Die Latte-Macchiato-Klimaschützer

 In FEATURED, Roland Rottenfußer, Umwelt/Natur

In ihren Auswirkungen auf das Klima ist die Herstellung von Milchprodukten ähnlich schlimm wie die Fleischproduktion. Der Latte Macchiato war in letzter Zeit häufig Anlass für Sticheleien gegen eine angebliche überhebliche urbane Elite, vor allem im Milieu der Grünen-Wähler. Tatsächlich aber ist Latte Macchiato heutzutage nicht übermäßig elitär. Gemessen an den gesamtgesellschaftlichen Kosten der Milchproduktion ist sie sogar noch ziemlich billig. Menschen, die bei Weißwürsten ethische Bedenken hätten, hängen die Latte bei Milchprodukten nicht so hoch. Sie wähnen sich moralisch auf der sicheren Seite. Eine einfache Überlegung zeigt aber, dass dies falsch ist. Der überwiegende Teil der Umweltschäden wird nicht durch Tierquälerei angerichtet (die natürlich ebenfalls eine schlimme Sache ist), sondern durch die bloße Existenz einer so großen Anzahl von Tieren. Die Milchkuh belastet das Klima ebenso wie die Fleischkuh.  Roland Rottenfußer

Fassen wir zusammen, welche Faktoren bei der Produktion von Fleisch und Milchprodukten das Klima belasten. Ich habe diesen Sachverhalt in meinem Artikel „Die Weißwurst-Klimaschützer“ ausführlicher dargelegt:

  • Kuhpfürze (Ausstoß von Methangasen)
  • Landverbrauch durch Tierhaltung und den Anbau der Futterpflanzen
  • Wasserverbrauch durch Tierhaltung und den Anbau der Futterpflanzen
  • Wasser- und Bodenverschmutzung durch Gülle
  • Boden-, Wasser- und Luftverunreinigung durch mehr Unkrautvernichtungsmittel
  • Insekten- und Vogelsterben in der Folge fehlender oder vergifteter Lebensräume.
  • Rodung von Urwäldern für den Anbau von Futtermitteln

Wenn wir uns das anschauen, kommen wir zu dem Ergebnis, dass nicht die Tierquälerei klimaschädlich ist – diese ist „nur“ ein trauriger und besonders abstoßender Skandal –, nein, schädlich ist vor allem die bloße Existenz von „Nutztieren“ in so großer Zahl: ihr Lebensbedarf und ihre Ausscheidungen. Das bedeutet: Wer nicht will, dass Tiere leiden, sollte auf tierische Lebensmittel verzichten. Aber:  Auch wem Tiere egal sind, weil er sie für primitive, nicht schützenswerte und im Niveau weit unter ihm stehende Kreaturen hält, sollte auf tierische Lebensmittel verzichten, sofern er daran interessiert ist, die eskalierende Klimakatastrophe aufzuhalten.

Es wird aber – sorry – noch ein bisschen unbequemer für meine Leserinnen und Leser. Und jetzt komme ich zum Titel gebenden Latte Macchiato: Überall dort, wo nicht die Tierquälerei das Hauptproblem ist, sondern deren Existenz in übermäßiger Zahl, ist Milch genauso schlimm wie Fleisch. Denn die Milch gebende Kuh pfurzt, produziert Gülle und verbraucht Land, Wasser und Pflanzennahrung ebenso wie Fleisch gebenden Kuh.

Wie Milch- und Fleischproduktion zusammenhängen

Hier muss ich noch einmal ein bisschen ausholen, um deutlich zu machen, dass Milchproduktion keineswegs eine lässliche „Sünde“ ist. Oberflächlich gesehen ist die Sache klar: Ich sehe eine Kuh vor mir und überlege mir, was schlimmer ist: ihr ein Schlachtermesser in den Hals zu rammen oder ihre Zitzen mit den Händen zu ergreifen und ihr ein Glas Milch abzuzapfen. So gesehen ist der Fleischesser ein Unhold, der Milchtrinker dagegen die Unschuld selbst. Doch so einfach ist es nicht. Fleisch- und Milchproduktion sind eng miteinander verzahnt.

