Corona: Die große Erschöpfung

 in FEATURED, Gesundheit/Psyche, Politik (Inland), Roland Rottenfußer

Politik und Medien erklären den Ausnahmezustand zur „neuen Normalität“ und setzen auf die Gewöhnung an den totalitären Wahn. Die Warner haben mit ihren Analysen der vergangenen Monate recht behalten. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er auch recht bekommen. Während sich immer stärker die Umrisse eines Betrugsmanövers, einer manipulativen Angstkampagne oh­ne­glei­chen abzeichnen; während auch die psychosozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen durch die „Corona-Eindämmungsmaßnahmen“ zunehmend drastisch zutage treten, pflegen die erstarrten Exponenten der alten Welt ihre Machtrituale. Im Abwehrkampf gegen lästige Wahrheiten haben auch die Massenmedien den Tonfall gegenüber Abweichlern verschärft. Roland Rottenfußer

Fast jeder spürt sie in diesen Tagen: die große Erschöpfung. Wir sind es müde, auf allen Kanälen ungefragt über die neuesten Untaten „des Virus“ unterrichtet zu werden; müde, Corona andauernd unsere Reverenz erweisen zu müssen; müde, über Corona-Regeln belehrt zu werden; müde, beim Betreten jedes Geschäfts, jeder Tankstelle, jeder Stadtbücherei und jedes Regionalzugs schon durch den Anblick der Maskierten darauf gestoßen zu werden, dass jetzt „alles ganz anders“ ist — schlimmer und unfreier. Müde vielleicht auch der Warnungen von „Corona-Skeptikern“, wonach eine Diktatur, der Impfzwang und eine große Rezession drohen — müde selbst dann, wenn wir ahnen, dass diese Gefahren durchaus real sind.

Dabei sind Menschen, die eine kritische Haltung zu den Corona-Maßnahmen einnehmen, noch im Vorteil. Sie können ihre Energie auf ein Ziel bündeln. Für alle anderen ist dies auch eine Zeit innerer Kämpfe. Zerrissen zwischen mindestens zwei Seelenregungen — dem Wunsch, den Erzählungen der Herrschenden doch ein bisschen glauben zu können, und dem Antrieb, sich einem drohenden Gesundheitstotalitarismus entgegenzustellen — fühlen sich manche selbst dann erschöpft, wenn sie äußerlich betrachtet weniger zu tun haben als „vor Corona“.

Ermüdend vor allem ist auch die Auseinandersetzung mit „Corona-Andersgläubigen“, denen man überall begegnen kann: selbst im engsten Freundes- und Kollegenkreis und in der Familie. Jede Begegnung mit einem alten Bekannten wird bereits zur Zitterpartie, weil man nie weiß, ob die betreffende Person nicht von massiver Medienpropaganda der Art „Christian-Drosten-Corona-Update“ umgedreht wurde — über Nacht verwandelt in einen konformen, freiheitsvergessenen Menschen, der einem im Grunde fremd geworden ist.

Wer sich selbst nach drei Monaten dieses organisierten Wahnsinns psychisch noch halbwegs stabil fühlt, wird genug damit zu tun haben, sich die desaströsen Corona-Geschichten seiner Mitmenschen anzuhören, zu trösten, zu helfen und mitzuleiden:

Die Geschichte der alleinerziehenden Mutter, die komplett überfordert ist, weil ihr der Staat ihr Kind zur monatelangen Ganztagsbetreuung vor die Tür gekarrt hat — Schule geschlossen. Die psychische Belastung durch völlig desorientierte, demente alte Menschen, die in ihren Zimmern eingeschlossen wurden und denen man am Telefon jedes Mal neu erklären muss, dass man nicht kommen kann, weil man nicht kommen „darf“. Die befreundeten kleinen Ladeninhaber und auftretenden Künstler, denen ihre ganze Existenz wegzubrechen droht, für die ein lapidares „zu frühe Lockerungen wären fahrlässig“ aus dem Mund ihrer Kanzlerin das berufliche Todesurteil bedeuten kann. Die Einsamen, ohnehin zur Depression und zur Angststörung Neigenden, deren mühsam im Zaum gehaltenen Symptome angetriggert werden und wieder ausbrechen.

