Lückenhaftes Theoriegebäude

 In FEATURED, Philosophie, Politik

Was Karl Marx zu sagen vergaß. Teil I/1. Entweder man hasst ihn oder man vertraut seiner Lehre blind wie viele Christen ihrer Bibel. Dazwischen gibt es fast nichts, wenn sich die Diskussion um Karl Marx, den Schöpfer des Ökonomie-Klassikers „Das Kapital“ dreht. Dabei würde der große Theoretiker aus Trier eine differenzierte Betrachtungsweise verdienen. 30 Jahre nach dem Scheitern des realsozialistischen Experiments ist es an der Zeit für eine Wiederentdeckung von Karl Marx. Diese sollte jedoch nicht kritiklos sein. Mohssen Massarat plädiert für ein erneuertes Marx-Bild ohne Bart. Dabei zielt er aber nicht so sehr darauf ab, was in den Ländern, die sich auf seine Lehre beriefen, schief gelaufen ist. In der marxistischen Theorie selbst spürt er blinde Flecken und Unstimmigkeiten auf. In diesem ersten Teil geht es vor allem um die Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit. Mohssen Massarrat

Entweder man hasst ihn oder man vertraut seiner Lehre blind wie viele Christen ihrer Bibel. Dazwischen gibt es fast nichts, wenn sich die Diskussion um Karl Marx, den Schöpfer des Ökonomie-Klassikers „Das Kapital“ dreht. Dabei würde der große Theoretiker aus Trier eine differenzierte Betrachtungsweise verdienen. 30 Jahre nach dem Scheitern des realsozialistischen Experiments ist es an der Zeit für eine Wiederentdeckung von Karl Marx. Diese sollte jedoch nicht kritiklos sein. Mohssen Massarat plädiert für ein erneuertes Marx-Bild ohne Bart. Dabei zielt er aber nicht so sehr darauf ab, was in den Ländern, die sich auf seine Lehre beriefen, schief gelaufen ist. In der marxistischen Theorie selbst spürt er blinde Flecken und Unstimmigkeiten auf. In diesem ersten Teil geht es vor allem um die Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit.

Meine erste Bekanntschaft mit der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie machte ich, wie viele andere meiner Generation auch, erst im Kontext mit der Studentenbewegung 1968. Ich hatte gerade mein Ingenieurstudium abgeschlossen und mich entschieden, alsbald über die damals hoch aktuelle Frage nach den Ursachen der Unterentwicklung meine Dissertation in Wirtschaftswissenschaften zu schreiben. ´

Ich stieß dabei auf Karl Kautskys Buch „Die Agrarfrage in Deutschland“, in dem dieser sich sehr umfassend auf die Rententheorie der Klassiker David Ricardo und vor allem Karl Marx bezogen hatte. Meine schon vorhandenen Kenntnisse über die Werttheorie halfen mir, durch Kautsky animiert, meine Kapitallektüre gleich mit dem sechsten Abschnitt im dritten Band über die Rententheorie zu beginnen. Bei dem ursprünglichen Thema meiner Dissertation blieb natürlich auch nicht aus, mich rasch mit den Marxschen Ausführungen zur „Ursprünglichen Akkumulation des Kapitals“ im ersten Band von „das Kapital“ gründlich zu befassen. Dazu hatte bereits Ernest Mandel Pionierarbeit geleistet.

Durch die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie hatte ich einen völlig neuen Blick auf die Welt und die Geschichte des Kapitalismus gewonnen.

Bald stellte sich für mich heraus, dass die bereits vorliegenden Erklärungsansätze zur Unterentwicklung und imperialistischen Durchdringung des globalen Südens unbefriedigend waren und im Grunde auch hinter den Erkenntnissen von Marx selbst zurückfielen. Aus alledem entstand bei mir das dringende Bedürfnis, mich selbst gründlich mit der Wechselwirkung der kapitalistischen Entwicklung in Europa mit den vorkapitalistischen Gesellschaften des globalen Südens zu befassen. Das Ergebnis dieses Lernprozesses war eine Dissertation mit einem vollständig veränderten Thema (1).

Mit meinem spezifischen Zugang zur Marxschen Kritik der politischen Ökonomie — also nicht über den sonst allgemein üblichen Weg der abstrakten Kapitalkurse, sondern entlang von vielen eigenen konkreten Fragen — entstand eine profunde marxistische Theoriegrundlage, die bis heute meine Forschungen zu verschiedenen Themen maßgeblich prägt. Gleichwohl riefen einige Marxsche Theorieelemente bei mir ob ihrer Richtigkeit auch Zweifel hervor. In solchen Fällen pflegte ich die theoretischen Ungereimtheiten bei Marx — um die Behandlung meiner Untersuchung nicht zu unterbrechen — vorerst jeweils für mich zu klären und den Dissens mit Marx in den Fußnoten zu dokumentieren.