Generell herrscht bei Verbrauchern die Meinung vor, Kühe gäben irgendwie immer Milch. Was schadet es da, wenn ihnen der Mensch ein bisschen was davon abzapft? Tatsächlich ist es bei Kühen aber nicht anders als bei Menschenfrauen: Sie geben nur Milch, wenn sie gerade geboren haben. Um eine dauerhafte Milchproduktion zu gewährleisten, müssen Kühe deshalb ständig künstlich schwanger gehalten werden. Man befruchtet sie gegen ihren Willen mit Bullensperma.

Kälber nun, für die Milch der Kühe eigentlich gedacht ist, sind für Menschen produktivitätsmindernde Konkurrenten. Die Diebe sind quasi beleidigt, weil ihnen die rechtmäßigen Eigentümer die Milch wegtrinken. Kälber werden deshalb schon früh ihren Müttern entrissenen und in kleinen Einzelkäfigen gehalten. Kühe gebären pro Jahr nur ein Kalb, in ihrem gesamten Leben meist nur durchschnittlich vier. Lässt ihre Milchleistung nach, kommen sie in die Rindfleischproduktion. Also nicht erst, wenn sie Kuh-Greisinnen und ihr Fleisch zäh geworden ist, sondern schon als Damen mittleren Alters, wenn ihre Milchproduktion nicht mehr das erwünschte Optimum erreicht. Dieselbe Kuh wird also zweimal benutzt: zuerst von Milchtrinkern mit gutem Gewissen, dann von Fleischessern mit (manchmal) schlechtem Gewissen.

Da ein Bauer die Zahl seiner Stellplätze für Kühe nicht beliebig erhöhen kann, rückt für jede aus Altersgründen ausgemusterte und geschlachtete Kuh nur ein Kalb nach. Wie wir vorher gehört haben, gebären Kühe in ihrem Leben aber durchschnittlich vier davon. Was passiert mit den anderen drei? Was die männlichen Exemplare betrifft, so kann man sich die Antwort denken: Kalbfleisch. Aber auch eines der beiden weiblichen Kälber landet in der Fleischproduktion. Würde also im ganzen Land schlagartig niemand mehr Fleisch essen, Milchprodukte jedoch schon, so wüssten Bauern gar nicht mehr, was sie mit den überzähligen Tieren anfangen sollten. Sie wären wie männliche Küken ein Fall für den Schredder. „Zum Glück“ gibt es für weiches, blütenweißes Kalbfleisch und kräftiges, fasriges Rindfleisch aber genügend Abnehmer.

Fazit also: Milchkühe, die scheinbar nur der Käse-, Joghurt und Schokoladenherstellung dienen, werden zu drei Vierteln ohnehin der Fleischproduktion zugeführt, das restliche Viertel stirbt nach kurzem „arbeitsreichem“ Leben weit vor ihrem biologisch notwendigen Tod. Zu schweigen von den extremen psychischen Härten, die entstehen, wenn Rinder-Mütter und ihre Kinder früh getrennt werden. Vegetarier können sich also nicht einfach damit herausreden, sie äßen ja gar keine Schweinskopfsülze, seien aber passionierte Liebhaber gemischter Käseplatten mit Eierlikör.

Bei Eiern übrigens ergibt sich ein ähnliches Bild: Hähne kommen in den Schredder oder als Hähnchen in die Tiefkühltruhe; Hühner werden aussortiert, sobald sie mal nicht mehr so „können“. Zumindest aber gilt der Ausstoß von Methangas durch Hühner als vernachlässigbar.

Drei Argumente gegen tierische Nahrungsmittel

Es gibt gegen tierische Nahrungsmittel drei Gruppen von Argumenten: gesundheitlich, ethische (am Tierwohl orientierte) und ökologische. Erkenntnisse über die schädlichen gesundheitlichen Folgen von Fleisch, Eiern und Milchprodukten kann man noch vom Tisch wischen, indem man anführt, dass man relativ wenig davon isst („ausgewogenen Mischkost“) und auf biologische Qualität achtet (keine Antibiotika im Fleisch).

