Wann, verehrtes Publikum, wann?

 in FEATURED, Jens Fischer Rodrian, Kultur, Politik

Autor Jens Fischer Rodrian mit einem seiner Arbeitswerkzeuge

Diese Künstler! Sie lassen Auftrittsverbote und Corona-Terror einfach über sich ergehen, verkriechen sich schweigend und weigern sich, aufzubegehren – wie wir es eigentlich von ihnen hätten erwarten können. Ja, für die meisten stimmt dieses Klischee. Aber wie steht es mit uns, dem Publikum? Haben wir nur einen Finger gerührt, um unsere Künstler – unsere Musiker, Kabarettisten, Theaterschauspieler und andere Live-Performer – wiederzubekommen? Haben wir Protestbriefe an Politiker verfasst und ermutigende Botschaften an uns bekannte Kulturschaffende? War es nicht viel bequemer, Netflix und youtube glotzend auf dem heimischen Sofa zu sitzen? Und die Wahrheit ist noch frustrierender: Viele Künstler machen nicht den Mund auf, weil sie Angst vor uns haben – vor einer gehirngewaschenen Öffentlichkeit, die ganz überwiegend mit den Corona-Maßnahmen der Regierung konform geht. So konnten Künstlerinnen und Künstler nicht ohne Grund vermuten. Wer als „Corona-Leugner“ gilt und wegen der sich daran anschließenden öffentlichen Hetzjagd auch nur einen Teil seines Publikums verliert, für den könnte es das Aus bedeuten. Daher die Botschaft an Künstler*innen: Wenn Ihr nichts tut, kommt das Aus sowieso. Und: Ihr könnt auch durch Schweigen Publikum verlieren. Und die Botschaft an „alle“: Zeigt den Veranwortlichen, dass Ihr Eure Kulturschaffenden liebt und dass ihr sie wiederhaben wollt – dass ein Leben ohne Live-Kultur für Euch schlicht unvorstellbar ist, wohl aber ein Leben ohne Grundrechts-Entzug und Hygiene-Regime. Zeigt es vor allem den Künstler*innen selbst! Jens Fischer Rodrian

Ich sorge mich um Euch. Wirklich. Seit einem Jahr geht fast nichts – kein Theater, kein Konzert, keine Lesung, kaum ein Live-Event, das das Blut in die Adern pumpt, die Seele beruhigt, die Phantasie beflügelt, den Geist anregt oder den Eros belebt, kurzum, das Leben zu dem macht was es immer sein wollte – ein sinnliches Gesamterlebnis.

Euch muss es schlecht gehen. Ihr seid, wie wir Künstler, eines Grundnahrungsmittels beraubt worden. Ihr müsst, wie wir, Entzugserscheinungen haben. Die heilendende Medizin zwischen Alltag und der Pause davon, zwischen Realität und Schwärmerei, die Brücke zwischen Wahn und Sinn, ein Naturheilmittel, das die Kraft hat, uns wiederzubeleben und uns die Möglichkeit gibt, uns immer wieder neu zu entdecken: die Kultur – weg.

Man hat Euch bestohlen, uns allen ständig beteuert, die Kultur käme natürlich zurück, aber jetzt ginge es halt nicht. Aus dem Jetzt wurde fast ein Jahr. Wenn die Tore doch geöffnet wurden, dann nur für kurze Zeit, wenn es warm wird, wenn sich die Viren ausruhen und in den Sommerschlaf fallen. Konzerte gab es dann ein paar, aber nur unter sehr obskuren Bedingungen.

Abstand halten! Nicht laut klatschen, bloß nicht mitsingen, viel zu gefährlich, sich nicht vor Freude in die Arme fallen, nicht frenetisch jubeln, nicht nach dem Konzert Backstage mit dem Künstler aushängen.

Nein, wenn überhaupt, dann in Zweiergruppen sitzen, Maske auf beim Eintritt, beim Konzert – je nach Laune der Ministerpräsident*innen auch mal ohne – aber dann, das muss doch jeder verstehen, der ein halbwegs funktionierender Bürger ist, wie Richard David Precht, nicht laut ZUGABE rufen, lieber ein freundlich, mitleidiges Lächeln in Richtung Bühne schicken. Das wird jetzt als gutgemeinter Solidaritätsakt mit den Risikogruppen verstanden, staatlich angeordnet – ist doch schön, dass man überhaupt wieder auf die Bretter darf – dann halt keine Zugabe, bloß nichts übertreiben, sonst steigt das Infektions- und Spaßrisiko.

Nach dem Konzert mit angezogener Handbremse schön mit Maske zurück nach Hause, auf dem Weg dahin im besten Fall die Luft anhalten und unter keinen Umständen husten, sonst ist das Image eines solidarischen Bürgers in Sekunden weggehustet – erbärmlich.

Und wenn es zu anstrengend ist, die ständig verschärften Hygieneregeln zu befolgen, dann beim nächsten Anzeichen von Kulturentzug vielleicht doch lieber die Dokumentation über die Eagles, Metallica oder Michael Jackson anklicken? Wäre so viel entspannter, kein Stress mit den offiziellen und selbsternannten Masken-Sheriffs auf dem Weg zur S-Bahn oder im Konzertsaal. Netflix hat für jeden was dabei, von Doku bis Horror – wer braucht da noch eine lebendige Kulturszene?

Nein, das ist keine Persiflage oder Dystopie – es ist die Realität für Publikum und Künstler seit Freitag dem 13. März 2020.

Ich weiß, wir hatten alle immer eine Art Urvertrauen, dass es genug Künstler geben wird, die in Krisenzeiten aufbegehren und für verbale Randale sorgen, sich auflehnen, sich widersetzen. Aber leider hat der Corona-Kult auch die Kunst- und Musik-Szene erfasst – und das hat Folgen. Online-Konzerte, beim Auftritt auf Kameras glotzen – sexy. Viele Kollegen denken leider eher darüber nach, wie viele Fans sie verlieren könnten, wenn sie sich laut beschweren, als aktiv an der Veränderung ihrer eigenen Situation mitzuwirken. Und darum brauchen wir jetzt Euch, verehrtes Publikum, mehr als je zuvor, denn es gibt nicht genug Künstler, die sich trauen.

Nicht jeder Grund für ihr Schweigen ist völlig unverständlich, es stehen Existenzen auf dem Spiel. Dazu kommt, dass sich einige Kollegen eher als Dienstleister verstehen, sich mit ihrer Kunst noch nie politisch geäußert haben und jetzt wahrscheinlich auch nicht damit anfangen werden.

Vielleicht würdet Ihr ihnen helfen, sich aus der Deckung zu wagen, wenn Ihr zeigt, dass Ihr ihnen treu bleibt. Sie haben in ihrer Angst, Euch zu enttäuschen, eines übersehen: Man kann sein Publikum auch verlieren, wenn man schweigt. Aber um die Künstler soll es hier nicht primär gehen, die hatte ich ja schon in einem anderen Aufruf gebeten, Stellung zu beziehen.

Jetzt geht es um Euch, liebes Publikum. Und ganz ehrlich, auch wenn Ihr mir das übel nehmen werdet: Ich bin, gelinde gesagt, enttäuscht – zumindest von einem Teil von Euch.

Sind wir nichts anderes als Pausenclowns, die zwar das Leben stimulieren, wenn sie da sind, aber nicht wirklich fehlen, wenn sie weg sind?

Sind wir ein netter Zeitvertreib, den man jetzt auf unbestimmte Zeit mit Serien ersetzen kann?

Warum fordert ihr nicht die sofortige Wiederaufnahme aller Theaterstücke, die Wiederbelebung der Konzertszene, das öffnen aller Auftrittsorte?

Was sind wir für Euch? Luxusgüter, die man für die Illusion von Sicherheit aufgibt?

Ihr nehmt in Kauf, dass die ganze Kulturszene den Bach runter geht mit der Begründung, dadurch die Oma retten zu wollen. Habt Ihr sie mal gefragt, ob sie das will?

