Wie aus Geldern für Flüchtlinge Spenden für die AfD wurden

 in Politik (Inland)

Es ist eine Geschichte, die in ihrer ganzen Groteske typisch für das heutige Deutschland ist. Björn Höckes thüringischer AfD-Landesverband bekommt eine stolze Spende in Höhe von 100.000 Euro. Der Spender heißt Christian Krawinkel und wird von den Medien wahlweise als Vermögensverwalter, Bau- oder Immobilienunternehmer beschrieben. Vergessen wird dabei, dass Krawinkels aufsehenerregendster Deal wohl die Vermietung einer Industrieruine an die Stadt Berlin war. Es ging um die Unterbringung von Flüchtlingen. Doch Flüchtlinge zogen nie in das Objekt ein. Dennoch kassierten Krawinkel und seine Partner in düsteren Steueroasen Millionen Euro Steuergelder. Über Umwege sind diese eigentlich für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehenen Steuergelder jetzt die Mittel, die Höckes kommende Wahlkämpfe finanzieren. (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=58427

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    Roswitha Halverscheid
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    Die Grotesken, die sich in der Flüchtlingshilfe abspielten und womöglich immer noch abspielen, können unter dem Motto “ Der Zweck heiligt die Mittel“ subsumiert werden. Natürlich ist Helfen immer besser als Nichtstun, so gesehen ist jeder Bauherr und Wohnungsvermieter, der Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellt, ein an sich guter Mensch. Und jede Kommune oder Stadt, die Gelder üppig und manchmal allzu unkontrolliert fließen lässt, tut doch nur Gutes.

    Dass im Zuge dieser Wohltaten ein kritisch beobachtender oder ob der Naivität von Kommunen und ob der schamlosen Ausnutzung des Systems entsetzter Flüchtlingshelfer zum Verhör ins Polizeipräsidium geladen und von der Staatsanwaltschaft eines „Besseren“ belehrt wird, ist allerdings grotesk.

    Wie zitierte Prantl vor Jahren in der Süddeutschen Zeitung: „Es gibt nichts Gutes außer man tut es.“ Über der richtigen Entscheidung, Flüchtlingen Asyl zu gewähren und unseren Wohlstand mit jenen zu teilen, die verfolgt, vom Krieg bedroht oder Jahrzehnte lang von uns ausgebeutet wurden, ist vergessen worden, dass das Geschäft mit den Asylsuchenden und Flüchtlingen ein sehr lukratives, häufig schmutziges Geschäft ist.

    Dass die kapitalistische Gier inzwischen auch den ein oder anderen seit Jahren in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund gepackt haben könnte und dazu verleitet, in diesem einträglichen Geschäft mitzumischen, muss der Fairness halber ebenso erwähnt werden: Manche, die schon lange hier sind, Deutsch sprechen, das Vertrauen der Neuankömmlinge schnell gewinnen, „helfen“ mit ihrem Insiderwissen und verdienen sich dabei eine goldene Nase.

    Aber anders als bei Krawinkel ziehen tatsächlich Flüchtlinge irgendwo ein, insofern also doch nicht ganz so grotesk, oder?

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