Jens Fischer Rodrian: Es gibt ein Leben vor dem Tod

 in MUSIKVIDEO/PODCAST


Lieder, die sich auf direkte Weise kritisch mit der derzeitigen Corona-Politik auseinandersetzen, sind selten. Jens Fischer Rodrian sagt es an einer Stelle selbst: „Der kritische Geist hat sich verkrochen“. Es wird wieder mit Angst regiert. Während die Menschen tief verunsichert sind, gilt „Sicherheit“ als Supergrundrecht. Denunziantentum blüht. „Wir hatten das alles schon, doch wir vergessen viel zu viel“. Der Liedermacher und Gitarrist wird deutlich und bleibt doch so poetisch-mehrdeutig, dass sich seine Hörer ihre eigenen Gedanken machen können. Gerade in Zeiten eines allgemeinen Schweigens der Künstler angesichts eines massiven Angriffs auf unsere Freiheitsrechte, ist dieses Lied eine mutige Tat. Auch musikalisch weiß es durch interessante Harmonien und glänzend gespielte Gitarren-Riffs zu überzeugen, während sich der Vortragsstil eher an Poetry Slam orientiert. Visuell wirkt das Szenario urban-trostlos. Dennoch sprießen Birken-Schößlinge aus den Ruinen. Das Leben bleibt so unvorhersehbar wie ungebändigt. Wenn wir uns von der Angst zu sehr einschüchtern lassen, bleibt uns nur ein Leben, das eigentlich kein Leben mehr ist. Siehe dazu auch den Artikel von Jens Fischer Rodrian weiter oben auf dieser Seite.

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