Journalistischer Totalausfall

 in FEATURED, Medien, Politik, Roland Rottenfußer

Die Mainstream-Presse hat als Kontrollinstanz für eine zunehmend autoritär und demokratiefern agierende Regierung versagt. Entziehen wir ihr unser Vertrauen! Sie beleidigen freiheitsliebende Menschen als „Corona-Leugner“ und „Lebensgefährder“. Sie sehen in Demonstranten, die sich dem fortgeschrittenen Gesundheitstotalitarismus entgegenstellen, pauschal „Nazis“. Sie assistieren einer zunehmend übergriffigen Obrigkeit dabei, mit Angst zu regieren. Sie streichen bei Angaben zur Anzahl der Demonstrierenden schon mal eine Null weg und versuchen, eine wachsende Bewegung so in der Öffentlichkeit zum Verschwinden zu bringen. „Unsere“ Mainstream-Medien haben den Bogen zweifellos überspannt. Von einem ohnehin geringen Niveau der Glaubwürdigkeit ausgehend, sind sie nun nochmals einen Riesenschritt abwärts gegangen. Es wird Zeit, dass sie die Konsequenzen ihres historischen, für die Demokratie in diesem Land verheerenden Fehlverhaltens zu spüren bekommen. Roland Rottenfußer

So leicht wird man heutzutage zum „Nazi“. Nicht nur, dass den Demonstranten vom 1. August in Berlin der Ruf „Nazis raus!“ entgegenschallte — die Süddeutsche Zeitung spürte auch eine überaus bedenkliche „Nazi-Parallele“ auf. Das Motto der Demo lautete ja: „Das Ende der Pandemie — Tag der Freiheit.“ Und siehe da: „Den Titel ‚Tag der Freiheit‘ trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935.“

Wumms, das hat gesessen! Nun sind „Tag“ und „Freiheit“ relativ häufige Worte der deutschen Sprache. Man muss nicht unbedingt glühender Nationalsozialist sein, um auf diese Wortkombination von ganz allein zu kommen. 1942 drehte Rolf Hansen mit Heinrich George und Zarah Leander den Nazi-Propagandafilm „Die große Liebe“. Ist große Liebe somit etwas Schlechtes? Sollten wir aufpassen, die Wortkombination nicht mehr zu benutzen? Oder geht es hier um etwas ganz anderes als „Geschichtsbewusstsein“?

„Argumente“ wie dieses zeugen eher vom Triumph des Willens zur Diffamierung. Die Mainstream-Presse versucht um jeden Preis einen negativen Eindruck von der Großdemo vom 1. August zu erzeugen und ist sich dabei für keine Übertreibung, keine Schikane, ja keine plumpe Lüge zu schade. Es beginnt damit, dass sich Medienberichte viel weniger damit befassten, was die Demonstranten dachten und wollten, als damit, was sie anhatten beziehungsweise nicht anhatten: eine Maske.
Die Zeit titelte in Anlehnung an Berlins Regierenden Bürgermeister: „Das sind Leben, mit denen die spielen.“ Damit war zur Jagd gegen kritische Bürger geblasen, die nicht einsahen, warum sie sich im Akt des Demonstrierens ausgerechnet dem aussagekräftigsten Symbol dessen unterwerfen sollten, wogegen demonstriert wurde.

Eine „Welle“ fast ohne Tote

Die Diffamierungsversuche der Presse setzten sich fort mit dem Hinweis, „ausgerechnet jetzt, da die Infiziertenzahlen wieder steigen“, verhielten sich die Protestierenden derart leichtsinnig. Die Botschaft ist klar: Mitten in die zweite Welle hinein, also zur Unzeit und völlig faktenblind, platzten die Demonstranten mit ihrer Aktion hinein. Schauen Sie sich, um die Fakten wieder gerade zu rücken, diese einfache Grafik an. Sie stammt — keine Angst — aus einer „seriösen Quelle“: Wikipedia. Klicken Sie dabei unbedingt auf „Todesfälle“, dann ist die „Welle“ ein äußerst sanftes Kräuseln der Wasseroberfläche.

Suchbild: finden Sie die zweite Corona-Welle!

Wie immer man die Infiziertenzahlen der letzten Wochen bewertet, es scheint sich zumindest in Deutschland um eine Welle fast ohne Tote zu handeln. Seit Ende Juni liegt die Zahl der Verstorbenen in der Größenordnung zwischen 0 und 14 pro Tag. Die Aussage, es sei um jedes Leben schade, ist im Prinzip richtig, führt jedoch hier politisch nicht weiter. Denn dies gilt für Menschen, die ohne Zusammenhang mit Covid-19 oder gerade wegen der rigiden Corona-Maßnahmen sterben, ebenso. Ich fordere ja nicht, die Berichterstattung über Covid-19 beziehungsweise Sars-CoV-2 komplett einzustellen. Wohl aber wäre eine Berichterstattung zu erwarten, die entsprechend der tatsächlichen Bedrohlichkeit einer Krankheit an- und wieder abschwillt. Zum Vergleich: Etwas über 400 Menschen sterben täglich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Muss man da ein Wahnsinniger sein, rücksichtslos oder Nationalsozialist, um die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen?