Vielleicht möchten die Großeltern lieber ins Theater gehen und die neueste Inszenierung von Brechts „Mutter Courage“ sehen, anstatt in Isolation zu versauern und darauf zu warten, dass die Welt Corona-frei wird.

Die Welt wird nie Corona-frei sein, genauso, wie der Mensch die Schwerkraft nicht abschaffen kann. Manche Dinge stehen nicht unter unserem Einfluss.

Es genügt bei weitem nicht, mehr Geld für uns zu fordern, wie es die „Alarmstufe Rot“ tut. Das wird nicht reichen und ist zu kurz gedacht. Um zu überleben, brauchen wir mehr, es geht um geistige Nahrung, um Austausch, Kreativität und Ausdruck, es geht um die kulturelle DNA.

Eines sei noch gesagt, dass wir uns nicht missverstehen. Wer generell Angst vor Krankheiten hat und in diesem speziellen Fall die Bedrohung durch einen Virus fürchtet, hat mein volles Verständnis. Jede Angst ist für den, der sie hat, real – völlig egal, ob es sich um eine objektive Bedrohung oder subjektive Furcht handelt. Nur sollte das eigene Narrativ nie zur Bewertungsskala für die Allgemeinheit werden.

Auch verstehe ich, dass jeder seine eigene Aufwachgeschwindigkeit hat, aber lasst Euch nicht zu viel Zeit, denn wir stehen nicht ewig zur Verfügung. Fast ein Drittel meiner Kollegen aus der freien Szene hat ihre Berufung bereits an den Nagel gehängt, und es werden immer mehr, die das Rumkrebsen von einer Soforthilfe zur Nächsten satt haben und die Euer Schweigen als Zeichen dafür sehen, dass sie anscheinend nicht systemrelevant sind.

Zeigt Ihnen, dass sie sich irren, sonst war’s das mit uns!

 

Jens Fischer Rodrian ist Musiker, Komponist, Produzent, Lyriker, freier Autor und Kreativdirektor der Blue Man Group. Nach vier instrumentalen Soloalben erschien 2017 sein erster Gedichtband „Sich kurz fassen — ach“, 2019 folgte das Spoken Word Album „Wahn & Sinn“. Für den Kurzfilm „Stiller Löwe“ bekam er auf dem renommierten Festival International du Film D‘Aubagne den Hauptpreis für die beste Musik. Von 2012 bis 2019 war er als Musiker live mit Konstantin Wecker zu hören. Seit 2017 tourt er mit seiner Konzertlesung WAHN & SINN durch den deutschsprachigen Raum. Seit 2020 ist er Mitglied der Partei dieBasis. Jens Fischer Rodrian lebt mit seiner Familie in Berlin. Weitere Informationen unter wahnundsinn.com.

Showing 44 comments
  • Freiherr
    Antworten
    …der umgedrehte, umgekehrte Vorwurf ist schon auch berechtigt, ist auch in diesem Bereich eine Wechselbeziehung, freilich, eine wechselseitige, gegenseitige.

    Dennoch kann nicht beklatscht und angefeuert werden , wer nicht da ist, livehaftig auf einer Bühne steht, sich dem Publikum nicht öffentlich präsentiert ( das digitale mal weggelassen ).

    * …was war zuerst da, das Publikum oder der Künstler ? * – die alte Ei/Henne Diskussion müssen wir ja nicht anwenden, dennoch, dear Mr. Jens, I beg your pardon, kann niemand die Kunst beklatschen die nicht da ist….

    allein auf den Widerstandsdemos sind sie noch mutig genug, könnte sich auch ein Wecker übrigens anschliessen, aber wo ist er nur geblieben ?

    Unterm Strich müssen wir gemeinsam aufstehen, völlig klar.

    Also – rauf auf die Bühnen, unerschrocken und dann kommt auch das Publikum wieder genauso unerschrocken, spontan, unangemeldet – happenings  – von euch angefeuert.

     

     

     

  • jens fischer rodrian
    Antworten
    Das stimmt, aber ein Künstler der sich nicht traut, kann von der Gewissheit seines Publikums, nicht fallen gelassen zu werden, Mut schöpfen, sein Schweigen zu brechen. Herzlichen Gruß Jens
    • A.K.
      Antworten
      Ja doch, auch mir sind Kunst und Kultur wichtig, auch wenn ich selbst nicht hingehe, lediglich das ein oder andere Buch oder eine CD kaufe.

      Ich sehe die Dinge ein wenig anders, denn es ist das Publikum, das die freischaffenden Künstler finanziert. Die staatlichen Finanzierten verkraften die Aussperrung zumindest finanziell. Ich sehe hier auch einen Mangel an Solidarität untereinander.  Die staatlich finanzierten werden die Hand nicht beißen, die sie füttert.

      Was soll ich tun? jetzt Konstantin, Campino und sonstwem eine mail schreiben mit dem Versprechen,dass ich mir gewiss eine CD kaufe, wenn sie nun endlich in die Puschen kommen? Irgendwie ist hier was verdreht. Denn wie Du richtig schreibst und Gürich richtig sagt, es kommt dann das aus sowieso, und es wird nicht mehr so sein wie zuvor.

      https://www.youtube.com/watch?v=JHd74arlXmM

       

      Ich habe übrigens nach Protestsongs zum downloaden gesucht (und hätte gern was dafür bezahlt) aber nicht gefunden. Ich habe sie dann von Youtube downgeloadet, und mir auf CD gebrannt. In einem mutigen Augenblick, will ich dann der Musik lauschend auf einem Parkplatz das Fenster runterdrehen … hätte halt lieber ein paar Leute dabei.

      Deine Songs sind mir mit die liebsten, übrigens, danke auch dafür!

       

       

    • Sago Künstlerduo
      Antworten
      DANKE für diesen Aufruf an unser Publikum, das auch uns in dieser Krise größtenteils zu still und unerkannt bleibt – Du sprichst uns aus dem Herzen!

      Auch wir sind Kunstschaffende mit eigener Spielstätte die seit einen Jahr im Arbeitsverbot sind. Wie können wir zusammenkommen?! Nur gemeinsam und im persönlichen Austausch  bewegen wir die Welt!

  • Freiherr
    Antworten
    …ist dann wohl auch so wie bei den Demonstranten die sich nicht trauen, –

    nützt aber nix, wir müssen – und das wird auch für Künstler so sein müssen nun.

    by the way – flash-mobs wären gerade jetzt ein sehr gutes künstlerisches Widerstands- und -Ausdrucksmittel, spontan überall wo möglich, gut vorbereitet und bevor die Schmiere kommt sind sie wieder weg, schneller als die Polizei erlaubt… grins.

    Naja – ohne Mut gehts nicht, gilt für beide Seiten.

    * es geht ums Tun und nicht ums Siegen ! * – wieder so ein Weckerspruch der im Nirvana verschwunden ist.

    Du bist nicht feige, highly recommended, Jens ! Respekt !

     

     

     

  • Sybille
    Antworten
    Ein großer Teil meiner Familie lebt(e) vom Musik machen, Theateraufführungen, Schreiben. Seit dem ersten Lockdown haben sich ausgerechnet diejenigen meiner Familie, die es am härtesten getroffen hat, in dem Gedanken eingerichtet, dass ihre Solidarität, ihre Arbeitslosigkeit und ihre Armut Leben rettet. Alles andere ist in ihren Augen rechtes menschenverachtendes  Geschwurbel. Der Staat muss es einfach gut mit seinen Bürgern meinen. Ich habe aufgegeben, dagegen zu argumentieren. Sie ertragen ihr Schicksal und fühlen sich als Retter. Es ist nicht die Angst, von anderen als Schwurbler wahrgenommen zu werden. Es ist der Wunsch, ein guter Mensch und Bürger zu sein, koste es einen persönlich was es wolle. 
  • Eva-Maria Schiwek
    Antworten
    Hallo,

    ich vermisse die Künstler auch, nicht alle und die Liste derer, die ich nicht mehr vermissen werde, wird immer länger.

