Konterrevolution gegen den Körper

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Männliche Sexualität ist eklig und brutal, Frauen sind Opfer. (Szenenfoto aus Peter Jacksons „King Kong“)

MeToo-Debatte: Gibt es eine Retro-Bewegung bezüglich sexueller Freiheiten? „Sexuelle Übergriffe – vor allem durch Vorgesetzte – müssen geahndet werden. Die Zeit ist reif dafür; gleichzeitig scheint eine Stimmung sich breitzumachen, die suggeriert, dass die fordernde, drängende Sexualität der Männer etwas Garstiges, Unreines, Schlechtes sei. (…) Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein: am Ende droht uns ein Wiederverlust des Körpers – die staatliche Einmischung ins Intimste sowieso. Solch Einmischung von kirchlicher Seite würden wir uns aufs Schärfste verbitten. Soll denn nun der neoliberale Staat per Gesetz entscheiden, wie Mann und Frau sich anzunähern haben?“ (Manfred Stangl/ Wolf Schneider, Quelle: www.connection.de)

Manfred Stangl hat mir [connection-Herausgeber Wolf Schneider, Anmerkung der HdS-Redaktion] zur MeToo-Debatte einen Text zugeschickt, der in ungekürzter Form in der Frühjahrausgabe des Pappelblattes, der in Wien erscheinenden »Zeitschrift für Literatur, Menschenrechte und Spiritualität« erscheint, zum Thema »Der Wieder-Verlust des Körpers«.

Französinnen gegen MeToo-Hexenjagd

Im Zuge der Metoo-Debatte kritisierten zahlreiche Frauen in den französischen Medien die ihrer Meinung nach stattfindende Hexenjagd gegen Männer.

Die »Freiheit zu belästigen« sei »unerlässlich für die sexuelle Freiheit«. Den Text haben fünf Schriftstellerinnen verfasst, darunter auch Catherine Millet, die mit dem freizügigen Buch »Das sexuelle Leben der Catherine M.« von 2001 bekannt wurde. Unterschrieben ist der Aufruf von rund hundert Frauen, unter ihnen auch Schauspielstar Catherine Deneuve.

Die Antwort von Feministinnen kam prompt: Sie werfen den Verfasserinnen des Textes vor, bewusst die Grenzen zwischen Verführung und Übergriffen zu verwischen und »die Millionen von Frauen zu verachten, die Gewalt erleiden«. Das entnehme ich dem Internet.

Ich denke, dass obige Feministinnen selbst dazu neigen, die Grenzen zu relativieren: Das glaube ich, nachdem mir klar wurde, dass tatsächlich eine Retrobewegung bezüglich sexueller Freiheiten im Gang ist.

Höchst befremdlich mutet es an, wenn ich in der österreichischen Tageszeitung Kurier lesen muss, dass eine Machtmanagerin aktuell erotisch engere Zeiten verortet als jene in denen die heute 60-Jährigen aufwuchsen. Schneller fühle sich eine Frau belästigt als ehedem, weniger ist Offenheit bezüglich Sexualität gefragt als unmittelbar nach den Zeiten der sexuellen Revolution. An US-amerikanischen Unis scheint es gar unzumutbar, dass ein männlicher Dozent das Wort »Brüste« in den Mund nimmt – befinden wir uns vor einer konservativen Wende?

Männer ticken anders als Frauen

Sexuelle Übergriffe – vor allem durch Vorgesetzte – müssen geahndet werden. Die Zeit ist reif dafür; gleichzeitig scheint eine Stimmung sich breitzumachen, die suggeriert, dass die fordernde, drängende Sexualität der Männer etwas Garstiges, Unreines, Schlechtes sei. Voll Aggression und unkontrollierbar. Ich vermute, ein Problem dieser Sichtweise liegt darin, dass im aktuellen politisch korrekten Feminismus nicht gegendert wird, d.h. nicht unterschieden wird, dass Männer und Frauen anders ticken. Die bewusste Gleichmacherei, der ein ehrenwertes Ziel zugrunde liegt, nämlich Frauen und Männern gleichen Wert zuzuerkennen, übersieht die verschiedenen Wirkungsweisen des männlichen und weiblichen Prinzips. Ich schätze in den postmodern abstrakten Zeiten die Qualitäten des weiblichen Prinzips wie Mitgefühl, Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Liebe, Anteilnahme, Gemeinschaftsgeist, Solidarität höher ein, als die männlichen des Wettbewerbs und des Kampfes. Statt diese Prinzipien überhaupt als existent anzuerkennen, agiert ein kampfbereiter unsensibler Feminismus nach den Regeln der männlichen Konkurrenzwelt und denunziert augenscheinlich die Männer – auch wenn die französischen Feministinnen den Generalverdacht zurückweisen.