Es gibt auch Corona-Coldspots

In meinem Heimatlandkreis Weilheim-Schongau gab es bisher überhaupt nur 467 positiv auf Covid-19 Getestete. Davon sind nur 34 (!) heute noch immer infiziert – sofern der Test überhaupt richtig funktioniert hat. Diese Menschen befinden sich jedoch in Quarantäne, können mir somit nicht auf der Straße begegnen. 3 starben an oder mit Corona, jedoch alle schon zu Beginn der Epidemie.
Die Maskenpflicht gilt jedoch rigoros in allen Geschäften und Einrichtungen mit Personenverkehr. Ich habe nirgendwo erlebt, dass mir ein Händler verschwörerisch zugeraunt hätte, bei ihm müsse ich es mit der Maskenpflicht nicht so genau nehmen. Der Staat hat auf die vermutlich ohnehin wenigen Menschen, die eigenständig denken, massiven Druck ausgeübt. Wer mit gutem Grund keine Angst vor Ansteckung hat, muss wenigstens so tun, als hätte er sie. Wir leben in einer Gesellschaft der Ängstlichen und Angst-Simulanten. Kein Zweifel:

Die Mächtigen und ihre Medien hassen jeden „Leichtsinn“. Lieber ist ihnen eine schwersinnige Bevölkerung, die mit ernstem Gesicht über Gefahren nachgrübelt, die nicht oder nur in geringem Maß existieren — niedergedrückt unter der psychischen Last, die man ihnen auferlegt hat, weil man eine bedrückte Bevölkerung leichter unterdrücken kann.

Frage: Warum wird in der Presse andauernd über sogenannte Hotspots, jedoch nicht über deren Gegenteil berichtet: „Coldspots“ wie den Landkreis Weilheim-Schongau? Warum werden wir, nachdem die Zahlen für Anhänger des herrschenden Narrativs über Corona längst nicht mehr so viel hergeben, mit einem „Worst of“ der schlimmsten Corona-Vorfälle in Angst gehalten? Welche Agenda verfolgen die Medien?

„Corona-Leugner“ — ein billiger Denunziationsversuch

Warum hat sich der Begriff „Corona-Leugner“ für Menschen, die über den massiven Freiheitsabbau überall in der Welt besorgt sind, auf breiter Front in den Medien durchgesetzt. Was wollen die Medien kritischen Bürgern mit dieser Wortwahl unterschieben? Es gab in der Geschichte nur zwei Gelegenheiten, bei denen der Zusatz „Leugner“ massiv gegen eine Gruppe von Menschen ins Feld geführt worden: der „Gottesleugner“ und der „Holocaustleugner“. Die einen galten als verachtenswerte Ketzer, die anderen sind Verbrecher, die juristisch belangt werden können und auf schlimmste Weise die Opfer eines historisch einzigartigen Völkermords beleidigen.

Was haben Menschen, die zum Umgang der Politik mit Corona kritische Fragen stellen, mit diesen Menschen zu tun? Und, abgesehen vom beleidigenden Charakter dieser Bezeichnung: Ich kenne wirklich viele Berichte der alternativen Medienszene zu Corona und habe nicht einmal gesehen, dass jemand die Existenz des Virus leugnete. Allenfalls wird die These von seiner exzeptionellen Gefährlichkeit relativiert — mit guten Gründen.

Warum versuchen die uns so etwas unterzujubeln? Warum lügen Sie? Warum schlägt den Verteidigern der Freiheit ein solcher Hass entgegen? Immerhin gehen mit der Freiheit alle im Bundestag vertretenen Parteien gern hausieren — so aufdringlich, dass sich unsere imperialistische Hemisphäre sogar selbst den Ehrentitel „freie Welt“ verliehen hat. Ein besonders abstoßendes Beispiel für völlig enthemmte Hasstiraden lieferte die SPD Chefin Saskia Esken. Noch während am 1. August die Demonstration lief, schrieb sie auf Twitter, „Tausende Covidioten“ seien marschiert. Und benannte auch Gruppierungen, die sie gesichtet haben will: „Rechtsextreme mit Reichsbürgern, Pegida-Angehörige mit QAnon-Anhängern“.

Wenn man Livestreams der Veranstaltung gesehen oder Zeugenberichte gelesen hat, kann man sich da nur an den Kopf langen. Ein kilometerlanger Aufmarsch ganz überwiegend harmloser und freundlicher Menschen. Dabei hatte Adriana Sprenger, die vor Ort war, ehrlicherweise zugegeben, dass sich Menschen im Pulk befanden, deren Weltanschauung mit der freiheitlichen Einstellung der Veranstalter und der überwältigenden Mehrheit der Teilnehmer nicht vereinbar war. Von 0,5 Prozent sprach die Autorin, was natürlich nur eine Schätzung sein kann. Warum schrieb die Presse aber nirgendwo: „In Berlin waren friedliche und freiheitsbewusste Menschen unterwegs. Unter den Demonstranten wurden auch Linke und Umweltbewegte gesichtet?“ Passt die Wahrheit, passt ein Mindestmaß an wohlwollender Betrachtung den Medienverantwortlichen nicht ins Konzept?

Der Kampf der „Liberalen“ gegen die Freiheitskämpfer

Fühlen sich die Journalisten nicht als Teil dieser Gesellschaft, die sich derzeit rapide auf einer abschüssigen Bahn in Richtung Gesundheitstotalitarismus befindet? In welcher Welt wollen diese Menschen leben? Welche Welt wollen sie mit ihrem Schreibtalent zu erschaffen helfen — nicht zuletzt auch für ihre eigenen Kinder und Enkel?

