Venezuela und die verkürzte Erzählung in der medialen Berichterstattung

 In Politik (Ausland)

Verfolgt man die großen deutschen Medien, könnte man glatt glauben, die derzeitige Führungskrise in Venezuela habe erst am 23. Januar begonnen – dem Tag, an dem der Oppositionspolitiker Juan Guaidó sich selbst zum Präsidenten erklärte. Die USA werden in dieser Erzählweise nicht als aktiver Mitspieler, sondern als Randfigur vorgestellt, die den selbsterklärten Präsidenten sogleich anerkannt hat und nun auf eine Machtübergabe setzt. Wer nur diese Erzählweise und nicht auch die Vorgeschichte kennt, kann schnell zu falschen Schlüssen kommen. Denn die USA sind mitnichten eine Randfigur im venezolanischen Machtpoker, sondern womöglich gar der Hauptakteur. Warum weist die mediale Berichterstattung an dieser Stelle derartige Lücken auf? (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=49146

Anzeige von 3 kommentaren
  • heike
    Antworten
    Die USA will ihre Herrschaft weltweit sichern.

    Das Kapital an sich will seine Herrschaft weltweit sichern.

    Dazu ziehen sie alle Register: mediale Halb- und Fehlinformationen, Gesetze zum Schutz des Kapitals (Beispiel ISDS), Nutzung von Daten zur Ausspähung ihrer Gegner und sukzessive Ausschaltung selbiger.

    Nicht umsonst haben schon immer mehr Leute Angst vor persönlichen Nachteilen, wenn sie ihre Unterschrift auf Petitionen mit Angaben von Wohnort und email-Adresse versehen sollen.

  • Peter Boettel
    Antworten
    Nicht allein die Tatsache, dass Guaidó von den USA aufgepäppelt und von diesen zum Präsidenten gemacht wurde, sondern auch dass in der Folge Deutschland mit anderen europäischen Ländern im Kadavergehorsam zu den USA sich in die inneren Angelegenheiten Venezuelas eingemischt, ein Ultimatum gesetzt, und mit  den vor allem rechtsgerichteten Ländern Südamerikas den ebenfalls rechten Zögling Trumps anerkannt haben, schreit zum Himmel.

    Komisch, dass sich Frankreich im gleichen Atemzug gegenüber Italien eine Einmischung in seine Angelegenheiten verbeten hat.

    Vielleicht muss der deutsche Bundespräsident ebenfalls dem Bundestag die Person für das Kanzleramt vorschlagen, die ihm von den USA  aufgetragen wird. So erkennen wir, wie weit Deutschland nach der Besatzungszeit seine Souveränität erlangt hat, s. auch die Bestimmungen des Truppenstatuts.

    Das Kapital will nicht nur seine Herrschaft sichern, sondern es tut dies bereits. Nur scheinen dies unsere Politiker noch nicht bemerkt zu haben, oder sie wollen uns etwas vorgaukeln, wie die „Qualitätsmedien“ es ebenfalls zurzeit sehr einseitig praktizieren.

  • David
    Antworten
    nicht böse sein, aber die alternativ- nachrichten /medien,

    welche jetzt öfters über venezuela reden & schreibt,

    & wie z.b. klagemauer, sogar diese 2-3 (gefährlichen?) worten ausspricht,

    also, verfassung – gebende (oder, volks) versammlung, kurz, v.v. ,

    (wow, das war schwer. 🙂 ),

     

    sagen weiterhin, kein wort über die v.v. /volks – versammlung,

    welche in deutschland seit ca. 3-4 jahren läuft.

    das ist merkwürdig, aber teilweise verständlich.

    zumindest darf man in den forum-s, weiterhin dies erwähnen.

     

    ich bin jemand, der die ca. 30 + ausreden kennt, warum diese v.v. ,

    irgend-wie nicht rechtlich gültig oder blöd-sinn sein soll.

    darum möchte ich erwähne, die anti – v.v. – troll – arme,

    ist ähnlich wie die main-stream medien von heute,

    an lächerlichkeit & enttäuschung nicht zu übebieten.

     

    alles gute 🙂

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