Eine systematische Beschäftigung mit den von mir als problematisch aufgefassten Theorieelementen bei Marx habe ich zunächst nicht vorgenommen. Heute, beinahe ein halbes Jahrhundert später nach dem Beginn meiner Marxstudien und mehreren Jahrzehnten nach dem Erkennen mancher durchaus gewichtigen Theorieprobleme bei Marx, ist meines Erachtens die Zeit gekommen, das unbearbeitet gelassene Projekt wieder aufzunehmen.

Der erste Teil dieses Projektes liegt nun vor, das ich gern zur Diskussion stellen möchte. Weitere Teile sollen später folgen. Geplant sind gegenwärtig zwei weitere Themenkomplexe, mit denen ich mich demnächst und entsprechend meinem Zeitbudget, das mir angesichts von weiteren wichtigen Projekten übrig bleibt, beschäftigen möchte: Erstens mit der systematischen Behandlung des immer noch offenen Transformationsproblems und zweitens mit der Behandlung der von Marx unfertig ausgearbeiteten Überproduktions- beziehungsweise Überakkumulationstheorie und damit dem Anlass für viele Missverständnisse unter den Marxisten. Alle drei Teile sollen nach und nach im „Rubikon“ zur Diskussion gestellt werden.

Der bereits vorliegende erste Teil „Arbeit — Wert — Einkommen“ wird wegen des Umfangs in drei Abschnitte aufgeteilt und nacheinander veröffentlicht. Der erste Abschnitt hat den Titel „Tätigkeiten und Wertproduktion im Kapitalismus“, der zweite lautet „Arbeit in Produktion und Zirkulation in der einfachen und kapitalistischen Warenproduktion“ und schließlich der dritte „Werttheoretische Neubegründung von Tätigkeiten und Einkommensgruppen“.

Teil I: Arbeit — Wert — Einkommen

Erster Abschnitt: Tätigkeiten und Wertproduktion im Kapitalismus
1. Produktive und unproduktive Arbeit

Eine aus meiner Sicht immer noch ungelöste theoretische Frage im Marxschen Theoriegebäude ist die Bewertung unterschiedlicher Arbeiten im kapitalistischen Produktions- und Reproduktionskreislauf. Um es auf den Punkt zu bringen: Marx bezeichnet die im Produktionsprozess verausgabte Arbeit als produktive Arbeit, die Wert und auch Mehrwert schafft. Dagegen sind alle anderen Tätigkeiten jenseits des Produktionsprozesses, vor allem in der Zirkulation, beispielsweise im Handel, zwar für die Realisierung der produzierten Werte notwendige, jedoch unproduktive Tätigkeiten, die keinen Wert und daher auch keinen Mehrwert erzeugen.

Eine solche Bewertung der Arbeit hat allerdings auch Konsequenzen für die Charakterisierung aller Tätigkeiten im Reproduktionsbereich. Demnach sind sämtliche Tätigkeiten im Gesundheitssektor, im Bildungssektor, im Bereich der Forschung und Wissenschaft sowie in den sonstigen öffentlichen Sektoren für das Funktionieren des Kapitalismus zwar notwendige, jedoch nicht produktive, das heißt Wert schaffende Arbeit (2). Um das Problem zugespitzt zu veranschaulichen:

Die Arbeit eines in der Rüstungsindustrie tätigen Menschen ist nach Marx produktiv und schafft auch Wert, während ein Arzt oder Universitätsprofessor unproduktive Arbeit leistet und keinen Wert produziert. Nach dieser Lesart von Tätigkeiten würde der Versuch einer auf der Werttheorie basierten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung vor schier unlösbare Herausforderungen gestellt.

Beispielsweise entsteht durch die Tatsache, dass in der volkswirtschaftlichen Realität der Anteil der Produktionssektoren ab-, der Anteil von Dienstleistungssektoren jedoch zunimmt, die scheinbare Paradoxie, dass historisch gesehen die Wertschöpfung sinkt, während der Wohlstand ansteigt. Angesichts dieser theoretischen Ungereimtheiten bei einem elementaren Aspekt des Marxschen Theoriegebäudes stellt sich zunächst die Frage, inwiefern die von Marx vorgenommene Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit werttheoretisch stringent begründet ist.