Wenn diese Kinder sie später einmal fragen: „Wo warst du damals, Opa oder Oma, als die Diktatur begann? Hast Du gekämpft?“, dann müssten sie kleinlaut antworten: „Ja, ich habe gekämpft — gegen die Kämpfer. Ich habe meinen Einfluss auf die öffentliche Meinung genutzt, um die ohnehin wenigen kritischen Menschen zu diffamieren und den sich regenden Widerstand im Keim zu ersticken.“

Vielleicht glauben viele von ihnen wirklich, dass sie das Land vor „Nazis“ schützen müssen. Ein paar gibt es ja immer wieder, speziell auch bei der zweiten großen Demonstration am 29. August. Ich respektiere deshalb auch Menschen, die mit Blick auf diese relativ wenigen fragwürdigen Gestalten den Protesten fernbleiben. Aber ich möchte nicht in der Haut von Journalisten stecken, die eigentlich schon selber nicht mehr an ihre Lügen glauben, weiter mitspielen in diesem perfiden Spiel, auf Befehl ihres Chefredakteurs oder um eine lieb gewonnene Festanstellung nicht zu riskieren.

Die Zahlenfälscher

Die schlimmste Presselüge zum 1. August dürfte jene gewesen sein, die die Anzahl der Demonstrierenden betraf. Hier nannten die meistens Mainstream-Medien folgende Zahlen: 20.000 oder gar nur 15.000. Aber wie viele waren es wirklich? Faire Quellen nennen durchschnittlich zwischen 160.000 und 320.000. Es gibt auch höhere Zahlen, aber ich will an dieser Stelle erst mal vorsichtig sein.

Sicher scheint: Die meisten Berichterstatter haben sich in der Größenordnung ganz massiv „geirrt“. Man muss die angegebenen Zahlen mit 10 oder 20 multiplizieren. Kann man von Qualitätsjournalisten heutzutage erwarten, dass sie, wenn sie 100 Menschen sehen, nicht schreiben, es wären fünf gewesen? Offenbar nicht.

Am 4. November 1989 fand die größte, nicht staatlich gelenkte Demonstration der DDR-Geschichte auf dem Berliner Alexanderplatz statt. Das Ereignis gilt heute als historisch und als Meilenstein auf dem Weg zur friedlichen Entmachtung der damaligen Führungsriege. Auch die damals angegebenen Teilnehmerzahlen — meist wurde 1 Million genannt — wurden natürlich in Frage gestellt. Aber selbst, wenn im August nur ein Drittel der damaligen Teilnehmerzahl erreicht wurde, verdient die Demonstration vom 1. August 2020 gegen das Corona-Regime die Bezeichnung „historisch“. Ebenso wie die Nachfolge-Demonstration am 29. August, die vermutlich noch mehr Teilnehmer hatte.
Warum wird dieses Signal von den Mächtigen nicht oder nur höchst verzerrt wahrgenommen? Warum werden die Teilnehmerzahlen von Polizei und Presse gefälscht? Und was geschähe, wenn wirklich einmal eine Million Demonstranten kämen — oder zwei Millionen? Würden wir dann wieder nur von ein paar tausend Nazis, Idioten und Pöblern lesen?

Repression als Antwort auf Bürgerkritik

Es ist zu befürchten: Mit dem weiteren Wachstum einer Gegenbewegung würde der Staat, anstatt auf die Botschaft der Demonstrierenden zu hören, lediglich die Repressionsmaßnahmen verstärken. Nach dem Motto: Wenn 1000 kommen, ignorieren wie die Demo; wenn 10.000 kommen, beschimpfen wir die Demonstranten. Und wenn sich 100.000 ankündigen, verbieten wir die Kundgebung einfach. Dies hat der Berliner Innensenator Geisel zunächst versucht, bevor sein Demoverbot von einem Gericht gekippt wurde. In der Folge wurde der Demonstrationszug jedoch von der Polizei massiv behindert, kam es zu Ausschreitungen der Polizei gegen friedliche Bürger, wurde vor dem Reichstag innerhalb der Bannmeile eine rechte Demonstration genehmigt und nur unzureichend von der Polizei bewacht, wohl um entsprechend „eindrucksvolle“ Bilder zu kreieren, die es der Presse hinterher erlaubte, gegen die Demonstranten die Nazi-Karte auszuspielen.

Die maßgeblichen Akteure bemerken nicht einmal, wie peinlich es ist, dass sie nun die Seiten gewechselt haben, gerade sie, die sich voll Verachtung gegen das DDR-Regime stets auf der „richtigen Seite der Geschichte“ wähnten.

Politisch und mental Erstarrte merkten damals wie heute gar nicht, wie es in der Bevölkerung rumorte – bei jener offenbar lästigen Menschengruppe also, der Politiker offiziell ja zu dienen hätten. Die bis heute herrschende Politikerriege hat uns immer nur eine „Joachim-Gauck-Freiheit“ gebracht, eine Freiheit der Märkte und der Unternehmerwillkür, eine Freiheit, die von vornherein schon durch „Verantwortung“ eingehegt und beschnitten sein musste, und deren Grenzen sie selbst, die Politiker, definierten. Sobald einmal wirkliche Freiheit ihr Haupt erhebt, möchten solche Liberale, erhitzt von biedermännischem Furor, am liebsten draufknüppeln.

