Nie wieder Auschwitz?

 in Politik (Inland)

„Nie wieder Auschwitz!“ Das sagt sich leicht. Aber was heißt es? Genauer: Was sollte es heißen? (Quelle: Telepolis)
https://www.heise.de/tp/features/Nie-wieder-Auschwitz-4645984.html

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    Erschreckend...
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    …mein ganzes Leben nun Verstand ich es als zwingend notwendig, dass über Generationen hinweg in den Köpfen der Menschen die unfassbaren Grausamkeiten des Holocaust zur Abschreckung in Erinnerung bleiben. Und seit nunmehr vielen Jahren gar Jahrzehnten werden diese Erinnerungen von den nachfolgenden Generationen der Opfer in immer ähnlicheren, immer erschreckenderen Parallelen wiederholt vollzogen. Immer wieder, immer mehr meine Erinnerungen als Teil einer nachfolgende Generation der Täter durch diese wiederholenden Grausamkeiten der nachfolgenden Generationen der Opfer erschüttert, indem sie immer weniger an Gerechtigkeit einem anderen Volk zukommen lassen. Noch wehrt sich mein Verstand gegen das Vergessen aller menschlichen Grausamkeiten. Doch mit jeder Erschütterung der Erinnerung an vergangene Grausamkeiten durch die Nachkommen der Opfer schwindet meine Hoffnung.

    Ist sie doch gerade für die Zukunft so wichtig und immer zur Abschreckung so notwendig, für zukünftige Generationen

    .

    Dem Tod ist es im Ergebnis gleich, wie er das Leben verlor, denn auch die Erinnerung kann schnell zur Vergänglichkeit verkommen.

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    Brand,Hildegard
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    Analytische Philosophie angesichts der Grausamkeiten in Auschwitz und anderswo?

    Ich empfinde – n i c h t : ich erdenke kalt-analytisch – die analytische Philosophie von Herrn Meggle über die Bedeutung des Ausrufs  “ Nie wieder Auschwitz! “  als sophistisch-kalt im Angesicht der   i m m e r   n o c h   u n v o r s t e l l b a r e n, u n- f a s s b a r e n    G r a u s a m k e i t e n  , die Menschen anderen Menschen durch industriell-systematisch geplante Vergasung  – zuvor an behinderten Menschen experimentell  „erprobt“-  angetan haben, Vergasung hinter verschlossenen, eisernen Türen, hinter denen Menschen in Verzweiflung mit entsetzlichen Schreien nackt übereinander stürzten, mit ihren bloßen Fingern im Erstickungs-Todeskampf  in die Wände  kratzten. Das Gas drang durch ihre Lungen in die Blutbahnen und führte zum grausamen Erstickungstod. Die Verzweiflung, das  grausame Sterben wurde durch Gucklöcher beobachtet!  Die Leiber der auf diese Weise grausam Gequälten und Ermordeten, Millionen von Menschen, wurden dann in Öfen massenweise verbrannt.  In diesem Moment,  75 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden, lasse  ich die un – endlichen Qualen tief in mich hineinsinken, versuche, sie nach-zu-empfinden, mir auch vorzustellen, wie es im Gehirn und in „Gefühlen“ von Tätern ausgesehen mag, auch von Vertretern der großen Konzerne und deren Autraggebern, die zusammen solche Grausamkeiten geplant, durch Lieferungen von Mauerwerken, von Einrichtungen für die Gaskammern, von Cyklon B erst möglich gemacht haben. Es bleibt für mich  u n-f a s s b a r  und –  ich muss versagen mit meiner Seele und meinem Leib, meinen Tränen – immer wieder , nicht nur an einem Tag des Gedenkens, aber besonders an diesem unverzichtbaren Tag!

    D e s h a l b  schreie ich immmer wieder “ Nie wieder Auschwitz!“

    Und jeder Mensch weiß hoffentlich: das oben dürftig  mit hilflosen Worten beschriebene unendlliche Leid ist mit diesem Ort und anderen Orten des Grauens gemeint, verstanden als Mahn-Weckruf, dass wir Menschen solche Verbrechen nie wieder zulassen!

    Nach diesem Holocaust war es für die jüdischen Menschen sehr wichtig, dass die Überlebenden und deren nachfolgenden Generationen eine Heimat in einem eigenen Staat bekamen.

    Wenn Regierende dieses Staates als Staatsvertreter Unrecht tun und ich diese Regierenden wie andere Regierende auf der Welt kritisiere, trenne ich diese Kritik von meinem Entsetzen über die Grausamkeiten gegen jüdische Menschen in Auschwitz und anderswo, gegen Behinderte, Sinti und Roma, Homosexuelle, Widerstandskämpfer*Innen.

    Wenn Sprechen über das unendliche Leid überhaupt möglich ist, kann es m.E. nicht kalt-analytisch sein.

    Hildegard

     

     

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