„We are born to win.“

 in FEATURED, Friedenspolitik, Gesundheit/Psyche, Politik, Umwelt/Natur

Etwas Neues will durch uns auf die Welt kommen. Wir gehen gleichsam damit schwanger. Die jetzt lebenden Generationen wurden geboren, um an einer entscheidenden historischen Schwelle und unter großen Anfechtungen den Kräften des Heilsamen und Friedvollen zum Durchbruch zu verhelfen. Äußere Veränderungen beginnen stets im Inneren. Der Schatten des langen Zeitalters der Kriege, der Spaltung und des Patriarchats liegt kollektiv auf unseren Seelen. Aber auch die heilsame Information tragen wir tief in uns. Hier liegt der Keim zu einer lebensfördernden Kultur, die die alte lebensfeindliche ablösen wird. Dazu braucht es die umfassende Versöhnung zwischen den Nationen, Religionen und Geschlechtern. Und Orte, wo Pioniere das Neue ausprobieren und damit ihr Umfeld inspirieren können. Dieter Duhm

Ich nahm den von Extinction Rebellion im November ausgerufenen Hungerstreik zum Anlass, einige Gedanken aufzuschreiben, die wir brauchen, um durchzukommen. Zunächst einmal ein großer Dank an alle, die heute für das Leben, für Klimaschutz, für Natur, soziale Gerechtigkeit und Systemwechsel auf den Straßen sind, und ein großer Dank für die Aktivisten in aller Welt, die – oft unter Einsatz ihres Lebens – gegen das Unrecht aufstehen und Hilfe leisten, wo es sonst keine Hilfe mehr gibt. Ich denke dabei auch an Rojava und alle Kriegsgebiete der Erde, in denen eine neue Welt geboren werden will. Ich denke auch an die menschlichen Dramen, die sich in unseren eigenen Reihen und bei vielen anderen Freunden zugetragen haben. Die Welt befindet sich in einem Chaos, aus dem eine neue Ordnung hervorgehen will.

Ich bin Mitgründer des Projekts Tamera in Portugal, früherer Aktivist in der deutschen Studentenbewegung und seitdem mit der Frage einer neuen, humanen Gesamtkultur beschäftigt: Wie können Menschen außerhalb aller Ideologien und Religionen in Wahrheit, Liebe und Solidarität zusammenleben? Nach 50 aktiven Jahren in politischen Gruppen und Gemeinschaften (ich bin heute 77 Jahre alt) habe ich einige Dinge gelernt, die ich mitteilen möchte, damit die verschiedenen Bewegungen ihr gemeinsames Ziel finden und nicht immer wieder an den äußeren Mächten und an den inneren menschlichen Konflikten und Fraktionskämpfen zusammenbrechen. Dazu drei Vorbemerkungen, die auf realen Erfahrungen beruhen:

Die erste: Ja, es gibt ein gemeinsames Ziel, es ist eingebaut in die Natur des Menschen und in die innere Zielgestalt allen Lebens. Es wurde uns im Laufe einer mehrtausendjährigen Kriegsgeschichte entrissen – heute müssen wir es auf neuer Ebene wiederfinden.

Die zweite: Alles Äußere kommt aus einem Inneren. Die ökologische Umweltkrise und die menschliche Inweltkrise sind zwei Seiten desselben Gesamtproblems, sie können nur in dieser Gesamtschau verstanden und gelöst werden. Um zu verstehen, was im Äußeren passiert, müssen wir verstehen, was im Inneren einer Gruppe passiert. Das Drama der ganzen Menschheit hat seinen inneren Abdruck in den unterschwelligen Konflikten, die es auch in den besten Gruppen gibt: Konflikte um Sexualität, Liebe, Anerkennung oder Macht. – Die meisten politischen Bewegungen und Gemeinschaften der letzten Jahrzehnte sind nicht an äußeren Gegnern, sondern an diesen inneren menschlichen Konflikten gescheitert.

