleichheit vor allem auf Leistung und Arbeit beruht, nicht auf Abstammung, Erbe und Kapital. In der Demokratie gerät sonst die proklamierte Gleichheit der Rechte aller Bürger in schreienden Gegensatz zur real existierenden Ungleichheit der Lebensverhältnisse.  (Piketty)

    Wenn aber durch Reiche neue rechte Parteien gegründet werden und somit sich keine linke Mehrheit formieren kann, dann hat das nichts mit Demokratie zu tun. Reiche kaufen sich ihre politische Macht, die wirtschaftliche Macht haben sie ja schon. Eine Umverteilung von oben nach unten ist zwingend erforderlich um demokratische Zustände wieder herzustellen.

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