Fuzzy Riot: Hammer and Dance


Die letzten Sekunden des Videos offenbaren es: Die Band stammt wohl aus Österreich. Musikalisch ist es Old School-Rock, was der Sänger mit entsprechend gefährlichem Gesichtsausdruck zu unterstreichen weiß. Die Gitarren-Impro nach der ersten Hälfte klingt astrein. Der Text macht keinen Hehl daraus, dass er auf aktuelle Ereignisse Bezug nimmt. „Wenn Ihr gehorcht, ist Rettung nah.“ Bemerkenswert auch das gesprochene Mussolini-Zitat, ebenso wie die Bildstrecke gegen Ende, die teils dystopische Bilder zeigt, teils auch Mut machende Demonstrationen.

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Sounddesign: Wohin?


Die erschütternde Darstellung einer Depression, verbunden mit Armut, Krankheit und Sucht. Der Protagonist scheint wohl Niedriglöhner zu sein, nicht in Hartz IV. Aber er ist darauf angewiesen, Flaschen zu sammeln. Interessanterweise zerfällt das lange Video in zwei Teile, zwei aufeinander aufbauende Lieder. Gegen Ende gibt es einen Lichtblick. Können Protagonist und Protagonistin einander gegenseitig retten? Die Musik ist eher gechillt, der Text überwiegend gesprochen. Nur die Micky-Maus-Stimme im Refrain scheint mir nicht ganz gelungen, zumal sie den Text fast unverständlich macht.

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Sarah Lesch: Licht


Hier kann man ein bisschen rätseln, ob das vielschichtige Lied nicht doch Anspielungen auf Corona enthält. Der Titel deutete jedenfalls quasi auf einen Silberstreif am Horizont hin. Und: „Vielleicht geht irgendwas zuende“. Interessanterweise sagt die sehr produktive Liedermacherin hier auch: „Wer nichts aus der Geschichte lernt, ist verurteilt, sie zu wiederholen.“

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Charles Aznavour: Liberté


Früher war eine gewisse Wertschätzung für die Freiheit in der Kulturszene weit verbreitet. Auch Charles Aznavour widmete der Freiheit ein sehr schönes Lied, knapp, konzentriert und bewegend. Die Bürger, singt er, lieben alles Mögliche, aber eines fehlt… Er vergleicht die laue Haltung der „Freunde der Freiheit“ heute mit den Menschen „früher“, für die Freiheit alles war, weil sie sie schmerzlich entbehrten – Menschen, die ihr Leben für sie gegeben haben.

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Tom Waits & Crystal Gayle: Take Me Home


Schleppende Musik, düstere Atmosphäre, Reibeisenstimme wie von einem stark verkaterten Kettenraucher – das ist der echte Tom Waits-Sound. Hier bringt die liebliche Stimme der Country-Sängerin Crystal Gayle klar eine Aufhellung. Beide beteuern einander nach offenbar verfrühter Trennung ihre Liebe. Wenn es beiden so geht, kann ja nichts mehr schiefgehen.

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