Die dritte: Das wesentliche Ziel ist nicht die Überwindung eines äußeren Gegners, sondern die Überwindung einer historischen Vergangenheit, die wir alle als traumatisches Erbe in uns tragen. Wir brauchen dafür eine Kraft, die stärker ist als die Vergangenheit. Die Kraft einer realen Utopie, welche die Menschheit zusammenführt und auf neue Weise mit der Natur verbindet. Diese Utopie ist kein bloßer Wunschtraum, sondern sie existiert real im inneren Bauplan des Lebens.

Eine heilende Kerninformation

Es gibt im Menschen einen inneren Kern, der durch keinen Krieg zerstört werden kann. Dieser Kern ist überall derselbe, er enthält eine heilende Information von besonderer Art. Jeder Mensch trägt diese Information in seinen Zellkernen, aber im Laufe der geschichtlichen Entwicklung wurde diese Information durch Verfolgung und Gewalt so deformiert, dass sie nicht mehr erkennbar war. Der Krieg der letzten Jahrtausende ging durch die Menschheit wie eine historische Walze, die fast alles niedergedrückt hat, was an den ursprünglichen Werten von Gemeinschaft, Wahrheit, Vertrauen und Heimat im Menschen angelegt war.

Wenn wir heute versuchen, diese Werte neu zu beleben und in kreative Entwicklungen zu übersetzen, dann erhalten wir ein neues Bild unserer anstehenden politischen und menschlichen Aufgaben. Die Kerninformation für die globale Heilung steht außerhalb aller bisherigen politischen oder ideologischen Systeme, sie enthält in sich eine intimste Verbindung der politischen Dimension mit einer erotisch-sexuellen Dimension und einer geistig-religiösen Dimension. Ich weiß natürlich, wie fatal und missverständlich solche Vokabeln in unserer Zeit klingen, als wollten sie ablenken von dem weltweiten Kampf, der heute für eine neue Erde geführt werden muss. Aber sie sind keine Ablenkung, sondern eine Hinlenkung. Alle erwachenden Menschen, die heute Verantwortung für ihre Gemeinschaft und das Schicksal aller Mitgeschöpfe übernehmen wollen, kommen an dieser Neuorientierung im Inneren des globalen Herzens nicht mehr vorbei.

Die andere Realität

Eine globale Friedensbewegung braucht einen Systemwechsel, welcher diese drei Dimensionen umfasst. Wir brauchen einen Systemwechsel im politischen, sexuellen und religiösen Denken, denn in allen drei Bereichen wirkt dieselbe Kraft, die überall auf die je spezifische Weise verfälscht, verfolgt und verdrängt worden ist. Ich kann sie nicht bei irgendeinem Namen nennen, denn Namen hatte sie schon genug. Allein unter dem Namen von Gott wurde so fürchterlich viel Unheil angerichtet, dass es schwer ist, diese alten Vokabeln noch einmal zu benutzen. Und doch existiert über allem Elend der Erde eine andere Realität, die immer und überall auf Einheit, Liebe und Heilung gerichtet ist. Jede sogenannte „Wunderheilung“ ist ein Hinweis in dieser Richtung. Es mag beinahe zynisch klingen, im Zeitalter der globalen Zerstörung von einer „frohen Botschaft“ zu sprechen. Und doch existiert sie – für Gläubige wie für Atheisten – als objektive Realität im Bauplan der Schöpfung. Wir nennen sie in Tamera die „Heilige Matrix“.

Die neue Zivilisation erhebt sich auf der Grundlage dieser anderen Realität. DAS ist der Systemwechsel, vor dem wir heute stehen. Infolge meiner langen Arbeit in Gemeinschaften weiß ich heute, dass der politökonomische und ökologische Systemwechsel, den die Menschheit braucht, nur gelingen kann, wenn innerlich die Weichen neu gestellt werden: Systemwechsel in der Liebe. Systemwechsel in unseren Beziehungen zu Tieren und allen Mitgeschöpfen, Systemwechsel in der „Religion“ im Sinne einer Wiedereingliederung in das größere Ganze. Und ein Systemwechsel im Denken: Wie können wir die Welt tatsächlich und für immer verändern?

