Neues aus der Basis, Teil 2

 in FEATURED, Politik (Inland)

Eine Kolumne von Jens Fischer Rodrian. Der Leser*innen dieses Magazins schon wohlbekannte Autor und Musiker ist in eine Partei eingetreten. Ungewöhnlich für ihn, denn ihm war stets daran gelegen gewesen, unabhängig zu bleiben. Die jüngeren Ereignisse, insbesondere das weitgehende Versagen des links-grünen Lagers, haben ihn in die politische Heimatlosigkeit getrieben. Verbitterung und politische Wirkungslosigkeit war aber keine Option für ihn. Der Liedermacher („Die Armada der Irren“) trat in die neugegründete Partei „Die Basis“ ein, hervorgegangen aus dem „Corona-Skeptiker“-Milieu, ihrem eigenen Anspruch nach eine Partei der Freiheit, der Bürgerrechte, der Mitbestimmung. Ohne Zweifel repräsentiert die Basis eine Farbe in der Parteienlandschaft, die derzeit schmerzlich fehlt. Es ist ein Experiment, das gelingen oder auch aus verschiedenen Gründen schief gehen kann. Um so wichtiger, dass HdS einen „Mann vor Ort“ hat, der in nächster Zeit regelmäßig berichten wird, was sich in seiner neuen politischen Heimat tut. Dieser Beitrag kann auch als Podcast gehört werden, eingelesen vom Autor Jens Fischer Rodrian – ein Novum in der Geschichte von HdS.

https://soundcloud.com/f-i-s-c-h-e-r/hds-neues-aus-der-basis-teil-ii-new

 

Teil II: Braucht es wirklich eine neue Partei?

Wenn man all die Belege der letzten Jahrzehnte anführen würde, die zeigen, wie verkommen ein Großteil der westlichen Demokratien mittlerweile ist, bräuchte es viel Zeit. Das erspare ich uns und überlasse es den Historikern und Experten auf diesem Gebiet, dazu gibt es mittlerweile zahlreiche Bücher u.a. von Noam Chomsky und Daniele Ganser, Dokumentarfilme von Dirk Pohlmann und Erwin Wagenhofer oder Beiträge von Anselm Lenz, Milosz Matuschek u.v.a.

Nur kurz: Die USA führen seit Jahren imperialistische Kriege und wurden von Ihren Verbündeten immer wieder unterstützt und dadurch in ihrem martialischen Weg bestätigt, der abertausende Menschleben gefordert hat. Auch Deutschland, das seine Abhängigkeit vom transatlantischen Partner immer noch nicht abgelegt hat, stellt dies immer wieder unter Beweis, durch eine omnipotente Rüstungsindustrie, das Bereitstellen von Militärbasen für den „Verbündeten“ im Kampf gegen den internationalen Terrorismus oder die Teilnahme an kriegerischen Auseinandersetzungen wie in Afghanistan.

Um diesbezüglich eine breite Unterstützung in der Bevölkerung zu bekommen, brauchte es immer wieder Verschwörungstheorien, wie die Konzentrationslagererfindung im völkerrechtswidrigen Jugoslawienkrieg, die Brutkastenlüge im ersten Irakkrieg oder das Massenvernichtungswaffenmärchen im zweiten. Diese Lügen wurden oft von den Regierungs-und Oppositionsparteien übernommen, nicht weiter hinterfragt und von Teilen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten verbreitet.

Das war nicht immer so. Deutschland unter Brandt wird auch nach Jahren der Geschichtsdeutung und Überprüfung dem Anspruch gerecht, vieles versucht und einiges erreicht zu haben. Vor allem seine besonnene Ost-Politik und die Annäherung an Russland haben den Weltfrieden für Jahre stabilisiert. Dialog war sein Credo.

Davon ist heute nicht mehr viel übrig geblieben. Die Art und Weise, wie die westliche Wertegemeinschaft seit Jahrzehnten mit dem Rest der Welt umgeht und sich zusätzlich von den Interessen des völlig außer Kontrolle geratenen Finanzsystems vor sich her treiben lässt, zeigt eines ganz klar: Man hat nicht nur Maß, Sinn und Verstand, sondern auch die Kontrolle verloren.

Die deutsche Politik ist so abgrundtief in Interessenskonflikte mit der Energie,- Pharma- und Techindustrie verstrickt und folgt dabei deren Kompass. Sie kommt da ganz offensichtlich aus eigener Kraft nicht mehr heraus, hat kapituliert, das Kommando abgegeben und hält dabei seine eigene Bevölkerung in Geiselhaft.

