Thüringen: Nichts geht mehr

 in Politik (Inland)

Klare Mehrheiten sind Vergangenheit, die Mitte hat sich zerbröselt.
https://www.heise.de/tp/features/Thueringen-Nichts-geht-mehr-4570079.html

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    Piranha
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    Aber da spielen Irrationalitäten herein, die auch lange die SPD blockierten, mit der Linken im Bund oder in Westdeutschland eine Koalition einzugehen. Lieber war man geschrumpft und hatte wesentliche Positionen aufgegeben, was nachhaltig Vertrauen zerstört hat, das nicht mehr so schnell zurückzugewinnen ist.

    Ja, es ist längst bekannt, wie blöde sich Sozialdemokraten verhalten können und mit dem Tod des m.E. letzten aufrechten SPD-Linken Ottmar Schreiner, der von uns stur immer wieder in den Bundestag gewählt, und dennoch stets auf die hinteren Bänke verschoben wurde, und allerspätestens mit der Agenda 2010, wurde diese Partei inhaltsleer, blutleer, volksabgewandt.

    Ob es jetzt zu spät ist, sich mit den Linken zu verbünden? In Thüringen auf jeden Fall. Eine deutliche linke Positionierung würde ihnen heute niemand mehr abnehmen, sie würden verspottet und allen voran der schwarze-Null-Olaf. Seine Haltung und Handlungen vor ein paar Jahren zum G20-Gipfel in Hamburg sind nicht vergessen. Demokratur pur.  Eine Entschuldigung fehlt bis heute.

    Ich wünsche mir Rückbesinnung … aber das wünsche ich mir auch schon lange, was unsere heutige Gewerkschaftslandschaft betrifft.

     

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      Peter Boettel
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      Liebe Piranha, ja Ottmar war mein politischer Ziehvater in der Saarbücker Juso-HSG und danach, als er im Juso-Bundesvorstand war.

      Weil er aufrecht war und mehrmals anders abgestimmt hat, wollte Müntefering ihn nicht mehr auf der Landesliste absichern lassen, aber zum Glück haben die Saarländer sich nicht reinreden lassen.

      In vorwaerts.de habe ich zur Thüringen-Wahl folgenden Kommentar geschrieben:

      „Erneut ist die SPD für das Abnicken der Merkel’chen, Altmaier’chen, AKK’chen-Politik in Berlin abgestraft worden. Dies sollte doch endlich ein Warnschuss sein, dass es so nicht weitergehen kann. Die Ablehnung des Tempolimits trotz eines anderslautenden Parteitagsbeschlusses und die Fortführung des Anti-IS-Einsatzes haben mit Sicherheit weitere Prozentpunkte bei der Wahl gekostet.

      Wie bereits wiederholt hier erwähnt, würde die SPD bei einem Ausscheiden aus der Groko im Fall einer Neuwahl schlecht abschneiden, aber wenn sie noch zwei Jahre diese Politik in Berlin mitmacht, wird sie noch mehr Federn lassen müssen und auf FDP-Niveau landen. Auch eine Wahl von Scholz zum Vorsitzenden mit der Fortsetzung der Schwarzen Null würde die SPD sowohl bei Mitgliedschaft als auch bei Wählern auf den Nullpunkt führen.

      Daher lieber jetzt mal auf den Tisch klopfen, Gesicht zeigen und Glaubwürdigkeit beweisen!

      Dann würden sicher auch viele,die sich enttäuscht abgewandt haben, vielleicht sogar wieder zur SPD zurückkehren und ihr wieder die Stimme geben.

      Bitte, Genoss*innen, lernt doch endlich mal aus Euren Fehlern, bevor es zu spät ist!!!“

      Es ist bemerkenswert, wie in vorwaerts.de kritische Kommentare „als Verstoß gegen die Netiquette“ gelöscht werden, ein Herr Frey jedoch ungeniert die kritischen Stimmen als Putin-Versteher, Trolle etc. bezeichnen und seinen Antikommunismus breit treten darf.

      Natürlich ist einiges an den Linken, vor allem die Attacken gegen Sarah Wagenknecht, zu kritisieren, aber Sarah Wagenknecht, Oskar oder Fabio de Masi u.a. sind mir lieber als Olaf Scholz und die gesamte CDU/CSU.

       

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    Die mit dem Blubb, weg sinse
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    Und wieder hat die SPD einen Grund zum feiern. Ihren Sieg, schließlich ist sie viertstärkste Partei, noch vor der neoliberalen FDP und den OLIVgrünen. Na wenn das mal kein Sieg ist, was dann? Also, alles richtig gemacht, wie immer…, versteht sich.

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    ACHT SITZE, NAH, DA REICHT DOCH EINE STRAFBANK AUS!

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    Aus Balsaholz und ohne Polster versteht sich. Sehr leicht mit extrem geringer Dichte und leicht zerbrechlich. Eine Bank aus einem zartes Hölzchen für Köpfe aus

    schweren Eisenholz. Aus Bongossi, soll recht schnell unter gehen.

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    HAB ICH GEHÖRT

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