Morgaine: Für die Liebe, gegen die Angst

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Liebe und Angst sind für die Sängerin und Aktivistin Morgaine die beiden bestimmenden Motivationen für die Menschen. Mit ihrer Musik und ihrem Handeln versucht sie daher bedingungslose Liebe und grenzenloses Mitgefühl für alle Lebewesen in die Herzen der Menschen zu tragen. Angesichts ihrer eigenen Erfahrungen ist diese Lebenseinstellung nicht selbstverständlich. Freimütig berichtet Morgaine von den Missbrauchserfahrungen, die sie selbst als Kind und Jugendliche machen musste – und wie sie es geschafft hat, davon herrührende Traumata zumindest teilweise zu bearbeiten. Geholfen hat ihr, dass sie früh versuchte, sich Gehör und Hilfe zu verschaffen sowie der offensive Umgang mit dem Thema. Morgaine glaubt an die Möglichkeit einer Welt, in der für alle genug da ist und in der die Menschen achtsam miteinander – aber auch mit Tieren – umgehen. Sie engagiert sich in der Friedensbewegung und macht das, was so viele Künstler*innen vermeiden und fürchten: Sie tritt bedingungslos für ihre Überzeugungen ein. (Quelle: https://weltnetz.tv/)

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    heike
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    Vielen Dank für dieses mutige Interview an Morgaine. Es ist tut gut zu hören und zu sehen, dass es einen Ausweg aus den Verwirrungen und Leiden der Seele geben kann, die durch sexuellen Missbrauch entstanden sind. Es tut gut, eine so selbstbewusste, klare und warmherzige junge Frau zu sehen. Ich wünsche mir, dass solche Beispiele anderen Betroffenen zeigen, dass man seine Probleme nicht durch Verdrängung, Drogen, Alkohol oder Medikamente „lösen“ muss, sondern dass es bereits gut gerüstete Therapeut*innen gibt, die einem auf diesem Weg begleiten können.

    Gut finde ich auch, dass sie angesprochen hat, dass während solcher Gewaltakte auch Täterenergie auf die Opfer übergeht, die einige von diesen später selbst zu Tätern macht. Schon allein dadurch, dass man diesen Mechanismus versteht, kann man wiederum Menschen helfen, mit ihren Impulsen und Triebhaftigkeiten umzugehen.

    Ich denke, dass dieser Mechanismus auch bei vielen anderen seelischen Verletzungen eine Rolle spielt. Jemand, der selbst in seinem Inneren verletzt wurde, schützt sich vielleicht vor weiteren Verletzungen, indem er die Rollen umkehrt und andere zu Opfern macht. Manche haben eine geradezu manische Freude daran, anderen die Tränen in die Augen zu treiben. Viele stumpfen mit der Zeit ab und bemerken vielleicht die Verletzungen, die sie anderen zufügen schon gar nicht mehr, sie werden zu Gewohnheiten.

    Jedenfalls noch einmal einen herzlichen Dank an Morgaine dafür, hier soviel von ihren Erfahrungen und ihrem Leben erzählt zu haben und wirklich alles Gute für ihren weiteren Lebensweg!

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