Psychische Belastung: Finanzkrise macht viele Griechen krank

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Bild: Edvard Munch

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Angstzustände, Unruhe und Unsicherheit: Die Finanzkrise wirkt sich auf die Gesundheit der Griechen aus. Jeder Zweite leidet körperlich und psychisch. Viele können sich weder Untersuchungen noch Therapien leisten. (Quelle: Reuters)

Die jahrelange Finanzkrise in Griechenland belastet auch die Gesundheit der Menschen schwer. Einer aktuellen Studie zufolge ist fast die Hälfte der Bevölkerung psychisch angeschlagen. Jeder Zweite leidet nach Angaben des Athener einungsforschungsinstituts GPO aufgrund der Krise unter Angstzuständen, innerer Unruhe und Unsicherheit. Auch die Zahl der Depressionskranken stieg.

Es sind vor allem die einkommensschwachen und verschuldeten Menschen, die auch gesundheitlich leiden. Den Ergebnissen zufolge konnte ein Drittel der Befragten offene Rechnungen nicht begleichen oder Schulden nicht abzahlen. In jener Gruppe sei die Selbsteinschätzung der persönlichen Gesundheit besonders schlecht, teilte das Institut mit.

Hinzu komme, dass 25 Prozent der Befragten sich aus wirtschaftlichen Gründen weder ärztliche Untersuchungen noch Therapien leisten könnten. Die finanzielle Situation der Befragten hat der Studie zufolge auch das Konsumverhalten verändert: Ärmere oder verschuldete Menschen rauchten und tranken weniger Alkohol und aßen seltener Fleisch. Gleichzeitig sei die Zahl der chronisch Kranken und vor allem der Fettleibigen gestiegen.

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