Helfen wir den Menschen in Griechenland – 5. Zwischenbericht

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Keine Angst, Holdger gibt's auch noch

Keine Angst, Holdger gibt’s auch noch

Liebe Leserinnen und Leser von „Hinter den Schlagzeilen“,

ich vertrete heute Holdger Platta, der sich in dieser Woche tatsächlich um ein paar eigene Angelegenheiten kümmern muss – ungewöhnlich für ihn in den vergangenen Wochen, die randvoll gefüllt waren mit Aktivitäten im Zusammenhang mit unserer erfolgreichen Griechenland-Spendenaktion.

Es ist eine gute Gelegenheit, einmal Pause zu machen, zumindest was die ganz großen Mitteilungen betrifft. Obwohl das Spendenvolumen in der vergangenen Woche nicht das Niveau der Zeit davor erreicht hat (Stand Donnerstag: 61.998,16 €), sind wir froh und stolz über das Erreichte und auch zuversichtlich, was den weiteren Verlauf unserer GriechInnenhilfe betrifft. Sicher wird das Ende der Urlaubssaison, werden die geplanten Konzerte Konstantin Weckers im September und Oktober der Aktion noch mal einen weiteren Bekannheitschub geben, und einige Veröffentlichungen des Aufrufs in periodischen Printmagazinen wurden uns fest zugesagt. Auch den Werbefilm von Clemens Haid, mit Konstantin in der „Hauptrolle“, hoffen wir sehr bald in diesem Forum zeigen zu können.

Karl-Heinz Apel sowie Evelin und Tassos Chatzatoglou sind auf dem Sprung nach Griechenland, wo sich unsere Aktion dem eigentlich entscheidenden Stadium nähert: der Überreichung der Hilfsleistungen an die wirklich Bedürftigen. Wir hoffen, spätestens am kommenden Freitag, direkt aus Griechenland berichten zu können. Es naht sozusagen die Zeit der „Ernte“ all dessen, was die vielen Helfer und Spender in den vergangenen Wochen gesät haben.

Völlig abgehoben von der sozialen Realität in Griechenland ziehen die EU-Politiker und Institutionen indessen „ihr Ding“ durch und sprechen beharrlich von einem „dritten Rettungspaket“ für Griechenland. Und die meisten Medien geben sich diesbezüglich mit der Funktion eines mechanischen Echos zufrieden, anstatt eine eigenständige Denkleistung zu erbringen. Bei derartigen „Rettern“ zucken die „Geretteten“ nach bitteren Erfahrungen der letzten Jahre schon ängstlich zusammen, und wenn das die Guten sind möchten wir die Bösen nicht kennen lernen. Als sei es eine großartige Gnade, ein Volk noch ein paar Monate länger in den Stand zu versetzen, ihre Zinsen an Großgläubiger und Banken zu bezahlen, was stets einer Entwicklungshilfe für die Reichen, einer Umverteilung von unten nach oben gleichkommt.

Wir von „Hinter den Schlagzeilen“, einschließlich der befreundeten Gruppierungen und Einzelpersonen, schmücken uns nicht mit dem aufgeblasene Titel des „Retters“. Wir versuchen angesichts eines Abgrunds von kollektiver Not wenigstens ein bisschen zu helfen. Allerdings nicht im Sinne eines „Tropfens auf den heißen Stein“, was immer nach einem wirkungslosen Verpuffen klingt; vielmehr im Sinne einer wirksamen Fürsorge für ein menschenwürdiges Daseins zumindest der wenigen Menschen, die wir mit dem bisher gesammelten Geld erreichen können. Besser Wenigen wirklich helfen, als ein ganzes Volk zu Tode retten.

Mit Dank an alle und herzlichem Gruß, auch im Namen Holdgers und des gesamten Teams

Euer/Ihr Roland Rottenfußer

 

 

 

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