Dunkle Erleuchtung

 in FEATURED, Politik (Inland), Roland Rottenfußer

Hitler posiert als Redner im Atelier seines Fotografen Heinrich Hoffmann, Bundesarchiv,  CC-BY-SA 3.0

Um neue Menschheitsverbrechen zu verhindern, müssen wir verstehen, was Hitler angetrieben hat und was Menschen an ihm faszinierte. „I understand Hitler“ hatte der dänische Regisseur Lars von Trier vor laufender Kamera gesagt – und erntete damit erwartungsgemäß Entrüstung. Hätte er gesagt, Hitler sei ihm unbegreiflich, dann wären alle zufrieden gewesen. Zu diesem Urteil gelangen schließlich unzählige Dokumentationen, Bücher und Artikel. Aber können wir es uns leisten bei diesem profunden Unverständnis stehen zu bleiben? Müssen wir Hitler nicht sogar verstehen, um zu verhindern, dass Ähnliches wie in den Jahren seiner Herrschaft wieder geschehen kann? Die Neuveröffentlichung „Hitler – die wenig bekannten Fakten“ von Claus Hant geht über das Verstehen von Hitler hinaus: Das Buch gibt Aufschlüsse darüber wie Hitler sich selbst verstanden hat. Roland Rottenfußer

 

Obwohl er schon seit 76 Jahren nicht mehr lebt, Hitler ist der mächtigste Politiker unserer Zeit. Selbst als Schatten überragt er die lebenden Gestalten aller heute aktiven Staatenlenker. Weil es Hitler ist, der die Gedankenwelt von Millionen Menschen beherrscht – selten als Vorbild einiger Unbelehrbarer, weitaus häufiger als mächtiges Tabu und Angstpopanz. Hitler beherrscht die heutigen Menschen durch die Art und Weise, wie diese alles Hitlerhafte zu umgehen und zu vermeiden suchen, um dann doch wieder, auf verschlungenen Wegen, zu ihm zurückzukehren – wie angezogen von einem unwiderstehlichen Gedanken-Magneten.

Der große Unbekannte

In einer persönlichen Mitteilung schrieb mir Claus Hant: „Hier muss man sich die Vergangenheit sehr genau anschauen. Warum ist Hitler seinen Zeitgenossen als eine so überaus positive Figur erschienen? Warum konnten sich viele hochgebildete Intellektuelle für ihn begeistern? Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland?“ Dabei geht es dem Autor nicht darum, zum Beispiel am Krieg, an der Internierung und Ermordung von Regimegegnern oder am Judenmord noch „Positives“ aufspüren zu wollen. Massenerschießungen von osteuropäischen Zivilsten – Männer, Frauen und Kindern – durch SS-Leute lässt er nicht unerwähnt.

Im Mittelpunkt des Buches stehen aber nicht die hinlänglich bekannten Grausamkeiten des Regimes, sondern, wie der Titel sagt, die „wenig bekannten Fakten“. Diese haben vor allem mit der Person des Diktators zu tun. Auch nachdem Bibliotheken über den vielleicht wirkungsmächtigsten Politiker der letzten Jahrhunderte geschrieben worden sind, bleibt Hitler in vieler Hinsicht der große Unbekannte in der Hitlerforschung. Seine Biografen beschäftigen sich zum Teil weitaus mehr mit dem Rauch als mit dem Feuer. Das ist verständlich, denn Hitlers Verbrechen waren monumental. Gerade in ihrem Korrekt-sein-Wollen verfehlen aber viele Hitler-Betrachter den Kern und geben damit ein wesentliches Werkzeug aus der Hand, künftige Menschheitsverbrechen zu verhindern.

Der „Unbegreifliche“

So hat die Forschung bisher versucht das „Unbegreifliche“ weg zu erklären, indem sie immer neue und zusätzliche Hilfsannahmen und Hypothesen auftürmte. Begreifbarer wurde Hitler dadurch aber nicht. Claus Hant ist in seinem Buch einen radikal anderen Weg gegangen. Anstatt zu versuchen „das Unbegreifliche“ hinter wackeligen Erklärungen verschwinden zu lassen, macht er es zum Zentrum seiner Untersuchung. Rasch wird klar: wir haben uns ein Bild von Hitler gemacht, das wir aufgrund von unzähligen Wiederholungen für real halten. Doch Claus Hant kann durch akribisch belegte Recherche nachweisen, dass dieses Bild an vielen Stellen nicht mit den von der akademischen Forschung nachgewiesenen Fakten übereinstimmt.

Einige Aspekte dieses unzutreffenden Bildes lassen sich auf die Aussagen gewisser Zeitzeugen zurückführen. So versuchten zum Beispiel der Nazi-Architekt Albert Speer und andere sich von ihrem ehemaligen Chef dadurch zu distanzieren, dass sie ihn in jeder denkbaren Hinsicht in den schwärzesten Farben schilderten. Die dort geschilderten Eigenschaften widersprechen aber in vieler Hinsicht denjenigen Erkenntnissen der historischen Forschung, die zum selben Thema an anderer, vertrauenswürdigerer Stelle, gewonnenen werden konnten. Die Schilderungen dieser „Selbstrechtfertigungsliteraten“, wie der Autor sie nennt, bildeten dann die Grundlage sowohl der akademischen als auch der populärwissenschaftlichen Untersuchungen zu Hitlers Person. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert.

Das Hitler-Tabu

„Darf man es wagen, diejenigen Eigenschaften Hitlers in den Mittelpunkt der Beschreibung zu rücken, die seinen Zeitgenossen imponiert haben?“, fragt Claus Hant. „Ich meine: das darf man nicht nur, sondern das muss man tun. Tut man das nicht, dann wird Hitler auch weiterhin ‚unbegreiflich’ bleiben.“ Bei dem Erforschen des „Unbegreiflichen“ hat Claus Hant bewusst auf den üblichen Sarkasmus und auf fortwährende Denunziationen Hitlers verzichtet. Gerade das Ausmaß von Hitlers Verbrechen sollte nach Auffassung des Autors bewirken, dass man einander nicht andauernd beteuern muss, dass man diese verurteilt. „Ich habe genug Vertrauen in meine Leser, um davon auszugehen, dass ich sie nicht permanent daran erinnern muss, dass Hitler monströse Verbrechen begangen hat. Und ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich mir selbst am laufenden Band Unbedenklichkeitsbescheinigungen ausstellen muss indem ich Hitler permanent denunziere. Wozu? Sind wir uns denn nicht alle in dem Punkt einig, dass jeder, der auch nur einen Funken Verstand besitzt, Hitlers Taten verurteilt? Ethnologen, die über Kannibalen-Stämme schreiben, wiederholen ja auch nicht auf jeder Seite, was sie von Menschenfresserei halten.“

Fußnoten und Literaturliste des Buches umfassen 77 Seiten und erwecken den Eindruck eines schwer verdaulichen akademischen Unterfangens. Das ist es aber nicht, im Gegenteil. Dass sich das Buch streckenweise so spannend liest wie ein Krimi, hat seinen Grund darin, dass Claus Hant Drehbuchautor ist. Eine mehr als zwei Jahrzehnte andauernde Recherche hat ihn zum Hitler-Forscher werden lassen. Im Jahr 2010 hat er in England Young Hitler veröffentlicht, ein semi-fiktionales Buch über den jungen Hitler. Gewisse Aspekte, die auch im vorliegenden Buch eine Rolle spielen, waren dort bereits im Ansatz erkennbar. Im vorliegenden Werk hat der Autor diese Erkenntnisse vertieft, mit weiteren Erkenntnissen verknüpft und durch neueste Forschungsergebnisse untermauert.