Schließlich ein Phänomen, das ich „Diktatur-Depression“ genannt habe: das Gefühl ohnmächtiger Wut und fast vollständiger Machtlosigkeit; der Eindruck, sich innerlich halb abgestorben unter Fremden in einem fremden Land zu bewegen; das Gefühl, dass einem fast alles Liebgewordene unter den Händen zerrinnt und sich das Gift der Despotie selbst in die kleinste alltägliche Verrichtung geschlichen hat.

Wir dürfen uns nichts vormachen: Wir leiden — fast alle. Und wir sollten uns nicht mehr scheuen, die Zusammenhänge zu erkennen und die Täter zu benennen.

Diese Regierung hat Millionen von Menschen aus nichtigem Anlass psychisch schwer misshandelt. Sie hat Millionen von Menschen gedemütigt und ihrer Rechte beraubt. Die meisten wollen dieser Tatsache nur deshalb nicht klar ins Auge schauen, weil sie sich verzweifelt einreden, dass die „Eindämmungsmaßnahmen“ der Regierung vielleicht doch auch ein bisschen notwendig gewesen sein könnten; dass all das einen Sinn ergibt: den Schutz von Leben; und dass sie selbst als Helden einer großen nationalen Kraftanstrengung aus dieser Krise hervorgehen werden.

Sich einzugestehen, dass dem nicht so ist, dass man auf beispiellose Weise betrogen worden ist, dass das ganze Leid umsonst war, dass man durch Duldung gar zum Mitgestalter der rapiden Verwandlung unserer Realität in ein beklemmend-dystopisches Zerrbild von „Demokratie“ geworden ist — dies kann sehr schmerzhaft sein, zu schmerzhaft für viele. Daher halten sie sich an den narrativen Konstruktionen der Mächtigen fest wie an einer Holzplanke, um nicht mit dem Strudel des sinkenden Schiffs Freiheit nach unten gezogen zu werden. Corona-Opportunismus schützt vor schmerzlicher Selbsterkenntnis, schützt auch vor den Mühen und Gefahren des Kampfes gegen einen übermächtig erscheinenden Gegner.

Die meisten kämpfen auch jetzt noch nicht. Und viele Linke investieren ihre verbleibenden Kräfte, um Widerstand gegen die ohnehin viel zu wenigen Widerständigen zu leisten, indem sie innerhalb der Protestbewegung gegen die Corona-Maßnahmen dunkle Gestalten auszumachen meinen: „Impfgegner, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Rechtsradikale…“

So simpel die Diffamierungsmuster der Gegner auch sein mögen — bei vielen Menschen haben sie verfangen. Auch weil tatsächlich nicht wenige Menschen mit AfD-Mentalität auf den Zug der anfangs anschwellenden Proteste aufgesprungen sind und deren ursprüngliche Absichten — die Bewahrung der Grundrechte — in ihrem xenophoben Sinn umgefärbt haben.

Vielleicht haben manche Protestler den Fehler mangelnder Abgrenzung gegenüber „rechten“ und definitiv zu wirren Theorien begangen. Aber auch viele Linke haben sich vorschnell und zu radikal von den Protesten distanziert, haben einen Teil (rechte Mitläufer) für das Ganze genommen und sich auf die sichere Seite einer vermeintlich gemäßigten „Mitte“ geflüchtet. Ein „Antifaschismus“, der sich seine Feinde tragischerweise ausgerechnet bei den aktiven Gegnern des grassierenden Gesundheitstotalitarismus und der Zerstörung unserer Grundrechte sucht.

Dies geschieht in den allermeisten Fällen, ohne eine echte Alternative anzubieten — also zum Beispiel linke Proteste unter Ausschluss fragwürdiger Trittbrettfahrer zu organisieren. Die Linke hat durch ihr Versagen in der Corona-Krise viele, die aus gutem Grund nicht nach rechts wandern wollen, in die politische Heimatlosigkeit verjagt. Wohin all diese desorientierten, verstörten Menschen — denen zugleich schwere seelische und finanzielle Misshandlung widerfahren ist — in der Phase „nach Corona“ driften werden, bleibt abzuwarten.