Vaclav Havel schrieb mit Blick auf seine Heimat, die damals „realsozialistisch“ verwaltete Tschechoslowakei: „Ich hoffe immer noch, dass die Staatsmacht endlich aufhört, sich wie ein hässliches Mädchen zu gebärden, das den Spiegel zerschlägt in der Annahme, er sei schuld an seinem Aussehen.“ Das möchte man heutigen Corona-Politikern vorhalten. Und Medien, die „ihr“ Volk tagaus, tagein mit Staatspropaganda analog zur „Aktuellen Kamera“ in der DDR beschallen — in einem Land, dessen Grenzen zeitweise geschlossen waren und im Zuge „zweiter und dritter Wellen“ stets von Schließung bedroht sind und in dem Totalüberwachung die von den Menschen geduldete neue Normalität geworden ist.

Liebesentzug für die Mainstream-Presse

Was tun? Von Karl Marx stammt der berühmte Ausspruch: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ Ich möchte das, angewandt auf den vorliegenden Fall, einmal so abändern: Alternative Medien haben die Macht der Systemmedien nur aus verschiedenen Blickwinkeln beklagt; es kommt aber darauf an, ihnen diese Macht zu entreißen. Das klingt kühn und so, als würden wir uns hoffnungslos selbst überfordern. Tatsächlich kann aber jeder und jede von uns Schritte gehen, um den Einfluss jener Mainstream-Medien, die sich beim fraglichen Thema „Corona“ unfair und manipulativ verhalten haben, zu verringern.

Wir können
• Fernsehsender, die das den Demokratieabbau unter Berufung auf Corona stützen, nicht mehr einschalten – zumindest aber die Nachrichtensendungen und einschlägigen Talkshows meiden.
• Politische Tageszeitungen sowie Wochenmagazine nicht mehr kaufen.
• Gegebenenfalls entsprechende Abonnements kündigen.
• Mitmenschen von den eigenen negativen Erfahrungen mit derartigen Medien berichten und dafür konkrete Beispiele nennen.
• Und – ganz wichtig – den betreffenden Medien die Gründe für den Boykott darlegen. Dies dürfte besonders wirksam bei Abo-Kündigungen sein. Wo Medienmacher ethischen und politischen Argumenten gegenüber nicht aufgeschlossen sind, werden sie vielleicht aufmerksam, wenn relevante Geldverluste drohen.

Tatsächlich ist ein Sinken der Auflagen großer Print-Titel kein neues Phänomen. So sanken die Leserzahlen unter anderem von Stern, Welt, BILD und Frankfurter Allgemeiner 2019 in unterschiedlichem Ausmaß.

Wer will, kann über den auch in Zahlen dokumentierbaren Niedergang der „großen“ Medien noch weiter forschen. Das ist interessant. Bei ARD und ZDF sitzen junge Menschen schon lange nicht mehr in der ersten Reihe — trotz Zwangsgebühr sind diese Bespaßunsprogramme für sie schlicht nicht mehr relevant. Obwohl die Bindewirkung der „Großen“ somit rapide nachlässt, war es jedoch möglich, der Bevölkerungsmehrheit die Corona-Maßnahmen noch einmal aufzuschwatzen, weil es gelang, die offizielle „Wahrheit“ fast flächendeckend bei den vielen größeren und kleineren Informationsanbietern zu verbreiten. Umso wichtiger ist es, gerade jetzt und mit Blick auf das „nächste Mal“ eine der wichtigsten „Säulen“ des Regimes zu schwächen: die Propaganda.

Kündigungswelle statt Coronawelle

Die „Großen“ sind nicht unverwundbar. So wurde die Unterschriften-Plattform Campact, die vor einigen Monaten vor der Teilnahme an Hygiene-Demos warnte, von den Negativreaktionen vieler Förderer kalt erwischt. So gab Felix Kolb von Campact zu:

„Als dann aber die Reaktionen auf meine E-Mail gegen die sogenannten ‚Hygiene-Demos‘ kamen, war ich sehr erschreckt. Ja, es gab auch viel Zuspruch, aber vor allem gingen Hunderte empörte, teilweise beleidigende Zuschriften ein. Und rund 1.000 FörderInnen beendeten ihre finanzielle Unterstützung. Das war wirklich heftig für das Campact-Team und mich.“

Kolb zeigte sich jedoch im Ergebnis uneinsichtig, griff vereinzelte, beleidigende Zuschriften heraus, um damit gegen die Meinungsgegner Stimmung zu machen und bat seine Anhänger, die Verluste durch Extra-Spenden wett zu machen. Der Vorgang zeigt aber, dass Warnschüsse gehört werden und eine unfair agierende Plattform — oder ein Medium — durchaus treffen können. Vielleicht müssen es nur noch mehr werden, um ein Umlenken zu bewirken.

Ich stelle beim Medienkonsum auch intelligenter und kritischer Menschen ein merkwürdiges Phänomen fest: Sie halten mit fast selbstquälerischer Treue an Gewohnheiten fest, die sie schon längst als schädlich durchschaut haben.

