Fridays for Future – was bleibt nach den Schlagzeilen?

 in Umwelt/Natur

Das Jahr 2019 stand im Zeichen der Klimaproteste. Doch wer meint, dass die Fridays for Future tatsächlich zu maßgeblichen Änderungen unseres Verhaltens geführt haben, muss sich leider angesichts der jüngsten Statistiken eines Besseren belehren lassen. Noch nie flogen die Deutschen so viel wie im Jahr 2019. Noch nie rollten auf unseren Straßen so viele Geländewagen und noch nie verkauften sich PS-starke Autos besser als im letzten Jahr. Milliardengewinne mit SUVs, Nischengeschäfte mit Elektromobilen, die wohl eher unter der Kostenstelle „Public Relations“ laufen. Und auch politisch blieb es bei homöopathischen Maßnahmen. Viel Lärm um Nichts? (Quelle: Fridays for Future)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=59031

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    heike
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    Wenn die globale Erwärmung bei 1,5 °C gestoppt werden soll, dann dürfen nach wissenschaftlichen Berechnungen nur noch 340 Gigatonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen, was bei unserem derzeitigen Energie-, Sprit- und Konsumverbrauch bereits in acht Jahren geschehen sein wird.

    Das EU wird bis Mitte 2021 geeignete Maßnhmen zur CO2-Emissionsreduzierung einer Folgenabschätzung unterziehen. Danach wird ein Konzept erstellt, dessen Ziel es sein wird, die klimaschädlichen Gase um 50 bis 55 Prozent (statt wie bisher vorgehabt um 40 Prozent) zu senken. Ab 2030 bis 2050 soll anhand eines „Zielpfades“ überprüft werden können, ob die geltenden Vorgaben von allen EU-Mitgliedsstaaten eingehalten werden.

    „Beim Bundesverband der Industrie warnte der Vizehauptgeschäftsführer Holger Lösch vor immer schärferen Zielen, die die Unternehmen überfordern könnten.“ (Freie Presse, 5.3.2020 unter Greta liest der EU-Kommsission die Leviten)

    Wenn es darum geht, maximale Gewinne einzufahren, scheint die deutsche Industrie auch nicht überfordert zu sein. ..

    Jedenfalls, um auf den Ausgangspunkt des Kommentares zurückzukommen: Erst ab 2030, also 2 Jahre nach Ablauf der Frist, die einen Temperaturanstieg auf 1,5 °C begrenzt, setzt eine Bestrafung der Mitgliedstaaten ein, die sich nicht an die, bis Mitte 2021 noch zu erarbeitenden Vereinbarungen, halten.

     

    Seit den 70er Jahren setzen sich Schauspieler und andere Personen des öffentlichen Lebens für einen Erhalt des Weltklimas ein – ohne Effekt. Ohne Bestrafungen, wird das Weltklima von der Industrie nicht geschützt werden, maximaler Gewinn wird die Maxime bleiben.

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    heike
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    Wird die Erderwärmung unter einem Anstieg von 2 °C gestoppt,  werden  bis zu 1,7 Milliarden mehr Menschen mit Wasserknappheit zu kämpfen haben sowie bis zu 30 Millionen mehr Menschen als heute sind von Hunger bedroht sein.

    Bei einer Erderwärmung zwischen 2 und  4 °C leiden bis zu 2 Milliarden Menschen unter Wasserknappheit und bis zu 3 Millionen Menschen mehr unter Überflutungen der Küstenbereiche.

    Steigt die Erderwärmung über 4 °C an, sind  bis zu 3,2 Milliarden Menschen mehr von Wasserknappheit betroffen, bis zu 120 Millionen Menschen mehr von Hungernot bedroht und 15 Millionen Menschen mehr der Bedrohung durch Küstenüberflutung ausgesetzt.

    (entnommen der  Nabu-Seite: http://www.nabu.de)

    Wer selbst seinen CO2-Ausstoß von Flugreisen berechnen lassen möchte, kann das unter http://www.atmosfair.de tun. Dort kann man auch einen Ausgleichsbetrag berechnen lassen, den man klimaschützenden Projekten zukommen lassen kann.

    Ich fand ganz interessant, dass ein Jahr Autofahren mit einem Mittelklassewagen (12.000 km) ca. 2.000 kg CO2 emittiert; das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen liegt bei 2.300 kg CO2.

     

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