Der gegenwärtige Akt des großen Corona-Dramas — die Phase „vorsichtiger Lockerungen“ — ist also durch dreierlei Entwicklungen gekennzeichnet:

  1. Viele Menschen haben sich an die „neue Normalität“ mittlerweile gewöhnt und sind zu routinierten Mitspielern bei der Entrechtung der Bürger — auch ihrer eigenen — geworden. Sie freuen sich auf jede kleine Erleichterung, die ihnen von oben gnädigerweise, jedoch fein dosiert, gewährt wird. Die Tatsache, dass sie jetzt wieder relativ viel von ihrem alten Leben realisieren können — sie quasi mit Atemmaske wieder zur Atemtherapie gehen dürfen —, hat ihrem Widerstandsgeist jedoch den Wind aus den Segeln genommen. Die Lage jetzt ist ja „erträglich“. Gefürchtet wird allenfalls eine „zweite Corona-Welle“, die von den Scharfmachern um Christian Drosten dienstbeflissen an die Wand gemalt wird. Geradezu herbeigesehnt wird die Massenimpfung — die Pharmaindustrie arbeitet „mit Hochdruck“ daran —, die ein neues säkulares messianisches Zeitalter einläuten soll. Dann wäre „wieder alles im Griff auf dem sinkenden Schiff“. Man müsste nur noch der wenigen unverantwortlichen „Impfverweigerer“ Herr werden.
  2. Gleichzeitig werden die Negativfolgen der „Eindämmungsmaßnahmen“ — privat wie kollektiv — immer deutlicher. Ein Wegschauen wird schwieriger, ein Beschönigen durch die Betreiber medialer Gehirnwaschanlagen auch. Denn die Menschen leiden. Sie sehen zum großen Teil nur die Zusammenhänge nicht. Oder sind — wenn sie sie ahnen — nicht bereit zu kämpfen. Denn Kämpfen ist immer schwer. Die Peiniger zu idealisieren und anzunehmen, sie hätten das alles nur „gut gemeint“, erspart die schwierige und angstbesetzte Aufgabe, sich mutig verhalten zu müssen.
  3. Öffentlich Widerstand zu leisten oder zum Widerstand aufzufordern, ist in vieler Hinsicht schwerer geworden als in der ersten Phase nach dem Corona-Schock. Der Gegenschlag des Corona-Establishments war geschickt und wirkungsvoll, man denke etwa an den pauschal-pejorativen Gebrauch des Worts „Verschwörungstheorie“, der in den vergangenen Wochen auf allen Kanälen unaufhörlich in die Köpfe geprügelt wurde. Manche, die begonnen haben zu verstehen und die bereit gewesen wären, zu kämpfen, haben sich wieder zurückgezogen — schlicht aus Angst, der zu befürchtende Gegenwind könne ihnen die berufliche und soziale Existenz kosten. Man muss also Mut haben und in der Kritikerszene über ein stabiles Unterstützerumfeld verfügen, um jetzt weiter zu kämpfen. Und dies trifft leider nicht für alle zu.

Zusammen mit der grassierenden „Corona-Müdigkeit“ ergibt sich daraus eine schwierige Gemengelage. Verständlicherweise wollen viele Menschen jetzt einfach so wenig wie möglich von Corona hören. Sie sind „wegen Corona“ müde, sind aber auch speziell der endlosen Corona-Debatten überdrüssig. Diese Entwicklung hilft leider jenen Kräften, die offenbar nicht müde werden, die Verwandlung unserer ohnehin alles andere als perfekten Demokratie in einen autoritären Überwachungsstaat — gestützt auf soziale Kontrolle und gesundheitsbezogenen Tugendterror — mit aller Macht voranzutreiben.

Während der Zulauf zu den Demonstrationen rückläufig ist und die Angst davor grassiert, zu den Buhfrauen und Buhmännern der „rechten Verschwörungsszene“ gerechnet zu werden, arbeiten einflussreiche Kräfte an der Perpetuierung der jetzt eingeübten diktatorischen Maßnahmen, an der Bargeldabschaffung, an einem politisch motivierten Digitalisierungsamoklauf und an einer weitgehenden „Durchimpfung“ der Bevölkerung.