Ein Veganer würde nie das Fleisch-Magazin Beef abonnieren. Linke halten sich meist eher von der Nationalzeitung fern. Es kommt aber nicht selten vor, dass Menschen, die Gegner des Corona-Regimes, des Neoliberalismus oder der Kriegspolitik der NATO sind, Abonnenten von Zeit, Spiegel, Frankfurter Allgemeine oder anderer intelligent gemachter Zeitungen und Zeitschriften bleiben, in denen gerade auch diese falsche Politik propagiert wird.

Auch ich habe aus verschiedenen Gründen – aus Neugier und um „mitreden zu können – im Laufe von Jahrzehnten ganz schön viel Geld bei Spiegel, Stern & Co. gelassen. Auch durch meine Aufmerksamkeit und mit meinem Geld erreichten solche Presseorgane die Markt- und Meinungsmacht, mit deren Hilfe sie jetzt unter anderem erfolgreich das Corona-Narrativ der Regierung zu verkaufen versuchen.

Ich bin überzeugt: Nur gezielter und massenhafter Liebesentzug kann solche Medien zur Raison bringen. Oder sie, wenn dies nicht möglich ist, in ihrer Reichweite so weit einschränken, dass sie keine echte Gefahr mehr darstellen.

Natürlich ist es dabei wichtig, nicht nur die anderen „klein“ zu machen, sondern zeitgleich am Aufbau einer alternativen Medienlandschaft mitzuwirken, die wirklich radikalhumanistische, libertäre und pazifistische Standpunkte vertritt und die auf der Seite der Menschen steht, für die sie sich gegründet hat. Der Weg zur Erreichung dieses Ziels scheint weit, er beginnt aber, wie so oft, bei uns selbst und mit dem nächsten Schritt. Hinter den Schlagzeilen will dazu beitragen.

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    Marla
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    Vieles kann ich ‚unterschreiben‘ …. nur die immer wieder spalterische Hervorhebung Einzelner Gruppen ist aus m. Sicht gefährlich!

    In Stuttgart gab es die geniale geistige Innovation des Wortes Lügenpack! Geschrieben und vervielfältigt mit LGNPCK!

    Es ist nämlich das Pack-Verhalten, dass so dramatisch ist!

    Das Pack-Verhalten im Inneren und das Pack- Verhalten mit Anderen! ( ich muss seit Jahrzehnten (!!) immer an die Abwehrriege beim Freistoß denken: 6 Mann stehen da und schützen ihre Eier und -hoffend- das Tor! 😉 ‚Fünf bis sechs Männer in einer Reihe, den Blick gebannt auf den Ball gerichtet, die Hände schützend vors Gemächt gelegt.‘ . https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-lifestyle-freistoss-mauer-_arid,594118.html)

    Wir haben eine sozial-demokratischen Totalausfall….. Seit Jahrzehnten! Weder Presse, noch Wissenschaft, noch Kultur, noch Opposition, noch Justiz, noch Kirchen, noch Ökonomen, noch Besserwissis (a la Berater, Experten, Wortverdreher) noch noch….. agieren im Sinne des Gemeinwohls….

    Sie lassen die Großen grösser werden und sich selber zu Dienern machen!

    Ganz echt: das ist ‚meine‘ dritte erlebte Querfront! Die Erste war eher ‚verdeckt‘: als rotgrünlinke die Schweinereien beschlossen, wurden sie von einer schweigenden Front unterstützt, dann in Stuttgart als rotgrün ReGIERung wurde und mehr absegnete als feuchte Träume der Macher gehofft hatten und jetzt die Größte!

    Die bange Zukunftsfragen: wie soll mit diesem Schrotthaufen jemals eine sozial-demokratische Normalität erwachsen? Sind doch jetzt alle mafiös gebunden! (Und aus 45 ff kennen wir: der Mensch hat komplett verlernt zu sagen: das war Sch…. es tut mir leid…. Ich mach das nie wieder!)  … Ich sehe wieder das ‚bis zum Endsieg‘ koste es was es wolle hervorkriechen…..

     

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    Marla
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    Und was tun?

    Fußvolk heißt Fußvolk weil es mit Füssen abstimmt! Gehen wir nicht hin zu Leuten, zu Veranstaltungen, zu Polititkabarett, zu Büchern, zu…..

    Halten wir Abstand!

    Zitieren wir bestimmte Leute/Medien/etc nicht…geben wir ihnen keine Klickzahlen…

    Und ganz perfide 😉 melden ‚wir‘ uns an und gehen dann nicht hin! Leere Zuschauerräume sollen doof sein!

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      Piranha
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      Und ganz perfide 😉 melden ‚wir‘ uns an und gehen dann nicht hin! Leere Zuschauerräume sollen doof sein!

      Was heißt doof; bei Trump hat es auch einmal ganz hervorragend funktioniert als vor Monaten (ich glaube) 6000 Anmeldungen für seinen Wahlkampfauftritt eingingen, die alle nicht kamen.

      Gestern konnten sich US-Bürger von der verstorbenen linksliberalen Richterin Ginsburg verabschieden. Trump wurde von der Menge ausgebuht und mit Sprechchören bedacht: VOTE HIM AWAY

       

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    Reinhard R.
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    Abo gekündigt.

    Nach Ablauf der Grundbezugsdauer und einem „Bewährungsmonat“ habe ich mein Abo gekündigt. Zu Beginn war es schon mal fast eine Stunde für die Lektüre der eZeitung. Heute reichen 10 bis max. 15 Minuten.

