Überfällig: ein Dank an meine MitarbeiterInnen

 in FEATURED, GRIECHENLAND, Holdger Platta, Über diese Seite

252. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Ich möchte Euch heute über etwas informieren, das selbst für mich eine große Überraschung gewesen ist. Nicht zuletzt sind es zahlreiche Mitglieder in unserem Organisationsteam, die erheblich beitragen zum Spendenaufkommen für unser Hilfsprojekt. Ja, es stimmt, liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser: auch für mich war das neu! Beginnen möchte ich meinen Bericht aber mit einer Bitte, die vielleicht im Rahmen dieses Textes überraschen mag. Aber lest selbst! Holdger Platta

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

ausnahmsweise – an dieser Stelle – einmal eine Nachricht zur Finanzsituation bei unserer Website HdS vorweg:

Aus Gründen, die uns unbekannt sind, hat das Spendenaufkommen für www.hinter-den-schlagzeilen.de in den ersten Januarwochen des neuen Jahres stark nachgelassen: für zwei Wochen konnten wir lediglich Unterstützungsbeträge in der Höhe von jeweils rund 60,- Euro verbuchen. In der Addition aller Hilfszahlungen im Januar 2021 für HdS blieb die Gesamtsumme also weit hinter der Kostendeckung in der Höhe von etwa 1.400,- Euro zurück – in dieser Kostendeckung ist alles enthalten, was wir für HdS allmonatlich aufbringen müssen: Entgelte, Aufwandsentschädigungen, Honorare für bedürftige AutorInnen, Kostenerstattungen für Provider, technische Pflege der Website und für Sachkosten, die ansonsten (unvermeidlicherweise!) anfallen. Wir Betreiber haben deshalb die Entgelte für alle regelmäßigen Mitarbeiter erst mal um weit über 300,- Euro gekürzt (das betrifft vor allem unseren Chefredakteur – den Freiberufler (!) – Roland Rottenfußer). Eine Kürzung der Entgelte, die allerdings auf Dauer nicht ausreichen dürfte – wenn es so bleibt auf der Einnahmenseite, wie es derzeit leider der Fall ist.

Und wieso ich das alles hier anspreche – hier, in meinem Bericht zu unserer GriechInnenhilfe? – Nun, die Antwort ist so grundlegend wie banal: weil Aufrechterhaltung unserer GriechInnenhilfe nur möglich ist, wenn deren einzige Mitteilungsbasis, HdS eben, nicht verloren geht. Eines ganz realen materiellen Zusammenhangs wegen waren diese Informationen also erforderlich. Um so mehr, als der – in letzter Zeit etwas verlangsamte – Anstieg der LeserInnenzahl bei HdS durchaus erfreulich ist. Vor allem an alle neuen Leserinnen und Leser unserer Website appelliere ich mithin, vielleicht einmal über gelegentliche oder – besser noch – regelmäßige Unterstützung von HdS nachzudenken. Ich meine, „Hinter den Schlagzeilen“ zeigt eigentlich Tag für Tag, wie unverzichtbar solch alternativen Informationsdienste sind – das gilt selbstverständlich für manch anderes Website-Angebot auch –, in Zeiten, in denen die „offizielle“ Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien sowie der großen Presse-Unternehmen mehr als zu wünschen übrig läßt.

Mag sein, dass in diesen Corona-Zeiten der Begriff der „Selbstgleichschaltung“ immer noch etwas übertrieben ist, manchmal gewinnt man aber diesen Eindruck durchaus. Und das „Beschweigen“ dringender Probleme von Seiten der sogenannten „Qualitäts-Medien“ aus, das erstreckt sich ja nicht nur auf die Corona-Thematik. Die Probleme in Griechenland, dieses Herunterwirtschaften eines Landes vor allem zulasten der Armen und zulasten der Ärmsten der Armen, gehört wahrlich mit hinzu, wenn es um das bundesrepublikanische „Beschweigen“ dieser menschengefährdenden Politik in Griechenland geht.

Natürlich ist uns bewusst – nach wie vor –, dass um HdS nicht gerade die Superreichen aus Deutschland, aus Österreich und aus der Schweiz versammelt sind, aber „irgendwie“ wird dieses Informationsprojekt die Krisenzeiten nur überstehen können, wenn wir alle es als ein Solidaritätsprojekt betrachten, das Unterstützung auch „von ganz unten“ erhält. Wobei – diesen Hinweis gebe ich gerne weiter an Euch –: jawohl, es gibt – gar nicht mal wenige! – UnterstützerInnen unter Euch, denen es vermutlich besser geht als den meisten von uns. Hochachtung also für alle Helferinnen und Helfer, denen eine relativ gut gesicherte materielle Existenz nicht Solidarität, gesellschaftskritisches Engagement und Mitmenschlichkeit „wegerzogen“ hat!