Mindestens auf eine „On-Off-Diktatur“ haben wir uns einzustellen, also auf das Damoklesschwert von „Shutdown“-Maßnahmen, die jederzeit wieder aktiviert werden können, wenn das Auftauchen bekannter oder unbekannter Viren dies nahelegt. Und es muss sich dabei — wie gesehen — keinesfalls um eine reale Gefahr handeln.

Es ist zwar nicht eindeutig beweisebar, wird jedoch wird jedoch durch Recherchen von „Corona-Skeptikern“ sehr nahegelegt: Es gibt eine Agenda hinter den Kulissen, und diese wird international vorangetrieben. Mindestens zwei Branchen profitieren massiv von diesen Vorgängen: Die Pharmaindustrie, die in der Pandemie-Panik die historische Chance auf eine unabsehbare Erweiterung ihres Geschäftsfelds sieht — den erzwungenen Zugriff auf die Körper von Millionen gesunden Menschen — und die IT-Industrie, die die Ausweitung ihrer Marktmacht im Verein mit einem ausgeklügelten System der Überwachung, Kontrolle und Verhaltenssteuerung im Schatten der Corona-Hysterie vorantreiben will.

Schließlich kommt die derzeitige Dynamik auch den Wünschen vieler Regierenden entgegen, staatliche Machtbefugnisse auf Kosten der Bürgerrechte Schritt für Schritt weiter ausdehnen, demokratische Reststrukturen wie ein lästiges Korsett abstreifen und im Sinne von Eliteinteressen auf der Weltbühne wie befreit aufspielen zu können.

An diesen Vorgängen ist so viel faul, dass den Tätern — um ihre Machenschaften zu verschleiern — nichts Besseres einfiel, als das Wort „Verschwörungstheorie“ selbst mittels einer massiven Kampagne zu dämonisieren. Das ist teilweise gelungen. Und dies obwohl selbst der Dümmste einsehen müsste, dass zwar die Theorie einer „jüdischen Weltverschwörung“ falsch, perfide und gefährlich ist, dass damit aber über den Wahrheitsgehalt anderer „Verschwörungstheorien“ nichts, aber auch gar nichts ausgesagt ist: dass es also durchaus Hintergrundabsprachen zwischen Mächtigen zum Schaden der Bevölkerungsmehrheit geben kann, immer gegeben hat und immer geben wird; dass der Versuch der Aufdeckung solcher Absprachen somit als ein Akt der Bürgerselbstverteidigung legitim bleibt.

Mag auch mancher dieser „Theoretiker“ mal daneben langen oder mangels verfügbarer Hintergrundinformationen notgedrungen lückenhaft arbeiten, was zählt, ist die humane und emanzipatorische Absicht dahinter. Dies schließt gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit — zum Beispiel die Theorie eines beabsichtigten „Bevölkerungsaustauschs“ — aus, libertäre Aufklärungsarbeit, die immer gegen die unangemessene Selbstaufblähung von Machtapparaten gerichtet ist, jedoch ausdrücklich mit ein.

Wir haben uns auf einen harten, langen und zähen Kampf einzustellen, auch auf eine Reihe von Rückschlägen aufgrund der geschickten Vorgehensweise des „Gegners“: endlose und sinnlose Verlängerungen von „Maßnahmen“ wie die der demütigenden Maskenpflicht; Drohungen mit einer zweiten und dritten Corona-Welle; ein inszeniertes Wiederaufflammen der Hysterie mit dem Nahen der herbstlichen Grippesaison; den Versuch, die schon spürbaren wirtschaftlichen Verwerfungen rhetorisch zu verschleiern und die Folgen durch exzessive Schuldenmacherei hinauszuschieben; den permanenten Versuch, den Einsatz für Grundrechte zu delegitimieren und zu dämonisieren; immer neue Vorschläge zur Perfektionierung der Gesundheitsüberwachung, die mit einer Strategie massiver Angstmache verkauft werden. Sind wir gerüstet für diesen Kampf?