    Es gibt einige wenige kritische Künstler, z. B. Simone Solga oder Lisa Fitz, und dann gibt es die Wendehälse, auf die ich künftig gut verzichten kann.

    Ich habe mal ein Video gesehen, ein Künstler mit seinem Flügel in der Fußgängerzone, der gleiche Künstler stand am 18.11.20 in Berlin am Reichstag bei der Demo mit seinem Klavier in der ersten Reihe – er spielte, ließ sich von den bedrohlichen Wasserwerfern nicht abschrecken. Er hat eine Meinung, seine Meinung.

    Und dann sehr ich einen Peter Brings, der sich in einem Interview wie folgt äußert: „ich lasse mir von Coronaleugnern nicht meine Freiheit nehmen“ (Zitat) und auf einem Plakat Andersdenkende als Coronaleugnerzombies bezeichnet. Oder die Höhner, die sich durch ihren Auftritt bei der ZDF Silvesterparty ins Aus singen. Eine Party die über die Rundfunkgebühren und Steuermittel finanziert wurde für einen ausgewählten Kreis von Gästen, die ohne Maske und Abstand am Brandenburger Tor feierten, während das Volk von der Regierung zu Enthaltsamkeit, Abstand, Verzicht verdonnert wurde.

    Ja, ich vermisse die Künstler, die ihre Stimme erheben. Leider höre ich davon nur wenige.

     

    • Annette
      Antworten
      Der Mann am Klavier heißer Arne Schmidt!

       

  • Flore
    Antworten
    Ich denke, die Künstler und Intellektuellen sind so feige, dumm und obrigkeitshörig wie alle anderen Gruppen und einzelnen Menschen auch. Und das hat mich am meisten enttäuscht. Ich hätte von ihnen wirklich mehr Mumm und Rebellion erwartet (Netflix etc. kommt mir übrgens nicht ins Haus und Musik höre ich nicht auf youtube, würde gern mal wieder in ein Konzert gehen). Selbst habe ich auf meinem Blog ständig den Mund aufgemacht – für alle – , ohne Erfolg, ich wurde nur angegriffen. Nun warte ich ohne große Hoffnung, dass sich mehr Menschen zu Wort melden, auch und gerade die Künstler und Intellektuellen (von denen mir aber nicht mehr viele haben).
  • Volker
    Antworten
    Verehrtes Publikum… Danke! Obwohl …
    Bei näherer Betrachtung meines Warebkorbs finde ich dort nichts, was ich an musischer Nahrung zu mir nehmen könnte, reicht nicht einmal für eine halbe Blockflöte, und schon gar nicht für eine Konzertkarte. Seelische Nahrung? Ich doch nicht, das kleine Existenzminimum, dessen angemessenes Leben von jährlicher Begutachtung beurtelt wird. Oder verurteilt.

    Wohl eher verarmtes Nicht-Publikum, das langsam aber stetig die abgehängte Mehrheit bildet und kulturell ausgeschlossen wird. Jo, ich wieder … Wäre mal angesagt, dass Kulturschaffende sich für diejenigen ebenso breit machen, deren soziale Teilhabe gestrichen wurde, käme allen zugute. Eine Neuberechnung für ein menschenwürdiges Existenzminimum inkl. kultureller Teilhabe wurde bisher mit allem politischen Zynismus abgelehnt sowie verhindert, als soziale Träumerei abgetan und niedergemacht.

    Shutdown. Für Armutspublikum geschlossen.

  • Stefan
    Antworten
    Wenn ich nur das nagende Gefühl loswerden könnte, dass gerade viele Kulturschaffende sogar Beförderinnen des Corona-Kults und weiteren ideologischen Ablegern sind. Ich denke geradezu, dass der momentane gesellschaftliche Zustand maßgeblich ein Ergebnis der Vor-Arbeit der Kulturszene ist. Die Kulturszene ist schon lange Vorreiterin, wenn es darum geht mit dem Finger auf andere zu zeigen und mit Ausschluss aus der Wohlfühlgemeinschaft der „Solidarischen“ zu drohen. Und sorry, Feigheit vor der Masse gehört sich für einen Künstler einfach nicht. Ich beklatsche Mut, Wahrheit, Lebendigkeit und Freiheitsdrang… und vielleicht wird es einen Umbruch geben und wir sehen in Zukunft wieder mehr davon in Kneipen und auf Bühnen und auf der Straße und wo sonst so das sinnliche Leben stattfindet.
  • Renate Jäger
    Antworten
    System Relevant

    Ich selbst bestimme an wechem System ich teilnehmen möchte.

    An einem Menschenverachtenden oder Menschenwürdigen.

    Damit dürfte doch alles gesagt sein.

    Mit Corona hat das alles nichts mehr zu tun. Wer sein Hirn nutzt hat das Politikum durchschaut. Und auch die Manipulation. Somit haben sich auch die Künstler doch klar positioniert.

     

  • Tony Toansov
    Antworten
    Hi ,

    habe gerade deinen Text gelesen und schon an einen Freund weitergeschickt,  der ihm auch gefallen könnte. Ich glaube auch, dass die Öffentlichkeit sich mehr für Künstler einsetzen sollte. Dies ist insbesondere für die kleinen unbekannteren Künstler wichtig, damit sie nicht der Kunst abschwören und ihre somit  Kreativiät nicht mehr ausleben.

    Dennoch: Selbst wenn auf Demonstrationen sich lautstark für die Öffnung der Theater eingesetzt wird , dafür das Strassenmusiker wieder musizieren dürfen, dafür dass Konzerte wieder stattfinden. Die Öffentlichkeit hat es nicht in der Hand . Die Politik bestimmt über Öffnungen und Schliessungen.Die Politik , so sagt man richtet sich nach den vorgaben der Wissenschaft , genauer gesagt an den Richtlinien , die vom RKI erstellt wurden.Laut RKI ist das gefährlichste , was man machen kann in der Pandemie sich öffentlich auf Veranstaltungen zu treffen und zu kommunizieren. Der unkontrollierte Gedankenaustausch produziert ja Aerosole und das kann tödlich sein. Nimmt man die Öffnungsstrategie der Bundesregierung ernst fürchte ich , dass die Solidaritätsbekundungen für Künstler und Kreative auch wenn sie noch so laut sind ,nicht dazu führen werden, dass die Bundesregierung sich genötigt fühlen wird Theater zu öffnen und Veranstaltungen zu erlauben. Erschwerend kommt hinzu das die „Öffentlichkeit “ auch ins Netz verlagert wurde.Wie diese neue Netzöffentlichkeit dann miteinander umgeht, sollte es zu Meinungsverschiedenheiten kommen ist eher mit einem antiken Gemetzel , wo man sich mit Schwertern die Gliedmassen abgetrennt hat und die Köpfe eingeschlagen hat , als mit einem netten Besuch im Park zu vergleichen. Kein guter Ort für einen Meinungsaustausch mit Andersdenkenden , es sei denn man ist der Meinung das ein Diskurs und Krieg zwei verschiedene Worte ,aber dieselbe Bedeutung sind . die Öffentlichkeit ist leider eingeschränkt. lockdown ist lockdown und mancherorts trauen sich Eltern auch nicht mehr auf die Spielplätze .Bitter aber wahr .