Letzteres gehört für mich übrigens zu einer der bemerkenswertesten Erfahrungen, die ich im Zusammenhang mit unserer GriechInnenhilfe machen durfte: bei 3.000,- Euro Netto-Einnahme pro Monat hört für viele HdS-LeserInnen das Gewissen nicht auf, sich zu regen! Es ist großartig, dass es Kleinstverdiener unter Euch gibt – so manche Hartz-IV-Betroffenen auch! –, die wieder und wieder Spenden an uns überweisen! Großartig ist aber auch, dass es solche Menschen unter den Gutverdienern gibt! Es ist eine Tatsache, die wieder und wieder Hoffnung zu geben vermag. Und uns OrganisatorInnen der GriechInnenhilfe wieder und wieder mit großer Dankbarkeit erfüllt!

Womit ich auch ganz direkt bei dem Spendenergebnis für unsere Hilfsaktion während der letzten Woche bin (fast scheint es so, dass tatsächlich Berichte wie dieser hier mit zu bewirken vermögen, dass Ihr nicht nachlasst, unsere GriechInnenhilfe immer wieder auf die Beine zu stellen). Sei es, wie es sei: gegenüber dem Ergebnis der Vorwoche – 170,- Euro, überwiesen von 2 SpenderInnen an uns – stiegen die Hilfszahlungen während der letzten 6 (!) Tage wieder auf 330,- Euro an, 3 HelferInnen sorgten für dieses bessere Ergebnis, und wieder dabei auch ein recht großer Spendenbetrag!

Zwar sind – wegen der Überweisung von 1.500,- Euro in der letzten Woche an die Armen auf Andros, an die Familie von Dionysis und an Alexander S. aus Athen und wegen der Überweisung von 220,- Euro Monatsmiete an Panagiota K. aus Megara mit ihren drei Töchtern – derzeit nur knapp 540,- Euro auf unserem Konto für die GriechInnenhilfe, aber ausgeschlossen ist nicht, dass wir sehr bald wieder das Limit, die „Warngrenze“ von 1.000,- Euro Haben auf unserem Hilfskonto erreicht haben werden, einen Betrag, der uns imstande setzt, auch auf besondere, auf urplötzliche Notfälle reagieren zu können. Dank jedenfalls von ganzem Herzen an alle drei SpenderInnen der letzten sechs Tage!

Dank aber auch an zwei Mitglieder aus unserem OrganisatorInnenteam, von denen ich erst in der letzten Woche – auf ausdrückliche Nachfrage meinerseits – erfuhr, dass sie, seit längerem bereits, ganz aus eigener Tasche mit dafür sorgen, dass es während der letzten Monate stets weitergehen konnte mit unseren Hilfsaktionen für notleidende Menschen in Griechenland!

Da ich unsicher bin, ob es diesen beiden MitorganisatorInnen und MithelferInnen recht wäre, deren Namen zu nennen, lasse ich diese Namen – heute jedenfalls – weg. Aber berichten darüber möchte ich Euch heute sehr wohl. Wobei ich vorausschicken möchte: fast alle aus unserem Aktions-Team haben immer mal wieder zwischendurch gespendet für unsere Hilfsaktion, auch die ärmeren unter uns. Sehr oft gibt es diesen Unterschied zwischen Euch SpenderInnen und uns OrganisatorInnen also nicht. Doch damit zu diesem ganz speziellen Bericht zur ganz speziellen Mitfinanzierung unserer Hilfsprojekte! Wie gesagt. erst jetzt erfuhr ich davon.

An die verarmten Familien auf Andros sind viel mehr Gelder geflossen, als ich hier jemals angeben konnte. Finanzierungslücken wurden also von diesen beiden Mitgliedern aus unserem Team immer wieder stillschweigend geschlossen. Gerne erwähne ich in diesem Zusammenhang; vor Ort haben wir mit der Sozialarbeiterin Maria Alexaki, seit langem schon, eine großartige Kooperationspartnerin auf Andros. Und auch zwei weitere HelferInnen vor Ort möchte ich an dieser Stelle sehr gerne beim Namen nennen: Kostas Marinis, der zur Verwandtschaft unserer beiden Team-Mitglieder gehört, und Pater Kalinikos. „Pater“ Kalinikos? – Jawohl, es gibt auch Christen, für die der Glauben nicht nur etwas ist, das man von oben herunter von der Kanzel predigt, sondern etwas ist, das man auch lebt!