Ein Trost noch zum Schluss: Wer in diesen Tagen Filme mit Christian Drosten, Markus Söder und anderen Akteuren des Corona-Establishments angeschaut hat, der spürt: Auch sie sind erschöpft. Auch sie wirken nach Monaten der Mehrarbeit und der harten, vermeintlich notwendigen Entscheidungen angeschlagen. Und bei ihnen kommt — im Gegensatz zu uns — noch eines hinzu: Es kostet Kraft, immer eine Maske zu tragen — und nicht nur in der U-Bahn und im Supermarkt. Es kostet Energie, etwas vertreten zu müssen, an was man, wenn man ehrlich zu sich ist, eigentlich selbst nicht mehr glauben kann.

Lassen wir also die Hoffnung zu, dass sich der Wind durchaus noch stärker in unsere Richtung drehen kann als bisher. Und dass wir alle mit Mut und Beharrlichkeit jeder auf seinem Platz dazu beitragen können. Wo Rettung ist, wächst das Gefährliche auch. Aber es ist nicht unüberwindlich. Je mehr Menschen den Herrschenden ihre Masken vom Gesicht reißen, desto eher finden wir einen Ausweg aus dieser bedrückten und maskierten Gesellschaft.

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    Piranha
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    Um Gottes willen – nun hab ich mir den Drosten mal wieder angetan, einfach aus Neugierde. Was der ernsthaft will ist, dass alle sich allabendlich aufschreiben wo sie gewesen sind. Wenn jemand vor ein paar Tagen bspw. im Fitnessstudio war und nun ein Kratzen im Hals hat und sich testen lässt,  wird dann verantwortlich sein, wenn ganze Gruppen zitiert werden, und nennt die dann gar „Quellcluster“. Merkwürdigerweise wartet er mit einer neuen Erkenntnis auf: die Symptome beginnen zwei Tag nach Infektion. Die Infektiosität endet nach 2 oder 3 Tagen, und damit braucht es keine 14 Tage Quarantäne mehr. Und dann sagt er weiter, das sei eine „steile These“. Soso. Außerdem will er den Quellcluster erst nach 5 Tagen testen, um zu wissen, ob diese infektiös sind.

    Im Übrigen scheint es hier nichtmal einen Standard des Testverfahrens zu geben, d,h. in allen Laboren gibt es je andere Kalibrierungen.

    Und, damit er nicht angreifbar bleibt wählt er Formulierungen wie: „Die Viruslast suggeriert (k)eine hohe Viruslast aufgrund von Surrogat -Kriterien“. Damit will er die Amtsärzte in die Pflicht nehmen, keinesfalls darf das dem Laborarzt angelastet werden können, also auch ihm nicht. „Bis wohin geht hier die rechtliche Verantwortung“, ergänzt er dann folgerichtig.

    Und dann wartet er mit einer Neuigkeit auf: Die Antigentests sind samt und sonders noch nicht validiert, sprich zugelassen. Die gäbe es wahrscheinlich in ein paar Monaten; Experten im Hintergrund seien dabei diese zu validieren. Anschließend will Drosten Amtsärzte und ihr Personal zu den Infizierten mit einem Antigentest schicken. Denn sein“Bauchgefühl“ sage, dass auch Antigentests die  Sensitivitäsgrenze erreichen, das zeigten jetzt schon bei seinen Versuchen verschiedene Hersteller dieser Tests. (Mit welchen Pharmafirmen bringt man Drosten nochmal in Verbindung?) Aber trotz, dass jemand mit einem Negativbefund dann nicht mehr infektiös sei, sei er dennoch infiziert, was durch einen PCR-Test nachgewiesen werden müsse.

    So, und dann doch wieder: alle Kontaktpersonen müssten unbedingt PCR-getestet werden. Außerdem: der ganze Vorschlag sei nur ein Notbetrieb. Ihm gehe es darum, über eine möglicherweise schwere Zeit zu kommen, bei der das eh alles nicht mehr möglich wäre. Es gäbe Zusatzprobleme im Herbst bei einem zweiten Lockdown.

    Öffentlich will er weiteres dazu nicht sagen, aber alles würde bis in die Politik hinein diskutiert und viele Experten seinen involviert. Öffentlich deshalb nicht, weil man doch sehe könne, wie schädlich und zersetzend das sei, wie aus Zerstörungswut und aus Selbstdarstellerei einige alles zerreden würden.