Manifestation durch geistige Kräfte

Haben wir akzeptiert, dass die materielle Welt durch geistige (spirituelle) Kräfte gestaltet und verändert wird? Das gilt für unseren individuellen Körper wie für den Körper der ganzen Menschheit. Wissen wir, dass sich in jeder wirklichen Liebeserfahrung die molekularen Strukturen unserer Gehirne und Zellkerne verändern? Können wir erkennen, dass sich die konkrete Utopie dann im Lebenskörper der Erde ausbreiten wird, wenn sie von den ersten Gruppen erkannt und „gesehen“ wird? Hier gibt es ein Sehen, eine „Vision“, die nichts mit Wunschphantasien zu tun hat, sondern mit unserer Zugehörigkeit zu einer Weltordnung, in deren Zentrum nicht der Krieg, sondern die Liebe steht. Im Bauplan des Lebens ist eine Struktur für Mensch und Natur vorgesehen, die wir als Teilnehmer und Zeugen empfangen und erkennen können. Da ist ein unmittelbarer Zusammenhang von Vision und Manifestation. Nichts Neues kann verwirklicht werden, wenn es nicht vorher „gesehen“ worden ist. Irgendwie hatte Albert Einstein dasselbe gemeint, als er sagte: Was gedacht werden kann, kann auch getan werden.

Das menschliche Thema

Die andere Realität umfasst auch ein anderes Verhältnis der Geschlechter und eine neue Schau auf die Themen von Sexualität, Liebe und Partnerschaft. Die neue Kultur erwächst aus einer neuen Zusammengehörigkeit der beiden Hälften des Menschen, Mann und Frau, denn aus ihrer Vereinigung ist die ganze Menschenwelt hervorgegangen. (Welche Form von sexueller Identität ein Mensch wählt, ist davon unberührt und wird in diesem Text nicht behandelt.) Ich verweise hier auf das Buch „Und sie erkannten sich“, das Sabine Lichtenfels und ich zusammen geschrieben haben (Verlag Meiga, 2018). Alle Menschen sehnen sich nach Liebe, Vertrauen und Heimat. Alle suchen Heimat unter Menschen und Heimat in der Welt. Die meisten Menschen leiden an Liebeskummer und innerer Heimatlosigkeit. Heimat! Man wagt kaum, dieses Wort in den Mund zu nehmen in einer Zeit, in der alles, was einmal wahr war, faschistisch gedreht und instrumentalisiert wurde. Es ist eigentlich für alle Menschen dieselbe Heimat. Was manche von uns vielleicht als Kind bei liebevollen Eltern erlebt haben, war ein Urbegriff von Heimat. Und was wir in der ersten Verliebtheit erlebt haben, – so kindlich es auch gewesen sein mag – es war ein Inbegriff von Liebe und Glück. Wer es kennt, kennt es für immer. Aber wenn die Lebensumstände an diesem Glück vorbeilaufen, entstehen Unglück und Verzweiflung bis zu Gewalt und Krieg. 5,3 Millionen Menschen in Deutschland sind depressiv. Die Pharmaindustrie profitiert davon, angeblich ist sie inzwischen größer als die Rüstungsindustrie. Depression und Gewalt kommen aus unerfüllter Sehnsucht nach Liebe und Heimat. Das sind elementarste menschliche Wahrheiten.

Wir müssen aber begreifen, worum es eigentlich geht, wenn von Liebe und Heimat die Rede ist. Das sind keine kitschigen Vokabeln, sondern revolutionäre Kernbegriffe einer neuen Lebensform. Angstfreie Heimat unter Menschen, Heimat in der Natur und Heimat in der Welt. Die moderne Revolution besteht darin, diese Kernbegriffe zu erkennen, anzunehmen und in neuen Formen des Zusammenlebens zu verwirklichen. Dafür braucht sie den Blick auf die innere Kraft eines tiefen Vertrauens, welches alle zusammenhält. In diesem Blick gibt es keine Feindschaft, keine Angst und Gewalt. Hier wirkt tatsächlich eine „Kraft, die stärker ist als alle Gewalt.“ In diesem Blick öffnet sich ein Vorhang, wir erkennen eine konkrete Utopie, die Realutopie der kommenden, nachkapitalistischen und nachapokalyptischen Welt. Dieser Systemwechsel ist eine geistige Transformation, eine Neugeburt des Lebens unter einem globalen Netzwerk von Vertrauen, Solidarität und Zusammenarbeit. Ja, es geht um eine Neugeburt, die Welt ist schwanger, und wir sind es mit ihr.