     

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    Freiherr von Anarch
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    Ich lese keine Zeitungen, Tagespresse, Tageszeitungen u.s.w… immer schon nicht. Hat mich ganz einfach nie interessiert.

    Habe ich dadurch etwas versäumt ? – Nein.

    Im Gegenteil – bin von brainshit verschont geblieben, jedenfalls von diesem gedruckten, besser von etwas nicht informiert als gezielt desinformiert, getäuscht und manipuliert.

    Also musste ich mich auch immer selbst fragen: stimmt das was ich da höre, mitbekomme, verlass mich lieber auf mein Gefühl… und liege ich falsch, naja, dann ist es auf meinem Mist gewachsen.

    Und so ist es auch in diesen Zeiten – ich sehe keine Gefahr, umso blödsinniger empfinde ich dann diese Zwangsmaßnahmen, surreal, als wären die Leute alle geisteskrank…

    Und wer seit seinem vielleicht 16. Lebensjahr täglich ARD und ZDF anschaut, diese sogenannten Nachrichten – der ist sowieso schon verblödet.

    Ja ich weis – die meisten lesen jeden Tag ‚ihre‘ Zeitungen, ist wohl wie eine Sucht, haben vielleicht Angst sie könnten was verpassen wenn sie ‚ihre‘ Zeitung mal nicht haben, obwohl sie genau wissen da steht ’nix Gscheids‘ drin… bis auf den rein informativen Teil Sportergebnisse.

    Seltsam ist das – komisch…

    Im Zug schau ich immer aus dem Fenster oder mir die Leute an…

    handy hab ich ja nicht…

    …und wenn ich mir dann eine Flasche Bier aufmache – es leise zischt – senken sich die Zeitungen vor deren Gesichern und heben sich die Köpfe von deren handys – und dann schauen alle wegen dem ‚zisch‘ vom Bieraufmachen zu mir rüber…

    …’Prost !‘ – sag ich dann, ‚dass die Gurgel ned verrost ‚…

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Nino
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    Habe gerade im Multipolar-Magazin einen sehr interessanten Artikel über eine andere Art und Wirkung von Protest und Demonstrationen gelesen:
    https://multipolar-magazin.de/artikel/schwarze-wahrheiten
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    A.K.
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    Anfang des Jahres habe ich die lokale Tageszeitung gekündigt, vor allem auch weil sie nichts über Assange bereichteten. Bei Deniz Yücel war das zum Glück noch anders. Stattdessen dann die junge Welt abonniert. In der Beziehung bin ich unverbesserlich, denn ich mag immer noch viel lieber das gedruckte Wort, als auf dem Bildschirm.

    Und  seit April hadere ich mit der jungen Welt. Ich habe auch einen Brief geschrieben mit zahlreichen links. Keine Antwort.

    Heute morgen dann habe ich die Beendigung des Abos angekündigt, sollte sich die junge Welt noch länger einem Diskurs verweigern und alle Kritiker mit hässlichen Etiketten bekleben. Wahrscheinlich nützt das nichts.

    Ferner überlege ich dem Deutschlandfunk mein Küchenradio zuzusenden, und sie zu bitten, sich doch einmal selber zuzuhören, und sie fragen, ob sie sich das täglich zumuten wollen. Alle halbe Stunde die Covid Zahlen, die falsche Information über neue Infektionen (manche Menschen werden mehrfach getestet, nicht jedes positiv Testergebnis ist ein „neuer“, und schon garnicht ist jeder positiv getestete krank und schon garnicht in einer lebensbedrohlichen Lage), immerhin haben sie heute mal die Summe aller Infektionen seit März weggelassen. Die Zahl der an oder mit Sars Cov 2 Gestorbenen werden immer noch kumuliert.

    Dasselbe überlege ich auch mit dem Fernseher zu tun, den ich nur noch sehr selten einschalten. Eigentlich sollte ich mich auch weigern die Gebühren zu zahlen, wenn ich nicht gegen eine volltändige privatisierte Rundunk- und Fernsehanstalten wäre, die noch mehr Müll produziert.

    Einen Einfluss hat es jedoch nur, wenn das viele machten.

    Oder eben immer wieder eimails, Briefe schreiben, anrufen.

     

     

     

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    G. Schmidt
    Antworten
    Hallo + Danke für den Beitrag, den ich über die Nachdenkseiten gefunden habe.

    Bitte korrigiert Eure Veröffentlichung  zeitnah. Es ist wichtig ist die Strategie der Gegenseite zu kennen ! :

    „Tatsächlich kann aber jeder und jede von uns Schritte gehen, um den Einfluss jener Mainstream-Medien, die sich beim fraglichen Thema „Corona“ unfair und manipulativ verhalten haben, zu verringern.
    Wir können
    • Fernsehsender, die das den Demokratieabbau unter Berufung auf Corona stützen, nicht mehr einschalten – zumindest aber die Nachrichtensendungen und einschlägigen Talkshows meiden.“

    Wichtig ist, persönliche Beispiele, von Diskriminierung, durch die aktuell gültigen Verordnungen & Gesetze, öffentlich zu machen.

    Per Google – Maps kann jeder seine Meinung zum Umgang von Läden , Behörden , Ärzten , mit Vielen teilen.

