Auf der Schwarzen Liste

 in FEATURED, Politik

Wolfgang Bittner, Schriftsteller und HdS-Autor, wird wegen seiner Aussagen zum Russland-Ukraine-Konflikt von ukrainischer Seite diffamiert und eingeschüchtert. Als „Desinformation“ bezeichnet man immer die Informationen des Andersdenkenden. Wolfgang Bittner, den man mit Fug und Recht als Experten für Globalpolitik und den Ost-West-Konflikt bezeichnen kann, dachte über das Kriegsgeschehen in der Ukraine nicht so, wie er hätte denken müssen. Jedenfalls nach Einschätzung einer der Kriegsparteien – jener, deren Perspektive auch in den deutschen Medien meist als die objektive Wahrheit hingestellt wird. Nun steht er auf einer Liste von 70 internationalen Persönlichkeiten, die das „Ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung (CCD)“ für „russische Propagandisten“ hält. Diese Schwarze Liste ist Gipfelpunkt einer Einschüchterungskampagne gegen Persönlichkeiten, die sich zur Russland-Ukraine-Frage ein eigenes Urteil herausnehmen. Hier berichtet der Inkriminierte selbst darüber, wie es ihm ergangen ist. Wolfgang Bittner

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie ich vor Kurzem erfuhr, stehe ich auf einer schwarzen Liste des ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung (CCD) mit etwa hundert weiteren Personen.

Scott Ritter, ehemaliger Geheimdienstoffizier des Marine Corps und UN-Waffeninspektor, der ebenfalls auf der CCD-Liste steht, schrieb dazu einen offenen Brief an seine Kongressabgeordneten (die US-Senatoren Chuck Schumer und Kirsten Gillibrand sowie den Kongressabgeordneten Paul Tonko), worin er sie auffordert, „die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die vom US-Kongress bewilligten Mittel nicht zur Unterdrückung des Rechts auf freie Meinungsäußerung verwendet werden, das den Bürgern der Vereinigten Staaten, einschließlich mir, durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zusteht.“ Ritter merkt an, dass alle drei Abgeordneten eine Resolution unterstützt haben, um Mittel für die ukrainische Regierung und ihr Zentrum zur Desinformationsbekämpfung bereitzustellen, das ihn ins Visier genommen hat.

Ritter schreibt: „Als Bürger meines Wahlkreises, dessen Name auf einer vom ukrainischen Zentrum für Desinformationsbekämpfung veröffentlichten sogenannten ’schwarzen Liste‘ steht, wurde und wird mein persönliches und berufliches Leben nachteilig beeinflusst durch die abschreckende Wirkung, als ‚russischer Propagandist‘ bezeichnet zu werden, nur weil ich das von der Verfassung der Vereinigten Staaten garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen habe. Darüber hinaus hat die Ukraine in der Vergangenheit ,schwarze Listen‘ dieser Art in ,Abschusslisten‘ umgewandelt, auf denen diejenigen, die sich gegen die Politik der ukrainischen Regierung aussprechen, ermordet oder mit Gewalt bedroht werden. Ich bin mir sicher, dass Sie mit mir darin übereinstimmen, dass der Kongress nicht die Befugnis haben darf, durch sein Handeln ausländischen Regierungen die Mittel an die Hand zu geben, um Bürger der Vereinigten Staaten davon abzuhalten, ihre verfassungsmäßig geschützten Rechte auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen.“

Der Leiter des ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung, Andriy Shapovalov, soll in einer Rede vor einem Runden Tisch über Desinformationsbekämpfung die Personen auf der Liste als „Informationsterroristen“ bezeichnet haben, und dass „Informationsterroristen wissen sollten, dass sie sich vor dem Gesetz als Kriegsverbrecher verantworten müssen.“ Der Runde Tisch wurde zum Teil von der U.S. Civilian Research and Development Foundation mit Unterstützung des US-Außenministeriums organisiert.

Liebe Freundinnen und Freunde, das ist ein gravierender Angriff nicht nur auf mich und meine Arbeit, es ist ein neuer Höhepunkt der Einschüchterung und in diesem Fall auch einer physischen Bedrohung Andersdenkender und Oppositioneller, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch genommen haben. Die Bundesregierung wird wohl kaum etwas dagegen unternehmen. Ich bin erst einmal ratlos und möchte über diesen unerhörten Vorgang informieren.

Showing 7 comments
  • Erich Becker
    Antworten
    Alles, was möglich ist, muss getan werden, um diese Menschen, die auf dieser „Schwarzen Liste“ stehen, zu schützen – und ihr demokratisches Grundrecht auf freie Meinungsäußerung zu garantieren: staatlicherseits und nichtstaatlich (Presse, individuelle Briefe, Widerspruch durch nichtstaatliche Organisationen und Institutionen, Petitionen).

    Staatlicherseits ist in den USA und der BRD, von den USA funktionalisiert, – ohne öffentlichen Druck (!),- wenig bzw. nichts zu erwarten; denn alles, was dem Feindbild Russland widerspricht, wird auch von diesen Mächten abgelehnt! Die kriegslüsterne Parteilichkeit bezogen auf die Ukraine darf offensichtlich durch eine differenzierte Sichtweise, mit dem Ziel, Frieden durch Diplomatie zu erreichen, nicht in Frage gestellt werden.