Vor 50 Jahren sind wir auf die Straßen gegangen gegen den Vietnamkrieg, gegen die Diktatur im damaligen Persien, gegen die Notstandsgesetze und die Bildzeitung und das ganze kapitalistische System – und wir sind gescheitert an inneren Konflikten, für deren Lösung es keinerlei Vorstellungen gab. Der große Zusammenhalt in der äußeren Bewegung war nach wenigen Jahren zerbrochen. Wir kannten nicht das menschliche Fundament: die Einbettung unseres Lebens und aller unserer Beziehungen in das Größere, das alles umfasst und das wir heute meinen mit dem Losungswort „Defend the Sacred“ und „Terra Nova“.

Wir brauchen den Mut zum Widerstand, wir brauchen die öffentlichen Aktionen und die Kraft starker Bewegungen. Wir müssen aber wissen, dass die inneren, menschlichen Themen nicht durch politische Demonstrationen gelöst werden können, sondern nur durch die Wahrnehmung und Transformation unserer „eigenen Probleme“, die in Wirklichkeit gar nicht nur unsere eigenen sind. Das alltägliche Drama in der Liebe ist keine private Angelegenheit, denn es ist das historische Drama der ganzen Menschheit. Unsere Einsamkeit ist kein privates Schicksal, denn wir kommen aus einer Geschichte, die uns voneinander getrennt hat und die uns abgeschnitten hat von den unermesslichen Potentialen, die das Universum uns auf den Weg gegeben hatte. Wir waren eingespannt in einen Kokon aus Angst, Misstrauen und Wut, Protest und Ohnmacht – und haben dabei vergessen, wer wir wirklich sind. Heute, unter dem Druck apokalyptischer Verhältnisse, erwachen Millionen Menschen aus der kollektiven Hypnose und suchen einen Ausweg aus dem Labyrinth.

Möge sich aus den gegenwärtigen Bewegungen ein gemeinsamer Blick auf das Ziel richten, für das wir alle unterwegs sind. Dieses Ziel ist keine Illusion, es existiert so real in der Menschheit wie der Schmetterling in einer Raupe. Satprem hat es in seiner machtvollen Sprache so formuliert: „Diese kolossale, unzählige, unerschöpfliche Energie, diese Bewusstseinskraft, die ungeheure Harmonie, von der wir uns abgeschnitten und in einem kleinen egoistischen Körper verbarrikadiert haben, eingeschlossen in ein Beben der Begierde und des Schmerzes, wird ungehindert durch uns fließen, denn unser Selbst wird das Selbst der Welt geworden sein und unser Körper das Symbol des großen Körpers der Erde. (Aus dem Buch: Satprem, Der Sonnenweg. Schlüssel zur bewussten Evolution, S. 204)

Heilungsbiotope: Resonanz mit der kosmischen Ordnung

Wir sind nicht nur das Produkt unserer Geschichte, sondern wir sind Agenten der Evolution. Indem wir Zeuge des Geschehens in der Welt und in uns selber werden, erheben wir uns aus der kollektiven Hypnose und holen die Kräfte in uns zurück, die wir für den Systemwechsel brauchen. Wenn es irgendwo gelingt, kann es überall gelingen, denn alle Menschen sind genetisch an die Lebensordnung der Heiligen Matrix angeschlossen.