Der Drehbuchautor als Historiker

Obwohl es sich bei „Hitler. Die wenig bekannten Fakten“ um ein reines Sachbuch handelt, hat sich Claus Hant dabei an manchen Stellen der Arbeitsweise des Drehbuchautors bedient. Seinen Protagonisten hat er nicht nur von außen betrachtet, sondern sich gleichzeitig auch in ihn hineinversetzt. Empathie mit dem Protagonisten gehört beim Drehbuchschreiben zum Handwerkszeug. Bei Hitler fällt das verständlicherweise um einiges schwerer als bei fiktionalen TV-Mördern. Da zu Hitler aber eine Flut von wissenschaftlichen Daten und akribisch erforschten persönlichen Details vorliegen, war es für den Autor keine Unmöglichkeit seine innere Welt zu ergründen. Auf diese Weise hat Hant die „eindimensionale Scherenschnittfigur“ überwunden, welche die Hitleraufarbeitung bis heute dominiert, und die der Faschismusbekämpfung und- Vorbeugung einen Bärendienst erweist. Denn wer auf der Suche nach einem Monster ist, das man schon von weitem am Schwefelgeruch erkennt, wird sich schwertun, den „nächsten Hitler“ rechtzeitig zu erkennen.

Das Hitler-Thema ist in Deutschland hochgradig tabuisiert und „muss“ immer innerhalb bestimmter Denkgrenzen abgehandelt werden. Mehr noch: „Das politische Klima in Deutschland wird von gegenseitigen Hitler-Anklagen zunehmend vergiftet“, heißt es in dem Buch. Betrachtet man die Anzahl der „Nazi-Vorwürfe“, wie sie etwa in der Flüchtlings- und der Corona-Krise erhoben wurden, so scheint es tatsächlich, als gebe es heute ähnlich viele Nationalsozialisten in Deutschland wie 1940. Der Publizist Johannes Gross sagte zutreffend: „Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso mehr nimmt der Widerstand gegen Hitler und die Seinen zu.“ Gleichzeitig schleicht sich der durch die Vordertür verjagte „Führer“ aber durch die Hintertür wieder ins Haus. Dabei werden zum Beispiel Hitlers Oberlippenbart, der Vorname „Adolf“ und das Hakenkreuz sorglich vermieden, gleichzeitig breiten sich aber Menschenverachtung, Autoritarismus und Konformismus aus – um nur wenige Beispiele zu nennen.

Ein „zu menschlicher“ Hitler?

Wer schon den Film „Der Untergang“ (2004) kritisiert hatte, weil Hitler darin „zu menschlich“ dargestellt worden sei, der wird sich mit Claus Hants Buch schwertun. Unter anderem äußerte der von Bruno Ganz verkörperte Protagonist ja in dem Film: „Die Nudeln haben gut geschmeckt“. Hitler als einen Menschen zu zeigen, ist für Claus Hant eine Selbstverständlichkeit. Ein Mensch, der, wie jeder andere auch, unterschiedliche charakterliche Facetten und innere Widersprüche aufwies. Um dem „Unbegreiflichen“ auf die Spur zu kommen, hat es der Autor aber vor allem nicht unterlassen Hitler gerade auch auf seine positiven Eigenschaften hin zu durchleuchten. Die muss es wohl gegeben haben. Denn: „Es widerspricht jeder Lebenserfahrung, dass es einen Menschen geben soll, der auf jedem Gebiet ausschließlich negative Eigenschaften besitzt“, heißt es in dem Buch.

Erst recht gilt dies für eine Person, der es gelang, außergewöhnlich viel Zustimmung, ja „Liebe“ auf sich zu ziehen. Wir können die Zuneigung sehr vieler Deutscher, können die „Erfolge“ von Hitler heute nur noch schwer verstehen, weil uns sein Gebaren und seine Stimme in den alten Doku-Aufnahmen als zutiefst unsympathisch erscheinen. Überlagert wird dieser Eindruck von unserem Wissen um seine Verbrechen. Dem Phänomen seines Wegs an die Spitze einer „kultivierten“ Industrienation kommen wir jedoch nicht auf die Spur, wenn wir versuchen, alles an Hitler weg zu retuschieren, was auf seine Zeitgenossen offenbar anziehend gewirkt hat.

Hitlers „Erwachen“

Zu den Schwerpunkten von Claus Hants Buch gehört sein Bericht über ein Ereignis, das sich am Ende des Ersten Weltkriegs zugetragen hat und das frühe Gefolgsleute als „Hitlers Erwachen“ bezeichnet haben. Eine Kette von Indizien, die Hant zitiert, legt nahe, dass Hitler damals nach einem Gasangriff an der Front in psychiatrischer Behandlung war. Vor wenigen Jahren wurden diese Indizien durch eine weitere Entdeckung der historischen Forschung bestätigt. Es wurden bei Hitler Symptome behandelt, die man heute als „posttraumatische Belastungsstörung“ bezeichnen würde. Zu Beginn seiner Karriere hat Hitler häufig von diesem „Erweckungserlebnis“ berichtet, später aber hat er die Episode vertuscht. Verständlicherweise, denn er wollte keine Zweifel an seiner geistigen Gesundheit aufkommen lassen. Die Mehrheit der Geschichtsforscher assistierte Hitler bei dieser Vertuschung. Man wollte sich nicht dem Verdacht auszusetzen, Hitler „verminderte Schuldfähigkeit“ attestieren zu wollen. Und was man schon gar nicht wollte, war, eine Diskussion über „Hitlers Erwachen“ los zu treten.