Konterrevolution gegen den Körper?

Die Frage drängt sich auf, ob der aktuelle Zeitgeist nicht wieder zur Unterdrückung der Sexualität führt, zur Verdrängung von Bewusstseinsinhalten, die unter dem zugeschütteten und zugeknöpften Leib gar nicht ins Bewusstsein rücken können: was wiederum zur Gefahr der Manipulation führt, zu Erlässen einer Hierarchie, die erlaubt, wer Sex haben darf wer nicht, wie er auszuschauen hat und wie nicht. Als gelte es die Sechziger abzuschaffen, die Befreiung der Sexualität und dabei auch die der Frauen, zurückzunehmen. Dämmert hierbei nicht unter dem Deckmantel der politischen Korrektheit die Gefahr einer Konterrevolution gegen die Befreiung der Körper am Horizont? Natürlich führte die sexuelle Revolution auch in Sackgassen. In die Betten älterer Männer etwa in der Mühlkommune, die Mädchen einredeten, sexuell frei sein zu sollen. Aber die sexuelle Revolution brachte auch die Pille, das Selbstverständnis von Frauen, mit einem Mann sich einlassen zu können, ohne ihn gleich mittels Hochzeit an sich binden zu müssen. Dass diese Errungenschaften in Gefahr sind, dafür sei der Blick geschärft.

Zeiten des Narzissmus

Vielleicht liegt ein Teil des Problems darin, dass wir in extrem narzisstischen Zeiten leben. Narzissten brauchen eine einfache, polare Welt, in der sie deutlich die Guten und die Bösen zuordnen können. Zumal es in der Geschäftswelt zunehmend ums Sieger-, Erster-, Bester-Sein geht. »Verpfeif dein Schwein«, wie in Frankreich gegenüber Belästigern gefordert, weist auf einen kruden Narzissmus hin, der eine Mann/Frau-Dichotomie herstellen will und die Frauen als die Guten, Männer als die Bösen definiert. Eine schwer narzisstische Frau mag schon deshalb Männer entwerten wollen, um damit die einzig Beste, die Siegerin, die Überlegene zu sein. Das scheint, nach der Vorgeschichte unseres Patriarchats, auch nachvollziehbar. Allerdings wird ein derart befeuerter Geschlechterkampf in unversöhnliche Positionen ausufern, die Isolation und Vereinsamung in unseren westlichen Gesellschaften nur erhöhen. Ich wende mich damit nicht gegen die Bestrafung sexueller Übergriffe oder gar Vergewaltigungen, ganz im Gegenteil: In der Bewusstmachung, wie unglaublich vielen Frauen solche Verbrechen widerfahren, sehe ich eine große Chance auf Veränderung.

Wo bleibt die Eigenverantwortung?

Ganzheitlich spirituelle Menschen werden sich eine weitere wichtige Frage stellen. Wo bleibt die Eigenverantwortung? Diese Debatte wird in den politisch korrekten Medien vor allem unter dem Aspekt geführt, ob Frauen wieder als Opfer hingestellt werden, die ununterbrochen von Männern Missbrauchsversuchen ausgesetzt sind, oder als starke, selbstbestimmte Wesen, die auch so laut Nein sagen können, dass wiederholte Belästigung unterbleibt. Es gibt jedoch noch eine Ebene dazwischen. Wobei mit Eigen-Verantwortung natürlich nicht Schuld gemeint ist: Schuld hieße, die unzähligen missbrauchten Frauen auch noch fürs Vorgefallene schief anzustarren. Eine solche Täter-Opfer-Umkehr ist glücklicherweise tatsächlich ein Relikt vorfeministischer Zeiten.

