Jens Fischer Rodrian interviewt Christoph Bedürftig (Die Basis)

 in Jens Fischer Rodrian, MUSIKVIDEO/PODCAST, Politik (Inland)

Jens Fischer Rodrian hat am Rande des Bundesparteitags der neuen Partei „Die Basis“ einige Interviews mit Teilnehmer*innen geführt. Christoph Bedürftig wurde beim ersten Bundesparteitag der Partei auf den Listenplatz 2 in Niedersachsen gewählt. Käme die Basis im September in den Bundestag, wäre er „drin“. „Meckern allein reicht nicht“, sagt er. Nach Monaten des Leidens über den Lockdown entschloss er sich, selbst in die Aktion zu gehen. In dem Interview erfahren wir viel nicht nur über die Person Christoph Bedürftigs, sondern auch über Programme und Themenschwerpunkte der Partei „Die Basis“. Am wichtigsten ist ihm dabei die „Säule Machtbegrenzung“. Aufgrund schmerzhafter Erfahrungen in der Wirtschaft kam er zu dem Ergebnis: „Es ist mir zutiefst zuwider, Macht auszuüben“. Was macht er dann in der Politik und wie soll das funktionieren? Hört selber! Interview: Jens Fischer Rodrian und Raute Hesse.
https://soundcloud.com/f-i-s-c-h-e-r/basis-interview-christoph-bedurftig

Showing 2 comments
  • Freiherr
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    Machtbegrenzung ! – sehr wichtig !

    Geht aber nicht wirklich ohne die Freiheit !

    Was bedeutet das z.B. in einem Betrieb, einem Unternehmen –

    das sich ja wohl rentieren muss, knallhart gesagt Gewinn machen muss ?

    Nehmen wir mal an, ich wäre Angestellter und dürfte das sein unter möglichst wenig Hirarchie-Strukturen, möglichst wenig Machtausübung auf mich also –

    was ja umgekehrt möglichst viel Freiheit für mich bedeuten müsste,

    ich denke, man würde mich sehr bald entlassen – weil ich dann dieses Soll nicht erfüllen würde, das nötig ist um Gewinn für den Betrieb zu erwirtschaften.

    Das Umsetzen von Machtbegrenzung mit gleichzeitiger Freiheit innerhalb eines Wirtschaftsbetriebes ist also schwierig, wenn ja ein Betrieb den Gesetzen des Kapitals unterworfen ist.

    Könnte aber durchaus möglich sein, wenn man mir die Freiheit gäbe, so viel zu arbeiten wie ich eben will, damit auch so wenig zu verdienen wie ich will, trotzdem nicht entlassen würde deswegen.

    Nunja- in der gegenwärtigen Praxis schwierig solange es um Leistung geht und um die Freiheit selbst darüber zu entscheiden –

    wenn ich also dann für den Betrieb nicht rentabel bin.

    Das Leistungsprinzip ! – eine der Säulen des Kapitalismus.

    FREIWILLIG kann ich viel leisten, muss aber nicht ! – thats the point !

    Die Verpflichtung leisten zu müssen darf es nicht geben.

    Unter jetzigem brachial-kapitalistischen System wäre ein Unternehmer wohl gezwungen mich rauszuwerfen – Abneigung gegen Machtausübung hin oder her.

    In einer praktisch ausgeführten SOZIALÖKONOMIE sähe das ganz anders aus.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Ulrike Spurgat
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    Als eine mittlerweile konsequente Nichtwählerin will ich der jungen Partei DieBasis  dennoch sehr herzlich zu dem Wahlergebnis der gestrigen Landtagswahlwahl in Sachsen-Anhalt zu gratulieren.

    Mit über 15.000 abgegebenen Stimmen habt ihr einen bemerkenswerten 8. Platz erreicht. 23 Mitstreiter sind zu dieser Wahl angetreten, und so ist ein 8. Platz aus dem Stand heraus eine vielversprechende Wahlmöglichkeit für die Zukunft.

    Den etablierten Parteien seit ihr mit feinen Nadeln im Gepäck auf den Fersen. Nur ohne die soziale Frage und die Frage Krieg und Frieden dürfte es schwieriger werden, wenn es dem System an den Kragen gehen soll.

    Aber das wird wohl eher unwahrscheinlich sein, denn die Legende vom „buntgekleisterten besseren Kapitalismus“ hält sich sehr hartnäckig.

    Trotz alledem bleibt am Ball, selbst in Zeiten wo einem alles über den Kopf zu wachsen scheint verliert nicht den Mut, die Kraft und die Zuversicht für das wofür ihr einsteht.

     

     

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