Hier steckt aber laut Hant der Kern des „Unbegreiflichen“. Denn Hitler hat sich in seinem Wesen und Verhalten ab dem Zeitpunkt seiner Begegnung mit der Psychiatrie dramatisch verändert: vom blassen „Niemand“, der er vorher war, wurde er auf einmal zu einem Mann, der mit unerschütterlicher Selbstgewissheit und Charisma auftrat. Dazu schreibt Hant:

„Das Erweckungserlebnis, von dem Hitler berichtet hat, wurde von der Wissenschaft als der Versuch Hitlers gedeutet, einen Mythos um seine Person zu erschaffen. Der Mythos, der Hitler ja in der Tat schon sehr früh in seiner Karriere umgab, sei also auf ein selbstgestricktes Lügenmärchen zurückzuführen. Ich habe mich mit dieser These nicht zufriedengegeben. Anstatt der Frage nach Hitlers ‚Erwachen‘ aus dem Weg zu gehen, bin ich ihr gezielt auf den Grund gegangen. Am Ende ließen mir die vorliegenden Indizien keine andere Wahl als festzustellen, dass nicht der geringste Zweifel daran bestehen kann, dass Hitler damals tatsächlich eine tiefe innere Erfahrung gemacht hat. Und dass es diese Erfahrung gewesen ist, die ihn zu der Person werden ließ, die in der Lage war, das 20. Jahrhundert zu prägen wie kein anderer Mensch.“

Der „Erwählte“

Weil die meisten Hitler-Forscher selbst nicht an die Möglichkeit tiefgreifender spiritueller Erfahrung glaubten, ignorierten sie wohl diesen Aspekt in der Biografie ihres Protagonisten. Vielleicht auch, weil sie Angst hatten, solche Thesen könnten ihnen als Zustimmung zu Hitlers Selbstmystifizierung als „Erlöser“ und „deutschem Christus“ ausgelegt werden. Eine solche Sorge ist jedoch unbegründet, denn die Feststellung eines „spirituellen Gipfelerlebnisses“ sagt nichts darüber aus, ob dieses in ethischer Hinsicht erfreuliche Folgen hat. Denkt man die Impulse aus Claus Hants Buch weiter, so scheint es, als gebe es so etwas wie eine „dunkle Erleuchtung“. Dieses Phänomen würde viele negative Phänomene in Sekten und im Umkreis mancher Gurus erklärt. Der Erleuchtete sieht sich quasi als über den moralischen Vorurteilen des einfachen Volkes stehend an, ist furchtlos und von unerschütterlichem Glauben an die eigene Mission durchdrungen. Manchmal umfasst dieser „Auftrag“ auch das Recht, andere Menschen für den „höheren Zweck“ zu opfern.

Bevor aus dem „Erleuchteten“ der mächtigste Mann Europas werden konnte, musste aber noch etwas anderes geschehen: „Der ‚Niemand‘, der, wie Psychiater das ausdrücken würden, ein schweres Psychotrauma erfahren hatte, sich selbst aber für „erwacht“ hielt, musste auf Resonanz stoßen. Nur dann konnte er entdeckt werden. Claus Hant beschreibt, wie Hitler kurze Zeit nach seinem „Erwachen“ auf eine Gruppe spiritueller Verschwörer traf. Das klingt nach einer Horror-Fantasy-Story. Ist es aber nicht. In der Münchner „Thule Gesellschaft“, hatten sich nicht unvermögende Esoteriker in einer Geheimloge zusammengeschlossen. Dass die Hitler-Bewegung in diesem Umfeld ihren Anfang nahm, ist der Geschichteforschung ist seit langem bekannt.

Wie sich die Verbindung zwischen den Verschwörern von Thule und Hitler entwickelt hat, wird von Claus Hant basierend auf den Belegen der Forschung minutiös rekonstruiert. Der Bericht, wie der ‚Niemand‘ durch die Thule-Verschwörer einen mächtigen Resonanzkörper erhielt und dadurch urplötzlich zu einem ‚Jemand‘ wurde, ist höchst spannend zu lesen. Die Entwicklung lässt einen auch heute noch schaudern. „Unbegreiflich“ ist Hitler vor diesem Hintergrund aber nicht mehr.

 „Höherzüchtung des Lebens“

Man darf sich nicht täuschen. Vieles, was Hitler umtrieb, war in der gesamten westlichen Welt, nicht nur im damaligen Deutschland und Österreich, weit verbreitet und allgemein akzeptiert. Gerade was die Themen „Eugenik“ und biologische „Höherzüchtung“ anbelangt. Diese Ideen dürften seine damaligen Ansprechpartner nicht befremdet haben, sie werden vielmehr auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Dies kann uns Nachgeborene dazu motivieren, auch in unserer Epoche Zeitgeistphänomene darauf abzuklopfen, ob sich bei ihnen Anknüpfungspunkte für monströse Ausbrüche von Unmenschlichkeit zeigen.

Nur weil Nazizeit und Gegenwart noch nicht voll zur Deckung gekommen sind, sollten wir nicht damit aufhören, die Schnittmengen aufzuspüren – es ist erschreckend genug, wie groß sie teilweise schon sind. Die xenophobe Furcht vor „Vermischung“ zum Beispiel erinnert fatal an die von der Eugenik diktierten Gebote von damals. Auch bei der im Neoliberalismus vorherrschenden Ethik der Durchsetzung des ökonomisch Leistungsfähigeren scheint ein entferntes Echo Hitlers hörbar zu sein. Ebenso bedenklich: die „transhumanistische“ Vision einer Überwindung des gewöhnlichen Menschen durch bewusste Steuerung und Beschleunigung seiner Evolution mit Hilfe von Chips, Nanobots, Cyber-Implantaten und ähnlichem. Das Ideal der Menschheitsverbesserung hat, wie wir wissen, auch Hitler angetrieben.

Das Scherenschnitt-Monster

Claus Hant schrieb mir dazu: „Das zweidimensionale Scherenschnitt-Monster, auf das Hitler von Biographen und Dokumentarfilmern zurechtgestutzt wurde, hätte auch damals keinen nennenswerten Schaden anrichten können. Das ist der entscheidende Punkt.“ Man muss sich klar machen, dass das was wir das Böse nennen, permanenten Updates in rascher Folge unterliegt. Auf jeden Fall aber müssen Menschheitsverbrecher Charme besitzen und andere positive Eigenschaften. Nur so können sie Massen mobilisieren und dann mit einem plausiblen Narrativ eine leicht begehbare Brücke in ihre geistige Welt bauen.

Wenn wir nach einem „Monster“ fahnden, dann laufen wir Gefahr, uns vor der Diktatur in Sicherheit zu wiegen, solange ein solches ausbleibt. Wir dürfen vermuten, dass neue gefährliche Massenverführer nicht mit Hakenkreuzfahnen auftreten und auch nicht unbedingt die Juden zu ihren Gegnern wählen werden. Es muss auch nicht notwendig ein Polterer wie Donald Trump oder ein Provokateur in der Art von Björn Höcke kommen – obwohl auch dies natürlich möglich ist. Vielleicht erhebt sich ein neuer Faschismus auch unversehens und schleichend aus der „Normalität“.