Die offensichtlichen Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Marxschen Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit hat vor Jahrzehnten zu einer Reihe von Debatten unter den Marxisten geführt, die meines Erachtens jedoch letztlich ergebnislos im Sande verlaufen sind, weil dabei Nebenaspekte eine wesentlich größere Rolle spielten und an dem Hauptproblem, das den Marxschen Annahmen zugrunde liegt, vorbeiargumentiert wurde. Ich halte es aus diesem Grunde auch an dieser Stelle für überflüssig und nicht zielführend, die längst nicht mehr aktuellen Kontroversen erneut aufzugreifen und auszubreiten — um lediglich den akademischen Gepflogenheiten Genüge zu tun. Vielmehr geht es hier darum, mit der Kritik der Marxschen Annahmen sofort zu beginnen (3).

Marx liefert in seinem Hauptwerk „Das Kapital“ nach Auffassung des Verfassers keine systematische Begründung für seine doch mit praktischen Konsequenzen verbundene Unterscheidung zwischen produktiver und unproduktiver Arbeit. Im Folgenden soll diese These in diesem und dem zweiten Abschnitt näher untermauert und anschließend in einem dritten Abschnitt sollen höchst unterschiedliche Tätigkeiten und Einkommensarten im Kapitalismus neu bewertet werden. Marx selbst liefert den Schlüssel für seine Annahme, Wert und Mehrwert würden nur im Produktionssektor produziert, bei der Analyse der Zirkulationskosten im zweiten Band von „das Kapital“. Gleich am Anfang dieser Analyse schreibt er:

„Die Formwandlung des Kapitals aus Ware in Geld und aus Geld in Ware sind zugleich Händel des Kapitalisten, Akte des Kaufs und des Verkaufs. Die Zeit, worin diese Formverwandlungen des Kapitals sich vollziehn, sind subjektiv, vom Standpunkt des Kapitalisten, Verkaufzeit und Kaufzeit, die Zeit während derer er auf dem Markt als Verkäufer und Käufer fungiert. Wie die Umlaufszeit des Kapitals einen notwendigen Abschnitt seiner Reproduktionszeit bildet, so bildet die Zeit, während derer der Kapitalist kauft und verkauft, sich auf dem Markt herumtreibt, einen notwendigen Abschnitt seiner Funktionszeit als Kapitalist, das heißt als personifiziertes Kapital. Sie bildet Teil seiner Geschäftszeit. […] Die Zustandsänderung kostet Zeit und Arbeitskraft, aber nicht um Wert zu schaffen, sondern um die Umsetzung des Werts aus einer Form in die andre hervorzubringen […] Diese Arbeit […] schafft so wenig Wert, wie die Arbeit, die bei einem gerichtlichen Prozeß stattfindet, die Wertgröße des streitenden Objekts vermehrt“ (4).

Schon hier stellen zwei fundamentale Aussagen von Marx die aufmerksamen Leser vor eine Herausforderung zur kritischen Überprüfung: Erstens braucht der Akt des Kaufs und Verkaufs auf dem Markt zwar Zeit und kostet auch Arbeitskraft, ein zusätzlicher Wert entsteht dabei jedoch nicht. Zweitens stellt auch die Arbeit eines Richters keinen Wert dar, weil durch die Arbeit des Richters die Wertgröße des strittigen Objektes unverändert bleibt. Um dem Stellenwert einer wissenschaftlichen, kontroversen Debatte gerecht zu werden, wird zunächst zu belegen sein, dass diese Aussagen keine randläufigen und nur zufälligen Feststellungen, sondern Annahmen sind, die substantiell dem Marxschen Theoriegebäude angehören.

Tatsächlich spiegeln die oben herausgestellten Annahmen Marxens grundsätzliche Position wider, die er an zahlreichen anderen Stellen seines Werkes sogar mit Vehemenz immer wieder vorträgt. Am deutlichsten hebt Marx bei der Analyse des Warenhandlungs- beziehungsweise Kaufmannskapitals im dritten Band von „das Kapital“ wiederholt hervor, dass im Handel kein Wert entsteht und der Handelskapitalist lediglich der Träger einer Formveränderung der Ware in Geld beziehungsweise Geld in Ware ist:

„Das Kaufmannskapital ist nichts als innerhalb der Zirkulationssphäre fungierendes Kapital. Der Zirkulationsprozeß ist eine Phase des gesamten Reproduktionsprozeßes. Aber im Zirkulationsprozeß wird kein Wert produziert, also auch kein Mehrwert. Es gehen nur Formveränderungen derselben Wertmasse vor. Es geht in der Tat nichts vor als die Metamorphose der Waren, die als solche mit Wertschöpfung und mit Wertveränderung nichts zu tun hat“ (5).