    Ich bin – ausdrücklich – kein MNS – Gegner, hinterfrage aber Nutzen vs Schaden, weil sich – durch „Die Maske“ kaum noch jemand an Abstand (der ist auch SEITLICH wichtig) hält.

    Mein Erlebnis , z.B. beim Termin am 24.9.2020 10 Uhr, war, dass mir eine Ärztin für innere Medizin und Pneumologie (tätig in einer Praxis in Aschersleben & tätig in der Lungenklinik Ballenstedt), zu der ich im Mai/2020 vom Hausarzt überwiesen wurde, die Diagnose / Behandlung verweigert hat.

    – Der 24.9.2020 ist ein Donnerstag. DONNERSTAG ist in der Umgebung der Praxis PARKVERBOT 10 – 12 Uhr.

    In der Praxis & im Hausflur waren alle Fenster, die ich sehen konnte, GESCHLOSSEN (siehe Infektion durch Aerosole). Ich selbst habe vor dem Gespräch mit der „Ärztin“ das Fenster im Hausflur angekippt. Mindestabstand wurde „nur“ von der „Ärztin“ zu mir gefordert. Die Praxis-Besucher wurden NICHT zum Abstand aufgefordert !

    Die „Ärztin“ kam ein paar Minuten später in den Hausflur, hob ihre Hände als ich auf sie zuging um sie verstehen zu können (3 – 2,5 Meter war meine – der Situation angemessene Grenze) und sagte, dass ich MNS tragen muss oder nicht behandelt werde.

    Ich (52 jährig) bin beidseitig Schwerhörig (80%, bei höheren Tönen ab ca. 5 KHz 100%), Kurzsichtig (Minus 2 – 2,5), habe minderjährige Kinder.

    Ich habe mehrfach versucht MNS, dünnes Taschentuch u.ä. zu tragen, dabei hatte ich nach ca. 3 – 5 Minuten Ausfallerscheinungen (Tunnelblick, Gleichgewichtsstörung, Schweißausbruch, …). Ich habe – für mich – entschieden, dass ich keine weiteren Experimente machen kann und darf.

    PS: Das Herz ist eine Pumpe die Flüssigkeit (z.B. Blut) von ca. 0 bis 190 cm auf & ab bewegt. Die Lunge überträgt Sauerstoff, entsprechend dem, der im Nahbereich vorhanden ist. MNS (Maske) verringert die Menge an Sauerstoffzufuhr durch Strömungswiderstand. Die Folge ist, dass das Herz mehr arbeiten muss & eher versagt.

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      Elisabeth St.
      Antworten
      Wir hatten noch nie Fernsehen. Das, was ich manchesmal bei den Kindern sehe, reicht. Radio hören wir seit ca 4 Jahren nur noch ganz vereinzelt im Auto, um dann nach 5 Minuten genervt auszuschalten. Lieber CD zum Runterkommen.

      Heimatzeitung-Abo gekündigt. Zeitschriften boikottiere ich derzeit konsequent!

      Beschwerde-Emails schreibe ich öfter mal.

      GEZ habe ich die Lastschrift entzogen. Bezahle ich jetzt so, ab und an, dass die richtig Aufwand damit haben!

      Ich (wir) haben die Nase sowas von voll und das soll der Mainstream auch merken!

      Spende das gesparte Geld regelmäßig zwischen verschiedenen Nachrichtendiensten auf Telegram und YouTube und suche mir meinen Input gut aus. Win-Win für alle!

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    Ted Bundy
    Antworten
    Klasse und lesenswert. Solche Analysen finden in dem verhassten Mainstream niemals einen Platz und leider ist daher auch die Verbreitung nur sehr gering. Aber was kann man sonst tun, um die Schlafschafe und Feiglinge aus der Ecke zu holen und freiheitlich zu werden?
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    Piranha
    Antworten
    Ehrenpreis des Bundesverbands der Kommunikatoren (BdKom) für Drosten (der mich hin und wieder an Mr. Bean erinnert) 21.9.2020

    Er liefert hier bei einem Interview wieder reichlich Stoff für Gegendar-/Richtigstellungen:

    https://www.youtube.com/watch?v=oETwaGUycbI

     

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    G. Schmidt
    Antworten
    (Ich habe meinen Beitrag bearbeitet)

    Hallo + Danke für den Beitrag, den ich über die Nachdenkseiten gefunden habe.

    Bitte korrigiert Eure Veröffentlichung zeitnah. Es ist wichtig, Argumente & Strategie der Gegenseite zu kennen ! :

    „Tatsächlich kann aber jeder und jede von uns Schritte gehen, um den Einfluss jener Mainstream-Medien, die sich beim fraglichen Thema „Corona“ unfair und manipulativ verhalten haben, zu verringern.
    Wir können
    • Fernsehsender, die das den Demokratieabbau unter Berufung auf Corona stützen, nicht mehr einschalten – zumindest aber die Nachrichtensendungen und einschlägigen Talkshows meiden.“

    Wichtig ist, persönliche Beispiele von Diskriminierung, durch die aktuell gültigen Verordnungen & Gesetze, öffentlich zu machen.

    z.B. indem wir Kommentare auf den Webseiten der Sender dieser Nachrichtensendungen / Talkshows mit persönlichen Erlebnissen von Diskriminierung hinterlassen.
    z.B. Per Google – Maps kann jeder seine Meinung zum Umgang von Läden , Behörden , Ärzten , mit den anderen Nutzern teilen.