Hant weiter: „Es gibt keinerlei Garantie dafür, dass sich die Katastrophe von damals nicht unter anderen – modernen – Vorzeichen wiederholt, so sehr man auch die Einmaligkeit der damaligen Geschehnisse beschwören mag. Ein moderner Rattenfänger oder eine Rattenfängerin wird moderne Ideale verkünden – Ideale, die unserem heutigen Zeitgeist entsprechen. Das ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass sie bei den Massen Gehör findet. Der Zeitgeist von heute ist zwar ein völlig anderer als nach dem Ersten Weltkrieg. Aber die Mechanismen, die derartige Gefahren Wirklichkeit werden lassen, sind heute dieselben wie damals. Daher macht der unverstellte Blick in die Vergangenheit Sinn.“

Gefährliche „Glaubensgewissheit“

Zu beachten ist dabei insbesondere die Rolle der Spiritualität, dort wo sie sich in destruktiver Form zeigt. Von extremen evangelikalen Bewegungen über den islamischen Fundamentalismus bis hin zur „Mode-Bewegung“ QAnon: Irrationalismus boomt – sicher auch als Gegenreaktion auf den als beengend empfundenen Materialismus des von Wissenschaft und Neoliberalismus geprägten Paradigmas. Auf der Welle eines Zeitgeists, der zunehmend in Richtung Unmenschlichkeit abdriftet, kann der nächste Weltenerlöser höchst komfortabel angesurft kommen.

Das Beispiel Hitlers zeigt, dass man niemals einem Menschen vertrauen sollte, der mit „unerschütterlicher Glaubensgewissheit“ auftritt. Gerade wenn sich jemand „im Auftrag des Herrn“ wähnt, sollten wir Vorsicht walten lassen. Adolf Hitler zeichnete sich auch durch ein hohes Maß an „Selbstidentität“ aus. Überzeugung und Handeln kamen bei ihm zur Deckung. Und er war alles andere als ein Atheist – vielmehr spannte er den „Herrn“, den er in erstaunlich vielen Reden beschwor, vor seinen Karren, den er dann nach und nach in den Dreck fuhr.

Bestimmte „Tendenzen, die in unserer heutigen gesellschaftlichen Realität schlummern“, so Claus Hant, „könnten in unserer vernetzten Welt eine moderne Erlöserfigur in hochgradig potenzierter Form lebendig werden lassen. Das könnte selbst die schlimmsten Alpträume heutiger Zukunfts-Warner weit übertreffen. Eine gruselige Vorstellung. Um derartigen Entwicklungen entgegenzuwirken bedarf es der Wachheit von jedem Einzelnen – gerade auch den Geschehnissen der Vergangenheit gegenüber.“

 

 

Showing 20 comments
  • Hope
    Antworten
    Mutanten, keine Mutationen müssen jetzt her um die Maßnahmen der Bundesregierung auch im kommenden milden Sommer 2021 zu begründen. Im märzischen inszenierten Panikmodus 2020 kauften sie noch massenhaft im Supermarkt Toilettenpapierregale leer. Und im Sommer 2021 wird es vielleicht bald keine Lebensmittel in den Supermärkten mehr geben.

    ————-

    Spediteure warnen wegen Grenzkontrollen vor leeren Supermarkt-Regalen

    „Anderenfalls bleiben nicht nur viele Supermarkt-Regale leer, weil uns die Lkw-Fahrer fehlen, sondern die Laufbänder vor allem auch in der Automobilindustrie stehen still, weil sie nicht mehr beliefert werden können.“

    Wegen der Virus-Mutanten hatte Deutschland verschärfte Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Tirol beschlossen. Im Gespräch ist dies auch im Grenzgebiet zu Frankreich.“

    https://www.onvista.de/news/spediteure-warnen-wegen-grenzkontrollen-vor-leeren-supermarkt-regalen-433920453

    ————–

    Als im März 2020 ein Herr Steinmeier sagte, dass wir uns in der schwersten Krise nach dem 2. Weltkrieg befinden, habe ich mich gefragt, wie will er das wissen. Also sagte ich mir, die haben was vor, was das Volk nicht wissen soll.

    Ich bin ein Nichtwähler, bin nicht Rechts, bin nicht Links, bin nicht Oben oder Unten. Diese Frau allerdings spricht hier klare Worte:

    https://www.youtube.com/watch?v=OFy7AKQeOog

    • Freiherr von Anarch
      Antworten
      Stimmt Hope,

      Wort für Wort sehr richtig was die Weidel sagt  und es sollte für den Rest in diesem Wirtschaftshurenhaus beschämend sein.

       

  • HEIL MUTTI
    Antworten
    (T)TIP(P): Dr. Daniele Ganser: Corona und China: Eine Diktatur als Vorbild? (Basel 5. Februar 2021)

    .

    Ein Mann dem zuzuhören immer wieder ein großer Gewinn….

    .

    .

    „DIE MUTTI MIT DEM HOHEN „C“ LÄSST GRÜSSEN!“
    .

    Stolze Schergen hat sie zu genüge!

  • Hope
    Antworten
    Angela Merkel ab min 1:39 min:

    „Wir werden allerdings auch sagen, welche Impfstoffe für welche Gruppe vielleicht am besten geeignet sind, das wissen wir heut‘ noch nicht.“

    https://www.youtube.com/watch?v=ERZnEPAmCGg

    Sie hätte auch anfügen müssen!: “ Das testen wir gerade bei den Alten aus.“

  • Hope
    Antworten
    Wer liest schon Kommentare aus alten Zeiten. Nur die Einheimischen, die ständig diesen Blog besuchen. Man kennt sich. Das hier wurde bereits mehrmals in den Kommentarspalten gepostet.

    Also: Wenn Sie zufällig auf diesen Blog gestoßen sind, nochmals:

    Hier werden Alte umgebracht. Das versteht Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel unter:

    „Wir werden allerdings auch sagen, welche Impfstoffe für welche Gruppe vielleicht am besten geeignet sind, das wissen wir heut‘ noch nicht.“

    Warum? Weil keiner hingeht und sagt: “ Seid ihr eigentlich wahnsinnig, was tut ihr unseren Alten an. Stoppt das sofort!“

    Hören Sie sich das hier an was hier schon mehrmals gepostet wurde. Das ist ein Verbrechen an wehrlosen alten Menschen:

    https://2020news.de/whistleblower-aus-berliner-altenheim-das-schreckliche-sterben-nach-der-impfung/

  • Der kleine Unterschied
    Antworten
    Wie heißt es immer so schön in den neusten Corona-News:

    .