Dann ist auch – ein Stück weit zumindest – das „Geheimnis gelüftet“, wieso das Orthopädische Institut aus Athen, das für Laura, das syrische Mädchen, die Fußprothesen hergestellt hat, so lange schon abwartet, was die Bezahlung von 4.600,- Euro betrifft. Es waren unsere beiden Team-Mitglieder, die durch Teilzahlung aus eigener Tasche einen Zahlungsaufschub erwirken konnten.

Auch wenn dieser mein Dank heute anonym bleibt (und deswegen etwas „unkonkret“ für Euch): ich spreche ihn sehr gerne aus, ebenso überrascht wie bewegt von dieser ganz besonderen Zusatzhilfe für unsere Spendenaktion!

Sehr gerne ergänze ich an dieser Stelle noch: sogar zwei weitere Mitglieder aus unserem Team haben sich inzwischen „geoutet“ und mir mitgeteilt, dass sie weit über das hinaus, was ich Euch bisher mitteilen konnte, Hilfe leisten, und auch dieses seit langem schon. Sie unterstützen mit monatlichen Hilfszahlungen ein Altenheim in Griechenland (in dem zahlreiche verarmte Menschen ihren Lebensabend verbringen). Auch diese beiden bringen ihre Spenden – soll ich inzwischen sagen: selbstverständlich? – aus eigener Tasche auf! Dank natürlich auch an diese Mitglieder aus unserem Team!

Für mich ganz persönlich überaus wichtig, was diese Nachrichten betrifft: Ihr könnt daran sehen, mit welch individuellem Engagement unsere Spendenaktion von unseren Team-Mitgliedern getragen wird. Das geht weit über das hinaus, was man zuweilen von anderen Hilfsorganisationen zu hören bekommt (ohne deren Verdienste schmälern zu wollen!). Das zeigt, dass selbst nach fünf Jahren Existenz unserer GriechInnenhilfe das Engagement nicht erlahmt ist bei diesen MitarbeiterInnen – bis weit ins Materielle hinein. Und es zeigt – nicht zuletzt –, dass keineswegs der Verfasser dieser Berichte Hauptperson oder gar Haupthelfer bei unseren Spendenaktionen ist. Vielleicht ist es gut, auch dieses einmal in aller Deutlichkeit festzustellen!

Zugegeben: mal wieder ein Bericht über unserer Hilfsprojekt der ganz anderen Art! Noch einmal also ein Bericht, der sich ausschließlich Gruppen-Interna gewidmet hat. Nun, versprochen sei schon jetzt: was derzeit in Griechenland los ist, was da passiert oder auch nicht passiert, aber eigentlich passieren müßte: dazu wieder beim nächsten Mal mehr!

Bleibt uns bis dahin gewogen! Und helft weiter mit, dass wir weiterhin helfen können!

Womit ich wieder bei meinem obligaten Schlussappell bin:

Wer uns Gelder für unsere Hilfe für Menschen in Griechenland zukommen lassen will, der überweise uns diese bitte unter dem Stichwort „GriechInnenhilfe“  auf das Konto:

Inhaber: IHW

IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49

BIC: NOLADE21GOE

Wer eine Spendenbescheinigung benötigt – ab 201,- Euro erforderlich –, wende sich bitte an unseren Kassenwart Henry Royeck, entweder unter der Postanschrift Sültebecksbreite 14, 37075 Göttingen, oder unter der Mailadresse henryroyeck@web.de.

Mit herzlichen Grüßen

Euer Holdger Platta

Showing 11 comments
  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Werde in Kürze meinen Beitrag leisten wollen.

    Da ich mich weigere „Online-Bank“ zu machen muss es erst gesundheitlich wieder möglich sein zur Bank zu kommen.

    Versprechen werden eingehalten: Versprochen !

     

  • Holdger Platta
    Antworten
    Merci, liebe Ulrike!!!!
  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Lieber Holdger,

    diesmal geht der Dank sozusagen umgekehrt von einer Leser/Schreiberin an dich und die Redaktion.

    Danken will ich dir/ihr dafür, dass du/ihr mich habt kommentieren lassen obwohl ich fast sicher bin, dass dir/euch der eine oder andere Kommentar meinerseits Bauch grummeln verursacht hat.

    Mein Versprechen HdS zu unterstützen werde ich in Kürze einlösen.

    Aus meiner Sicht ist es aber besser – und das ohne Groll  – wieder zu gehen.

