Tier-Cafés – Kuschelroboter – Klimawandel

 in FEATURED, Gesundheit/Psyche, Politik

Götz Eisenberg

Immer mehr Japaner suchen zum Stress-Abbau oder zur Bekämpfung ihrer Einsamkeit ein Tier-Café auf, um für 30 Minuten ein Mini-Schwein zu knuddeln. Dafür müssen sie umgerechnet 25 Euro hinlegen. Man kann wählen, ob man einen Otter, einen Igel, ein Ferkel, eine Katze, einen Hund oder eine Eule streicheln möchte. Die Tiere arbeiten rund um die Uhr im Schichtdienst. Nach stundenlangem Dienst am Kunden dürfen die Tiere sich in einem Ruheraum erholen, während ihre Kollegen ranmüssen. Tierschützer sehen in diesem Geschäft eine grobe Tierquälerei und einen Missbrauch. Die Branche boomt und setzt pro Jahr circa 25 Millionen Euro um. Deswegen ist damit zu rechnen, dass die guten Argumente der Tierschützer nicht verfangen. Notizen und Beobachtungen von Götz Eisenberg. (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=56916

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    heike
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    Tier-Cafes – Kuschelroboter -…

    …. und eine von der künstlichen Intelligenz eines Computers vollendete 10. Sinfonie von Beethoven. In vier Monaten soll das Werk dann aufgeführt werden. Eigentlich schade, dass sich kein Mensch daran gewagt hat, dieses Werk zu vollenden. Vielleicht liegen künstliche Kuschelkurse ja auch im Trend, weil die Menschen sich nicht mehr trauen, das zu tun. Und woran liegt das? An der Angst, sich anderen zu nähern, an übertriebenen Ansprüchen? Und woran liegt das wiederum? Ich glaube, unsere „Fühltentakeln“ werden „abgetötet“. Und wenn dieses Instrumentarium nicht mehr vorhanden ist, dann ist zwischen den Menschen ein unüberbrückbarer Raum.

    Zur Klimadiskussion:

    1. CO2-Emissionen müssen vermieden werden, egal innerhalb welcher Gesellschaftsordnung (der Kapitalismus ist also inzwischen so schlau geworden zu verstehen, dass ein Temperaturanstieg über 2 °C auch für ihn keinen Gewinn mehr bringt).

    2. freiwilliger Konsumverzicht könnte eine Lösung sein – davor müsste aber ein Verbot von Werbung stehen, da diese Bedürfnisse weckt, die ohne sie nicht vorhanden wären. Dem Menschen innewohnende Bedürfnisse (nach sozialem Austausch, Nähe, Kontakt usw.) werden in der Werbung mit Konsumgütern verschränkt, so dass das menschliche Gehirn annimmt, mit einem Auto kauft man sich auch Freiheit und mit Nutella eine glückliche Familie (dass für das Palmöl in Nutella ganze Orang Utan – Familien aussterben wird leider nicht beschrieben, sollte man mal machen).

     

     

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    Ruth
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    Wohin bewegt sich die Gesellschaft?

    In eine narzisstische Single- Gesellschaft. Immer mit dem Bestreben alles zu erreichen und haben zu wollen, auch dann, wenn andere dadurch Schaden erleiden.

    Dieses Verhalten führt doch unweigerlich in eine Verrohung. Bereits Kinder sind  schon so konditioniert – zu sehen auf Schulhöfen und in den Kitas. Erzieher*innen schauen oft nur zu -Erziehung ist so mühsam. Und dann, wenn man sie darauf anspricht, auf Durchsetzungskraft und Persönlichkeitsentwicklung hinweisen. Ein liebevoller und freundlicher Umgang untereinander, wie wär’s denn damit?

    Eine Ellbogenmentalität, die bereits den Kleinsten vorgelebt und akzeptiert wird, die führt in Empathielosigkeit und Einsamkeit; kein pessimistischer Ausblick, es ist immer öfter bittere Realität.

    Ein Einsamkeitsministerium – gibt es bereits – und alles wird gut!?

    Streicheleinheiten auf Rezept?Eine schreckliche Vorstellung!

     

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