Es muss eine ganz neue Generation von Politikern her, egal welchen Alters, unverbraucht. Aber das allein wird nicht reichen. Es benötigt eine Bewegung, ein völliges Umdenken, eine Revolution, bei der das Miteinander, Ehrlichkeit und Empathie im Zentrum stehen. Es braucht ein neues politisches Zuhause für alle, die spätestens seit der Corona-Krise ihr Vertrauen in die etablierten Parteien verloren haben.

Der deutsche Politikzirkus mutierte 2020 endgültig zu einem Käfig voller Narren. Diese befinden sich partiell in Interessenkonflikten, beugen sich den Ansagen einer autokratischen kleinen Führungsriege und haben der Entmachtung des Parlaments nichts entgegenzusetzen. Derzeit widmen sie sich vor allem dem Wiedereinzug in den Bundestag, wenn es dann im Herbst zu Wahlen kommen sollte. Klar, was soll man auch sonst als unerwünschter Parlamentarier tun, wenn man kaum noch abstimmen oder gar handeln darf. Immerhin beziehen sie ja noch fürstliche Bezüge, die sich weit über der Gehaltsklasse eines Amtsrichters befinden, ganz zu schweigen von den Privilegien, die sie genießen. Wenn man da einmal drin ist, will man nicht so schnell wieder raus – und genau da ist das Problem.

Sicher, es gibt Ausnahmen. Aber es könnte nicht offensichtlicher sein, dass vor allem zwei Dinge verloren gehen, wenn man sich zu lange in den falschen Kreisen aufhält und um die eigene Achse dreht: Der Bezug zu den Nöten der Menschen und das Wissen um die unbedingte Notwendigkeit von Machtbegrenzung, auch der eigenen. Die Kontrolle der Regierung durch den Bürger und dessen Einbindung in politische Prozesse – zum Beispiel durch Volksabstimmungen – sowie eine begrenzte Amtszeit für Abgeordnete sind ein absolutes Muss für die Zukunft. Nur so können Verstrickungen, die vor allem der eigenen Karriere dienen, von Haus aus unterbunden werden.

Und genau darum geht es der Basis. Wenn das achtsame Miteinander, die Freiheit und die unbedingte Einhaltung der Grundrechte die Handlungsmaxime ausmachen, wenn man außerdem das Wissen aller miteinbezieht, den „Schwarm“ also für mündig erklärt, sind wir bei den vier Säulen der Partei, die das politische und gesellschaftliche Handeln bestimmen sollen: Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz.

Wohin es führt, wenn so wichtige Pfeiler eines gesunden Miteinanders verschwinden, sieht man gerade jetzt sehr deutlich. Nicht evidenzbasiertes Handeln, das zu völlig unverhältnismäßigen Maßnahmen führt ist im Moment die Grundlage für die Knechtung eines ganzen Landes. Selbst die Bundeskanzlerin bestätigte in einer Pressekonferenz, dass die Entscheidung zur Verlängerung des Lockdowns nicht wissenschaftlich, sondern politisch motiviert ist.

Wer die aktuellen Absurditäten der Exekutive genauer betrachten möchte, dem sei der Artikel von Jens Berger Im Namen des Wahnsinns, erschienen auf den Nachdenkseiten, empfohlen. Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich vor Lachen wegschmeißen.

Neben der Verdrehung von Wahrheiten findet eine nicht mehr zu verheimlichende Zensur, staatlich angeordnete Diffamierung und Ausgrenzung Andersdenkender statt – und es wird immer schlimmer. Ob Söder von der Corona-RAF spricht oder Merkel verkündet, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, „gewisse Dinge nicht mehr tun können“, ob Gates über die Covid 19-Impfskeptiker von „crazy and evil people“ spricht, ob die SPD-Spitze Demonstranten als „Covidioten“ abtut – nichts scheint so absurd zu sein, dass es nicht gegen Maßnahmenkritiker eingesetzt werden könnte.

Und natürlich ist da noch der „Verschwörungstheoretiker“ – das Wort allein reicht aus, um jeden notwendigen Dialog zu ersticken und die Auseinandersetzung mit der anderen Seite überflüssig zu machen.