Ethische Fragen kann man ignorieren, solange man sich der stillschweigenden Zustimmung der meisten Mitmenschen sicher ist und die Wahrheit über die „Nutztierhaltung“ verdrängt. Nein, niemand kann von freien und selbstbewussten Bürger*innen unseres Landes verlangen, dass sie auf einen lieb gewonnen Gaumenkitzel verzichten, nur weil dieser auf der Basis von entsetzlichem Leid fühlender Lebewesen möglich wurde.

Denken Sie also nicht an die Tiere. Verschwenden Sie keinen Gedanken an kastrierte Ferkel, geschredderte Hühner-Babys, an den Müttern entrissenen Kälber, an Schlachtungen mit nicht vollständig vorgenommener Betäubung, an brüllende Rinder in der Enge und Verzweiflung kilometerlanger Tiertransporte, an ausblutende Lämmer, an stinkende Schweinehälften, die maschinell in menschengerechte Stücke zerteilt werden, an Millionen eingepferchter Wesen, die in ihrem Leben keinen Sonnenstrahl zu sehen bekommen werden. Lassen Sie nicht zu, dass diese Bilder in Ihrem Kopf entstehen. Denken Sie nicht dran.

Aber denken Sie an sich selbst. 

Als Bewohner*in eines sich immer mehr überhitzenden Planeten, von dem alles, was ihn lebens- und liebenswert gemacht wurde, Stück für Stück verschwinden wird, bis am Ende überhaupt kein Leben mehr auf ihm möglich ist.

Die dritte Gruppe von Argumenten, jene, die Umwelt- und Klimafragen betreffen, wird immer schwerer vom Tisch zu wischen sein. Es wird immer schwerer werden, zu begründen, warum man seine geistige Kraft in die Optimierung von Verteidigungsstrategien zur Aufrechterhaltung einer falschen Lebensweise investiert hat, anstatt damit zu beginnen, eine richtige Lebensweise einzuüben.

„Gutmenschen“ – ja bitte!

Was das konkrete Leid einzelner liebenswerter Kreaturen nicht bewirken kann, vielleicht bewirkt es nun ein abstrakter Begriff wie „Das Klima“. Die Alternative ist: Wurst essen in der Wüste oder Bratkartoffeln in fruchtbarer Landschaft. Natürlich ist diese Bemerkung „unterkomplex“, da es andere Klimakiller gibt und auch andere Essalternativen, aber in der Tendenz stimmt sie.

Wenn der letzte Vogel tot ist, streamen Sie am besten eine Datei mit Vogelstimmen aus „alter Zeit“. Wenn die letzte Biene gestorben ist, können Sie statt dem Honig- ein Nutella-Brot essen. Aber wenn dieser Planet gestorben ist, gibt es keinen zweiten mehr.

Nehmen Sie weiter an, dass Schweine primitive, unempfindliche Kreaturen sind, von Wesen unseres Komplexitätsgrads durch Welten getrennt – obwohl sie großenteils die gleichen Organe, das gleiche Nervensystem haben wie Sie und Gefühle, die den Ihren sehr ähnlich sind. Spotten Sie über „Verbotsparteien“, „Gutmenschen“, die „Ernährungspolizei“, Spaßbremsen, die Ihnen den genussträchtigen Verzehr eines Cordon Bleu missgönnen. Entrüsten Sie sich über die Zumutung, einmal oder gar mehrmals wöchentlich Getreide, Kartoffeln und Gemüse essen zu „müssen“ und über freiheitsvergessene Kontrollfreaks, die Ihnen das antun wollen. Das Argument, dass Sie sich selbst damit schaden, Ihrem Ehepartner, Ihren Nachbarn, Kindern und Enkeln, dass Sie, um das Recht auf Schnitzelverzehr zu gewinnen, vielleicht in naher Zukunft alles verlieren werden, können Sie nicht so einfach entkräften.

Das Klimaargument wird diejenigen, die an der alten karnistischen (auf Fleisch fixierten) Lebensweise festhalten, zunehmend in die Defensive treiben. Zunehmend werden – da die vernünftigen Argumente ausgehen – Leugnen, Wegschauen als letzte Auswege bleiben. Eine Methode, die auch viele bemühte Klimaschützer leider gewählt haben: Kohlekraftwerke abschalten, CO2-Steuer, seltener mit dem Jet um die Welt fliegen – ja. Aber war da sonst noch irgendwas?