    Man kann zwar von den Künstlern nicht verlangen sich mit Demonstranten zu solidarisieren (obwohl ich das sehr sehr begrüssen würde und der Überzeugung bin dass diese Unterstützung sich zumindest für die ersten „bekannteren Künstler/innen auch in monetärer Hinsicht lohnen würde, nicht aus psychischer Sicht),  für das Publikum wäre es aber  gut zu sehen, dass Künstler unter dieser Situation leiden. Das sie das tun, davon bin ich überzeugt. Diese Verzweiflung sollte sichtbar werden, auch wenn es dem künstlerischen Selbstverständnis widerspricht. Wer verzweifelt ist träge und selten kreativ.Lebensfreude strahlt er auch nicht aus. Aber ist es nicht die Wahrheit? Das viele innerlich daran zerbrechen, weil sie nicht mehr das tun können , wozu sie sich berufen fühlten? Die Öffentlichkeit hat leider auch einen falschen Eindruck , davon wie Künstler diese Krise beurteilen. Sie deuten die fehlende Wahrnehmung von Künstlern ,die keine Öffentlichkeit bekommen, zu einem Schweigen um und vermuten dahinter ein angepasstes Verhalten. Das kann man ihnen noch nicht einmal verübeln, denn die Künstler die noch in der Öffentlichkeit stehen und sichtbar sind also im öffentlichen Rundfunk tätig sind , denen muss man zu Recht, in den meisten Fällen, konformes Verhalten vorwerfen. Die Verallgemeinerung bleibt aber unfair und wird vielen nicht gerecht. Es ist ein Dilemma ,dass ein Austausch zwischen Künstler und Publikum nicht stattfindet, weil es dass ist was beide verbindet. Ohne diesen Austausch ist Solidarität schwer herzustellen. Was wäre eine Lösung? Ich glaube , dass eine „Haltung “ von keinem abverlangt werden kann. Grosse Konzerte kann man leider nicht geben. Aber man kann zu einer Theaterprobe ein kleines Publikum einladen 30 -40 Leute vllt unangekündigt. Immer unterschiedliche Menschen. Man kann Konzerte ohne Promo geben im kleinen Rahmen. Man kann eine Werksaustellung im Atelier machen mit Menschen denen man vertraut. Alles was sich organisieren lässt und wo man auf social media verzichten kann. Das ist möglich ohne Stellung zu beziehen, wie man jetzt zur gesellschaftlichen Situation steht. Es findet aber ein Austausch statt und stellt Vertrauen her. Das erfordert auch Mut , aber bei weitem nicht so viel wie  öffentlich laut aufzubegehren und dafür medial abgeschlachtet zu werden , was ich keinem wünsche aber mit grosser Wahrscheinlichkleit passieren wird (ich erinnere mich gerade an Sido der im Mai letzten Jahres nur einmal das Wort Rothschild in den Mund genommen hat und  dafür von den üblichen Systemmedien an den Pranger gestellt wurde . Hätte er zusätzlich die Namen Gates und Soros erwähnt wäre er wahrscheinlich als rechtsoffener Reichsbürger und tendenzieller Israelhasser gebrandmarkt worden. Ich denke jeder weiss, dass dies keine Übertreibung mehr darstellt) . Das kann man von keinem Menschen verlangen. Ich bin mir sicher , dass diese oben erwähnten Dinge auch  heute  noch in der BRD stattfinden, nur leider viel zu selten. Wie gesagt :Man kann von keinem Künstler verlangen eine politische Haltung zu entwickeln und diese auch kundzutun. Sich ab und an aber über geltende Regeln hinwegzusetzen , weil man das machen will was man liebt ,mit einem kleinen Publikum , dass einen dafür verehrt , ohne Geld , aber dafür mit Herz , ist, glaube ich, eine Überlegung wert.

    DIY , ein wenig Rebel Spirit/nicht über die Konsequenzen nachdenken und ein paar Stunden nicht über das Weltgeschehen , Regeln und Covid sprechen. Ist doch sowieso schon alles ätzend genug hier. Ich denke , dass wir lernen müssen Mut aus kleinen Dingen zu schöpfen, weil es sein könnte das uns Grosses verweht bleibt.

    Natürlich spreche ich auch ein wenig in eigener Sache . Denn sollte es soweit kommen , dass man in Zukunft nur noch mit einen abgelesenen  digitalen QR Code Zugang  zu kulturellen Veranstaltungen kommt , werde ich sie wahrscheinlich nicht besuchen können. Ich will nämlich mein smartphone beim Verlassen des Hauses zukünftig dort liegen lassen. Zuviel Medienkonsum ist ungesund und schlägt auf s Gemüt.

    Solidarische Grüsse

  • Schnoerch
    Antworten
    Das ist arg billig. Wir sind zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen. Wurden, mit dem Grundgesetz in der Hand, von der Polizei verprügelt und verhaftet. Wurden von Politikern und Medien als Nazis, Coronaleugner, Dummköpfe Mörder und vieles mehr beschimpft.

    Ohne verallgemeinern zu wollen: Was haben wir von den sog. Künstlern gehört: Sie haben sich dem Mainstream angeschlossen und in der Publikumsbeschimpfung noch einen drauf gesetzt und haben es vorgezogen beim Staat um Unterstützung zu betteln, da sie in ihrem Selbstverständnis etwas Besseres sind und für sie Hartz4 unzumutbar ist. Mir fiele dafür auch eine Bezeichnung ein, aber ich laß das jetzt mal.

    Ein Gutes hat das Ganze: Ich weiß jetzt, wer von mir, für den Rest meinens Leben, nicht einen Pfennig oder Cent erwarten kann.

     

     

     

     

    • Bernd
      Antworten
      „Ein Gutes hat das Ganze: Ich weiß jetzt, wer von mir, für den Rest meinens Leben, nicht einen Pfennig oder Cent erwarten kann.“

       

      ich auch, z.b. die herrn niedecken und lindenberg… die list ist leider fast endlos.

      es gibt leider nur sehr wenige die sich trauen, obwohl sie sonst alle ganz

      schnell dabei sind mit dem finger auf andere zu zeigen. sogar viele veranstalter

      sind schon am überlegen ob diese „künstler“ es wert sind über haupt nochmal

      aufzumachen…

      • Schnoerch
        Antworten
        Auch die waren von mir in erster Linie gemeint. Einen darf man allerdings auch nicht vergessen: Westernhagenm, der schon vor 20 Jahren lautstark Schröders Agenda 2010 und Hartz4 unterstütze und Arbeitslose und Sozialhilfe-Empfänger beschimpfte.
    • Wolfgang
      Antworten
      … mir geht es wie Schnoerch: in Stuttgart, Karlsruhe, Darmstadt demonstriert – Künstler habe ich keine bzw. sehr wenige auf den Bühnen mitbekommen. Und wenn, dann eher „Lokalgrößen“, die – mit Verlaub – kaum jemand kennt.

      Habe irgendwie auch das Gefühl, dass die Künstler sozusagen „in Vorleistung“ gehen sollten, sorry.

    • Marta
      Antworten
      Genauso sieht es aus. Wir gehen immer noch auf die Straße, Gelegenheiten gibt es genug. Bei uns sind Künstler, die sich trauen, Musiker, Schauspieler, Opernsänger. Es geht. Aber wehe, die Kunst nimmt überhand über der politischen Botschaft, da ist die Versammlung auch schon aufgelöst. Also geht man in dem Untergrund. Da wird fleißig musiziert und gesungen, aber eben dann nur für den erlauchten Kreis, die sich nicht um Maßnahmen scheren.

      Öffentlich? Nee, irgendwann hat man genug Bußgelder gesammelt. Das Volk steht schon lange auf. Jetzt traut euch auch mal.

  • TaiFei
    Antworten
    „War es nicht viel bequemer, Netflix und youtube glotzend auf dem heimischen Sofa zu sitzen?“

    Höre ich da ein Mimimi?

    Viele Künstler hätte ja durchaus die Chance sich noch weiter zu betätigen, wenn sie denn mal im 21. Jh. ankämen und besagtes Youtube, Netflix oder Twitch für sich nutzen würden.

    Klar können Online-Veranstaltungen kein Live-Event ersetzen aber übergangsweise wäre es eine Alternative und auch ein zukünftiges Standbein.

    Aber nein, dt. Kulturschaffende bekommen das nicht gebacken.