    Wieso, warum, weswegen ist eigentlich wurst, da es ja ganz offensichtlich ist, dass hier nur Kommunisten erwünscht sind die weichgespült und als „geläutert“ gelten. Die ihre Überzeugung über Bord schmeißen und Bewegungen folgen, die der eigenen Verbesserung der individuellen Lebenssituationen und der Kreiselei um sich selber dienen. (Wohlfühl Kapitalismus) nenne ich das.

    Das ist mir nicht möglich weil ich keinen Verrat begehen werde.

    Allerdings merke ich in der letzten Zeit, dass mir die Kraft fehlt immer und wieder gegen den Strom zu schwimmen. Nicht zuletzt auch hier.

    Und mein Interesse mich für meine Überzeugung immer wieder rechtfertigen zu sollen, weil einige denken den Stab über meine politische Überzeugung brechen zu dürfen….., moralisch selbstverständlich ist mir zu anstrengend.

    Und es ist so:

    Nah am Leben und am Tod bin ich mir meist über die Konsequenzen des eigenen Handelns vollkommen im Klaren und ich akzeptiere selbstverständlich, dass wenn ich hier weiter schreiben würde, dass es an übergeordneten Gemeinsamkeiten wie ich es kenne hier nicht geben kann, weil dafür ganz einfach die Voraussetzungen fehlen.

    Und mein langes bewegtes politisches Leben werde ich in keine Waagschale werfen müssen !

    Von Herzen das Leben zu lieben, wann immer möglich zu tanzen,  dass wusste die Anarchistin Emma Goldmann sehr genau: „Wenn ich nicht tanzen kann will ich keine Revolution“ So ähnlich. Eine sehr spannende und interessante Frau.  Sicherlich könnte ich Clara Zetkin zitieren, die letzte Präsidentin der KPD im Reichstag die fast blind und nur mit Hilfe an das Podest geführt wurde um ihre Abschiedsrede in der sie EINDRINGLICH und mutig vor dem Faschismus warnte zu sprechen. Es war mucksmäuschenstill  im Saal, obwohl die Faschisten in großer Zahl vertreten gewesen sein.  In meinem Leben war es nie ein Problem mit Leuten die anders denken zusammen zu sein, gemeinsam zu arbeiten oder eben Freunde zu sein. Zusammen feiern und tanzen und sich auch zu lieben war völlig normal. Und meine Überzeugung, die oftmals nicht geteilt werden konnte hat daran nie etwas ändern können, denn wir waren was wir waren….unzertrennlich und tief verbunden bei all dem was uns trennt war die hemmungslose Zuneigung und der gemeinsame Kampf unverbrüchlich.

    Deswegen habe ich Emma gewählt denn Berührungsängste kannte ich nie.

    Da wirft man den Kommunisten seit Jahr und Tag vor, was sie nicht alles sind….

    Und nun stelle ich fest, dass es mir zu eng wird….., denn ich will tanzen….und das geht nur, wenn es eine gemeinsame Musik gibt , Ulrike

     

     

     

     

    • Holdger Platta
      Antworten
      Liebe Ulrike,

      nicht nur ich fände es schade, wenn Du Dich von uns verabschieden würdest!

      Da ich zur Zeit mit sehr belastenden Problemen beschäftig bin, konnte ich schon seit längerem keinen Artikel zu den Themen schreiben, die ich gerne aus meiner Sicht darstellen würde. Argumentativ, ohne andere zu verletzen. Zu diesen Themen gehört auch die Frage, die Du angesprochen hast.

      Es wird noch etwas dauern, bis das für mich wieder möglich sein wird. Aber ich denke, Du wirst Dich dann mit Deinen Grundauffassungen auch in meinen Texten wiederfinden.

      Bis dahin verweise ich auf das Zitat auf unserer (sogenannten) „Zierleiste“ von Max Horkheimer. Irre ich mich, oder müßte diese berühmte Aussage des Frankfurter Philosophen aus dem Jahre 1939 (!!!) nicht auch in Deinem Sinne sein?

      Mit herzlichen Grüßen

      Holdger

      • Ulrike Spurgat
        Antworten
        Lieber Holdger,

        über deine freundliche Antwort freue ich mich.

        Selbstverständlich ist es notwendig erst einmal wieder zu Kräften zu kommen. um sich den anspruchsvollen Themen hier widmen zu können.

        Ich jedenfalls freue mich auf deine kommenden (wann auch immer ) Artikel sehr.

        Deinen Zeilen entnehme ich, dass du dich in einer schwierigen Zeit befindest. Zeit als Teil einer Lösung bestehender belastender Situationen ist nicht von der Hand zu weisen, denn den „Fluss kann man nicht anschieben“.