    „…in Verbindung mit Corona gestorben“

    .

    und nicht…:

    .

    „…an Corona gestorben“,

    .

    .

    Der kleine Unterschied, der gerne von jedem Bürger falsch Verstanden werden darf!

    .

    Und für ein wenig Nachdruck geben dann Professoren wie unser allseits beliebter Harald Lesch in einer seiner Sendung seinen unter der Gürtellinie platzierten, ganz einem Hochgebildeten würdig, seinen diffamierenden Kommentar zu den sogenannten „Verschwörungstheoretiker“…, um sich dann wenig später in einer weiteren Sendung darüber zu beklagen, dass man ihn beschimpft und bedroht.

    .

    Unser hochgebildeter Harald weiß eben nur zu gut:

    .

    „MAN BEISST NICHT DIE HAND, DIE EINEM FÜTTERT“

  • Kirsten
    Antworten
    Seltsam. Auch hier wird die Kommentarfunktion dazu genutzt, den eigentlichen Artikel, zu dem sie gehört, komplett unbeachtet zu lassen und stattdessen nach eigenem Gusto irgendwelche Nachrichten wiederzugeben.

    Dieser Zustand hier, der auch auf anderen Blogs vielfach anzutreffen ist, scheint darauf hinzuweisen, dass viele „Leser und Leserinnen“ keinen neuen Input, sondern nur eine täglich neu eröffnete Spielwiese brauchen, auf der sie ihre Befindlichkeiten zur Schau stellen und sich mit Gesinnungsgenossen austauschen können.

    Bei allem Verständnis für das Bedürfnis nach Gemeinschaft und gegenseitiger Bestätigung empfinde ich die damit geäußerte Ignoranz gegenüber dem jeweiligen Artikel und der mit ihm verbundenen Arbeit der Schreibenden als symptomatisch für ein Grundübel unserer Zeit: fehlender Respekt.

    • RESPEKT RESPEKT
      Antworten
      …doch bitte nur von „UNTEN NACH OBEN“. Umgekehrt wäre „RESPEKTLOS!“

      Ich kann ja verstehen, wenn manche/r, natürlich friedlich und RESPEKTVOLL, tagein tagaus alles nur erdenkliche immer und immer wieder ausdiskutieren will und somit sich selbst mit seiner sogenannten Intelligenz bestätigen möchte, solange denn die Elite ihrem Unwesen unbehelligt nachgehen kann.

      .

      „ZUM WOHLE IHRER OPFER VERSTEHT SICH…, NATÜRLICH!“

    • Freiherr
      Antworten
      tja… kam halt nicht so an, der Artikel, war nicht so einladend oder anregend zum Reflektieren, hat irgendeinen gegenwärtigen Zeitgeist nicht so angesprochen, hat den Leser nicht so gekitzelt, war zu diesem Zeitpunkt eine gewisse Überflutung des speziellen Themas gegeben, war das Hauptaugenmerk gegenwärtig andersgerichtet, waren Leser womöglich überfordert, hat man ihn eher im Stillen anerkennend ‚abgenickt‘, …. ?

      und weiterer möglicher Gründe wären denkbar.

      Respektlosigkeit ist es wohl eher nicht.

       

       

    • Piranha
      Antworten
      Hallo Kirsten,

      das sind mahnende Worte, die aus Ihrer Sicht ihre Berechtigung haben mögen; als Grundübel den fehlenden Respekt auszumachen halte ich in Bezug auf die Autoren bei und von HdS für etwas maßlos. In einer Generalunterstellung signalisieren Sie damit auch den Autoren, sie würden mit dem was sie zu sagen haben, nicht zur Kenntnis genommen.

      Bedenken Sie bitte:

      nicht jeder möchte oder sieht sich in der Lage, etwas zum Artikel selbst zu sagen

      einzelne Passagen oder Sätze können als Trigger wirken, eigene Gedanken, Meinungen, Einstellungen wiederzugeben, und weiterführende Links anzubieten mit dem Wunsch, aber ohne Anspruch, dass diese Links auch angeklickt werden.

      seit ein paar Jahren (4 oder 5) werden die Kommentare moderiert um Hetze, Hass, persönl. Angriffe, etc, auszuschließen. Brauchen wir nun eine weitergehende Moderation in Form eines Lesewächters?  Dann sollte ich der Redaktion empfehlen, einen eigenen Algorithmus zu implementieren der die Merkmale  „gelesen, nicht kommentiert“, gelesen, falsch kommentiert“, „gelesen, passend kommentiert“…. überwacht. (sorry, kl. polemischer Ausrutscher)

      Respekt

      Nicht, oder anders als erwartet zu kommentieren heißt nicht, es fehlte an Anerkennung, Wertschätzung oder Zuspruch.

      Nicht einmal auf gesellschaftlicher Ebene könnte ich derzeit von einem „Grundübel mangelnden Respekts“ sprechen. Sehr wohl aber auf der politischen. Das hier aber weiter auszuführen, ginge zu weit.

      Also: Ihre Ermahnung respektiere ich! Zugleich fällt es mir schwer, Generalverdächtigungen zu akzeptieren.

       

      Alles Gute,

      P.

       

       

       

       

       

    • Ulrike Spurgat
      Antworten
      Wenn sie Bestätigung brauchen dann sagen sie es doch einfach.

      Ob es sich um den Artikel Schreiber oder aber um den Kommentator handelt ist aus meiner Sicht völlig egal, da es Arbeit für beide Seiten bedeutet.

      Bewegung geht nie in eine Richtung. Jeder bringt sich selber und auch den Stand seines Wissens mit.

      Und die Möglichkeit ganz unterschiedlich auf die Artikel einzugehen hat eben mit der Bewegung des menschlichen Daseins zu tun.

      Ich z.B. habe zu diesem Artikel überhaupt keinen Zugang finden können, da ich bereits mit der Herangehensweise und Fragestellung wenig anfangen konnte.

      Ja und ?

      Nur daraus den Lesern/Schreibern abzusprechen, dass sie sich zu wenig Gedanken machen ist eher befremdlich, aus meiner Sicht.  Das fehlt noch, dass jemand von dem ich eher hier NIX lese auf die Pauke haut….

      Dann werden sie doch sicher inhaltlich auf den Artikel eingehen wollen….

      Mit Interesse wird ihr Kommentar dann sicher gelesen werden.

       

       

    • Kirsten
      Antworten
      Mit Interesse nehme ich zur Kenntnis, wie mein Kommentar von den verschiedenen Foristen aufgenommen und gedeutet wurde. Öfter entsteht der Eindruck, dass ich einen wunden Punkt getroffen zu haben scheine, so stark und teilweise unsachlich wie die Reaktionen daherkommen.

