Oskar Lafontaine: Die Abschiedsrede

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Oskar Lafontaine begründet hier nicht seinen Austritt aus der Linkspartei, der etwas später erfolgte, sondern hält eine bedeutsame Rede über Krieg und Aufrüstung. Ein Anzeichen dafür, dass der Politiker „echt“, also integer gewesen ist, ist wohl, dass er weder die SPD unter Schröder noch die Linke unter Hennig-Wellsow und Wissler auf Dauer ertragen hat. So zeigt sich auch hier ein Denken jenseits gängiger Denkschablonen, wenn Lafontaine etwa Kriegsdienstverweigerern seinen Respekt ausspricht, der Aufrüstungslogik widerspricht und gar „soziale Verteidigung“ als Alternative zu militärischer Gegenwehr ins Gespräch bringt.

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  • Maja Mondstaub
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    Respekt, Herr Lafontaine, Hut ab, und alles Gute.  Traurig, für alle, die an die Möglichkeit einer ernstzunehmenden, linken Opposition geglaubt haben, aber, um ehrlich zu sein, ich wünschte, Sahra Wagenknecht würde sich auch endlich zu diesem Schritt entschließen können. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Interessant auch, dass der Rücktritt an dem traurigen, historischen Tag erfolgte, an dem (für mein Empfinden) im Deutschen Bundestag über die Abschaffung von Artikel 1 Grundgesetz debattiert wurde.-
  • Die A N N A -loge
    Antworten
    Großartige Rede, Herr Lafontaine, vielen Dank! Schwer vorstellbar, Sie künftig nicht mehr auf der politischen Bühne zu sehen. Sie werden fehlen.
    Danke für Ihre eindringlichen und klugen Worte zum Thema Frieden und danke auch für Ihren Verweis auf Michael Gorbatschow, den ich als Friedensbotschafter schätze.
    Ich werde nun sein Buch, das ich vor wenigen Jahren auf einer Friedensveranstaltung in Stuttgart kaufte, erneut lesen:

    „Kommt endlich zur Vernunft-
    Nie wieder Krieg!“
    (Ein Appell von Michael Gorbatschow an die Welt).

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