Wie sehr es neue Ideen und Köpfe in der Politik braucht, wird am Beispiel der SPD besonders sichtbar. Seit Jahren befindet sich die Partei im freien Fall und will trotzdem nicht aus Fehlern und dem daraus resultierenden Stimmengewinn der AFD lernen. Im Gegenteil. Die SPD nimmt die Sorgen der Bürger nicht mehr ernst. Sie ist im Moment der größte Brandbeschleuniger, was die Spaltung der Gesellschaft angeht. Selbst Bezirkspolitiker der Sozialdemokraten nutzen Nachbarschaftsforen in Berlin, die laut ihren Betreibern unpolitisch sein sollten, um gegen Demonstranten des SCHWEIGEMARSCHES zu hetzen. Dies hatte Beschimpfungen übelster Art seitens „anständiger Bürger“ gegen Teilnehmer der Demo zur Folge. Diese wiederum hatten nichts weiter getan, als ein Plakat mit der Aufschrift WIR MÜSSEN REDEN hochzuhalten. Ausdrücke wie „Nazischlampe“ und „rechte Sau“, gepaart mit erhobenem Mittelfinger, waren nur einige der Demütigungen, die wir an diesem Tag aushalten mussten. Man hat uns mit Wagner-Musik von den Balkonen beschallt, uns Beleidigungen an den Kopf geworfen und bespuckt. Was kommt als nächstes? Wann wird der erste Stein geworfen? So weit ist es gekommen, und die etablierten Parteien gießen ständig Öl ins Feuer.

Sie haben jeden Restfunken an Vertrauen verspielt. Die gesamte Führungsriege der Regierung sollte den Anstand haben, abzutreten. Sie sollten sagen, wir haben uns geirrt – und gehen. Weltweit anerkannte Wissenschaftler wie Dr. Ioannidis und selbst die WHO stufen Covid-19 in der Größenordnung einer mitteschweren bis schweren Grippe ein. Trotzdem opfert man eine ganze Generation, traumatisiert Kinder zum „Wohle der Allgemeinheit“ und schafft es nicht einmal, die Alten besser zu schützen. Die Verantwortlichen müssen sich hoffentlich bald gerichtlich verantworten und den Weg frei machen für eine Generation von Politikern, die auf Augenhöhe, ohne Diffamierung und Ausgrenzung miteinander sprechen.

Genau dafür könnte die Basis Vorbild sein. Basisdemokratie und ein achtsamer Umgang werden hier in jeder Arbeitsgruppe, in jedem Gespräch und jeder Aktion, der ich beigewohnt habe, sehr ernst genommen und angewendet. In Konfliktsituationen wird oft an die Einhaltung der vier Säulen erinnert. Allein das hilft schon ungemein auf der Suche nach gemeinsam getragenen Lösungen. Das macht die Arbeit in der Partei transparent, oft auch anstrengend, aber immer konsensorientiert. Die Partei wächst stetig, man ist jetzt schon bei 10.000 Mitgliedern angelangt. Und es werden täglich mehr.

Es gäbe noch viele Details zu berichten, aber dazu mehr im 3. Teil aus der Reihe „Neues aus der Basis“ – dann mit der Erfahrung des ersten Parteitags im Gepäck.

 

Showing 13 comments
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    Ulrike Spurgat
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    Das GG verabschiedet 1949 im Parlamentarischen Rat ähnelt nach den ca. 63 Veränderungen seitdem mehr einem löchrigen Schweizer Käse.

    26 GG Änderungen alleine für die Sicherung der Machtverhältnisse 1968 im Land bei den Notstandsgesetzen, denn in Frankreich ging es zeitgleich hart zur Sache. Millionen Arbeiter folgten dem Aufruf zum Generalstreik. Und da ging dem Michel zu recht die Düse…

    Meine Zweifel bleiben….

    Jahrzehntelang hat man doch zugeschaut wie sich die so machtvolle Friedensbewegung in Einzelteile  hat hat zerlegt und nicht wenige sind dem kapitalistischen Popanz auf den Leim gegangen und in dessen Rachen verschwunden.

    Wer nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernt und die richtigen Schlüsse zieht wird sie wiederholen.

    Die Systemfrage muss gestellt werden.

    Gestern zum „Internationalen Frauentag“ fiel mein Blick auf ein Banner worauf zu lesen war: „Frauenkampf ist Klassenkampf“.

    Dennoch viel Erfolg und ein gutes Gelingen !

    Und es bleibt dabei: Alle werden gebraucht…, aber nicht alle werden sich dem so anschließen können.