      Meinen größten Respekt hat „Freiherr von Anarch“, der/die einfach und ehrlich sagt, wie es für ihn/sie ist.

      Mir peraönlich hat der Artikel enorm gut gefallen, weil er ein scheinbar altbekanntes Thema auf völlig neue und eigenständige Weise beleuchtet.  Daraus habe ich viele Anregungen zum Nachdenken gezogen, nicht nur über die Person Adolf Hitler, sondern auch über so manch andere aktuell prominente politische Figur. Denn mir wurde noch einmal deutlich, wie sehr meine Einschätzung von Personen und Zusammenhängen geprägt sind durch Dritte. Ja, geprägt sein müssen! Denn unmittelbar Zeitzeuge zu sein, ist nur in den allerwenigsten Fällen möglich.

      Herzlichen Dank an Roland Rottenfußer für diesen Artikel!

  • Freiherr von Anarch
    Antworten
    …was mich selbst betrifft – war ja einer der Ersten der *artfremd* kommentiert hatte –

    ich bin derart angefüllt mit Zorn und Wut und der Notwendigkeit das rauszulassen, anzuklagen, über diese nicht mehr zu fassenden Verbrechen an uns durch diese Regierung –

    dass mir jeder *comment-button* recht ist das rauszulassen !

    Und genau das muss sein, müssten wir alle tun.

    Insbesondere das gezielte vorsätzliche Töten der Alten, für das Merkel und Spahn persönlich verantwortlich sind,  bringt mich in Rage ! – und die dürfen das verbrechen ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden, dafür angeklagt werden !

    Ich bin da an der Grenze von dem was ich noch ertragen kann – und das muss raus ! – völlig egal unter welchem Artikel.

    Grösstes Lob bekäme jeder von mir, sofort, der genau das in einen Artikel presst.

    Grösstes Lob sofort für Jeden der zu radikalem Widerstand gegen diese Verbrechen aufruft !

    Die vergleichenden Auslassungen zu früher helfen uns nicht mehr – JETZT ist die Zeit des energischen Widerstandes.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Hope
    Antworten
    Wo ist die Grippe?

    https://www.youtube.com/watch?v=eNnmlZ2OeOA

     

    Meine Antwort:

    Die Grippe heißt seit März 2020 jetzt Sars-Cov-2

  • Ein Winzling mit großer Wirkung
    Antworten

    „NOCH NIE WAR EIN WINZLING SO WERTVOLL WIE HEUTE“
    .

    Was für die wirklich Gläubigen die „ZEHN GEBOTE“, sind für unsere SCHEINchristlich/SCHEINsoziale GroKo mit ihre (Geld-)Werte „TOTSÜNDEN“.

    .

    Nichts geht doch über Corona…

    .

    Kaum ein Wort noch über TTIP, CETA & Co

    kaum ein Wort noch über den Ausverkauf von Volkseigentum

    kaum ein Wort noch über Lobbyismus in den öffentlichen Bereichen wie auch der Politik

    kaum ein Wort noch über den Rüstungswahn der Wertegemeinschaft und ihren transatlantischen Freunde

    kaum ein Wort noch über ihre Kriegstreiberei

    kaum ein Wort noch über Verkehrstote, über Grippetote…

    usw.

    usw.

    kaum ein Wort noch über Gentechnik, Fracking, künstliche Intelligenz, über Drohnen und autonome Waffensysteme

    kaum ein Wort noch über Muttis „Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht“ und co.

    kaum ein Wort noch über die Verbrechen der Finanz- und Autoindustrie

    usw.

    usw.

    kaum ein Wort noch über Sinn und Zweck von Stiftungen der PARASITÄREN DEKADENZ, über den wirklichen Missbrauch der Gemeinnützigkeit

    Kaum ein Wort noch über Greta, über die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur und die globale Umweltzerstörung, die globale Erderwärmung nur zu einem Zweck, den der Gewinnmaximierung zum Wohle der sogenannten Investoren

    usw.

    usw.

    usw.

    Man könnte die Aufzählung der zerstörerischen Fähigkeiten der modernen Wirtschaft noch eine Zeit lang weiterführen, doch…

    .

    .
    …nun will ich aber mal auf den Titel kommen:

     

    Die „dunkle Erleuchtung“

    .

    Man könnte auch Schwarzlicht als DUNKLE ERLEUCHTUNG sehen…

    .

    Bei diesem leuchten die Zähne so schön, wenn man sie fletscht! Nur bei den Armen nicht. Wo Schwarzlicht auf Schwa(e)rz(e) oder leere trifft, da gibt es eben kein Zähne fletschen mehr.
    Die wahre SCHWARZe Taktik: „Arbeit muss sich lohnen“, wenn auch nicht für das Volk. Ist doch schön, wenn man die Armut nicht mehr so abstoßend in der Öffentlichkeit wahrnehmen muss.

    Wirkt sich sicherlich auch positiv bei jeder Wahl aus.

    .

    Doch eines muss man ihnen lassen, diesen VOLKSVERWERTER, sie haben von den Fehlern der Nazis mithilfe der NSDAP-SCHERGEN in ihren eigenen Reihen gelernt. Haben diese Nazis die ALTEN MENSCHEN vor nicht alszuferner Vergangenheit als UNWERTES LEBEN doch nur kostenträchtig verheißt, macht die moderne Elite der Wertegemeinschaft an den ALTEN MENSCHEN zuvor noch „GUTE GESCHÄFTE“, bevor man sie statt in Öfen zu verheißen, mit Spritzen verstummen lässt.

    .

    FÄLLT NICHT SO AUF!

    .
    Alles hat eben seinen Preis. Auch das, von dem so manche/r nie genug kriegen kann…

    .

    „DAS LIEBE GELD“

  • Rainer W.
    Antworten
    Terminator 1, 2 und 3 anschauen.

    Robocop 1, 2 und 3 anschauen.

    Alt, aber schimmeln nicht.

    Ist aber handfester Stoff, echt.

    Popcorn, Chips und Kasten Ramsdorfer Kölsch holen.

    Halt! Ramsdorfer besser stehen lassen!

    Ist nicht so gut. Vernebelt.

    Sonst holst du Bleispritze raus.

    Beteiligst dich am Spiel.

    Willst ja nicht ausgegrenzt sein.

    Ballermann raus, Wildschweinkaliber.

    Den Rocket Launcher auch.

    Haben die da auch, macht sonst keinen Spaß.

    Munition nachladen.

    Voll betäubt, Botschaft nicht verstanden.

    Menschen sind komisch.

    Machen manchmal schräge Dinge.

    Denken nicht, handeln nur.