    Außerdem hätten wir derzeit eine niedrige Inzidenzsituation, die kaum abwägbar sei;  die niedrige Inzidenz sei nicht beweiskräftig dafür, dass nicht im Hintergrund das Virus aktiv sei. „Wir wissen nicht, wo das Virus derzeit ist“. Das was das RKI derzeit meldet: es könne sein, dass dies mit dem Faktor 2 zu gering eingeschätzt sei, es könne auch sein, dass der Faktor 20 zu gering sei. Verantwortlich „Partypeople, Reisende … . Was ist mit Besuchen bei Oma und Opa? „Mit den Kindern 5 Tage der besser mit dem WE 7 Tage in Vorquarantäne und dann losfahren, da ziemlich ausgeschlossen sei, dass jemand das Virus hat. Was, so frage ich, ist mit der zuvor längeren Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen, was, wenn einer der Familie völlig symptomfrei das Virus in sich trägt.

    Und dann wieder: jetzt im Moment ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion nicht sehr wahrscheinlich, weil die Inzidenz so gering sei. Also doch keine Familienquarantäne?

    Sein Schlußwort gilt den alten die im Ruhestand sind und inzwischen alle mit I-Pads usw. umgehen könnten und sich den ganzen Tag  youtube-Videos ansähen. Und da verbreiteten sich gerade zersetzende und zerstörerische Videos von Verschwörungstheoretikern, die Menschenleben kosten. (Gehts noch größer. Ja, bei der Bundesregierung einerseits – siehe deren Szenarienpapier vom Anfang des Jahres, und bei FUNK (ARD und ZDF) über das Videospiel playcoronaworld: plattmachen von hochinfektiösen kleinen Kindern durch eine Gesundheits- und Krankenpflegefachkraft. Also: schlimmer geht immer, geradezu ekelhaft schlimmer)

    PS: während der ersten halben Stunde war ich eingeschlafen. Wenn jemand also Lust hat, sich das anzuhören und ein paar Sätze dazu hier anzumerken – nur zu.

     

    Lieber Christian,

    ich habe erfahren, daß Du und Kolleg*innen von der MEGFD mehrfach für einen wissenschaftlichen Diskurs eingeladen warst. Ich habe von Deinem Kollegen Prof. Bhakdi gehört, dass niemand, auch er selbst nicht irrtumsfrei sei, und nicht immer Recht haben will und kann. Aus welchen Gründen hast Du, haben Deine Kolleg*innen diese Einladungen nicht angenommen. Du hast Angst, nicht wahr? Deine Geldgeber könnten Dir die Penunze entziehen; die Presse würde Meldungen verbreiten, Politiker stellten Dich zur Rede, Deine Uni würde Dich kaltstellen usw., usf.

    ————————

    Liebe HdSler,

    gestern habe ich Teil 1 von Karina Reiß gesehen, anschl. Teil 2 mit S. Bhakdi und weil es so spannend war in einem dritten Teil auch noch die Diskussion mit dem Publikum.

    https://www.youtube.com/watch?v=-QkBJ34-TIA

    https://www.youtube.com/watch?v=FNjbzdts0pA

    https://www.youtube.com/watch?v=3GwsBjwbip0

    … und plötzlich war es halb vier in der Nacht 🙂 🙂

     

    https://www.mwgfd.de/ Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V

     

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    Volker
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    Kommt noch viel mehr dazu, was mich müde macht, Menschen ermüdet, die nicht ihre Augen verschließen, um einiges auszublenden.
    Die Welt zerbricht und das Überleben der Menschheit kann man getrost in Frage stellen. Leider gibt es kein wirkliches Umdenken, aus der ich noch Hoffnung schöpfen könnte, politisch- und wirtschaftliche Interessen erscheinen mir nur noch als grausam und tödlich.
    Warum das so ist, wird wohl niemand beantworten können, scheint ein Programmierfehler der Schöpfung zu sein, was immer man mit ihr in Verbindung bringen mag. Verstehe ich dies alles noch? Nein, ich werde müde beim Nachdenken, möchte verdrängen, um meine kleine Welt wenigstens aufrecht zu erhalten – geht aber nicht.