Innerhalb der Zirkulationsphase des Warenaustauschs finden freilich Arbeitsvorgänge wie Buchführung, Aufbewahrung und Lagerhaltung statt, die aber Marx als Kosten auffasst. Gleichzeitig lehnt er jedoch konsequent ab, dass bei diesen Arbeitsvorgängen den Waren zusätzlicher Wert zugesetzt wird. Die Kosten des Kaufens und Verkaufens lösen sich auf, schreibt Marx, „in Rechnen, Buchführen, Markten, Korrespondenz, etc. Das konstante Kapital, das dazu erforderlich ist, besteht in Kontor, Papier, Porto, et cetera. Die andren Kosten lösen sich auf in variables Kapital, das in Anwendung merkantiler Lohnarbeiter vorgeschossen wird. […] Diese sämtlichen Kosten werden nicht gemacht in der Produktion des Gebrauchswerts der Waren, sondern in der Realisation ihres Werts; sie sind reine Zirkulationskosten. Sie gehn nicht ein in den unmittelbaren Produktionsprozeß, aber in den Zirkulationsprozeß, daher in den Gesamtprozeß der Reproduktion“ (6).

Soweit man Marx Argumentation folgen kann, scheint seine substantielle Begründung, warum die angewandte Arbeitsmasse in einem Teil des Reproduktionsprozesses Werte darstellen, während in einem anderen Teil desselben die aufgewendete Arbeit Kosten darstellen, im Kern darin zu liegen, dass im Produktionsprozess eine stoffliche Formwandlung der Gebrauchswerte stattfindet, während im Zirkulationsprozess keine Formverwandlung, sondern bloß eine Formveränderung von Ware in Geld beziehungsweise umgekehrt von Geld in Ware vonstatten geht. Dass es sich aus der Perspektive der Warenmetamorphose bei den Vorgängen in den beiden Stufen des Reproduktionskreislaufs, also im Produktions- und im Zirkulationsprozess, um unterschiedliche Sphären handelt, ist offenkundig.

In diesen Stufen werden an den tätigen Menschen selbstverständlich unterschiedliche Leistungsanforderungen gestellt, diese sind auch unterschiedlichen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Ferner sind die Räumlichkeiten, in denen die Arbeit verrichtet wird, und die äußeren Rahmenbedingungen verschieden. Wie sieht jedoch der Sachverhalt aus, wenn man den Unterschied zwischen den beiden Reproduktionsstufen auch aus der Perspektive des Arbeitsprozesses betrachten würde?

Aus dieser Perspektive sind meines Erachtens die im Produktions- und Zirkulationsprozess aufgewendeten Arbeitsmassen zunächst Bestandteile des gesamtgesellschaftlich angewandten Arbeitsquantums, das in funktional unterschiedlichen Sektoren verrichtet wird. In beiden Fällen werden jedoch menschliche Arbeit und Energie verausgabt, in der Produktion ist die Arbeit in der Regel körperlicher Natur, in der Zirkulation, vor allem was verwaltungsmäßige Tätigkeiten betrifft, wird in der Regel Kopfarbeit eingesetzt.

Die eigentliche Substanz verschiedener Tätigkeiten und Arbeitsformen in diversen Stufen der Reproduktion, die diese allesamt wie ein inneres Band miteinander verbindet und ihr eigentliches Wesen ausmacht, ist wohl doch nichts anderes als die Verausgabung menschlicher Energie und Arbeitskraft.

Wert entsteht nach Marx selbst nicht dadurch, wie und wo die menschliche Arbeitskraft verausgabt wird, sondern dadurch, dass Menschen durch ihre Arbeit und die Produkte ihrer Arbeit in eine Austauschbeziehung zueinander gesetzt werden.

Deshalb müsste auch nur auf dieser Ebene und aus dieser Perspektive begründet werden, warum ein Teil der gesellschaftlichen Arbeit Wert und Mehrwert schafft und ein anderer Teil als Kosten aufgefasst werden müsste.

Einen solchen Beweis erbringt Marx allerdings nicht. Vielmehr beruht die Marxsche Unterscheidung zwischen Wert und Mehrwert produzierender, also produktiver und Kosten verursachender unproduktiver Arbeit, auf der bloßen Behauptung, dass Werte nur im Produktionsprozess entstehen. Insofern scheint die Marxsche Unterscheidung eine willkürliche Setzung zu sein, die es aufzuspüren gilt.

