The Who: Won’t Get Fooled Again


Eine gescheiterte Revolution – danach ist wieder alles wie es war. Die Symbole habe vielleicht gewechselt, aber es laufen die Vorbereitungen für einen neuen Krieg. The Who verarbeitenden 1971 das sich andeutende Trauma ihrer Generation. Was man die „68er-Bewegung“ nannte, zeigte bereits Auslösungserscheinungen und an den Machtverhältnissen hatte sich im Kern nichts geändert. „Wir lassen uns nicht noch mal verarschen“ – wir sollten uns diesen Aufruf zu Herzen nehmen. Dazu gibt es wuchtige Rockmusik.

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Lil Baby: The Bigger Picture


Das Baby ist 26 und heißt im richtigen Leben Dominique Jones. Das Video ist vor allem ein Aufschrei gegen Polizeigewalt, die in den USA – aber nicht nur dort – gegen „people of color“ verübt wird. „They’re killing us for no reason“. Im Visier auch: „systemic racism and white privilege“. Der Clip beeindruckt vor allem visuell mit Bildern von BLM-Demonstrationen, die die Atmosphäre von Zorn und Verzweiflung spürbar machen.

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Marketa Irglova: Quintessence


Naturliebe, geradezu Naturmystik, spricht aus diesem langen Video, das Marketa Irglova mit ihren beiden Töchtern in den Hauptrollen auf Island gedreht hat. Die aus Tschechien stammende Sängerin war 2006 mit dem Musik-Liebesfilm „Once“ und dem Song „Falling Slowly“ (mit Glen Hansard) bekannt geworden. Später schrieb und sang sie eigene Musik, sensiblen Artpop mit spirituellen Themen. Das Video versetzt uns in liebevolle und meditative Stimmung und lädt dazu ein, den Wert des gegenwärtigen Augenblicks zu schätzen.

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Fendrich, Schmidbauer, Kälberer: Weilst a Herz hast wie a Bergwerk


Eigentlich kein schöner Ort, so ein Bergwerk. Es ist dunkel und staubig. Hier aber ist sicher gemeint: „a heart of gold“. Die Geliebte birgt in ihrem Inneren unerschöpfliche Schätze. Schöner Klassiker des Austro-Chansonniers, die an Rod Stewarts „I don‘ want to talk about ist“ erinnert. Hier noch angereichert durch das Talent des Duos Schmidbauer und Kälberer.

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Jacques Brel: L’amour est mort


Er stieß jedes Wort mit einer solchen Inbrunst hervor, dass die Aussage mit ungeheurer Bedeutung aufgeladen wurde. „L’amour est mort“ wurde erst 2003 aus Brels Nachlass veröffentlicht und hat doch den Charakter eines Klassikers, den man schon immer gekannt zu haben meint. Thema ist natürlich der Tod der Liebe, eine Spezialität des großen Chansoniers („Ne me quitte pas“), hier mit gewohnt melancholischen Klängen vorgetragen. Zur Illustration dürften Szenen aus den Filmen gedient haben, in denen Brel als Schauspieler agierte.

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