    Ich warte also auf eine Petition von kompetenter und potenter Seite, die den Schutz dieser mutigen, fundiert argumentierenden Menschen zum Ziel hat – an die Bundesregierung: Frieden braucht Bewegung und Widerstand von „unten“!

  • Für das Europäische Vaterland
    Antworten
    Na, da freuen wir uns doch auf ein weiteres, korruptes Mitglied in der

     

    Europäischen (WIRTSCHAFTS) Union!


    Und so singen wir alle…:

    .
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    für das E(W)U-Vaterland!
    Danach lasst uns alle streben,
    brüderlich mit Herz und Hand!
    Einigkeit und Recht und Freiheit
    sind des Glückes Unterpfand:
    Blüh im Glanze dieses Glückes,
    blühe, E(W)U-Vaterland!
    Blüh im Glanze dieses Glückes,
    blühe, E(W)U-Vaterland!

     

  • Die A N N A loge
    Antworten
    Krass! Die Liste ist öffentlich zugänglich! Das ist so, wie die  Denutiationen unter den Stasis.

    Ich fasse es nicht. Diese Form  des Diffamierens öffentlich mit Bild (!!!) ist wie die Menschen an den Pranger stellen. Jetzt fehlt nur noch die Inquisition.

    Scheußlich, ich bin entsetzt, und es tut mir sehr leid für Sie, Herr Bittner.

    https://youtu.be/UuNHJIAjW6k

     

  • Piranha
    Antworten
    Lieber Herr Bittner,

    dass dieser kleine ukrainische Scheißer Ihnen das Wasser nicht mal ins Glas einlaufen lassen darf, geschweige denn, dessen Unvermögen, es Ihnen reichen zu können, darüber sind wir alle uns klar.

    Wie können wir helfen?

    Meine erste Maßnahme war, Ihr letztes Buch zu bestellen: Deutschland – verraten und verkauft. (Natürlich nicht bei Jeff Bezos 😉  )

    Ernsthaft: wenn Ihnen etwas einfällt an Hilfe, die Ihnen gut tun würde, lassen Sie es uns wissen.

    Auf jeden Fall werde ich diesen Skandal noch heute an anderer Stelle öffentlich machen.

    Mit besten Grüßen,

    P.

  • Freiherr
    Antworten
    #ichwillauchaufdieliste

    * Ich will auch auf diese schwarze Liste weil ich mir meine Meinungsfreiheit nicht nehmen lasse ! *

    Das stillschweigende Dulden solcher und anderer Staats- und Firmenterrorismen seit Anfang 2020, durch diese Regierungsverbrecher MUSS ein Ende haben, unverzüglich.

    Dringenst notwendig ist ein endlich souveräner Staat mit verbindlicher Verfassung – mit einem Bürgertum als Souverän.

    Dass wir von den USA, Israel und nun auch von ukrainischen Faschisten fremdregiert werden ist nicht mehr hinzunehmen, jedenfalls von uns Bürgern nicht mehr.

    Wenn Demokraten ohne Rechtsgrundlage weggesperrt werden – muss dieses gesamte Landesverrat-Parlament erst recht hinter Schloss und Riegel, samt Verfassungsvernichterjustiz.

    Nein – das ist keine ideologisch-rechtsradikale Sicht, das ist die Sicht von einer freiheitlich-demokratischen und rechtsstaatlichen Position.

     

     

     

     

     

     

     

  • Wolfgang Bittner
    Antworten

    danke für die Solidarität und Piranhas Angebot der Unterstützung. Wie ich schon schrieb, bin ich ratlos. Auf dieser Liste der „Informationsterroristen und Kriegsverbrecher“ befinde ich mich zwar in guter Gesellschaft. Aber dass ein europäischer Staat, dessen Regierung sich demokratisch nennt, so etwas offen und unangefochten tun kann, ist eine Schande. Die ukrainischen Faschisten kennen offensichtlich keine Hemmungen mehr, und sie werden ja nun schon seit Jahren von den westlichen Regierungen, insbesondere der deutschen, bestätigt und unterstützt, ihre Verbrechen werden systematisch verschwiegen. Aber mit dieser schwarzen Liste entlarven sich meines Erachtens die Denunzianten und Kriegstreiber selber, und ich warte, wie sich die Sache weiter entwickelt. Dass die Bundesregierung etwas unternimmt, um deutsche Staatsangehörige zu schützen, ist aufgrund der politischen Einstellung nicht anzunehmen, aber da hier viele namhafte Persönlichkeiten wie Ray McGovern, John Mearsheimer, Rolf Mützenich, Alice Schwarzer, Jacques Baud und Jay Naidoo verfolgt werden, wird das nicht einfach zu ignorieren sein.

    Auch wenn die politische Lage entsetzlich ist, werden wir uns nicht einschüchtern lassen.

    Herzliche Grüße. Wolfgang Bittner

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