        Bleib tapfer, Ulrike

         

         

    • Die A N N A -loge
      Antworten
      Die Musik in gleicher Sprache:

      An den Tanz

      Noch gestern ward pulverisiert das Leben,

      das der Herrgott uns geschenkt,

      um nichts hätt‘ ich den Tanz vergeben,

      doch das Schicksal wurd‘ gelenkt.

      Corona heißt die neue Krone

      Thront mit ihrer Schreckenshaus Gewalt,

      regiert mit Macht und Virendrohne

      und weist den Tod uns in Gestalt.

      Wann weckst du, Tanz uns wieder?

      wann blüht aus Starre wieder Leben auf?

      Wann klingen wieder deine Rhythmus-Lieder,

      zum Feuertanz im Knister Braus?

      Eros, beingeschmiege Tanz,

      schwenk du die Fächerglut in Rot,

      vertreibe uns die Agonie der Angst,

      entzünde Feuer, scheuch den Tod!

      https://youtu.be/sOVqRe_eIRA

      • Ulrike Spurgat
        Antworten
        …mitten ins vor Freude hüpfende Herz….

        Trotz der Entfernung…, du hättest keine bessere Wahl treffen können. Cohen, bei keinem kann man so schmachten……

        Für diesen Tanz bedanke ich mich sehr.

         

    • A.K.
      Antworten
       

      Liebe Ulrike,

      dein Kommentar macht mich traurig und ratlos. Traurig, weil ich deine Kommentare immer gerne glesesen habe und dachte eine Genossin wenigstens im Geiste gefunden zu haben, ratlos, weil ich nicht weiß, wie wir je einen breiten Boden für fruchtbare Auseinandersetzungen über Ziele und Vorstellungen finden können.

      Vielleicht überlegst Du es Dir noch mal?

      • Ulrike Spurgat
        Antworten
        Liebe A.K.

        nicht traurig sein.

        Auch du kennst sicherlich Momente in deinem Leben wo es einer klaren Positionierung bedarf.

        Dieses war so ein Moment.

        Was ich niemals zulassen werde, ist, dass Leute über meine hochverehrten und geachteten Genossen und Freunde, die ihr Leben und Blut im Faschismus selbstlos im Kampf für eine andere Welt gegeben haben, dass man Jauche über sie kippt. NIEMALS !!!

        Mich kann man angehen, damit lebe ich solange ich lebe. Als Kind war ich die Tochter von „der roten Sau“, vom „Vaterlandsverräter“ den man „vergessen hat am nächsten Laternenfahl aufzuknüpfen“, im Heim wo „schwarze Pädagogik“ praktiziert wurde gab es zusätzliche „Tritte“ und Gemeinheiten, denn man wusste, dass der Vater ein „roter“ ist und ehemalige Lageraufseher die in den Heimen wieder zur „Brot und Arbeit“ gekommen sind haben mich das genüsslich spüren lassen.

        Jahre der Verzweiflung. Innere und äußere Nöte haben mich zu der Frau werden lassen die ich heute bin: Selbstbewusst, kämpferisch, stolz und aufrecht!

        All die Psychologen, Pädagogen, Soziologen und was weiß ich wer sonst noch alles haben keinen „Pfifferling“ für diesen schwerstens traumatisierten und tief verletzten Menschen gegeben….., der um sein kleines Leben eine ganz lange Zeit hat kämpfen müssen.

        Jedenfalls konnte ich sie eines besseren belehren…und hab ihnen die rote Nase gedreht.

        Will sagen, liebe Genossin im Geiste – und die werde ich bleiben -, denn wie Brecht wusste kann man jederzeit eine neue Entscheidung treffen die einen dann auch wieder anders handeln lassen kann.

        Nichts und niemand geht verloren und nichts ist vergessen… Ich denke dabei an die „Leningrader Hunger Blockade“ ,wo die faschistische Mörderbande skrupellos eine ganze Stadt quälend aushungern lassen wollte.-

        Meine angenommene Verpflichtung mein heiliges Erbe liegt auf dem Tisch und da gibt es wie man am Niederrhein sagt: „kein vertun!“

        Schreib weiter bleib dir selber treu und suche immer wieder die Antworten auf all deine Fragen, auch hier.

        Aus meiner Sicht und da bin ich bei Maxim Gorki, „finden sich die Antworten in der Geschichte“.

        In herzlicher Zuneigung, Ulrike

    • Volker
      Antworten
      Nix da, hier wird nicht gekniffen, sonst schmoll ich.

      🙂

      • Ulrike Spurgat
        Antworten
        Danke dir sehr.

         

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