Quellen und Anmerkungen:

( ) Mohssen Massarrat, 1976: Hauptentwicklungsstadien der kapitalistischen Weltwirtschaft, Lollar
(2) Die Kontroverse über produktive versus unproduktive Arbeit umfasst die feministische Diskussion, die seit mehreren Dekaden verständlicherweise sehr engagiert und leidenschaftlich über die Hausarbeit geführt wird. Schließlich verbirgt sich hinter der werttheoretischen Annahme, dass die vor allem von Frauen geleistete Hausarbeit unproduktiv sei, eine diskriminierende und herabwürdigende kategorisierende Bewertung der Frauenarbeit. Diese Kontroverse kann hier nicht wiedergegeben werden, wird jedoch in einer späteren Publikation der hier zunächst im Ansatz aufgeworfenen Marxschen Ungereimtheiten nachgeholt. Hier nur so viel an dieser Stelle zum Thema: Der gesellschaftliche Stellenwert der Hausarbeit und im Grunde sämtlicher Tätigkeiten — wie beispielsweise die in der Subsistenzökonomie von noch nicht durchkapitalisierten Gesellschaften geleistete Arbeit —, deren Produkte nicht über die Märkte ausgetauscht werden, kann per definitionem ohnehin im Rahmen der Wertanalyse wissenschaftlich und moralisch nicht begründet werden. Daher waren und sind Versuche gescheitert, die werttheoretische Grundannahme, die Arbeit, deren Ergebnisse über die Märkte ausgetauscht werden, — wie in der feministischen Forschung immer wieder erfolgt — einfach als Werte produzierende bzw. produktive Arbeit umzudefinieren bzw. zu setzen. Viel wichtiger ist es davon auszugehen, dass die Wert erzeugende Arbeit lediglich einen Teil der gesellschaftlich insgesamt geleisteten Arbeit abbildet und dass die gesellschaftlich insgesamt geleistete Arbeit einen viel größeren Umfang hat als die Summe aller Werte erzeugenden Arbeit ausmacht.
(3) Aus Gründen der Vollständigkeit behalte ich mir allerdings einen Rückgriff auf die diesbezüglich in der Vergangenheit geführten Debatten im Falle einer umfassenderen Publikation zum Thema für einen späteren Zeitpunkt vor.
(4) Karl Marx, 1966: Das Kapital, Zweiter Band, Berlin, S. 131f.
(5) Karl Marx, 1969: Das Kapital, Dritter Band, Berlin, S. 290f.
(6) Ebenda, S. 300

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Dank an den Rubikon, www.rubikon.news, wo dieser Artikel zuvor erschienen ist.

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    Ulrike Spurgat
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    Ziemlich mutig, schlauer sein zu wollen als Karl Marx selbst !!!

     

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    heike
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    Karl Marx hat in seiner Definition von Mehrwert Dinge (Waren) zusammengefasst, die man für Geld verkaufen kann. Für diesen Verkauf sind noch einige andere Arbeiten notwendig (Handel, Verkäufer, Reinigungspersonal in der Fabrik), deren Bezahlung vom Gewinn des Mehrwertes abgeht.

    Sie schaffen keinen Mehrwert, sind aber nötig.

    Wenn über produktive und unproduktive Arbeit gesprochen wird, dann geht Karl Marx von diesem Hintergrund aus.

    Er erniedrigt damit weder geistig-produktive Arbeit noch künstlerisches Schaffen oder Verkäufer, Küchenhelfer oder Reinigungpersonal.

    Er wollte lediglich geistig die Mechanismen der neu aufkommenden Industrialisierung und der daraus entstehenden Waren- und Geldkreisläufe und ihre (langfristigen) Auswirkungen auf menschliches Zusammensein erfassen.

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    Ulrike Spurgat
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    Inhaltlich werde ich nicht näher auf den Beitrag eingehen wollen, dass würde den Rahmen sprengen.

    Da scheiden sich nun wirklich alle Geister, die mir bekannt sind.

    Antworten werde ich trotzdem in dem ich mich hier Karl Marx einmal anders als üblich nähern will, denn die marxistische Weltanschauung beinhaltet wahrlich mehr als das was ich hier lese.

    Ersteinmal möchte ich Clara Zetkin zu Wort kommen lassen:

    Clara Zetkin war der Ansicht , die Arbeiterinnen , welche nach sozialer Gerechtigkeit streben, erwarten für ihre Gleichberechtigung nichts von der Frauenbewegung der Bourgeoisie.

    Die Arbeiterinnen sind davon überzeugt, dass die Frage der Frauenemanzipation keine isolierte für sich bestehende ist, sondern ein Teil der großen, sozialen Frage.“ – Und weiter: „Eigentlich gibt es gar keine „Frauenfrage, nicht einmal eine Arbeiterinnenfrage.“ ………………….Die Emanzipation der Frau, wie die des gesamten Menschengeschlechts wird ausschließlich das Werk der Arbeit vom Kapital sein.“ (aufgeschrieben 1899  von Clara Zetkin)

    Karl Marx genoss die Bekanntschaft und den persönlichen Umgang mit Heinrich Heine schreibt Walther Victor in seinem Vorwort zu seinem Büchlein über Karl Marx und Heinrich Heine.

