Jürgen Wertheimer stellt sein Europa-Buch vor

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Der Tübinger Literaturprofessor und HdS-Autor brachte ein neues Buch heraus – und alle Buchhandlungen mussten zumachen. Nicht gerade glückhafte Umstände. Umso wichtiger, auf die Veröffentlichung aufmerksam zu machen, denn das Thema ist wichtig: Was hält Europa zusammen? Der Begriff „Wertegemeinschaft“ löst bei vielen heute nur noch ein hämisches Lachen aus. Doch nicht die Werte selbst sind zu verurteilen, sondern ihr Missbrauch bzw. ihre Missachtung durch die politische Kaste. „Europa – eine Geschichte seiner Kulturen“. Jürgen Wertheimer spürt, aus der Fülle seines Wissens schöpfend, den Ursprüngen Europas, seiner Geschichte und Kulturgeschichte, nach. Sehr viel Stoff? Ja, gewiss eine Herkulesaufgabe für den Kassandra-Experten. Auch der Gegensatz Orient-Okzident, der noch heute die Schlagzeilen füllt, kommt natürlich zur Sprache. Durch das Nebeneinander von Gegensätzen auf engem Raum entwickelte sich in Europa eine ausgefeilte Dialogkultur. Wenn etwas da nicht reinpasst, dann ist es „Alternativlosigkeit“.

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    heike
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    Und man weiß heute ja auch, wie die Nazis damals an die Macht gekommen sind: die Menschen, die sich ihnen offen in den Weg stellten, wurden aus der Gesellschaft verdrängt, fanden keine Arbeit mehr, wurden isoliert, zusammengeschlagen und schließlich sogar in KZs gesteckt .. hat Konstantin auch noch mal sehr schön beschrieben in seinem letzten Kommentar auf der Facebook-Seite.

    Das ist heute nicht viel anders.

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    Krystyna Götz
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    Dieses Buch müsste eigentlich nicht Europa sondern „Westeuropa“ heißen. Der große, geschichtsträchtige Kulturraum von Mittelosteuropa findet in Ihrem Buch nicht statt. Ihre Dialogbereitschaft endet an der Elbe. Die Polen, Tschechen, Litauer, Ungarn, Ukrainer suchen ihre Spuren vergeblich in Ihrem Werk . Allein schon die multikulturelle polnisch- litauische Personalunion bietet liefert solch eine Fülle an Europäizitä. Mir ist es unverständlich,  warum man heute , 16 Jahre nach der Osterweiterung immernoch mit dem Osten so fremdelt. Es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie mir diese von Ihnen vorgenomme Marginalisierung des osteuropâischen Europas vorgenommen haben erklären möchten. Ich habe mir mit großer Freude dieses Buch gekauft und lese es sehr sorgfältig. Freunden von mir habe ich es empfohlen. Sie wundern sich auch über die Geschichtslisigkeit der östlichen Region Europas.

     

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