Faltenradio: D’Zigeiner san kumma


An Konstantin Weckers Lied „D’Zigeiner san kumma“ aus dem Jahr 1982 erinnern sich wohl nicht mehr viele. Der Künstler schlüpfte darin so gekonnt in die Rolle eines gewaltbereiten, rassistischen Spießers, dass es sogar Vorwürfe wegen „Antiziganismus“ gab. Umso schöner, dass sich ein junge Gruppe nun dieses Klassikers annahm und ihn durchaus werkgetreu für die „Generation Pegida“ wiederaufleben ließ. Zu Faltenradio siehe auch Alexanders CD-Tipp der Woche. (mehr …)

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Mozart: Requiem, Rex Tremendae


„König schrecklicher Gewalttaten“, wird Gott hier angeredet, und ein Chor von tragischer Wucht und betörender Mehrstimmigkeit erklingt zur Bekräftigung. Zum Schluss nur ein kurzer Lichtblick mit sanfteren Klängen: „Salva me“ (rette mich). Ein dichtes Meisterwerk des späten (eigentlich noch ganz jungen) Mozart an der Schwelle seines eigenen Todes.

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Jacques Brel: Voir un ami pleurer


Krieg; Untreue Frauen; ermordete Vögel; Menschen, die auf Blumen herumtrampeln; Herzen, die ihre Flügel verlieren; erschöpfte Städte und U-Bahnen voller Ertrinkender; die Zeit, die viel zu schnell vergeht und der Tod am Ende – hier zählt Jacques Brel sehr viel Negatives auf. Am schlimmsten aber findet er: „einen Freund weinen sehen“. 1977, ein Jahr vor seinem Tod, entstand dieses Meisterwerk. Schafft eure Freunde raus, sonst sehen die euch noch weinen. Das Lied ist entsetzlich traurig – aber schön.

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Pink Floyd: Another brick in the wall


Alan Parker inszenierte 1982 einen großen Spielfilm zum Pink Floyd-Album „The Wall“. Das Werk wurde zur Legende und zum musikalischen Symbol der Freiheit, häufig zitiert im Zusammenhang mit der Berliner Mauer und anderen seither entstandenen Mauern. Dieses Video illustriert eine verlängerte Version des Charterfolgs „Another brick in the wall“, eine skurrile und zugleich erschreckende Dystopie mit anarchischer Botschaft.

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Roger Stein: Gesichter aus gar nichts


Wortgewaltig zeichnet Roger Stein das Bild einer „Mehrheits-Menschheit“, die den Kontakt zu sich selbst verloren hat. Die nur noch eine leere Hülle ist, die von Anderen mit Phrasen gefüllt wurde. Ganz im Sinne seiner Arbeiten für das Duo „Wortfront“ findet der Liedermacher dafür einzigartige Wendungen und Vergleiche. Rogers CD „Alles vor dem Aber“ ist jetzt im Sturm-und-Klang-Shop erhältlich.

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Podcast: Tod eines Obdachlosen

Zum Gedenken an Jürgen Niemann – Der Tod eines Obdachlosen in Hannover. Jürgen Niemann, genannt „Bauer“ aus Hannover-Linden, gestorben in der Nacht des 12. Februar 2019 durch soziale Kälte. Durch bürokratischen Irrsinn beim Wohnungsamt wurde er im März 2017 schuldlos durch Zwangsräumung aus seiner Wohnung vertrieben und kam dann zunächst bei Freunden unter, die ihn aber aus wohnrechtlichen Gründen auch nicht beherbergen durften. Später musste „Bauer“, der sich immer um andere gekümmert hatte, als Obdachloser allein zurechtkommen. Von Krankheit geschwächt starb er schließlich in der kalten Februarnacht dieses Jahres draußen auf der Straße hinter dem Freizeitheim Linden. Link zum Podcast. Radio Flora, Redaktion und Moderation: Axel Kleinecke (mehr …)

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