    Auch, wenn FC verloren hat.

    Affekthandlung.

    Den Rocket Launcher!

    Im Wohnzimmer!

    Danach siehst du nix mehr.

    Tilt. Game Over.

    Wie bei Doom.

    Vom fliegenden Kugelmonster getroffen.

    Heimtückisch. Von hinten.

    Kein First Aid Kit gefunden.

    Kein Happy End.

    Benebelt noch mehr.

    Endlosschleife.

    Schuß in den Ofen.

    Hütte qualmt auch noch.

    Schön blöd.

    Heute kein Fernsehabend mehr.

    Kübelspritze holen.

    Eimer Wandfarbe schwarz rein.

    2 Minuten Schnellrenovierung.

    Muß ja weiter gehen.

    Meistäää Röööööhriiiiiiiiiich!

    Fernseh kaufen, dalli dalli!

    Mausfeld, Ganser, schauen.

    Thích Quảng Đức.

    Kwai Chang Caine.

    Bruce Lee.

    Beruhigen.

    Alles klar.

    Hilft!

    Satire Mode Off.

     

    Eimer Satire zu verschenken. Eimer Gülle ist schon weg. Kann aber nachbestellt werden. Bitte. Gerne.

     

    Terminator, Robocop: Meinte ich im Ernst. Ausgerechnet Hollywood hat gelegentlich gute Botschaften. Der Held rettet die Welt vor einer endgültigen Konzerndiktatur. Habe das damals nicht verstanden, nur wie reine Action aufgenommen. Haben ja auch Demokraturie. Das vernebelt auch. Verdammt, jetzt aber! Hast Du grad gesehen? Schräg! Unterscheidung nur durch zwei Zeichen. Mache Vorschlag für Wort des Jahres: Demokraturie. Da ist alles drin. Wie bei „All you can eat“. Kein Vertun mehr. Aah nee klingt ja fast wie Furie. Geht auch nicht. Womit sich der Kreis zum Thema wieder schließt. In den Zeiten wie jetzt treiben mich viele Gedanken um, endet oft in Satire, wie bei Gellermann, positiv.

    CoV1984? Verstand einschalten. Befreit vor Schmerzen. Alles Positiv.

     

    Danke, Herr Rottenfußer. Materie zäh, Schlußbotschaft längst verstanden: Denke schon länger nach.

     

    Chaos in den Kommentaren, nichts drum geben, vielleicht trotzdem brennend wichtig. Ist doch kein echtes Qualitätsmerkmal. Null Kommentar, trotzdem bester Artikel? Warum nicht? Mache ich Jahre lang so, nichts und nirgends kommentieren, und wertvoll finden. Außer: Es brennt etwas, z.B. die 50 bis 60 Millionen Toten jährlich bei Ziegler.

     

    Massakrieren Impfen in Ablebeanstalten Heimen? Meinem alten Herrn geht es sehr schlecht. Hat mit Händen und Augen um Hilfe gerungen, hol mich hier raus. Er baut massiv ab. Demenz, geht jetzt extremst schnell, wie noch nie zuvor gesehen. Darf ihn nicht umarmen, nicht mal Hand geben. Kann mich nicht mehr wahrnehmen. Asocial Social Distancing. Verdammte Strolche Familienmitglieder packten ihn in die Ablebeanstalt Zum Gnädigen Herrn Seniorenresidenz Haus Zum Siebzehnten Kartoffelhimmel. Das ist noch viel dementer! Doppelplusminusgut. Ohne Not. Haben das LebensfreudeAlternativlos-Gen. Hoch geschützt, aber vereinsamt. Einfach weggestellt werden.

    Das geht hier ab wie bei Huxley („Schöne Neue Welt“, 1932), original. Unterhielt mich vor einigen Jahren mit einem sogar gut gebildeten Mann, ich rieche Dinge echt früh, wie die Ratten, und der sagte noch: „Ach, nee, nein, nie, niemals, warum denn? Läuft doch alles rund“. Ach, ja? Er sagte mir aber was: „Schau mal näher bei Huxley: Sein Bruder war sowas wie Arzt, Eugeniker“.

    Huxley und Orwell kannten sich gut. Orwell war auch ein Warner, er war 1936 im spanischen Bürgerkrieg, Franco, Hitler eilte zu Hilfe, wußte ich bis vor kurzem gar nicht, hört und sieht man nicht.

    Verdammt, denken Angehörige eigentlich oft überhaupt gar nicht mehr? Richtige fette Zombies? Was sie da auch mit tun, befördern? Sonst entsteht doch so ein exponentiell wachsendes System gar nicht erst, das ist doch nicht vom Himmel gefallen. Was ist mit den Kameraden so los? Müßte man mal untersuchen. Bitte einen Arzt eine „Stiftung Kranke Gesellschaft Ausschuss“ her, schnell!

    Stimmt mich sehr traurig, und sehr sehr lange. Macht auch nachdenklich. Nein, nicht grübelig, ganz ausdrücklich. Lösungen? Altes links liegen lassen, nicht mehr beachten, stirbt dann ab. Nein, die Alten nicht. Neues schaffen (Chomsky, Mausfeld). Wird wohl aber hart bekämpft werden. Was tun die Sapiens da unten auf Planeten? Mr. Spock, bitte übernehmen! Jurassic Park öffnen. Schnell. Müssen umgestalten.

    Ist wie beim Zitat von Horst Seehofer: „Die, die gewählt sind, haben nichts zu sagen, und die, die was zu sagen haben, sind nicht gewählt.“

  • Rainer W.
    Antworten
    Verzeihung, daß ich hier auch noch einen etwas artfremden Kommentar positionieren muß, den ich aber für nicht unwichtig halte.

    Zur Ehrenrettung folgt etwas später aber noch mal ein weiterer Kommentar von mir zum Thema des Beitrags, habe noch einen Link zu einem Video-Vortrag, was die Zukunft so im Rucksack haben könnte, und dort moderne Gottheiten vorkommen. Aber später, muß noch etwas vorbereiten.

    Hope schrieb:

    Spediteure warnen wegen Grenzkontrollen vor leeren Supermarkt-Regalen

    „Anderenfalls bleiben nicht nur viele Supermarkt-Regale leer, weil uns die Lkw-Fahrer fehlen, sondern die Laufbänder vor allem auch in der Automobilindustrie stehen still, weil sie nicht mehr beliefert werden können.“

    Bald lauern an den Supermarkt-Regalen noch ganz andere Gefahren, nämlich ein Gespenst, unsichtbar, es handelt sich um die modernen Geistwesen von Skinner und seinen Komplizen! Zum Supermarkt-Regal kommen nur noch die Guten, die Zustimmer, Ja-Sager?

