Igor Levit spielt Beethoven: „Mondscheinsonate“, Adagio sostenuto

 in MUSIKVIDEO/PODCAST


Igor Levit, der russisch-deutsche Pianist aus jüdischer Familie, setzte sich in jüngster Zeit vehement gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, aber auch für Fridays for Future ein. Er bekam wegen seines Engagements Morddrohungen, von denen er sich jedoch nicht einschüchtern ließ. Das Internationale Auschwitz-Kommitee verlieh Levit am letzen Sonntag einen Preis. Bei seiner Dankesrede sagte der Pianist: „Die Tatsache, dass in diesem Land demokratisch gewählte Politikerinnen und Politiker in den Rücktritt gezwungen werden, weil sie von anonymen oder nicht anonymen Faschisten bedroht werden und dass das nicht täglich Seite 1 ungefähr von 80 Prozent der Zeitungen dieses Landes Thema ist, löst in mir eine Wut aus, die kann ich ihnen gar nicht beschreiben.“ Hier ist er mit einem Klassiker zu hören: dem träumerisch-melancholischen Eingangssatz der „Mondscheinsonate“ – leicht zu spielen, aber auch nicht ganz leicht so gut zu spielen.

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