    Was dazu kommt noch, sind Gleichgültigkeit und Arroganz einer ich-bin-mir-der-Nächste Lebensauffasung.

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    Walther Carsten
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    Danke für die mitgebenden  Worte, wir machen einfach jeden Tag weiter 😉

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    Die A N N A loge
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    Corona darf uns nicht trennen, sondern muss uns vereinen

    Corona verändert uns. Die Tatsache, dass wir vor einem Problem stehen, das selbst die besten Wissenschaftler und Mediziner überfordert, verunsichert und konfrontiert uns mit der Erkenntnis, dass wir ohnmächtig einem Problem gegenüber stehen. Corona ist nicht fern, sondern weilt mitten unter uns. Jeder ist theoretisch von der Pandemie bedroht, auch unsere liebsten, uns nahe stehenden. Die fortgeschrittene Medizin kann uns zu diesem Zeitpunkt nicht schützen. Jeder Gang vor die Tür, jeder Einkauf erinnert uns an die nicht sichtbare und lauernde Gefahr. Corona grassiert weltweit, wir können der Gefahr nicht entrinnen. Das verunsichert uns in unseren Grundfesten und lässt uns unsere Ohnmacht erkennen.

    Das gesellschaftliche Leben hat sich durch Corona verändert. Home Office, Masken tragen, Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben, Vorsichtsmaßnahmen und die Notwendigkeit zur Selbstkontrolle, Einschränkungen in unserer Freiheit, Lock downs, vorübergehende Ausgehverbote, Besuchseinschränkungen in Altenheimen, Pflegeheimen und Kliniken, vorübergehende Schließungen von Schulen, Universitäten und Betrieben, vorübergehende Maßnahmen, Kinderspielplätze und öffentliche Plätze zu schließen…, all das greift in unseren persönlichen Lebensraum ein. Viele Menschen geraten durch Corona in wirtschaftlich existentielle Nöte, weil das öffentliche Leben und das Arbeitsleben in dieser Form nicht aufrecht erhalten bleiben kann. Das Leben ist wie auf den Kopf gestellt und verunsichert uns in unseren Grundfesten. Die Veränderungen greifen tief in unsere Psyche ein und schüren Ängste in uns. Vor diesem Problem stehen wir alle, es macht von den Ärmsten der Armen nicht Halt, ebenso wenig wie vor den Reichsten der Reichsten.

    Skrupellose Machthaber wie Trump und Bolsano setzen alles daran, die Gefahr der Pandemie für ihre wirtschaftlichen Zwecke und ihr Ego zu missbrauchen. Damit gefährden sie nicht nur die Bevölkerung in ihrem Land, sondern riskieren die weitere Verbreitung von Corona. Ebenso gefährden  Corona Leugner und all diejenigen, die Corona für ihre Zwecke missbrauchen die gemeinsamen Bemühungen, die Pandemie zu überwinden. Mit Grausen verfolgte ich in den Medien die Großdemonstration Ende August in Berlin, in der Faschisten und Neonazis öffentlich die Corona Krise für ihre Zwecke missbrauchen und die Reichtagsflaggen (!!!) vor dem Deutschen Bundestag nicht Halt machten. Diese Vorgehensweisen sind abscheulich und zeugen von einer Skrupellosigkeit, Geschichtsvergessenheit und Dummheit, die nicht zu überbieten ist.

    Corona sollte uns eigentlich vereinen, im gemeinsamen Bemühen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Doch, wie auch die reale Gefahr der Klimaerwärmung, schafft es der Mensch nicht, mit einem Federstrich das Problem aus der Welt zu schaffen. Ich glaube, wir sind an einem Punkt angekommen, der uns bewusst macht, wie ohnmächtig wir vor den großen Herausforderungen dieser Zeiten stehen trotz, oder vielleicht wegen unseres technologischen Fortschritts. Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Wir müssen also nach vorne schauen mit Zuversicht, und all unsere Bemühungen darein stecken, zusammenzustehen und uns gegenseitig zu unterstützen. Nur im verantwortungsvollen Miteinander im gegenseitigem Respekt  werden wir die Probleme unserer Zeiten lösen können.

    Schwestern und Brüder

    (Dalai Lama)

    https://youtu.be/5lJwnSGROtg

     

     

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