    Karl Marx hat seine Theorie vom Leid vom Leiden des Menschen her entwickelt.

    Marx war auch Philosoph !

    Friedrich Engels spricht am Grab von Karl Marx……“zuallererst muss der Mensch essen, trinken und sich kleiden….“ Veröffentlicht im Vorwärts.

    Heinrich Heine schrieb 1845 -“ Die schlesischen Weber“

    „Im düstern Auge keine Träne, sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne.

    Deutschland wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreifachen Fluch- Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch, dem Gotte , zu dem wir gebeten

    In Winterskälte und Hungersnöten; Wir haben vergebens gehofft und geharrt. Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt – Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem König, dem König der Reichen, den unsere Not nicht konnte erweichen. Der den letzten Groschen von uns erpresst und uns wie Hunde erschießen lässt – Wir weben, wir weben!

    Ein Fluch dem falschen Vaterlande, wo nur gedeihen Schmach und Schande, Wo jede Blume früh geknickt, wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt – Wir weben, wir weben!

    Das Schiffchen webt, der Webstuhl kracht. Wir weben emsig, Tag und Nacht -Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch – wir weben hinein den dreifachen Fluch – Wir weben, wir weben!

    Um 1840 war die industrielle Revolution in den Anfängen, lediglich 5 % der Bevölkerung arbeiteten in Fabriken, während Tausende ihr Geld in Heimarbeit verdienten. Die Weber Familien gehörten dazu und an mehreren Webstühlen wurde gleichzeitig gearbeitet.

    Sie kauften ihr Ausgangsmaterial von den Großhändlern, die ihr Gewebtes abnahmen und den Webern einen erbärmlichen Hungerlohn zahlten.

    In England gab es aber bereits mechanische Webstühle , die den schlesischen Webern die Existenzgrundlagen raubten. Die englische Konkurrenz ließ die Fabrikbesitzer immer weniger den Weber Familien zu zahlen und als es 1844 nach mehreren Missernten hintereinander gegeben hatte verschlechterte sich die Lebenswirklichkeit der Weber Familien in solch drastischer Weise, dass Familien geradezu verhungerten, weil das bisschen Geld, was sie verdienten nicht einmal für ein Brot reichte.

    Knapp 50 Taler verdienten die Weber Familien jährlich. (Unter 10 000 Euro im Jahr)

    Am 3. Juni 1844 kam es zu einem Protestmarsch von ca. 3 000 Webern in Peterswaldau, die vom Großhändler und Fabrikanten Zwanziger höhere Stücklöhne forderten.

    Zwanziger verdiente an der brutalen Ausbeutung, was die Weber Familien erarbeitet haben, das hundert – tausendfache, weigerte sich jedoch,  mehr zu bezahlen, den Webern empfahl, sie …….möchten nur, wenn sie nichts anderes hätten, Gras fressen, das sei heuer (Jahreszeit bezogen) reichlich gewachsen.“

    Die Situation eskalierte……….(ich kürze ab)!

    Der Weberaufstand , obwohl nicht organisiert, unterschied sich im wesentlichen dadurch, von der Maschinenstürmerei, dass er sich vor allem gegen die Feinde der Arbeiterklasse, gegen die Kapitalisten richtete.

    Der Schriftsteller Wilhelm Wolff über die Not der schlesischen Weber.

    „Oftmals bin im Winter solchen Armen begegnet , die in dem schrecklichsten Wetter, hungrig und frierend, viele Meilen weit, ein fertig gewordenes Stück zum Fabrikanten trugen. Zu Hause warteten Frau und Kinder auf de Rückkehr des Vaters; sie hatten 1,5 Tage nur dünne Kartoffelsuppe gegessen. Der Weber erschrak bei dem auf seine Ware gemachten Gebot; da war kein Erbarmen. Die Kommis ( Angestellte) und Gehilfen begegneten ihm wohl noch obendrein mit empörender Härte. Er nahm, was man ihm reichte und kehrte Verzweiflung in der Brust , zu den Seinigen zurück.“

    Zitiert nach: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Band 1, Berlin 1966, Seite 488

    Drei Kinder haben Jenny und Karl Marx begraben müssen. Alle Schrecken des Emigrantendaseins musste die Familie Marx durchleben.

    Karl Marx wich tagelang nicht vom Bett seines achtjährigen Sohnes , der vermutlich an Tuberkulose erkrankt war. Alle elterliche Fürsorge war vergebens.

    „Der arme Musch ist nicht mehr. er entschlief (im wörtlichen Sinne) in meinen Armen zwischen fünf und sechs Uhr.