Macht und Sexualität

Als Beispiel: Eine junge Schauspielerin gab an, von Steven Seagal vergewaltigt worden zu sein. Er habe sie zu einer Party eingeladen. Als sie läutete, sagte er, alle Gäste seien schon gegangen. Er führte sie auf ein Zimmer, dort entkleidete er sie und vergewaltigte sie dann. Dann versuchte er tagelang sie anzurufen. Mir erscheint die Darstellung dieses Vorfalles in den obigen Worten der Betroffenen höchst bemerkenswert: Macht und Sexualität führen seit jeher ein dubiöses Wechselspiel. Die junge Schauspielerin will zur Party des berühmten und einflussreichen Mannes. Sie erwartet sich wohl vorteilhafte Bekanntschaften, vielleicht sogar Seagals persönliches Engagement. Das ist legitim. Vielleicht schätzt er sie ja wegen ihrer schauspielerischen Qualitäten. Nun teilt er ihr an der Tür mit, alle anderen Gäste seien schon gegangen. Ein alter Schmäh, der normalerweise keine noch so naive Jungfrau mehr ins Vorzimmer lockt. Sie tritt trotzdem ein. Dann führt er sie auf ein Zimmer. Zerrt er sie an den Haaren hin? Nein. Warum geht sie mit? Er entkleidet sie. Tat er ihr dabei Gewalt an? Davon wird nichts berichtet. Dann vergewaltigt er sie, sagt sie.

War das jetzt tatsächlich eine Vergewaltigung, oder ist das eine Verleumdung? Er versucht tagelang sie anzurufen: eindeutig sexuelle Belästigung… Nein, ich will nicht höhnisch werden. Aber die junge Frau hätte mehrmals die Möglichkeit gehabt, einfach zu gehen, auch wenn zugegebenermaßen gerade in Abhängigkeitsverhältnisses das nicht immer ganz so leicht scheint. Am unverfänglichsten wäre alles geblieben, hätte sie gleich nach dem Schmäh »Die andern sind schon gegangen« auf dem Absatz kehrtgemacht. Wer zwang sie, einzutreten?

»Gehässig geführte Debatte«

Da ist doch eine Menge Verantwortung bei ihr selbst zu suchen. Warum sie auch immer sich entschied bis zum Entkleiden, bis zum Geschlechtsakt mitzumachen, sie hätte vorher Nein sagen können, ja auch müssen. Vielleicht würde die gegenseitige schriftliche Einverständniserklärung tatsächlich viele einflussreiche Männer schützen. Die Frage ist, ob dann nicht ein gefinkelter Anwalt eine Nötigung feststellen könnte, aufgrund der die Frau unterschrieben hat. Jedenfalls muss jede Frau selber wissen, wie weit sie zu gehen bereit ist und wie weit nicht.

Wird durch die oftmals gehässig geführte Metoo-Debatte solch Bewusstseinsprozess gefördert, hat sie auf jeden Fall Sinn. Dass darauf aufmerksam gemacht wird, welch ungeheure Ausmaße sexuelle Belästigung – gerade am Arbeitsplatz – angenommen hat, dafür ist den Metoo-Begründerinnen auf jeden Fall zu danken.

Wiederverlust des Körpers

Peter Rosegger berichtet in einem seiner Romane von den Knechten, die nicht heiraten durften, weil sie eben bloß Knechte waren. Sex unterm Dach der Bauern war ja verpönt, bzw. es durft keinen solchen geben ohne Ehebund. Die sexuelle Befreiung ist neben der Segnungen der Selbstverständlichkeit im körperlichen Umgang miteinander auch als Emanzipationsschritt unterer sozialer Schichten zu begreifen.

Wenn die staatliche Autorität, wie es in Schweden passiert, definiert, wann Sex legitim ist und wann nicht, dann nähern wir uns rasant dem Wiederverlust des Körpers an. Zukünftig müssen selbst Eheleute vor jedem Geschlechtsakt einander Einwilligung attestieren. Ferner ist sogar eine schriftliche Zustimmung auf vielen US-Colleges Pflicht – sonst würde es sich möglicherweise um Vergewaltigung handeln. Solch angebliche politische Korrektheit scheint mir ein unerhört tiefer Eingriff in die Privatsphäre: der kapitalistische Staat wünscht Kontrolle in den intimsten Lebensbereichen und führt damit immer mehr Unsinnlichkeit herbei. Anscheinend, damit die unsinnlichen, ihres Körpers entfremdeten und sich selbst weniger bewussten Menschen dann leichter zu manipulieren sind. Sie sollen mehr leisten und konsumieren, mehr Ersatzbefriedigung suchen als Partnerschaft und Sex.

