Reinhard Mey


„Ich kann dich nicht, die Hand auf’s Herz, ansingen, Den Blick zur Fahne, und ein Wort wie stolz kann ich mir auch mit Mühe nicht abringen.“ Eines der bewegendsten Lieder zum Thema Heimat – nicht patriotisch, aber doch mit kritischer und melancholischer Sympathie für das „Eigene“, mit dem man verbunden ist, obwohl man es sich nicht ausgesucht hat.

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Wolf Maahn: Tschernobyl (Das letzte Signal)


Eindringliche Maahnung aus dem Jahr 1986. Als Unterstützer dabei: u.a. Herbert Grömeneyer, Wolfgang Niedecken und Klaus Lage. Wir wissen, dass nach dem letzten Signal das letzteste erfolgte: in Fukushima. Und auch die Umweltzerstörung ist weiter fortgeschritten. Wolf Maahn ist als Musiker noch immer unterwegs, komponierte auch Songs für andere Künstler und nahm u.a. an dem Projekt „Band für Afrika“ teil.

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Dietrich Fischer-Dieskau singt «Nachtstück», Franz Schubert


„Bald schlaf ich ihn, den langen Schlummer, der mich erlöst von allem Kummer.“ Todessehnsucht war ein gängiges Motiv in der deutschen Romantik wie hier in einem Gedicht von Johann Baptist Mayrhofer, einem engen Freund Franz Schuberts. Leider war die Melancholie bei Mayrhofer bitterernst. Er starb 1936 durch Suizid in Folge eines depressiven Schubs. Schubert vertonte das Gedicht meisterlich in mehreren klanglich voneinander verschiedenen Abschnitten – von schleppend bis lebhaft. Am Klavier: Gerald Moore.

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Miriam Green & Katja Khodos: Invisible Slaves


„We have to see that closing borders, discriminating others and not being able to share will be the death of our society – whereas a loving attitude, peaceful thoughts and connecting each other will safe the whole planet.“ Wie diese „Vorrede“ zeigt, ist das Lied von einem tiefen Ethos getragen. Zudem ist es musikalisch sehr schön, speziell auch das Oboenspiel der Sängerin und Komponistin. Es lohnt, den Text mitzulesen (mehr …)

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Georg Danzer: Der alte Wessely


Als der Austro-Liedermacher noch jung war, waren „Altnazis“ noch ein großes Thema, Übriggebliebene, die von „damals“ schwärmten und die Wiederauferstehung einstiger Größe herbenfantasierten. Heute ist der Traum das „alten Wessely“, der besonders gut Judenwitze erzählen kann, schon ein Stück näher gerückt. Beklemmendes Lied im Prog-Rock-Kleid.

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Carsten Langner : Trutz, blanke Hans


Ist der Titel ein Tippfehler, ein Grammatikfehler oder blanker Nonsens? Nein, er ist norddeutsch und beruht auf einem Gedicht von Detlef von Liliencron von 1882. Gemeint ist menschlicher Trotz gegen die Naturgewalt der Nordseeflut. Carsten Langner macht daraus eine weitergehende Betrachtung über menschliche Hybris und Naturzerstörung. Sehr wortgewaltig und wie immer schön gesungen und auf der Gitarre begleitet.

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