    • jens fischer rodrian
      Antworten
      Ich hatte ja in einem früheren Kommentar genau das artikuliert und die Künstler angesprochen, die jetzt schweigen oder sich hinter der Alarmstufe rot verstecken.

      Nur um das noch einmal klar zu stellen. Natürlich geht es NICHT um die Menschen, die auf der Strasse sind, sich engagieren, und sich beschimpfen lassen müssen, obwohl sie sich für Grundrechte und Menschenwürde einsetzen. Ihr macht schon genug für Künstler und alle anderen auch.

      Es geht um die, die immer jammern, wie schade, das sie keine  Konzerte sehen zu dürfen, und sich dann 3 Minuten später auf die nächsten Serienmarathon einlassen und den A… nicht von der Couch bekommen.

      LG

      Jens

      • Piranha
        Antworten
        Na, dann hoffe ich doch mal, dass alle den Arsch hochkriegen, am

        Samstag, den 13. März 2021 ab 13:00 Uhr in ihre jeweiligen Landeshauptstädte zur

        genehmigten Demonstration zu fahren/gehen.

        Schöne Grüße, wir sehen uns,

        P.

    • colodactylon
      Antworten
      Dazu habe ich als Künstler extra für Sie einen kleinen aber griffigen Slogan:

      FUCK DIGITAL CAPITALISM !

      Hier is noch einer:

      NUR EIN TOTER COMPUTER IST EIN GUTER COMPUTER !

      Zumindest auf den zweiten hab ich sogar ein Copyright. Wenn Sie den Spruch nutzen, besteh ich auf nen Euro in den Gitarrenkoffer, das nächste mal wenn wir uns in der Unterführung begegnen.

       

       

  • DD72
    Antworten
    Ich kann für mich, als jemandem, der in der Musikbranche tätig ist, behaupten, dass ich auch für die Kultur und Musik seit April jede Woche auf die Straße gehe. Ich spreche oft mit Musikern und anderen Kulturschaffenden und habe auch Reden auf Demos über die Musikbranche gehalten. Ich habe oft versucht zu erklären, dass wir möglicherweise durch den Wegfall von privaten Kulturanbietern in eine staatlich kontrollierte Systemkultur rutschen werden, wo nur noch für wenige regierungstreue Künstler Platz sein wird. Es gibt keinen nennenswerten Widerstand aus der Kulturszene, lediglich die Forderung nach finanzieller Unterstützung und das Distanzieren von Querdenkern, Corona-Leugnern, etc. Seit geraumer Zeit ist mir aufgefallen, dass vor allem die Musik nur noch sehr selten die richtigen Töne und Worte für wichtige politische Ereignisse liefert. Die „Soundtracks“ für neue regierungskritische politische Bewegungen kommen dann aus der zweiten oder dritten Reihe. Das bedauere ich zutiefst, weil es eben wichtig wäre, die Ereignisse in die richtigen, wohlklingenden Wort zu fassen. Ich kann für mich sagen, dass ich für die Musik auf die Straße gehe, aber es tut mir um die reine Unterhaltungskultur nicht leid, auch wenn ich davon lebe. Ich habe für mich alles erlebt, was Musik betrifft, und wenn sich die Musik wieder neu als Kultur im kleinen Kreis, als eine Art „Volksmusik“ (nicht im stilistischen Sinne) erfinden muss, kann ich dem auch positives abgewinnen. Ich muss für niemanden kämpfen, der sich von mir distanziert, weil ich für seine Grundrechte auf die Straße gehe.
  • paulo+h.+bruder
    Antworten
    Statt sich gemeinsam öffentlich zu positionieren und das eklatante Politikversagen anzuprangern, waren seit März 2020 – seit einem Jahr! – viele der Kulturarbeiter/innen leider, leider damit beschäftigt, als einzelne Betroffene brav blödsinnige Anträge auszufüllen (das kostet Zeit und Mut und Selbstvertrauen), um die großkotzig versprochene, aber dürftige Staatsknete einzusäckeln. Man hätte ja auffallen können oder gar in Töpfen landen, auf denen „querdenken“ geschrieben steht. Quer denkende und politisch engagierte Künstler/innen, Fehlanzeige. Die Gewerkschaft ver.di und andere Kultur-Interessenorganisationen, stramm auf RKI- und Merkel-Kurs, systemerhaltend, korrumpiert.

    Siehe als eine der kleinen Ausnahmen: „Das Virus“, ein Poem, gelesen im April 2020 (vor elf Monaten!): https://weltnetz.tv/video/2335-das-virus

     

    • Bernd
      Antworten

      Die Gewerkschaft ver.di und andere Kultur-Interessenorganisationen, stramm auf RKI- und Merkel-Kurs, systemerhaltend, korrumpiert.

       

      deshalb erkläre ich noch diesen monat (kündigung ist immer zum letzten tag im quartal!) nach fast 35 jahren mitgliedschaft, meinen ausstritt aus „verdi“. ich hatte die ganze zeit noch hoffnung das von denen mal was kommt… aber fehlanzeige!

      meinen monatsbeitrag werde ich wohl eher in die neu partei „dieBasis“ investieren…

    • An
      Antworten
      Genauso. Ich schreibe den Petitenten, dass sie sich mit anderen Ausgeschlossenen solidarisch erklären sollen gegen die Maßnahmen, aber es geht immer nur ums Geld. Die Künstler sind leider eine sehr systemkonforme Gruppe. Warum sollte ich sie unterstützen? Macht das Maul auf!!
  • Tom
    Antworten
    Es gibt in vielen, sehr vielen Städten, Gemeinden oder Dörfern jede Woche Protestaktionen gegen den heraufziehenden „Hygienestaat“, gegen die Aussetzung der Grundrechte, gegen die Angstmache, für Vernunft, Sachlichkeit, Menschlichkeit. Wenn Künstler also Publikum suchen – dort finden sie es. Zudem sehr solidarisches Publikum, das nicht mit Spenden geizt.

    Was aber erleben wir Demonstranten, wir Bürger im Widerstand: Daß Künstler – die „großen“, bekannten im TV, die kleineren vor Ort – das Narrativ der Maßnahmenpolitiker und der Pandemie-Profiteure stützen, friedliche, bunte Happenings mit „Hippie-Atmosphäre“ als „rechtsoffen“, „verschwurbelt“ und überhaupt äh bäh verunglimpfen.

    Wir stecken jetzt seit über einem Jahr im großen „Corona“ Narrativ. Sind auf dem Weg in einen autoritären, undemokratischen Obrigkeitsstaat mit faschistischen Zügen. Die staatliche Verwaltung gewöhnt sich daran, Bürgern die Würde zu entziehen und sie zu vollkommen willkürlichen Handlungen zu zwingen. Die herrschenden Politiker und der Staat setzen alles daran, gesunde Menschen zu scheinfreiwilligen Versuchskaninchen in einem riesigen Wirkstoffexperiment zu machen. Verbandsvertreter und andere Funktionäre der unterschiedlichsten Ebenen unterstützen das Vorhaben nach Kräften. Was hier passiert ist eine eklatante Missachtung der Würde der Menschen.

    Wir müssen uns alle gemeinsam gegen diese Entwicklung wehren. Jeder kann mit dem winzig kleinen Schritt beginnen, der ihm oder ihr gerade noch möglich scheint. Jeder kann zumindest einmal einen Spaziergang zu einer der vielen Kundgebungen und Protestaktionen machen, um sich selbst einen Eindruck von den Menschen des Widerstands zu machen. Jeder Solo-Künstler hat bei jedem seiner Auftritte soviel Mut, das Lampenfieber und all den sonnigen Druck zu überwinden – dieser Mut sollte doch auch reichen, um einmal beim Protest vorbeizuschauen.