Staatliche Einmischung ins Intimste

Wir müssen sehr, sehr vorsichtig sein: am Ende droht uns ein Wiederverlust des Körpers – die staatliche Einmischung ins Intimste sowieso. Solch Einmischung von kirchlicher Seite würden wir uns aufs Schärfste verbitten. Soll denn nun der neoliberale Staat per Gesetz entscheiden, wie Mann und Frau sich anzunähern haben?

Die Postmoderne hat das Patriarchat nicht überwunden. Sie gibt dies nur vor, kraft politisch oder sonstwie korrekter Sprache, was aber die nicht die Probleme behebt, sondern nur ihre Benennung. Im Gegenteil führt das intellektualistische, atheistische Patriarchat zu weiterer Unterdrückung des Körpers vermittels Begriffsverwirrung und somit jener des Bewusstseins. Solche Verdrängungen könnten rigider und gefährlicher ausfallen als religiöser Fundamentalismus, der primär den Körper tabuisierte.

Erst rodete die Zivilisation die Urwälder, dann wurden Schamhaar und körpereigene Duftstoffe als störend abgeholzt und mit Chemie beschmiert, nun soll die Natur zwischen Männern und Frauen noch weiter reglementieret und gestört werden.

Über eines sollten wir uns dabei klar sein: Verwirrte, fehlgeleitete und unterdrückte Menschen werden zu überbordenden sexuellen Übergriffen und anderem Irrsinn neigen.

Anzeige von 8 kommentaren
  • Daniel
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    Kritik am real-existierendem Feminismus ? Hier bei den HdS ? Werdet Ihr jetzt bald von Euren linken Schwestern und Brüder bald als „Nazis“ abgestempelt ?

    Nun Verzeihung für diesen kleinen polemischen Ausflug, aber es ist einfach erstaunlich, dass selbst in tiefen Linken Gegenden wie dieser Website plötzlich mal der Versuch einer kritischen Betrachtung der Auswüchse der allgegenwärtigen Hetze gegen alles Männliche stattfindet.

    Dazu ein paar weitere Anmerkungen auch an @RR:

    Konterrevolution gegen den Körper?“ – nun vor knapp einem Jahr wurde das Sexualstrafrecht drastisch verschärft (nebenbei zum wiederholten Male in den vergangenen Jahren). Wie stellt sich nun also die aktuelle Gesetzeslage für einen pubertierenden 14-18 Jährigen dar ? Er sitzt also auf ein Party etwas später Abend neben einem netten sympathischen Mädchen. Sie unterhalten sich schon fast eine Stunde lang. Sie lächelt ihn mehrfach an vorsichtig legt er zum ersten Mal in seinem Leben, seinen Arm auf ihre Schulter, voller Unsicherheit und Angst vor einer Zurückweisung. Und wieder lächelt sie in an. Und dann, dann wagt er zum  etwas sehr Großes : Er küsst sie flüchtig auf die Wange. Und hatte sich ab diesem Moment strafbar (!!!) gemacht. §184i:

    „Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn nicht die Tat in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.“

    Das perfide dabei ist das Wort „belästigt“, den es gibt hier keine Objektivität mehr. entscheidend ist ob sich die Person dabei „belästigt“ fühlt !!!

    Ob es nun einen weiteren romantischen Abend gibt und das Mädchen seine Avancen erwidert, ob das Mädchen ihn einfach anlächelt, ihm dann aber erklärt das er zwar sehr nett sei , aber … , oder ob sie empört aufsteht – dies alles war bisher schon das Risiko für das Abenteuer eines solchen ersten Kusses.Seit 2016 jedoch, kann es für den Jungen zu einer Verurteilung wegen einer Sexualstraftat führen. Ob es dazu kommt oder nicht liegt allein in der Macht des Mädchens. Natürlich wäre auch ein umgekehrter Fall rechtlich gleich zu bewerten, ob er in der Praxis allerdings ebenso gehandhabt würde, darf getrost bezweifelt werden.

    In Schweden, dem Musterland des Feminismus, wurde sogar vor kurzem noch eins draufgelegt..

    Dort gilt werden Paare jetzt aufgefordert vor dem Akt genau abzusprechen, was wann und wie angefasst werden darf. Und natürlich muss dieses Einverständnis auch in regelmäßigen Abständen erneut eingeholt werden, den es könnte ja einem Partner inzwischen keinen Spaß mehr machen und dann wäre es nach schwedischen Recht bereits eine Vergewaltigung. Also ein : „Sie hat ja nicht gesagt, dass sie keine Lust mehr hatte weiterzumachen“ reicht vor Gericht u.U. nicht mehr aus.