So schlimm wie die Fleischwirtschaft

Das Klimaargument zeigt nicht zuletzt auch etwas, was für viele Wohlmeinende unbequem erscheinen wird: Wo es um Tierleid geht, ist die Milchwirtschaft etwas gnädiger als die Fleischwirtschaft (wenn auch nicht so harmlos, wie wir gern meinen möchte); wo es jedoch die bloße Existenz von Tieren in so großer Anzahl geht (Wasser-, Land- und Pflanzenverbrauch, „Kuhpfürze“ und dergleichen), da ist die Milchwirtschaft so schlimm wie die Fleischwirtschaft. Da ist es egal, ob Sie der Kuh mit sanftem Eutergriff Milch abzapfen oder Ihr gleich ein Messer in die Halsschlagader rammen: Die Kuh ist da, sie verbreitet Methangas in der Atmosphäre, übersäuert die Böden, verbraucht unmäßig viel Platz durch den Anbau von Pflanzen, die sie zu ihrer Ernährung benötigt.

Natürlich scheint es widersprüchlich, Tierfreund zu sein und zugleich eine drastische Reduktion der Anzahl von „Nutztieren“ zu fordern. Es bräuchte aber nur wenige Generationen – Kuh- und Schweinegenerationen –, um durch Sterilisation und die systematische Umstellung auf biologischen Pflanzenanbau die entstandenen ethischen und ökologischen Probleme deutlich zu vermindern.

Auch wenn die radikal bedrohliche Situation, in der wir uns befinden, nahelegt, das eigene Konsumverhalten ebenso radikal umzustellen – denken Sie daran, dass nicht nur die „perfekten“ Veganer einen wertvollen Beitrag leisten. Wer statt 10 Schnitzeln monatlich nur noch 9 isst, hat den gleichen Fortschritt gemacht wie jemand, der es von einem Schnitzel auf 0 schafft. Ich bin zwar entschieden dafür, weit mehr zu tun als nur einen „Veggie-Day“ pro Woche einzulegen – es mag aber für Menschen, die momentan nicht so konsequent sein können, beruhigend sein, zu wissen: jeder kleine Schritt zu Ernährungsumstellung zählt. Und auch lange Wege beginnen mit dem ersten Schritt. Das gilt auch für mich selbst. Dennoch ist natürlich so: Die Zeit läuft uns davon. Wenn jede nur einmal wöchentlich die Lebekäsesemmel zur 9-Uhr-Brotzeit durch eine Emmentaler-Semmel ersetzt, wird das nicht reichen.

Beim einem Vortrag von Robert Habeck in Peißenberg demonstrierten Bauern mit dem Slogan: „Mit Bienen wollt ihr werben, die Bauern lasst ihr sterben.“ Es erscheint auch auf den ersten Blick besonders schäbig, derart niedere Lebewesen wie Insekten der „Krone der Schöpfung“ vorzuziehen. Aber das Argument verfängt nur bedingt, da die Bienen ja dem gesamten Ökosystem und damit auch dem Menschen nützen. Die niedrigen Preise für Milch, unter denen Bauern stöhnen, sind – wenn wir ökologische und ethische Argumente kontra Milch hier einmal beiseitelassen – allerdings ein Skandal. Sie sind der Herstellung und dem Vertrieb von Lebensmitteln unter den Bedingungen des Kapitalismus geschuldet. Verbraucher wollen alles billig kaufen – und teilweise müssen sie es, aus finanziellen Gründen. Der Großhandel lässt seine Kunden Könige sein – auf Kosten der Anbieter, deren Mitarbeiter teilweise wie Sklaven arbeiten müssen. Wäre dies hier ein Sachartikel, sondern ein Sketch, könnte er ungefähr so aussehen:

Der kürzeste Klimasketch aller Zeiten

Endverbraucherin: Ihr Bauern quält ja Eure Kühe in viel zu engen Ställen. Ich bin entsetzt.