Die großen Bewegungen unserer Zeit brauchen reale Modelle der Verwirklichung, konkrete Zellen im Wachstum der planetarischen Gemeinschaft, Heilungsbiotope für die strukturelle Heilung von Mensch und Natur. Heilungsbiotope sind dezentrale Lebensmodelle, wo die kosmische und die irdische Lebensordnung miteinander verbunden sind. Die Strukturen der irdisch-gesellschaftlichen Ordnung stehen dann in Resonanz mit den universellen Kräften der Heiligen Matrix. In dieser Resonanz liegt die reale Kraft der Heilung und die Vollmacht, welche die Welt verändert. Diese Kraft lebt latent in allen Menschen, denn die Heilige Matrix hat einen ethischen Abdruck tief in der Seele des Menschen. Die Gesetze dieser Ethik sind Grundgesetze des Lebens und der Liebe, sie gelten überall. Heilungsbiotope sind Gemeinschaften, die im Umgang miteinander und mit allen Mitgeschöpfen diesen ethischen Gesetzen folgen und sie in realer Lebenspraxis manifestieren.

Eine Menschheit, die in der Lage ist, einen Computer fast punktgenau auf einen Kometen zu setzen oder ernsthaft die Reise zum Mars zu planen, ist auch in der Lage, ihre Lebensbedingungen auf der Erde neu zu ordnen. Wir stehen vor einer neuen Stufe der Evolution.

Es gibt nur ein Sein

Es gibt nur Ein Sein. Dieser Satz aus der kosmischen Bibliothek gehört ins Basislager aller Friedensgruppen auf der Erde. Es ist dasselbe Sein und dasselbe Bewusstsein, welches einen Wurm oder einen Menschen, ein Molekül oder eine Galaxie durchpulst. Es ist der Geist, mit dem die Menschheit aller Kulturen ihre Andachten feiert und der kleine Fisch auf dem Meeresboden sein Mandala malt. Es ist dieselbe orgonotische Lebensenergie, welche die Säfte in unseren Leibern, die Strömungen der Gewässer und die Kräfte des Wetters lenkt. Es ist dieselbe gestaute Energie, welche hier wie dort die Eruptionen der Gewalt hervorbringt. Wenn wir erkennen, wie tief alle unsere Bewegungen, unsere Hoffnungen und Kämpfe, unsere Gedanken und Willenskräfte miteinander verbunden sind, wenn wir untereinander fest verbunden sind in dem menschlichen und politischen Ziel einer neuen globalen Allianz, dann kann keine Armee der Welt diese Bewegung mehr aufhalten.

Wenn eine neu geschaffene Lebensordnung auf der Erde in Resonanz steht mit den Kräften und Informationen der kosmischen Ordnung (Heilige Matrix), dann entsteht ein Welteffekt. Im Augenblick der „spirituellen Singularität“, wo tatsächlich Menschenordnung und Weltordnung zur Übereinstimmung gebracht worden sind, entsteht für die ganze Erde ein neues morphogenetisches Feld, denn alle Wesen sind mit dieser Ordnung verbunden. Im Organismus des Lebens laufen dann dieselben Prozesse ab wie bei den sogenannten „Wunderheilungen“. Es sind hier wie dort spirituelle Naturgesetze, welche die Heilung, die individuelle wie die globale, bewirken. In gewisser Weise können wir das Geheimnis der Wunderheilung auf die ganze Erde übertragen, denn wenn die Strukturen der Heiligen Matrix in den ersten Gruppen auf der Erde real verwirklicht sind, entsteht infolge unseres globalen Zusammenhangs ein globales Feld, eine unaufhaltsame Kettenreaktion ähnlicher Zentren, bis es zu einer Umschaltung im globalen Gesamtkörper kommt. Das ist eine Globalisierung von neuer Art.

Zum Schluss ein Ruf in den Nordosten Syriens: Liebe Freunde in Rojava, wir stehen in tiefer Solidarität zu eurer Vision und Arbeit. Wir danken euch für den kulturellen Aufbau, den ihr in den letzten Jahren geleistet habt, für eure Standhaftigkeit und euren Dienst an der Welt, den ihr durch euer Beispiel gegeben habt. Hier ist ein Licht entstanden, das nicht mehr erlöschen kann. Wir machen hier, in Tamera und anderen Gemeinschaften, dieselbe Arbeit wie überall auf der Erde, wo Frauen und Männer aufgestanden sind für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten. Im Namen der Liebe für alle, die jetzt mithelfen. Im Namen der Liebe für eure und unsere Kinder, im Namen aller Kreatur!

Danke, Amen, Venceremos.