     

     

     

     

  • Angela Ebert
    Antworten
    Zitat

    Verwirrte, fehlgeleitete und unterdrückte Menschen werden zu überbordenden sexuellen Übergriffen und anderem Irrsinn neigen.

    Zitat Ende

    Nadann suchen wir unter den missbrauchenden Mächtigen die Verwirrten, die Fehlgeleiteten und Unterdrückten……….???

    Sorry, aber genau da scheint der Missbrauch weiter entwickelt zu werden, noch fehlgeleiteter, noch mehr Vermutungen, zielführender Gewalt, und anderen gesetzlich organisiertem geduldeten IRRSINN.

    GEWALT ist fester Bestandteil des Patriarchats (HdS)

    Angebot und Nachfrage hängen da zusammen, wächst das Angebot, wächst auch die Nachfrage….ganz im Sinne der Wirtschaftlichkeit. Manager sind entsaftet viel entspannter und leistungsfähiger (Maschmeier öffentlich), so ich es verstanden habe. Oh, das hätte ich jetzt nicht schreiben dürfen….??? Verwirrte und Fehlgeleitete haben da wenig Verständnis, na wie kommt das nur?

    Die Schweigekartelle schweigen, überall wo es Missbrauch gibt! FAKT

    Warum werden die Betroffenen so gar nicht gehört….in den Familien regiert AUCH das SCHWEIGEN. Ach so, die sind ja alle ohnmächtige Verwirrte?!

    Was für ein Glück das rr nicht zu den Verwirrten gehört und sich klar und deutlich äußern kann und darf……Glückwunsch!

    Selbst-bewußte Menschen brauchen keine Untermenschen zum Glücklich-Sein, die  anderen schon……und die sind ganz offensichtlich in der Mehrheit!!!

     

     

     

  • Bettina
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    Ich weiß nicht, was dieser Artikel uns vermitteln will, ich begreife nicht dessen Intention. Ich begreife nur, dass mich dieser Artikel irgendwo, im hintersten Winkel meiner Gedärme wütend macht. Darum nun hier meine eigene Position, zu der ich mit geradem Rücken und erhobenem Haupte stehe:

    .

    Sexuelle Machtspiele und der Verlust seines Körpers als potentielle Folge:

    .

    Sexuelle Machtspiele zwischen Partnern , noch schlimmer von Übergeordneten zu den in Abhängigkeit stehenden Frauen ist das sicherste Aus jeglicher Beziehung. Keine Frau, die sich diesen Abhängigkeiten entzieht und sich massiv dagegen wehrt, ist als „narzisstisch“ zu bezeichnen. Sie handelt gut und richtig, im Sinne ihrer Befreiung von vollkommen unzumutbaren Knebeln und Fesseln. Ein innerer Aufmarsch und eine Befreiung von einer psychisch schwer lastenden Bürde ist der einzig mögliche Emanzipationsschritt. Sexuelle Machtausübung und befreite Sexualität haben nichts miteinander gemein!!! Wirkliche Begegnungen finden nur auf Augenhöhe statt.

  • Daniel
    Antworten
    @Bettina

    Ein korruptes System wird IMMER von zwei Parteien befeuert. Die eine, die sich schmieren lässt und die andere, die schmiert.

    Wenn eine erwachsene Schauspielerin letztlich freiwillig die Beine breit macht, um davon einen Vorteil in ihren Karriere zu bekommen, ist sie nicht Opfer sondern TÄTERIN  und Teil eines korrupten Systems. Die eigentlichen OPFER sind die Schauspielerinnen die NICHT auf solche Angebote Sex gegen Karriere eingegangen sind. Und über die verlieren diese ganzen Hollywood-Damen, die sich jetzt nach Jahrzehnten plötzlich erinnern auf solche Deals eingegangen zu sein, kein Wort. Wo hat sich einen von diesen Frau mal dafür entschuldigt, dass sie sich damals gegenüber seriösen Kolleginnen, die u.U. schauspielerisch deutlich besser waren, einen unmoralischen Vorteil verschafft haben ?