  • elke grözinger
    Antworten
    ja, ich verstehe das, die angst um die eigene existenz. doch es geht um leben oder tod!

    so manche, auch wir, haben die maßnahmen verweigert, die die uns anvertrauten kinder traumatisiert hätten. und haben unsere existenz verloren, wir wußten das vorher. doch es gab für uns keine andere option. und so bleibt uns dies: widerstand leisten, wo wir können, den mund aufmachen, auf die strasse gehen, aufklären, anderen helfen, in die puschen zu kommen: das leben in die eigene hand nehmen udn das leben ejtzt endlich selbst gestalten. wir müssen anfangen, auf allen ebenen. und auch von künstlern mit ehrgefühl und würde erwarte ich genau das: außerhalb der abgesicherten existenz farbe bekennen, die dinge bei ihrem wahren namen nennen, widerstand leisten, überall. und nein, dafür gibts kein bundesverdiensstkreuz und sonderzulage, dafür gibt es gegenwind und steine in den weg. wer noch ehre hat, läßt sich nicht aufhalten. es ist unbequem, voller entbehrungen. na und?

  • Anna
    Antworten
    Sorry, aber wo sind die Künstler beim Straßenprotest?

    Warum keine Straßenkunstaktionen im Sinne der „Schwarzen Wahrheit“?

    Da werden die Künstler nicht mal erkannt hinter den Masken – nur einer muss sich bereit erklären, eine Demo anzumelden.

    Viel zu wenig passiert da und sieht man von den Künstlern. Wo ist der Protestgeist, die Fantasie, der Wille sich zu organisieren?

    Es gab mal Kabarett, Pantomime, Schauspieler, Gesang…

    Dabei könnten Aktionen, die betroffen machen, helfen:

    Söder, erhöre uns

    Schnelltests in allen öffentlichen Räumen

    Spahn, erhöre uns

    Überwachung durch Drohnen

    Merkel, erhöre uns

    Masken mit Warnsensor bei Verrutschen

    Drosten, erhöre uns

    Erschießt die Maskenverweigerer

    Isolation für Infizierte

    Wo bleibt eure Fantasie? Warum überlasst Ihr das überwiegend den ‚Anderen‘? Oh ja, ich habe bei den Demos, bei denen ich war (so ziemlich von Anfang an) due Künstler schon sehr vermisst.

    Bei allem Verständnis für eine lange anhaltende Angsthypnose, künstlerisches Engagement vermisse ich schon sehr in dieser Krise!

  • Marla
    Antworten
    Wer hat uns verraten? Die Kunst- und Kulturszene! (Insgesamt das mitte-links-liberale snobistische Gedöns!)

    Seit Kohls/Lambsdorff s Neofeudalisierung hat sich diese ‚Arbeiterszene‘ auch refeudalisiert (genauso wie die Dichter und Denker)…. Fortan krochen sie den Oberen in den A.  und verachteten das Fußvolk, die Unties! Und sie geben sich als einzige Vertreter der Kulturszene! Kultur ist und war aber immer schon mehr als die Summe der arbeitenden Kulturler! Und: ganz dramatisch: die Klassengesellschaft in den eigenen Reihen! (Krieg zwischen reich und arm!) Ganz oben werden Millionen gemacht, gerade auch mit Kulturfremden (reine Investoren) während die unten von der Hand in den Mund leben aber noch genug Arroganz haben um sich als ‚besser als..‘ zu geben!

    Alle Gaben, die ihnen aus den Sozialkassen gewährt wurden, nehmen und nahmen sie selbstverständlich und ohne Denke an! Künstlersozialkasse, Kunst im öffentlichen Raum, Gebäude, Einrichtungen, Infrastruktur von der Masse bereitgestellt: was nix kostet ist nix wert!  Die Glanzleistung der Refeudalen: der Aufbau des Schloßes in Berlin! Da liessen sich Dichter, Denker und Kulturarbeitenden über den Tisch ziehen, um einer langen ZeitEpoche zu Glanz und Gloria zu verhelfen, die für Krieg, Mord, Ausbeutung, Imperialismus, Kolonialismus, Trennung zwischen Megareich und Megaarm steht wie nix! (Das Schweigen dazu spricht Bände!) Und: nie hörte ich Kulturabeitende aufschreien, wenn wieder einmal Steuerhinterziehung als Kavaliersdelikt geschönt wurde!

    Und Solidarisch sein? Wurde nur zu einer Kunstinstallation! Wenn Alarmstufe rot -ganz neoliberal- skandiert: wenn jeder an sich selber denkt ist an alle gedacht? Wenn sie wie die Automobilindustrie argumentieren? Arbeitsplätze, Leistungsträger und Umsatz!

    ‚Wir sind der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands mit 130,0 Mrd. Euro Umsatz und über 1,0 Mio. Beschäftigten‘  ‚Wir sind das Bündnis der einflussreichsten Initiativen und Verbände der deutschen Veranstaltungswirtschaft‘     https://alarmstuferot.org (Interessant dabei: die die sonst die Unties verachten, scheinen, wenns um Geld geht auf die Sozialkassen zugreifen zu wollen! (Und diese werden ja bekanntlich eher von der Mittel- und Unterschicht bedient!) (Genau wie ihre Kumpels von der Wirtschaft, übrigens!)

    Als von rotgrünlinke unter stillschweigenden Beifall von schwarz gelb all die Schweinereien durch geboxt wurden: schwiegen -auch- die Kulturarbeitenden! Was habe ich mir gewünscht: ein Button am Kragen mit: auch ich lebe von Sozialhilfe! Oder: ‚wenn du keine Steuern zahlst, kannst mich auch nicht hören/sehen, lieber Steuerdieb!‘ Wo war die Szene als ohne Gegenwehr das Narrative erstellt wurde : nur wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Menschen gut! (Damit wurde doch damals deutlich gemacht: Kultur und sozial sind Luxuswaren!!)

    .

    .

    PS: in den 60/70ern waren Universitäten, Kulturler und Frauenbewegung  wichtige ImpulsgeberInnen eines ‚eine andere Welt ist möglich!‘ ab den 80ern wurde genau diese zu den wichtigsten Mittätern des Un(rechts)systems! Mit ihnen konnten alle Systeme wieder gen rechts rücken, in ihre Alt-spur! Und zum zweiten Mal wurden die Hardcore Täter entnazifiziert! Und mit Corona noch schlimmer: indem den CM Kritikern rechts, Nazi und Antisemitismus vorgeworfen wird, wird der Rechts-Splitter (nein, der Balken) im Auge der Mächtigen und Entscheidungsträger übersehen!

    PPS: ihr greift mich als Demonstranten an, mich als CM Kritikerin, mich als Publikum, mich als Langzeitsolidarische…. Nur die die Euch das alles antun… an die traut ihr euch nicht ran! (Wie wäre mal Entscheidungsträger und reiche Einflußagenten zu boykottieren! ‚Ah, Steinmeier ist da… wir machen’s Licht aus!‘ ‚Ah, Söder braucht ein Sonett, damit Wirtschaftsdeal besser klappt…. ups , Saite ist leider gerissen!‘)

     

    PPPS: was ich von Kulturlern erwarte haben die JazztageMacheInnen in Dresden gezeigt: anstatt sich vereinnahmen zulassen (auch von den kulturlosen eigenen Kulturlern)  nahmen sie die Chance, Räumlichkeiten zu haben, zum Anlass, eine Veranstaltung mit Ganser und zu Gansers Kritik öffentlich zu machen! Chapeau! Kann ich dazu nur sagen! Kilian Forster sollte eine KulturMutAuszeichnung erhalten! https://m.youtube.com/watch?v=jtj2zdFmkP0   https://www.mdr.de/kultur/musik/dresdner-jazztage-kritik-daniele-ganser-100.html .    https://www.jazzzeitung.de/cms/2020/10/daniele-ganser-bei-den-jazztagen-dresden-ein-politikum/

  • Freiherr
    Antworten
    Ich persönlich, obwohl blueser bis ins Mark – I am the blues, from my head down to my shoes…

    vermisse insbesondere, die Musikkultur betreffend, den PUNK !