     

     

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      jens fischer rodrian
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      Danke für Ihren Kommentar. Es ist der Versuch, in dem bestehenden System eine Alternative zu den etablierten, mittlerweile unwählbar gewordenen Parteien zu finden.  Dass es nicht leicht werden wird ist allen bewußt. Dass es darüber hinaus innerhalb des Systems viel  zu verändern gibt, ja das ganze System in Frage zu stellen ist, ist offensichtlich. Auch ich halte eine völlige Neuordnung und 100%ige Transparenz für absolut notwenig.

      Alles Gute Ihnen

      Jens

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        Ulrike Spurgat
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        Für die überlegte Antwort danke ich ihnen, jens fischer rodrian,

        es liegt daran, dass nach vielen Jahren der politischen Kämpfe sich eine gewisse Müdigkeit eingestellt hat und ich dem Braten nicht traue….

        Was haben wir riskiert….und was sind wir dafür verprügelt worden in jeder Hinsicht… Ob es die Berufsverbote waren oder die Beobachtung durch den Verfassungsschutz, die Teilnahme an ungenehmigten Demos und der zivile Ungehorsam und nicht zuletzt mein einsamer Kampf gegen das verfassungswidrige Verbot der KPD vom August 1956 und dessen Aufhebung, wo die alten Kommunisten und Widerstandskämpfer die das Konzentrationslager überlebt haben den faschistischen Schergen in Adenauers Gruselkabinett wieder in die Hände gefallen sind. Die Hausdurchsuchungen in der Nacht und der Klang der grausamen Stiefel…..die Ängste die wir Kinder hatten.

        Vielleicht ist es ja möglich das Statut der Partei herunterzuladen ?

        Momentan lässt sich der Widerspruch in dem ich mich befinde nicht lösen.

        Bleiben sie unbedingt am Ball  und ich danke für die Aufrichtigkeit die sich ihren Zeilen entnehmen lässt.

         

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          jens fischer rodrian
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          ich kann das sehr gut verstehen, die Müdigkeit nach dem einen Jahr ist schon so überwältigend. Wie sich das nach so vielen „Kämpfen“ anfühlen muß, kann ich mir mir vorstellen. Mal sehen wohin das Ganze führt.

          Alles Gute Ihnen und danke für Ihre Aufmerksamkeit

          Herzlich

          Jens

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    Freiherr
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    Ja freilich Jens –

    spricht eigentlich alles dafür der Basis diese Chance zu geben – zumal es ja keine Alternative dazu gibt, jedenfalls keine die es schaffen könnte an Anzahl von Wählern und Mitgliedern nun in diesem undemokratichen Wahlsystem.

    Es wäre also nun das erste mal überhaupt dass ich zu einer Wahl gehen würde, ( weiss gar nicht wie man das macht, tatsächlich ), dieses Vorschussvertrauen auch einer Partei zu geben, schon auch weil es nun ums Ganze geht – um Freiheit und Gerechtigkeit. ABER eben nicht nur um eine Wiederherstellung eines Zustandes vor diesem Pandemieschwindel, der ja auch schon ein verfassungs- und rechtswidriger war mit Unrechtszuständen die jeder Beschreibung spotten, in ihrer Komplexität nicht mehr zu überbieten waren – sondern einen demokratisch-freiheitlichen und gerechten Neustart, der diese Bezeichnung wirklich verdient.

    SOZIALE GERECHTIGKEIT  als Notwendigkeit allen anderen voran.

    Nicht zuletzt du als eben nicht Feiger, sich Wegduckender und so grossartige Leute wie der Demokratische Widerstand, Füllmich und der Ausschuss als unerschrockene Rechtskämpfer und viele andere auf dieser vertrauenswürdigen Ebene könnten es schaffen dass ich diesen Gang zu einer Wahlurne zum ersten mal mache.

    Bin da noch in einem Konflikt mit mir selbst – keine einzige Partei seit ich 18 war, damals, hat Versprechen jemals zugunsten des Bürgerwohls eingelöst, Politik war immer ein Lügen, Tarnen und Täuschen und ein Händeschütteln mit Verbrechern.

    Und ihr seid euch dessen bewusst, dass eine Enttäuschung der Wähler ein erneutes Verbrechen an denen wäre ? – hope so !

