Transhumanismus und der Verlust der Poesie

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Diese Wortkombination ist originell: Transhumanismus und Poesie. Vor allem geht es in diesem Podcast des wackeren Teams von „Radio München“ (Sprecherin: Sabrina Khalil) um Größenfantasien der technischen „Elite“ und die Verdrängung des Todes. Aus dieser Kombination kann sich eine neuer Faschismus entwickeln. „Rechts“ und „Links“ gehen dabei eine unheilige Allianz ein. Der gemeinsame Nenner: Materialismus. Der Text stammt von dem Lehrer, Wildnis- und Theaterpädagogen Gerald Ehegartner.

Showing 2 comments
  • Anja G.
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    Das ist wirklich ein unglaublich guter Beitrag. Der für mich momentan am besten zusammen fasst, womit wir es aktuell zu tun haben.

    Die Entwicklung hat nicht erst im März 2020 begonnen. Sondern schon lange vorher.

    Mir persönlich ist das erste Mal mit H4 ernsthaft aufgefallen, dass hier etwas vorgeht, was wirklich nicht richtig ist. Aber auch damit hatte es nicht begonnen. Wann man den Anfang setzen soll, wäre die Frage. Ob erst mit der ‚Ruckrede‘ hier in Deutschland. Oder vielleicht sogar schon mit den 68ern und ihrem Drang zum Individualismus. Der heute die Grundlage für die Atomisierung des Menschen ist – ohne jede progressive Zielsetzung, sondern lediglich (wie vom Autor auch festgestellt, in anderen Worten) als eine Art standardisiertes Arbeitstier, das tatsächlich seiner menschlichen Individualität beraubt ist.

    Wirklich verstanden habe ich damals noch nichts oder nicht viel. Erst die Entwicklung der letzten gut 20 Jahre hat langsam Zusammenhänge und Verstehen mit sich gebracht. Und seit zwei Jahren besonders deutlich. Jetzt fängt langsam an, Sinn in die Entwicklung zu kommen. Nicht dass ich es sinnvoll finde. Aber es wird in sich langsam schlüssig, womit wir es zu tun haben. Der Vorlauf aber ist schon länger.

    Faschismus, der sich ‚auf dem Kopf stehend‘, ganz langsam in die Gesellschaft herein schleicht, und diesmal sogar weltweit, fällt über lange Zeit vermutlich noch nicht als solcher auf. Nicht einmal den ‚Linken‘, die sich in ihrer eigenen Entfremdung sogar zu dessen Helfershelfern machen (lassen) – und dies noch nicht einmal merken. Obwohl es im Grunde jedem linken Grundverständnis widerspricht, wofür sie sich instrumentalisieren lassen.

     

    Diesen Beitrag habe ich allen geschickt, die ich in meinem Umfeld für halbwegs offen halte. Und werde ihn mir auch abspeichern.

  • Erich Becker
    Antworten
    Da kann ich Anja G. nur zustimmen: ein grandioser Beitrag, der die „Impflicht als Geschäftsidee“ optimal ergänzt!

    Beides lässt sich zusammendenken: Transhumanismus und neoliberaler Kapitalismus.

    Das Profitinteresse einiger weniger, der sich der Staatsapparat verpflichtet fühlt, weil dies eine ökonomische Perspektive verspricht, die sowohl die führenden staatlichen Akteure als auch die ökonomistischen Akteure vereint – funktional –  „überleben“ lässt. Je globaler das ganze betrieben wird – mit Hilfe der Tech-Giganten, der PR- und Medien-Giganten – desto transhumaner wird das Ganze.

    Dem Lehrer, Wildnis- und Theaterpädagoge Gerald Ehegartner  gelingt in diesem Kontext, die Aufbereitung eines Widerstandskonzeptes, dem ich größtmöglichen Erfolg wünsche!

    In diesem Sinne: Tanzen, Lachen, Singen, Lieben, Träumen wir alle – und wagen  kreativ und frei zu leben! Wir haben nichts zu verlieren als eine unmenschliche Zukunft!

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