    Punk ist/war Widerstand, Revolte, Aufruhr gegen Etabliertes schlechthin !

    Damit eben nicht nur eine Musikrichtung, sondern gelebter Widerstand gegen eingefressenes Establishment in seiner ganzen reaktionären Breite.

    Punk war die Kultur wie sie immer wieder erneuernd von unten kommen muss, vom Underground, alles aufbrechend was sich etablierend einfrisst.

    Punk war Anarchie – Befreiung !

     

     

     

     

     

     

  • Hope
    Antworten
    Meine letzte „Kulturveranstaltung“ war ein Kinobesuch kurz vor Weihnachten vor vielen Jahren. Der Film hieß:  „Ich, Daniel Blake“. Ich wollte wissen, ob das auch so in England mit der Menschenwürdeverletzung wie in Deutschland gehandhabt wurde. Ich weiß noch, wie eine Frau kurz vor dem Filmstart hereinkam und sagte: “ Sie haben heute eine Privatvorstellung, nur für Sie.“ Da hatte sie allerdings Recht. Ich war alleine in dem Kinosaal. Kein weiterer Zuschauer! Nun, die Hetze gegen Arbeitslose wie im deutschen Mainstream konnte ich da nicht feststellen,

    https://duckduckgo.com/?q=Hetze+gegen+Arbeitslose&t=newext&atb=v257-1&ia=web

    wohl aber die ganz langsame Existenzvernichtung eines Menschen bis in den Tod.

    Ach ja, der Arzt Bodo Schiffmann ist mittlerweile aus Sicherheitsgründen aus Deutschland ausgewandert. Er macht trotzdem weiter wie ich schon mal berichtet habe.

    https://t.me/AllesAusserMainstream/2904

    • Rainer W.
      Antworten

      Der Film hieß: „Ich, Daniel Blake“. Ich wollte wissen, ob das auch so in England mit der Menschenwürdeverletzung wie in Deutschland gehandhabt wurde.

      In Deutschland wäre ich mir nicht so sicher, ob Mr. Blake für die Aussenwandverschönerungen am Jobcenter mit schwarzer Farbe auch heftigen Applaus von Passanten bekommen hätte.

      Zu Daniel Blake:

      Das Portal Maskenfall hat eine Analyse des Falles Daniel Blake auf deutsche Verhältnisse vom Arzt Prof. Klaus Dieter Kolenda:

      https://www.maskenfall.de/?p=11811

      Weiteres:

      https://clausstille.blog/2017/05/29/manfred-meier-wurde-letztlich-vom-system-aufs-totenbett-gebracht-ein-nachruf/

      Manfred Bartl vom Nachdenkseiten Gesprächskreis Mainz hatte mal einen Blog bei WordPress.com, der allerdings verschwand, ich ihn jedenfalls nicht wieder finde. Er ist auch Aktivist für Menschenwürde, Hartz 4, und entschuldigte sich im Jahr 2018 noch bei seinen Lesern, daß er mit Burnout ein halbes Jahr im Krankenhaus lag, und man nichts von ihm hörte. Er kämpfte viele Jahre vergeblich für ein Sozialticket, damit er seine Kinder mal besuchen kann, war Aktionsschwarzfahrer. D.h., er hatte ein Schildchen in Brusthöhe, worauf stand, daß er nur sein Recht auf Mobilität einfordere. Er stand ständig vor Gericht.

      Die Stiftung Corona Ausschuss hatte zur Sitzung 20 den Hartz 4 Aktivisten Ralph Boes zu Gast, der 16-fach vollsanktioniert ist, und damit faktisch ohne seine Unterstützer 16 mal in seiner Existenz vernichtet wäre, also auch wohnungslos, und bei geschlossenen Tafeln ohne Nahrung. Er sprach 90 Minuten lang, gleich nach Ernst Wolff.

  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Erinnern ist wie ein wenig aus der Zeit zu fallen…….

    Franz Josef Degenhardt hatte keine Chance bei den ÖR Gehör zu finden: Verboten !

    Auf den Bühnen dieser Zeit waren Künstler zu sehen die oftmals unbeholfen mit der Klampfe in der Hand und den hinreißenden und leidenschaftlichen Texten die von der Liebe, der internationalen Solidarität, dem damaligen Kampf für Chiles Freiheit, für den Frieden und die Völkerverständigung handelten.

    Kritisch, laut, hingebungsvoll, aufbrausend rebellisch und unangepasst.

    Ton Steine Scherben….unvergesslich ! Rio Reiser nah an der Lebenswirklichkeit einer ganzen Generation und darüber hinaus. An ihren Träumen und ihren Hoffnungen die keine Trennung brauchte zwischen der Liebe zur Kunst und dem Ausdruck des Lebens, dass sie lebten.

    Politisch und letztendlich gelebtes Leben und Lieben radikal und provokativ.

    Herzzerreißend sein Schmerz….und gleichzeitig: Was für eine Liebeserklärung.. „Ich wein für dich, lach für dich….“Für immer und dich“…

    Welche Hingabe und wie verletzlich und kämpferisch…..

    Dass und vieles mehr bleibt von ihm und ist es Wert nicht vergessen zu sein.

    Themen liegen auf der Straße. Man muss nur den Mut haben sie aufzusammeln und der Gesellschaft um die Ohren zu hauen.

    Wo ist denn Hannes Wader geblieben mit dem Lied, dass man überall hören sollte: „Es ist an der Zeit.“ Wo bleibt der Konstantin Wecker mit seinen kraftvollen Texten….

    Botschaften, die wichtiger denn je sind.

    der rechte Mob ist wieder unterwegs. Das Säbeln rasseln an Rußlands Grenzen. Sie rüsten auf, was das Zeug hält, die Hühner Diebe, die Waffen Schieber, die Moralin getränkten Kirchen- und Puff Gänger.die mit dem lebendigen Leben nichts zu tun haben. Denn das Leben ist lebensgefährlich. Und das Sterben ist ein Teil dessen was Leben heißt. Leben lässt sich nicht ein- und weg schließen. Weder mit einem Maulkorb, noch der Illusion, dass mit einer Impfung eines teuflischen Zeugs, dass dann alles gut werden wird. Was für ein kindlicher Glaube.

    Kunst wird zur Ware, wie alles im Kapitalismus. So spiegelt sie die gesellschaftlichen Verhältnisse wider.

    Kunst aber muss mehr sein, als „Wohlfühl Kunst“ und gefallen zu wollen.

    Kunst muss wach rütteln und konsequent auf gesellschaftliche Missstände  reagieren und den Leichenfledderern  und Lumpensammlern denen beim Zapfenstreich noch einer abgeht mit leuchtenden Augen die Nase zu drehen.

    Georg Danzer der auch leider verstorben ist hinterlässt ein Erbe mit einer klaren Botschaft: „Gebt’s uns endlich Frieden!“

    Väterchen Franz: Wölfe mitten im Mai….eine erschreckende tiefgehende Lyrik die bestürzt und erschaudern lässt wie „leichtfertig“ aufkommendes immer dagewesenes faschistische Unheil sich übersehen lässt, bis es wieder einmal zu spät ist. „August der Schäfer hat gewarnt und gewarnt…..

    Die heutigen Künstler haben ein wunderbares Erbe, dass sie nutzen sollten….

     

  • Volker
    Antworten
    Hier geht ja richtig die Post ab. Weiter so!!
    Zu Weckers Beiträgen gab es nicht so viele spannende Kommentare, und dann verschwand Konstantin mit Gebrüll, wollte sich wohl nicht anstecken lassen, für dringenst benötigten Widerstand.

    Nebenbei: War beim Zahnarzt, ein überaus mutiger Entschluss in Panikzeiten. Sah vor geistigem Auge zähnefletschende Kugelmonster mit messerscharfen Krallennoppen schon, deren Niedertracht in einem Angriffskrieg ausufern würde, gegen einen unbeteiligt-friedfertigen Zivilisten, dessen eh schon hilflose Lage schamlos ausgenutzt wurde – Kopf nach unten, Füße nach oben, Mund weit auf.