    Ich werde nie vergessen, wie Deine Freundschaft diese schreckliche Zeit uns erleichtert hat.  Meinen Schmerz um das Kind begreifst Du schrieb Marx noch fassungslos an Engels am 6. April 1855.“

     

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    heike
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    Karl Marx war der erste Philosoph, der die Mechanismen der Unterdrückung erkennen wollte, um sie dann abschaffen zu können.

    Er hätte eine Karriere innerhalb des Systems haben können, die ihm und seiner Familie Leid erspart hätte.

    Ich möchte hier etwas aus dem Buch „Die Töchter von Marx“, geschrieben von Olga Wovobjowa und Irma Sinelnikowa wiedergeben:

    Muschs Tod

    Ein schweres Jahr brach an. Die ganze Familie, Kinder und Erwachsene, waren fortwährend krank. Als Marx im Herbst 1855 zu Engels nach Manchester gefahren war, schrieb ihm die kleine Jenny – sie war erst 11 Jahre alt – in einem der Briefe über ihre Mutter: „Mamachen ist durchsichtig wie eine Halb-Pence-Kerze und ausgedörrt wie ein Hering.“ Im Hause herrschte ständige Not, die zu bannen Marx nicht die Kraft hatte, auch nicht mit Hilfe der selbstlosen Unterstützung von Engels. Hinzu kam, daß die Familie in einem ungesunden Stadtviertel lebte, wo sie in einem kleinen, zweistöckigen Haus zwei schlecht möblierte Zimme bewohnte. Das erste diente als Empfangs-, Gäste- und Arbeitszimmer, das andere allem übrigen. Im Sommer 1854 war in diesem Stadtbezirk eine Choleraepidemie ausgebrochen. Man erzählte, daß es zu der Epidemie deshalb gekommen war, weil man Gräben für die Kanalsation dort aushob, wo 1665 an Pest Verstorbene begraben worden waren. Die Familie Marx wohnte schon einige Zeit im Soho-Viertel, und der Arzt hatte immer wieder gedrängt, diesen „verhexten Ort“ zu verlassen.

    Als erste erkrankte die kleine Eleanor, dann Jenny Marx. Marx selbst litt unter einem hartnäckigen und an Kräften zehrenden Husten sowie an einer Augenentzündung. Um sich zu erholen und wieder zu Kräften zu kommen, beabsichtigte er, zu Engels nach London zu fahren. Doch unerwartet zog ein neues Unglück herauf. Der Liebling der ganzen Familie, „Oberst Musch“, der achtjährige Sohn von Marx, wurde ebenfalls krank. Die Abreise mußte ebenfalls aufgeschoben werden. Anfangs spricht aus den Briefen von Marx an Engels die Sorge um das Kind: „Ich kann von hier nicht fort, bis Colonel Musch sichtbar hergestellt“, schreibt er am 8. März.

    Später aber peinigt ihn die Furcht vor der herannahenden Katastrophe: „Ich glaube nicht, daß der gute Musch Herr über die Krankheit wird. Du begreifst, wie diese Aussicht hier zu Haus wirkt.“ Dann hofft er auf einen guten Ausgang: „Seit einigen Tagen erholt sich Musch zusehend, und der Doktor spricht die besten Hoffnungen aus. Sollte alles gut vorangehen, so muß Musch sogleich aufs Land. (…) Sobald der der Arzt erklärt, daß keine Gefahr mehr, komme ich zu Dir.“ Bald darauf ist der Brief wieder voller Verzweiflung:

    „Lieber Engels,

    Ich schob von Tag zu Tag auf, Dir ein Gesundheitsbulletin zu schicken, weil die Krankheit so auf und ab ging, daß mein Urteil selbst fast stündlich änderte. Schließlich aber hat die Krankheit den in meiner Familie erblichen Charakter einer Unterleibsauszehrung angenommen, und Hoffnung scheint selbst ärztlicher Seite aufgegeben. Meine Frau war seit einer Woche so krank wie nie vorher von geistiger Erregung. Mir selbst blutet das Herz und brennt der Kopf, obgleich ich natürlich Haltung behaupten muß. Das Kind verleugnet während der Krankheit keinen Augenblick seinen originellen, gutmütigen und zugleich selbstständigen Charakter.“

    Während dieser ganzen Zeit, tagelang und in langen schlaflosen Nächten, pflegte Marx den Kleinen selbst. Es gelang jedoch nicht, das Kind zu retten. Am 6. April 1855 starb Musch an Darmtuberkulose. „Er entschlief (im wörtlichen Sinne) in meinen Armen heute zwischen 5 und 6 Uhr“, teilte Marx Engels mit.

    Das war das dritte Kind, daß Jenny und Karl in einem Zeitraum von fünf Jahren in London verloren. “ (…) erst jetzt weiß ich, was wirkliches Unglück ist“, schrieb Marx, der schon so viel Leid durchgemacht hatte.