Showing 8 comments
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    Günter Merkel
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    Vielen Dank für diesen starken Text aus der Hand eines Mannes. Mein Dank gilt allen, die Heilung ermöglichen. Und vielen Dank für die Schaffung von Orten, die den Raum für Heilung geben.
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    Helena
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    Danke für die Klarsicht und Liebe und für Tamera und alle Friedensarbeiter und ja ein klarer Text wunderbar formuliert <3
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    Bobby Langer
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    Ein großartiger Text, in dem Dieter Duhm in wenigen Worten (obwohl der Artikel nicht grade kurz ist) alles zusammenfasst, was gerade ansteht. Es liest sich beinahe wie eine Zusammenfassung seines höchst empfehlenswerten Buches „Die heilige Matrix“.
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    Monopoli
    Antworten
    Das Gefühl einen solche Text zu lesen ist großartig, soll ja auch, den sich großartig fühlen ist die, ist  DIE  SUCHT,  in dieser größenwahnsinnigen Zeit.

    Die rot-grüne, auch christliche Unterschicht schaut aus ganz anderer Perspektive, nämlich von  UNTEN. Und sollten dort unten noch Plätze der Heilung zu finden sein, wird die Agenda auch in Zukunft sagen, dieser Platz ist unangemessen, zielführende selbst-bereichernde politische Meinungshoheit. Wer zur Solidargemeinschaft gehört bestimmen Landrat und Bürgermeister, großartig.

    Von großartigen Süchtigen erwarte ich keine Heilung, ganz im Gegenteil.

    Lustig, wie so eine Veränderung der Perspektive neue Erkenntnisse bringt, bringen kann, wenn`s denn genehm ist.

     

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    ert_ertrus
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    heike
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    Das Gute gewinnt wenn man für das Gute eintritt, Gutes tut. Das kann jeder in seinem Rahmen machen. Anders geht es nicht. Und wenn das genug Menschen machen und sich neben ihren eigenen Problemen auch die der anderen Menschen anschauen, diese in die Gesellschaft tragen und nach Lösungen suchen, dann muss es einfach besser werden, Welche Alternative dazu hätten wir denn? Kriege verhindern, indem wir alle Militärbasen in die Luft sprengen? Armut verhindern, indem wir die Banken oder Villen der Reichen in die Luft sprengen? Und wo beginnt Reichtum? Ab welchem Vermögen muss man sich rechtfertigen?

    Leute, die ein gesichertes Einkommen haben, haben die Möglichkeit, andere finanziell zu unterstützen und sie können diese Projekte wählen – viele tun das bereits. Ich weiß nicht, wie es ert_ertrus gesundheitlich und finanziell geht und es gibt Zeiten, in denen sieht man vielleicht wirklich keine Zukunft mehr. Aber worum es dem Autor des Artikels geht ist, dass die Menschlichkeit, dass die Herzen gewinnen werden.

    Und das glaube ich auch.

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    heike
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    Ich frage mich auch, was einem Menschen passiert sein muss, damit er einen Krieg befiehlt, auf einen Krieg hinarbeitet. Mich würde der Lebenslauf solcher Menschen interessieren. Und ich würde auch gern wissen, welche Personen ganz konkret heute die Kriegstreiber sind.

    Man muss den Antrieb dieses Systems verstehen, welches meint, ohne Kriege nicht auszukommen. Mit Krieg sichern sich manche Profit, Ressourcen und politischen Einfuss – das Kriegsgewinnerland profitiert von den Unterlegenen, beutet sie aus.

    Seit längerem lebt die USA auf Kosten der anderen Länder, jetzt will die Türkei offenbar das Gleiche tun.

    Deutschland und Europa sollten sich von den Amerikanern emanzipieren ohne eine neue „Front“ zu eröffnen, also ohne zu Russland oder China „überzuwechseln“ – ich glaube, dass dieser Versuch stattfindet.

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    Michaela
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    Wunderbar ?

    Korrigieren möchte ich nur unbedingt „wir brauchen den Mut zum Widerstand“ zu „wir brauchen den Mut zum AUF-stand“.

    Danke ✨

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