    Mich interessieren keine partei-politisch-pragmatischen Vorgehensweisen, sondern einzig und allein das 1: 1 Umsetzen der versprochenen Ziele – schwer genug das wenn man als Neue Partei zwangsläufig in dieses Unrechtssystem hineinmarschieren will, ich weiss und dass es ein kompletter Umbau bestehender faschisticher und diktatorischer Zustände sein muss, ist euch bewusst ? – hopefully !

    FREIHEIT, GERECHTIGKEIT, MENSCHENRECHT !!

    Das sind die unveräusserlichen Werte um die es geht !

    would you agree, Jens ?

    Darunter mach ich es nicht, nie und nimmer !

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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      Antonia
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      Nun ja, erste Erfahrungen als Mitglied in der Basis: Viel Bürokratie und wenig Zeit und, vor allen Dingen, Lust auf achtsame Kommunikation. Letzteres für mich allerdings! die Basis für eine freie und offene Gesellschaft. Stattdessen dominieren emotionale Eruptionen, die Achtsamkeit und ihre Übungen für so etwas wie Gehirnwäsche  halten. Und die Gruppe lässt sich ganz schnell auf diese machtvolle Demonstration von Abwehr ein und verfällt nur zu gern in Aktionismus, anstatt das Problem lösen zu wollen. Da frage ich mich schon: Alles nur leere Worte auf dem Parteiprogramm?
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      jens fischer rodrian
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      Danke für Ihre Gedanken. Auch ich habe durch das nich wählen versucht mein Unmut über das völlig marode System zum Ausdruck zu bringen – aber leider ist es in einem System, dem es völlig egal ist, ob eine Regierung mit 80% oder 60% gewählt wird – eine Nichtstimme wird dann zu einer verlorene Stimme – leider. Längst überfällig wäre eine Quote, unter der eine Wahl annulliert wird, dann wird die Nichtstimme zu einer Kraft.

      Ich stimme ihnen zu, dass die soziale Gerechtigkeit ein absolutes Kernthema sein muß. Ich denke dass sehen sehr viele so.

      Darüber hinaus liegt mir das Thema Machtbegrenzung sehr am Herzen – denn genau da liegt ein Hauptproblem im bestehenden System, das ist die Keimzelle, die Korruption und Machtmißbrauch zum Wohle der eigene Interessen est ermöglicht.

      Auf beide Themen lege ich ein sorgfältigen Blick in meiner Arbeit in der AG Kunst und Kultur für Berlin und in der Podcast AG , auch beim ersten Bundesparteitag im März – Bericht folgt.

      Ein Gedanke noch zu der 100%igen Erfüllung der Wahlversprechen – das geht nur, wenn man die absolute Mehrheit hat, sonst muss man, oft leidige Kompromisse eingehen. Also, Augen auf bei der Wahl des Koalitionspartners, denn wenn die Kernthemen verraten werden, ist es ein No Go Koalition einzugehen.                    Soziale Gerechtigkeit und Machtbegrenzung müssen immer Kernthemen sein!

      Alles Gute Ihnen

      Jens

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        A.K.
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        Man kann auch ungültig wählen, auch wenn es so aussieht als wäre man deppert, die Kommentare lesen wenigstens die, die die Zettel auslesen.

        Ich hab schon mal „nix dabei“drauf geschrieben.

        Und voraussichtlich werde ich es bei der Landtagswahl auch so halten.

        oder auch eine unverfängliche Kleinstpartei.

        Fürchte die Basis ist noch nicht soweit.

         

         

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    Jürgen Schwerdt
    Antworten
    Anders als Jens Fischer Rodrian und meine Frau hat mich nicht das weitgehende Versagen des links-grünen Lagers in die politische Heimatlosigkeit getrieben, sondern das des liberal-konservativen. Bis vor ca. 11 Jahren war ich Mitglied der CDU und in deren Trikot sogar mal Ortsbürgermeister, habe sie aber dann wegen ihrer zunehmenden Farblosigkeit sowie wegen der Passivität und geistigen Trägheit vieler Mitglieder verlassen. Dass es mit ihr und den anderen „Traditionsparteien“ mal so weit kommen würde, dass ich von ihnen keine mehr wählen könnte, hätte ich nie gedacht!