     

    • Bettina
      Antworten
      Kürzlich erst kam ein interessanter Bericht im Radio, in dem sich Schauspielerinnen nach langen Jahren outeten. Es waren unfassbare Geschichten. Sie erzaählten von einem Regisseur, der sexuelle Gegenleistungen von den Schauspielerinnen verlangte, wenn sie bei ihm eine entsprechende Rolle für einen Film bekommen wollten. Erst vor wenigen Wochen kam diese Nachricht von mehreren Schauspielerinnen ans Tageslicht.  Diejenigen, die sich dem Regisseur verweigert hatten, bekamen die Rolle nicht, oder wurden nachträglich aus dem Filmteam wieder entlassen. Da hat ein weltweit bekannter Regisseur gnadenlos seine Machtstellung ausgenutzt und für seine Zwecke missbraucht. Ich möchte Ross und Reiter nicht beim Namen nennen, es tut auch nicht zur Sache, ich weiß nur, dass es gut ist, dass die betroffenen Schauspielerinnen nach all den Jahren den Mut gefunden haben, ihre Leidensgeschichte zu erzählen. Diese Sauereien der Machowelt müssen ans Tageslicht!
      • Volker
        Antworten
        Mal langsam, @Bettina. Wenn Du von einer Machowelt schreibst, fühle ich mich ebenso angesprochen. Schauspielerinnen sind in der Regel erwachsene Frauen, die sich einlassen, aber nicht einlassen müßten, auf das, was ihrer Karriere erstmal als förderlich erscheinen mag. Bei diesem Thema sollte man schon vorsichtig differenzieren und diejenigen Frauen nicht vergessen, die sich in ihrer Not verstecken, für die es keine Presse und keine mediale Stimme gibt. Um ein paar Ecken gedacht, käme der Hype als Ablenkungsmanöver gerade richtig, während Frauen, Kinder und Männer in einem Krieg verrecken und verstummen.
  • Piranha
    Antworten
    Harvey Weinstein, Dieter Wedel, Roman Polanski, Paul Haggis… zuvor Dominique Strausss-Kahn…

    lassen wir die Gerichte entscheiden.

    Fest steht, dass es Frauen schwer wird, einen Vorwurf nach so vielen Jahren noch zu beweisen, sofern es nicht Beweismittel anderer Art gibt, wie zum Beispiel Zeugen.

    Da es sich (in der BRD) um ein Offizialdelikt handelt, können die Frauen die Anzeige auch nicht mehr zurückziehen; der Staatsanwalt muss ermitteln.

    Ob mit oder ohne Verurteilung, ob zu Recht oder Unrecht angeklagt – der Ruf der Männer ist zerstört und der Vorwurf wird ihnen bis in alle Ewigkeit anhaften, wobei falsche Anschuldigungen ebenfalls vom Gesetz geahndet werden.

    Aber auch dies ist Sache de Staatsanwälte.

    .

  • Daniel
    Antworten
    https://www.heise.de/tp/features/Wie-haeufig-ist-nun-sexuelle-Gewalt-in-deutschen-Schulen-3977024.html

    Ich behaupte, dass heute niemand mehr klar sagen kann, wo die Grenze zum strafbaren Verhalten verläuft. Lesen Sie bitte selbst den jetzt geltenden §177 StGB.

    Insbesondere erwartet der Gesetzgeber [..], heute nicht nur die Wahrnehmung dessen, ob der Partner oder die Partnerin möglicherweise nonverbal zum Ausdruck bringt, keine Lust auf sexuelle Handlungen zu haben – nein, der Bürger muss auch noch wissen, ob der Andere dazu überhaupt in der Lage ist […]

    Eingeschränkte Willensbildung

    [..]: Um beim Geschlechtsverkehr nicht schon mit einem Bein im Gefängnis zu stehen (Mindeststrafe zwei Jahre, dazu Vernichtung der sozialen Existenz), müssten Sie […] in jedem konkreten Fall wissen, ob Ihr Gegenüber nicht etwa durch eine psychische Störung, Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss oder durch einen anderen Umstand erheblich in der Bildung oder Äußerung des Willens eingeschränkt ist.[…]

    Die Parteien […] haben […] die allgemeine Verunsicherung und Kriminalisierung alltäglichen Verhaltens befördert.[…]

    Am frappierendsten ist aber noch, dass von den 601 Abgeordneten im Bundestag selbst diejenigen für die Verschärfung des Sexualstrafrechts stimmten, die sie eigentlich für verfassungswidrig hielten.

     

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