Bauer: Es tut mir ja selber leid, aber ohne Tierquälerei könnten wir bei diesen niedrigen Preisen nicht existieren. Als quälen wir weiter. Die Großhändler könnten doch mal höhere Preise zahlen…

Großhändler: Es tut mir sooo leid, aber bei höheren Abnahmepreisen könnten wir keine so hohen Gewinne mehr einstreichen, das wäre unseren bedauernswerten Aktionären nicht zumutbar.

Bauer: Aber dann könntet Ihr doch einfach die Ladenpreise erhöhen.

Endverbraucherin: Um Himmels willen, das geht auf keinen Fall! So teure Milch kann ich mir nicht leisten, und ohne Kuhmilch ist mein Leben völlig undenkbar.

Bauer: Es würde alles viel besser laufen, wenn die Politik endlich die nötigen Rahmenbedingungen schaffen würde…

Politikerin: Tierschutz ist für mich und meine Partei ein wichtiges Anliegen. Aber wir müssen es langsam angehen lassen und dürfen die Interessen der Wirtschaft nicht aus den Augen verlieren. Unser Wähler laufen uns davon, wenn wir Arbeitsplätze gefährden und Lebensmittel verteuern.

Großhändler: Brav! So lobe ich mir meine Politiker!

Bauer: Also bleibt alles wie es ist.

Endverbraucherin: Schon, aber ich kann das Elend der Tiere nicht mehr mit ansehen. Jemand müsste da dringend was tun…

Bauern leiden, ja, aber Kühe leiden gewiss mehr. Dazu schreibt der Tierschützer und Buchautor V.C. Herz: (http://pflanzliche-kurzgeschichten.de/autor.php) „Den Preis für den günstigen Milchpreis zahlt übrigens hauptsächlich die Kuh. Die aggressive Zucht auf eine möglichst hohe Milchleistung schadet den Tieren. Heutige Kühe haben eine bedeutend schlechtere Lebensqualität, werden häufiger krank und werden wegen rückläufiger Milchleistung früher geschlachtet. Das Opfer des Milchpreises ist entsprechend die Kuh, nicht der Bauer.“

Mitgefühl einüben

Ich habe dargelegt, warum tierschützerische Ambitionen gar nicht unbedingt nötig sind, um sich heute für eine drastische Reduzierung tierischer Nahrungsmittel auszusprechen (und dies auch im Alltag zu praktizieren). Die einzige Form des Mitleids, die hierzu nötig ist, ist das Selbstmitleid, das den meisten Menschen ausreichend zur Verfügung steht. Haben Sie Mitleid mit sich und den vielen anderen Menschen, die auf einem zunehmend verödenden Planeten leben müssten.

Ich will Ihnen zum Abschied dennoch auch das Mitgefühl mit anderen Lebensformen ans Herz legen. Es ist auch für Sie selbst ein Gewinn, wenn Sie Ihr Herz empfindungsfähig halten. Da ist eine Veranlagung zu Mitgefühl in Ihnen, etwas, was als Kind vermutlich lebendig war und das entsetzt war bei der Vorstellung, dass man dem „süßen“ Kaninchen oder Lamm etwas antun könnte. Denken Sie an sich und begreifen Sie, dass Ihnen da etwas genommen und abgewöhnt wurde, was zum Wertvollsten gehörte, wozu Sie fähig sind.

Bestehen Sie darauf, sich den unterdrückten Teil Ihrer Persönlichkeit zurückzuholen – mit Achtsamkeit, mit Hinsehen, mit hilfreichen Informationen – und dann mit „Verzicht“. Verzicht, der doch eigentlich nur eine sanfte Veränderung dessen bedeuten würde, was Sie in Zukunft genießen.

Kommentare
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    Gerold Flock
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    Fleisch esse ich gar nicht. – Fisch eigentlich auch kaum. – Käse eher selten. – H-Milch steht  noch auf dem Fensterbrett. – Heute hab ich mir mal ausversehen Freilandeier gekauft. – Aber bleiben wir bei der Milch. Ähm…Woher bekomme ich mein Calzium? – Das muß ich jetzt mal googeln.

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