    Als freiheitlicher Demokrat, der die andere Meinung politischer Gegner stets respektiert hat (deren Fehlen wäre wie Fußball ohne Torwart), drängt es mich jetzt in meinen 60ern nochmal sehr stark zum Engagement. Die „Basis“ betrachte auch ich derzeit als beste Grundlage dafür und bin ihr deshalb ebenfalls beigetreten. Der Anstoß dazu kam sogar von „leicht links“, nämlich von meiner Frau, die mit gutem Beispiel vorangegangen ist.  🙂

    Auf ein gutes Miteinander – Selbstdenker vereinigt euch!

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    Alfred Matejka
    Antworten
    Warum braucht es eine ganz neue Generation von Politikern,egal welchen Alters,unverbraucht?Es braucht ein neues politisches Zuhause.

    Ich bin mit 14 Jahren in den Betrieb  als Dreher-Lehrling gegangen und mit 63 Jahren als Betriebsratsvorsitzender in die Altersteilzeit .Dazwischen liegt mein Leben.Das Leben eines Arbeiters.Am Anfang unschuldig und naiv-am Ende verbraucht durch die jahrelangen Kämpfe mit den Kolleginnen und Kollegen gegen Kapitalwillkür.Dazwischen liegen Jahre der persönlichen Entwicklung.Vom Gläubigen zum Wissenden.Angewandtes Wissen ist Macht.Und zum Wissen gehört Mut,dass Wissen  zu vertreten.In Betriebsversammlungen vor 2000 Menschen,gegen das Management,für die Belegschaft.In unendlichen Sitzungen.Macht hatte ich nie.Das Kapital,US-Milliardäre als Besitzer der Produktionsmittel,die hatten die Macht.Ich hatte Einfluss.und die habe ich eingesetzt.Alle Räder stehen still,wenn dein starker Arm es will.Das wusste die Belegschaft und danach wurde auch gehandelt,wenn es sein musste.

    Es wird sich nur etwas in unsere Richtung verändern,wenn die Menschen,die die Werte herstellen,in Bewegung kommen.Dazu braucht es keine neue Generation von Politikern.Dazu braucht es aufrichtige ,ehrliche und zuverlässige Menschen.Auch eine Arbeiterin in der Produktion kann in eine Regierung gewählt werden.Auch eine Hausfrau kann Finanzministerin werden.Sie kann besser mit Geld umgehen als der Scholz.Die müsst ihr suchen und finden.Passt auf ,dass ihr euch nicht in akademischen Phrasen verliert.Schon Karl Marx hat gesagt,es kommt nicht darauf an ,die Welt verschieden zu interpretieren,sondern sie zu verändern.In diesem Sinne viel Erfolg.

     

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    Freiherr
    Antworten
    Ich wurde zur Gründungsvorbereitungsversammlung des Wahlkreises Deggendorf/Straubing eingeladen.

    Die Einhaltung der “ Hygienemaßnahmen “ wurde dafür quasi befohlen.

    Hier meine Antwort:
    Hallo.

    Dank für die Einladung,
    jedoch würde ich keine Zwangsmaßnahmen einhalten und damit wohl aus der Versammlung sowieso ausgeschlossen werden.

    Unverständlich dass man zwar gegen diese verfassungs- und rechtswidrigen Maßnahmen protestiert, diesen aber Folge leistet, das ist nichts anderes als ein Einknicken vor dem Verfassungsbruch.
    Zudem ein Abnicken dieser momentanen diktatorisch-faschistischen Herrschaft.

    Entweder man leistet Widerstand oder man lässt es bleiben, auch ein parteipolitisch-pragmatisches Verhalten ist in diesem Fall eine Duldung des Faschismus.

    Herzlicher Gruß

    *****

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      Die A N N A loge
      Antworten
      Als Alternative bliebe doch nur ein Zoom-Meeting ohne die Möglichkeit, sich analog zu beschnuppern. Hättest du das besser gefunden? Im Supermarkt beugst du dich doch auch den Vorschriften, trägst eine Maske und hältst Abstand. Wo ist denn da der Unterschied?
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    Doris D.
    Antworten
    Schade, dass Die Basis am Sonntag in Rheinland-Pfalz noch nicht gewählt werden kann!

    Unter den Pfälzern ist der Unmut m.E. schon groß genug, diesem auch auf Landesebene Ausdruck zu verleihen. Aber es gibt auch weitere Möglichkeiten, den Altparteien einen Denkzettel zu verpassen; und zwar entweder den Wahlschein ungültig zu machen, oder besser zum Beispiel die ÖDP zu wählen, um einer- wenn auch kleinen-  Gegenstimme mehr Gewicht zu geben.

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