    —————————————————————————–

    Das Leid, dass die Familie Marx in London erlebte, war das Leid, das tausende Arbeiterfamilien damals ebenfalls erlebten und erlitten.

    Er wollte diese Zustände für die Arbeiter ändern. Sein Weg dazu war, dass der durch die Arbeiter geschaffene Mehrwert nicht als Profit beim Fabrikanten/Kapitalisten verbleibt, sondern seinen Erschaffern zu Gute kommt.

    Wir haben heute soziale und auch gesundheitliche Verwahrlosung in einem steigenden Ausmaß innerhalb unserer Gesellschaft.

    Ausgebeutet werden Menschen, die im Niedriglohnsektor tätig sein müssen, weshalb eine  Anhebung des Mindestlohnes ein weiteres Aufklaffen der Arm-Reich-Schere verhindern kann.

    Ausgebeutet werden zudem die Arbeiter aus den Billiglohnländern. Viele sterben an den gesundheitlichen Folgen ihrer Arbeit, die sie giftigen Chemikalien aussetzt (in Bergwerken, in holländischen Blumenzuchtbetrieben in Afrika). Trinkwasservergiftungen durch renommierte Konzerne werden hingenommen, daran erkranken alle, die auf das Brunnenwasser angewiesen sind.

     

     

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    heike
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    Ich möchte noch eine Kleinigkeit aus dem Buch „Die Töchter von Marx“, welches seinen Töchtern Jenny Loguet, Laura Lafargue und Eleonor Marx-Aveling gewidmet ist, die sich in ihrem späteren Leben ebenfalls für die Interessen der Armen einsetzten.

    Man erfährt sehr viel über das Zusammenleben der Familie Marx und ihre Kindheit.

    „Ein anschauliches Beispiel für die völlige geistige Harmonie, für die Verbundenheit und Freundschaft, wie sie nicht oft zwischen Eltern und Kindern besteht, ist der Briefwechsel Eleonors mit ihrem Vater. Interessant sind nicht nur die Briefe aller drei Töchter, sondern auch die Antworten von Marx an die Kinder. Diese Briefe sind geistreich und humorvoll, sie sind ein lebensfrohes „Spiel“, das den Intellekt entwickelt und erzieht, wie zum Beispiel der liebevolle und scherzhafte Brief, wahrscheinlich an Eleonor, vom 3. Juli 1865:

    „Dear Miss Lilliput!

    Sie müssen meine >verspätete< Antwort entschuldigen. Ich gehöre zu jener Art von Leuten, die die Dinge immer zweimal betrachten, ehe sie sich für das eine oder das andere entscheiden. So war ich ziemlich überrascht, eine Einladung von einem mir völlig unbekannten vorwitzigen Frauenzimmer zu erhalten. Wie dem auch sei, nachdem ich mich von Ihrer Achtbarkeit und der unvergleichlichen Art, in der Sie Ihre Abmachungen mit Ihren Lieferanten treffen, überzeugt habe, werde ich mich glücklich schätzen, diese recht seltene Gelegenheit zu ergreifen, an Ihre Eßwaren und Getränke heranzukommen. Doch vernachlässigen Sie bitte letztere nicht, wie es die üble Gewohnheit der Jungfern zu sein pflegt. Da ich ein wenig von Rheumatismus geplagt bin, hoffe ich, daß Sie Ihren Empfangsraum vor jeglicher Zugluft schützen werden. Für die erforderliche Ventilation werde ich selbst sorgen. Und da ich auf dem rechten Ohr etwas schwer höre, setzen Sie bitte einen langweiligen Kerl, an denen es, wie ich zu behaupten wage, in Ihrer Gesellschaft nicht fehlen wird, an meine rechte Seite. Für die linke Seite werden Sie mir, wie ich hoffe, Ihre weibliche Zierde reservieren, ich meine, das bestaussehende weibliche Wesen unter Ihren Gästen.

    Ich habe einen gewissen Hang zum Tabakkauen, halten Sie also das Zeug bereit. Durch meine früheren Begegnungen mit Yankees habe ich mir das Spucken angewöhnt, ich erwarte also, daß Spucknäpfe nicht fehlen werden. Da ich in meinen Umgangsformen ziemlich ungezwungen bin und mir diese erhitzende und stickige englische Atmosphäre widerwärtig ist, müssen Sie sich darauf gefaßt machen, mich in einer Art Adamskostüm zu erblicken. Ich hoffe, Ihre weiblichen Gäste werden ähnlich erscheinen.

    Addio, mein liebes unbekanntes kleines Frauenzimmer.

    Immer Ihr

    Dr. Wunderlich

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