    Ich beobachte doch nur ein wenig, und mache doch gar nichts! Vielleicht habe ich auch nur so ein kleines bißchen sowas wie Visionen. Aber nicht nach Definition von Helmut Schmidt, denn die steht genau auf dem Kopf. Denn, wer keine Visionen hat, der sollte zum Arzt gehen. Vieles kommt dann auch so, wie ich es voraus spinne.

    Samstag war ich im Netto, da knallte ich doch mit dem Wägelchen gegen den Schwenkarm im Markteingang, der voll blockiert war. Bei näherem Hinsehen war der neu, gegen den alten ersetzt, und ein Kästchen dran, wo e-gate drauf steht. Wohin das führt, darüber darf man ja gerne mal sinnieren. Gleich kam auch die Kassiererin gesprungen, und leitete die Kunden an der Kasse vorbei in den Markt. Sie hatte keine Ahnung, was da installiert wurde.

    Ich hatte da auch genau einen zeitlichen Glückstreffer: Am Ende der Montage war die Stromzufuhr wohl noch nicht ganz fertig, sonst wäre es mir überhaupt gar nicht erst aufgefallen, daß da ein neues Türchen ist.

    Manch einer mag jetzt sagen: Na endlich, wurde ja auch Zeit, daß dieses olle unmoderne Ding da mal weg kam, und da was neues kam, das paßt ja gar nicht mehr in unsere Zeit! „Das ist unzeitgemäß“, wie auch der Geo-Historiker Prof. Ludwig Greipl im Vortrag zur Landschaftsverschandelung zum rücksichtslosen Abriß von Denkmälern sagte. Oder den anderen Spruch: Das ist heute alles so, da kann man halt nichts dran machen.

    Besonders Randgruppen wie Arme, Alte, Behinderte, Kranke, Hartz 4, Alleinstehende, irgendwie schwache Menschen im Überlebensmodus mit verminderter Resilienz sind da schnell geliefert, wenn sie da mal von einer völlig emotionslosen KI gesteuert werden.

    Anfangs wird das Ding wohl noch per Knopfdruck ganz geöffnet und abends geschlossen, sodaß es unscheinbar aussieht, und später bei einem Startschuss dann auf Automatik gestellt werden können.

    Bitte Impfausweis an Lesegerät halten! Ausreden, och, hab ich verloren oder heute vergessen, schlechten Tag gehabt, geht da nicht. Keine Chance.

    Diese Maschinen sind auch noch perfekter als ein Security-Mitarbeiter, und, vor allem eines: Millionenfach am Band produzierbar.

    Der Technikkram sollte allemal gut im Auge behalten werden. Überall. In allen Bereichen. Sonst haben wir bald wirklich den Digitalen Pranger wie in China. An diesem Punkt ist es dann wie am Roulettetisch: Nichts geht mehr. Point Of No Return. Die machen diesen Ausbau weiter, ohne jemanden zu fragen.

  • Freiherr
    Antworten
    Ja genau Rainer W.,

    …so kommt das und noch schlimmer.

    Universelle Kontroll-Mechanismen-Chipkarten-Automaten überall, egal wo du rein möchtest und im übelsten Falle dann solche wo du die Karten reinstecken musst, nicht nur hinhalten – wenn dann irgendwas ‚ mit dir nicht stimmt ‚ wie vorgeschrieben, dann wird die Karte eingezogen und du musst bei der zuständigen Behörde vorsprechen um die Karte wieder freigeschaltet zu bekommen – minus Gebühr und Eintrag in ein zentrales Auffälligkeitsregister.

    Gekoppelt ist diese Chipkarte mit deinem Digitalgeldkonto, bist also zunächst mal völlig ausser Kraft gesetzt, bewegungs- und handlungsunfähig gemacht auch.

    u.s.w…

     

     

  • A.K.
    Antworten
    https://www.youtube.com/watch?v=aSxogLuHXxg&feature=emb_rel_end

    Ärzte für Aufklärung – Interview mit Dr. Walter Weber in Hannover

  • Rainer W.
    Antworten
    So, ich versprach noch einen Link zu einem Vortrag:

    Dr. phil. Christoph Quarch: Menschendämmerung. Wie verändert künstliche Intelligenz unser Leben?

    https://christophquarch.de/wie-veraendert-kuenstliche-intelligenz-unser-leben-unser-denken/

    Dort auf der Seite ist ein Link zum Vortrag eingefügt.

    Vortrag bei der ÖDP München, 18.02.2019

    80 min. Vortrag, 30 min. Diskussion mit Zuschauern.

    Den Vortrag verstand ich vor zwei Jahren gar nicht, zu abgefahren. Also verschmähte ich den weiteren Inhalt, und legte ihn zur Seite. Meine Zeit, mehr zu verstehen, war noch nicht reif.

    Aus den aktuellen Vorgängen unserer Zeit seit einem Jahr fallen mir eine ganze Menge Veränderungen unter deren Teppich auf, wo ich meine, das kann jetzt aber doch echt heikel werden, und sich ein paar Dinge beschleunigt schnell zu spitzen, Stichwort Ausbau Sicherheitsstaat, Stilllegung von Grundrechten, auch Technikaufrüstung an allen Ecken, da packte ich den zuerst völlig verkannten Vortrag von Dr. Quarch jetzt wieder aus, um neu nachzudenken, und siehe da: Es geht mir gerade nicht nur ein Licht auf, sondern ein ganzes Sonnensystem. Inzwischen sah ich den Vortrag diese Woche alleine weitere zwei male, um immer mehr noch besser zu verstehen, und das ist noch lange nicht das Ende. Es ist eben nicht gerade Fernsehunterhaltungs-Niveau.

    Es werden ein paar zentrale Themen angesprochen:

    Ist Technik für den Menschen da, oder der Mensch für die Technik?

    Sehr verschärfter neoliberaler Gang mit Hilfe einer KI möglich, verschärfte Erdverwüstung und noch größere Verteilungsungleichheit und soziale Verwerfungen?

    Homo Oeconomicus versus Homo Humanus: Leider gibt es eine Pyramidenspitze, die ihren Besitz mutmaßlich niemals freiwillig für mehr Gleichverteilung her geben wird.

    Abstrakte Macht, Religion.

    Dr. Quarch hat Kinder, sagte er später in der Diskussionsrunde. Würde er eine schlechte Welt wollen?

    Er bezeichnet seinen Vortrag als auf einem sehr hohen philosophischen Niveau stehend. Die Zuschauerdiskussion ist es meiner Meinung nach auch.

    Die ersten 15 Minuten scheinen noch etwas trocken zu sein. Nicht beirren lassen.

Schreibe einen Kommentar zu Ulrike Spurgat Antworten abbrechen

Start typing and press Enter to search