    Ich bin – ausdrücklich – kein MNS – Gegner, hinterfrage aber Nutzen vs Schaden,
    weil sich – durch „Die Maske“ kaum noch jemand an Abstand (auch SEITLICH wichtig) hält,
    weil oft Räume/Geschäfte nicht ausreichend belüftet werden,
    weil Händewaschen/Desinfektion vernachlässigt werden … .

    Der MNS (Maske) verhindert zunehmend die weiteren wichtigen Maßnahmen des Infektionsschutzes, weil immer mehr Menschen (aus Angst, Stress) nur noch auf das sofort sichtbare Merkmal = Maske achten und die genauso wichtigen aber unsichtbaren Schutzmaßnahmen vergessen.

    Die Angst vor dem Virus ist ein großes psychologisches Problem für viele Menschen und der ärztliche Behandlungsbedarf der Angst-Betroffenen muss öffentlich thematisiert werden, weil

    diese Menschen, Menschen mit Behinderung zunehmend vom gesellschaftlichen Leben isolieren und ihre Versorgung gefährden.

    Mein Erlebnis – z.B. beim Termin am 24.9.2020 10 Uhr – war, dass mir eine Ärztin für innere Medizin und Pneumologie (tätig in einer Praxis in Aschersleben & tätig in der Lungenklinik Ballenstedt), zu der ich im Mai/2020 vom Hausarzt überwiesen wurde, die Diagnose / Behandlung verweigert hat.

    – Der 24.9.2020 war ein Donnerstag. DONNERSTAG’s ist in der Umgebung der Praxis PARKVERBOT 10 – 12 Uhr.

    In der Praxis & im Hausflur waren alle Fenster, die ich sehen konnte, GESCHLOSSEN (Infektion durch Aerosole).

    Die anderen Praxis-Besucher an der Patienten-Aufnahme, mit weniger als 1 Meter Abstand zu mir, wurden NICHT zum Abstandhalten aufgefordert !

    Ich ging, weil dazu aufgefordert, in den Hausflur.

    Ich selbst habe vor dem Gespräch mit der „Ärztin“ das Fenster im Hausflur angekippt.

    Die „Ärztin“ kam ein paar Minuten später in den Hausflur, hob ihre Hände als ich auf sie zuging um sie verstehen zu können (3 – 2,5 Meter war meine – der Situation angemessene Grenze) und sagte, dass ich MNS tragen muss oder nicht behandelt werde.

    Ich wurde von der Ärztin zum Gehen aufgefordert. Diagnose & Behandlung wurden mir verweigert.

    Ich (über 50) bin beidseitig Schwerhörig (80%, bei höheren Tönen ab ca. 5 KHz 100%), Kurzsichtig (Minus 2 – 2,5) und habe minderjährige Kinder.

    Ich habe seit Mai/2020 mehrfach versucht MNS, dünnes Taschentuch u.ä. zu tragen. Dadurch hatte ich jeweils nach ca. 3 – 5 Minuten Ausfallerscheinungen (Tunnelblick, Gleichgewichtsstörung, Schweißausbruch, …) die noch 30 – 60 Minuten nach Absetzen des MNS andauerten.

    Ich habe – für mich – entschieden, dass ich bis zu einer Diagnose durch einen Arzt und entsprechende Behandlung, keine weiteren Experimente mache, weil ich dann gesundheitlich großen Schaden riskiere.

    Seit Mai/2020 und bis auf unbestimmt weitere Zeit habe ich damit weder eine Diagnose noch eine Behandlung meiner Probleme mit dem MNS.

    MfG

    PS: Das Herz ist eine Pumpe die Flüssigkeit (z.B. Blut) von ca. 0 bis 190 cm auf & ab bewegt. Die Lunge überträgt Sauerstoff, entsprechend dem, der im Nahbereich vorhanden ist. MNS (Maske) verringert die Menge an Sauerstoffzufuhr durch Strömungswiderstand. Die Folge ist, dass das Herz mehr arbeiten muss & eher versagt.

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    wally
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    Sehr gut. Stimme mit vielem überein.

     

     

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    Piranha
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    https://www.youtube.com/watch?v=kFhWRYb8kNE

    Fairtalk, moderiert von Jens Lehrich vom 24. September.

    Gäste:

    Dave Brych, Milena Preradovic und Robert Fleischer

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    Peter+Boettel
    Antworten
    Soeben erfahre ich, dass Merkel Navalny besucht hat.

    Wann wird sie die von amerikanischen Drohnen, die von Ramstein aus gesteuert wurden, Verletzten in Syrien und im Irak besuchen?

    Wird sie auch die vielen Menschen, darunter auch Deutsche, die von ihrem Freund Erdogan eingesperrt und z.T. gefoltert und für die Erdogan inzwischen die Todesstrafe fordert, besuchen?

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    A.K.
    Antworten
    https://www.heise.de/tp/features/Corona-Recht-Wenn-Abgeordnete-nicht-mehr-immun-sein-sollen-4911295.html

    Ich höre DLF, lese die JW und Freitag, sowie Nachdenkseiten u.a. und dennoch war mir dieser Sachverhalt bis heute unbekannt.

    Ist ja auch nur Nebensache…

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