Warum die Zeit für das bedingungslose Grundeinkommen reif ist

 In Politik (Inland), Wirtschaft

Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens befürworten repressive Maßnahmen, da ihrer Meinung nach der Mensch von Grund auf faul sei. Das sind zurechtgestutzte Interpretationen. System- und individuumbedingte Notwendigkeiten werden zugunsten der eigenen Perspektive ausgeblendet. (Quelle: Neue Debatte)
https://neue-debatte.com/2019/02/20/warum-die-zeit-fuer-das-bedingungslose-grundeinkommen-reif-ist/

Anzeige von 3 kommentaren
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    Wahlvieh
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    Eine materielle bedingungslose Sicherung, die den Freiheitsraum jedes einzelnen Menschen erweitert, wäre gleichbedeutend mit einer Aberkennung gesellschaftlicher Macht. Es würde eine Begegnung zwischen Machthabern und Machtdienern auf Augenhöhe hervorrufen, und das Machtgefälle sowie das tragende Signum selbst, also die Macht an sich, als identitätsstiftendes Momentum zerschlagen. Für all jene, die nichts außer ihrer Macht besitzen, wäre dies ihr Untergang.

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    Leistung muss sich lohnen!
    Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt
    (T)TIP(P): https://www.baunetz-architekten.de/atelier-brueckner/31491/projekt/171681
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    Wie war das nochmal bei…?

    Georg Schramm: Ist die Zeit der Hofnarren vorbei?

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    „Wir müssen uns der alten Feinde erwehren – Wirtschafts-und Finanzmonopole, Spekulation, rücksichtslose Banken, Kriegsgewinnler. Sie betrachten die Regierung schon als bloßes Anhängsel ihrer eigenen Geschäfte“

    Franklin D. Roosevelt, 1936,
    Präsident der USA 1933-45

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    Das bedingungslosen Grundeinkommens. Noch ein heiliger Grund für den steuerfinanzierten Großkonzern mit ihrer pädophilen und vergewaltigenden Elite der römisch katholische Kirche, gegen diese von ihr und der Wirtschaft ausgemachten Parasiten zu protestieren.

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    Welch Gottes Zorn muss nur getroffen
    den Mann,
    dem eine arme Kirche Traum sein Wunsch es war

    .

    Welch Gottes Zorn muss nur getroffen
    den Mann,
    des Lebens er der Dekadenten so tief erniedrigt
    so er den Armen dieser Welt die Füße wusch

    .

    Welch Gottes Zorn muss nur getroffen
    den Mann,
    so eines steuerfinanzierten Großkonzerns der Schmach
    der Würde ehrverletzend
    er mit einem allzu kleinem Vehikel so das Land befuhr

    .

    Welch Gottes Zorn muss nur getroffen
    den Mann,
    dem eine arme Kirche Traum sein Wunsch es war
    und doch so blind,
    so er nicht sieht, wie Arm die Kirche sie doch ist.

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    Welch Gottes Zorn muss nur getroffen
    den Mann,
    dessen Brüder trieb gesteuert
    so Kinderseelen sie gebrochen
    so Frauenseelen sie erstochen

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    So arm,
    so unendlich arm an Glaube
    und doch so Reich,
    so unendlich Reich an Dekadenz

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    Welch Gottes Zorn muss diesen Mann nur so getroffen haben?

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    Regimekritiker_Dracula
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    Den sachlichen Kritikern BGE werden Motive nach der Art „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ untergeschoben. Der Ökonom Heiner Flassbeck bezeichnete das bedingungslose Grundeinkommen schon 2013 als Irrweg (https://makroskop.eu/2013/10/das-bedingungslose-grundeinkommen-bge-ist-ein-irrweg/). Die Ideale einer solidarischen und gerechten Verteilung unserer Arbeit werden damit überhaupt nicht verworfen. Wir müssen doch nicht schon wieder einer unrealistischen, zum Scheitern verurteilten Vision (Garten EDEN, Kommunismus, Sozialismus) hinterher laufen. Lassen wir die Leute vom Fach doch umsetzbare Konzepte entwickeln (z.B. Heiner Flassbeck oder Sahra Wagenknecht „Reichtum ohne Gier„, …). Dieses vielbeschworene bedingungslose Grundeinkommen ist gut gemeint aber in unserer Situation doch nur der Partner von „Scheiße“. Die Zeit ist überreif für Alternativen zur herrschenden sozialdarwinistisch-neoliberalen Religion – packen wir es an! (aber mit Vernunft)
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    Volker
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    Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt für die Einführung eines existenzsichernden BGEs.

    Kommt darauf an, wie Existenzsicherung definiert und berechnet wird; als derzeitiges Existenzminimum (Hartz 4/Grundsicherung), oder als eine an der Realität orientierte Sicherung, die alle lebensnotwendigen Kosten abdeckt, ohne weitere Abhängkeit existenzaufstockender Lohnarbeit unter kapitalistisch-neoliberalen Bedingungen.

    Der gängigen Argumentation, dass ein BGE Freiraum sowie Unabhängikeit bedeutet (oder könnte), mit dem Hinweis darauf, ohne Systemzwänge frei darüber entscheiden zu dürfen, welcher Tätigkeit (individuell zugeschnitten?) man nachgehen möchte oder auch nicht, dazu noch in der Lage sei, Bedingungen zu stellen – dieser Argumentation kann ich nicht folgen.

    Ich wünsche mir kein BGE unter endgültigen Bedingungen für uns alle, welches wir nicht selbstbestimmen könnten, das uns schließlich in weitere Abhängigkeiten führen würde – bedingungslos.

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