    Bumm. Auf der Flucht über den Emsbach treibend einfällt, dass Ordnungsamthüter mit Sonnenbrille mich zurücktreiben könnte, obwohl unsicherer Lage bei Zahnarzt sowie nachweislichen Foltermethoden dentaler Qualkünste.
    Suchte verzweifelt meine rettende Maske, hatte sie wohl verschluckt, als Ordnungsamthüter zum Tieflug ansetzte und Erstschlag auslöste, hinter versteckter Sonnenbrille passende Erdkrümmung berechnete – vertrieb paar Mücken und soundtrackte dazu das Lied vom Tod.

    Hatte Glück, am Ufer des Emsbachs stand ein Klavier, dort bekam ich einen Asylantrag zur Nutzung meines Bleiberechts als angemeldeter Heimat-Flüchtling mit Steuernummer, Krankenversicherung und sonstigen Aktenzeichen. Allerdings unter der Bedingung einer absolvierten Hundeschulung mit anerkanntem Zertifikat harmlos, stubenrein sowie an Maulkorb gewöhnt. Hunde, die bellen, beißen nicht, wie auch, wenn Zahn schmerzt, dazu noch herausgerissen wird. …

    Zahnärztin: Auf Dauer können sie sich von ihrem Schneidezahn verabschieden.

    Ich etwas verstört: Und dann…?

    Zahnärztin: Ziehen und dann Implantat …

    Ich Lachanfall, Zahnärztin lächelte verstehend: Kleine Brücke mit Klammern ?, mit Genehmigung ihrer Krankenkasse, ansonsten Mund bedeckt halten..

    Dröhnende Lachanfälle im Ministerium Spahn wegen Schneidezahn eines Härtefalls, so viel Pfanddosen könnte ich niemals einsammeln, für Immobilienbesitz fehle mir der nötige Biss dazu, und überhaupt ohne Lobby wäre Härtefall ziemlich angeschmiert und abgenagt. Man denke sehrwohl über alternative Lösungsmöglichkeiten nach Man nehme sich gewisser Fälle alternativlos zu Herzen, mit oder ohne Schmerzen.

    • Ulrike Spurgat
      Antworten
      Wie bekommst du das denn bloß hin so mutig und humorvoll zu bleiben in Zeiten wie diesen.

      Danke für einen  Text der deine unmissverständliche Handschrift trägt.

      Und du schaffts es wieder einmal ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.

       

       

      • Volker
        Antworten
        Danke mit einem Zwinkern.
  • Trude
    Antworten
    Es ist eine Variante, dies so zu sehen. Und sicherlich einer Diskussion wert. Nur, ich fühle mich nicht angesprochen, dies ist wohl ein anderes Publikum. Von Anfang an war ich auf den Demos und stehe für unsere Freiheit ein. Wünsche mir Menschen mit Rückgrat und Mut und eigenen nachforschenden Gedanken und Fragen, die gestellt werden dürfen. Ob Kunstschaffend oder wie auch immer. Es ist irrsinnig, Gesundheit auf diese Weise zu reduzieren und gegen unsere Freiheit der Eigenverantwortung einzutauschen. Von flaten the curve bis heute, … der pure Wahnsinn. Häppchenweise Verdummung, dann kann man weiter „nicht merken“ was geschieht. Und sich die Dinge schönreden. Diese Art von Reduzierung hat schon vorher angefangen. (s. auch „Klima“ von Charles Eisenstein) Es ist eine Verarmung des Geistes, die schon länger stattfindet. Und jede und jeder, der mitmacht, macht eben auch mit. Und muss dies vor sich selbst verantworten. Es gibt soviele gute Gründe aufzuhören mit dem Wahn. Wenn man es wagt, den Blick zu heben. Und Fragen zu stellen. Aber nun sind wir immer mehr in der Sackgasse gelandet. Das ganze wird wohl auf unschöne Weise implodieren. Gute Nacht.
    In jedem Gespräch und auch im Blog habe ich mich nach Kräften eingesetzt. Eingesetzt dafür Fragen zu stellen, die gestellt werden müssen. Ich bin fertig nach einem Jahr. Die, die die Macht haben, nutzen sie aus. Beuten sie aus. Beuten uns aus, wenn es denn gelingt. Soviele Strippenzieher. Wenn selbst Aufrufe von Wirtschaftsplayern bei der Regierung verhallen, was glaubt ihr, werden unsere Aufrufe verhallen, „unsere“ Künstler wieder zu hören? Null. Wenn Kinder gequält werden, und dies nicht vernommen wird, wenn die Alten in den sog. Heimen gequält werden… Nein, es ist nicht gewollt. Dass die Fußballer wieder spielen dürfen, bzw. sollen, dem liegen Beziehungen zugrunde, die mit der Bildzeitung zu tun haben… die haben Lobbyarbeit gemacht, die Bild braucht den Sportteil… da stecken Player dahinter. Ach, es gibt soviel dazu zu sagen.

    Ich freu mich inzwischen über die mir vorher unbekannten Musiker .. innen, die ich durch die Demos kennengelernt habe. Die stehen zu ihrer Kunst und äußern sich. Es sind nun die, deren Musik ich höre und auch finanziell unterstütze, soweit möglich. So habe ich ganz persönlich neues kennengelernt. Auch schön, so wie ich viele neue liebenswerte, herzliche, fröhliche und sensible Menschen kennengelernt habe. (Aber vermutlich bin ich ja dumm, vermutlich sind das ja alles Nazis, und ich merke es nicht. Auf alle Fälle kann ich herzhaft gemeinsam lachen, nein nicht so ein häßliches Lachen, sondern ein befreiendes Lachen) Freiheit wird aus Mut gemacht, gute Songtexte alleine reichen nicht aus. Ich habe sortiert und losgelassen, was zu ende ist.
    Wenn es soweit ist, und es ist seit mindestens März 2020 soweit, also inzwischen EIN GANZES JAHR dann heißt es aufstehen und mutig sein. Für jeden von uns, das nimmt uns keiner ab. Nirgends. Das muss jeder selber machen. Jeder und Jede. Und meinentwegen auch divers.
    Neulich hatte ich ein schönes Video von franzözischen Strassen – Musikern gesehen, die einfach mit ihrer kritischen und feinen Musik auf die Strasse gegangen sind und auf leichte Weise gespielt haben. Einfach nur herzerwärmend und aufmunternd. Ich danke diesen Wesen von Herzen.

    • Mic
      Antworten
      Ich bin da gefühlt 100% bei Ihnen.

      Mein Name ist Mic Staenda – das ist mein Künstlername.

       

      Ich würde mich freuen wenn sie mich im Netz finden 😌

       

      Alles Gute!

  • Jaro Zusche
    Antworten
    Lieber Herr Künstler,

    da draussen lauert ein Virus – und die ungewaschenen, ungehorsamen underperfornmenden Massen. Davor muss man sich doch in Sicherheit bringen. Nun seien Sie doch nicht so ein leichtsinniger Coronagefährder. Bzw. Nazi.

    Das akademische Bürgertum marschiert, die Reihen fest geschlossen und zur Elite zählen sie sich doch wohl auch? Also bitte.

    Sie möchten sich doch wohl nicht mit einem Wendler gemein machen?

  • Günter Krass
    Antworten
    Pete Seeger, Woody Guthrie u. Co. haben nicht überlegt, ob sie Publikum gewinnen oder verlieren, wenn sie ihren Protest auf die Bühne bringen!

    Die Frage ist: hat ein Künstler eine Haltung oder nicht! Das passende Publikum findet sich dann von alleine.

Schreibe einen Kommentar zu TaiFei Antworten abbrechen

Start typing and press Enter to search