Die Schüler und Studenten brauchen unsere Unterstützung

 In DER BESONDERE HINWEIS

Gerald Hüther

Der Neurobiologe und Autor Gerald Hüther lädt zu einer gemeinsamen Veranstaltung von „Jung und Alt“ am 17. Mai in Hannover ein. Sein Appell: Die demonstrierenden Schülerinnen und Schüler halten uns Älteren einen Spiegel vor. Wir dürfen sie mit ihrem Anliegen, das uns alle betrifft, nicht allein lassen. Gerald Hüther

Immer mehr SchülerInnen und StudentInnen fangen an, sich gegen die gleichgültige Tatenlosigkeit derjenigen zu organisieren, die behaupten, ihre Zukunft zu gestalten. Sehr klar, sehr bewusst und mit sehr viel Herz sagen sie all jenen, die lieber so weitermachen wollen wie bisher, dass es so nicht weitergehen kann. Wie Greta aus Schweden den Teilnehmern der letzten Weltklimakonferenz in Kattowitz und die Schüler mit ihren Friday-for-Future-Demos. Inzwischen reagierten auch die Wissenschaftler mit einem bemerkenswerten Unterstützungsaufruf. Sogar die Politiker fangen an, sich zu bewegen. Es wird Zeit, dass wir Älteren uns mit diesen Vertretern der nachwachsenden Generation verbinden, die sich jetzt mit ihrer ganzen jugendlichen Kraft auf den Weg gemacht haben.

Wie das gelingen kann, und was dann möglich wird, wollen wir im Rahmen einer großen gemeinsamen Veranstaltung am 17. Mai in Hannover erlebbar machen. Ich organisiere sie gemeinsam mit von Simon Marian Hoffmann, dem Gründer Bewegung „Demokratische Stimme der Jugend“ und deren Mitgliedern. Ihnen geht es darum, endlich ernst mit dem zu machen, was Demokratie wirklich bedeutet. Mir geht es um die Verwicklungen, in die wir alle beim Versucht geraten, unsere Potentiale in unserer gegenwärtigen Lebenswelt zu entfalten. Aber vor allem darum, wie dieser steckengebliebene Entfaltungsprozess wieder in Gang kommt: durch Ent-wicklung. Das hat viel mit der Wiederentdeckung und Bewusstwerdung der eigenen Würde zu tun.

Wir haben auch Christian Wulff, den Bundespräsidenten a. D. für ein Podiumsgespräch eingeladen, um mit ihm und den TeilnehmerInnen der speziell für ihn besonders provozierenden Frage nachzugehen, wie sich beides, die Demokratie und die Würde im Zeitalter der Digitalisierung bewahren lassen. Das alles findet am Abend statt. Am Nachmittag gibt es einen Workshop, der von den Mitgliedern der „Demokratischen Stimme der Jugend“ als lebendige Begegnung gestaltet wird: Zur Kostendeckung brauchen wir für die Abendveranstaltung ein Eintrittsgeld, der Workshop am Nachmittag ist kostenlos.

Wir möchten, dass am 17. Mai von Hannover ein weiterer wichtiger Impuls für einen demokratisch und würdevoll gestaltetes Miteinander ausgeht: nicht als graue Theorie, sondern in Form lebendiger Begegnungen. Nicht mit entweder dem Verstand oder dem Gefühl, sondern sehr bewusst und mit ganzem Herzen.

Mehr Info: www.wuerde-und-demokratie.eu.

Direkter Link zur Anmeldung: www.igtv.de/vortrag.

Kommentare
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    Manfred
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    Im Grunde wissen wir schon lange, dass wir mit diesem „Wachstumssystem Kapitalismus“ vor die Wand fahren. Wir leben so, als hätten wir noch drei weitere Planeten im Petto. Aber die Ökonomen erforschen nicht, wie man den Bremsweg verkürzen kann. Dann ruckt es zwar und es schwappt einem der Kaffee über die Hose aber es kommt nicht zum großen Knall.

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