Der besondere Hinweis:

Kurze Auszeit vor dem Aus

Liebe Leserinnen und Leser von Hinter den Schlagzeilen, unser Magazin wird zwischen Mitte und Ende Juli seinen “Betrieb” einstellen. Die Begründung hierfür steht in meinem Artikel, den ich unten noch mal angehängt habe. Von morgen, 15.06., bis Sonntag, 30.06., werde ich meinen ersten Urlaub seit Weihnachten machen. Da ich dringend Erholung brauche, wird es in diesem Zeitraum auch keine Neuveröffentlichungen auf HdS geben. Im Juli machen wir dann noch ein paar Wochen Programm, bevor unser Magazin nach fast 20 Jahren vom Netz geht. Ein trauriges Ereignis, auch für uns “Macher”. Im Sommer 2024 wird vermutlich auch der Trägerverein Initiative für eine humane Welt (IHW) aufgelöst werden. Dazu hat unser Kassenwart Volker Töbel in seinem Text etwas geschrieben. Informationshungrige lesen in dieser Zeit am besten Manova und andere gute politische Magazine. Bis dann! Wir hören voneinander. Roland Rottenfußer (mehr …)

Mit anderen Mitteln

Krieg ist die organisierte Form von Konflikten im staatlichen Kontext — und eine Folge der menschlichen Polarität. Wieder einmal stehen die Zeichen auf Krieg. Der Kontinent, der sich als Friedensstifter versteht, lässt sich immer tiefer in einen großen Krieg hineintreiben, der dem Friedensideal ganz und gar entgegensteht. Besonders hervor tut sich jenes Land, das sich nach dem letzten großen Gemetzel ein „Nie wieder!“ auf die Fahne geschrieben hat. Kriege sind staatlich ausgetragene Konflikte. Die Menschheit lebt aufgrund der Polarität gezwungenermaßen im Konflikt, was aber nicht heißen muss, dass diese Konflikte zum Krieg führen müssen. Felix Feistel (mehr …)

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Jens Berger: Wem gehört Deutschland und wer bezahlt die Rechnung?


Jens Berger ist Journalist bei den Nachdenkseiten und Buchautor. Berger schreibt seit 2011 für die alt-linke online Publikation und hat in der Zeit auch zahlreiche Bücher veröffentlicht. Dazu gehören Stresstest Deutschland: Wie gut sind wir wirklich? (2012), Schwarzbuch Corona: Zwischenbilanz der vermeidbaren Schäden und tolerierten Opfer (2021) oder die aktuelle Neuauflage des 2014 erschienenen Buches “Wem gehört Deutschland?” Mit Jasmin Kosubek spricht er über das jüngste Buch, die Vermögensverteilung in Deutschland und warum reiche Menschen die Fehler der Politik ausgleichen sollen?

Der Davidsweg der kleinen Schritte

Bernhard Fricke ist durch das Reaktorunglück 1986 in Tschernobyl gleichsam politisch erwacht und gründete die Münchener Umweltinitiative David gegen Goliath. Nicht nur symbolisiert die Figur David den Sieg über einen übermächtigen Gegner – sie zeigt auch ganz allgemein, wie “kleine Leute” Großes bewirken können. Fricke konzipierte daran anknüpfend den “Davidsweg der kleinen Schritte”. Jeder konnte und kann in seinem persönlichen Alltag Veränderungen vornehmen, die sich zu einer mächtigen Bewegung aufsummieren, wenn viele Menschen das Gleiche tun. Bernhard Fricke (mehr …)

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Hauke Ritz: Woher kommt die Geschichtsvergessenheit der Deutschen?


Dr. Hauke Ritz ist Publizist und Autor. Er hat im Fach Philosophie promoviert und seine Abschlussarbeit über den “Kampf um die Deutung der Neuzeit” geschrieben. Er hat an den Universitäten in Moskau, Gießen und Belgorod gelehrt. Im Oktober letzten Jahres hat er gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot den Essay “Endspiel Europa. Warum das politische Projekt Europa gescheitert ist und wie wir wieder davon träumen können” veröffentlicht. Im Gespräch geht Hauke Ritz auf die derzeitigen historischen Machtverschiebungen ein und erläutert dabei die geopolitischen Hintergründe sowie die Rolle Deutschlands. Außerdem legt er dar, warum es nicht im Interesse Deutschlands ist, schwere Waffen an die Ukraine zu liefern und wie eine mögliche Friedensordnung unter Einbezug Russlands aussehen könnte. (Mit Flavio von Witzleben)

Torschüsse und Todesschüsse

Auf der Brust der Dortmunder Borussen prangt nun stolz der Rheinmetall-Schriftzug. Es geht los: Der Krieg und seine Profiteure greifen nach der Zivilgesellschaft. „Fußball ist unser Leben“ — die Produkte der Rüstungsindustrie verursachen allerdings den Tod Tausender. Passen diese beiden Bereiche also überhaupt zusammen, wenn man von dem doppeldeutigen Begriff „Schießen“ einmal absieht? Die Waffenschmiede Rheinmetall und der Fußball-Traditionsclub Borussia Dortmund fanden: ja. Hauptsache, die Kohle stimmt. Tatsächlich wird man dem Spiel der Kicker aus dem Ruhrpott künftig nicht mehr folgen können, ohne dabei auch an den Rüstungsgiganten und damit an Todesschüsse, zerfetzte Leiber und traumatisierte Seelen erinnert zu werden. Wenn man diesen Zusammenhang nicht partout verdrängen will. Und vermutlich werden diese Verdrängungsmechanismen rasch einsetzen. Man will sich ja in Fußballdeutschland nicht die ausgelassene Stimmung vermiesen lassen. Somit können wir konstatieren: „Zeitenwende“ und Militarisierung sind endgültig in den Sphären der Volksbelustigung angekommen. Ein Text zur Sonderausgabe „Fußball-EM“. Roberto J. De Lapuente

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Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

Keinerlei Verbesserungen in Griechenland

50. Bericht zu „Patenschaft für Panagiota“. Längst überfällig, teile ich heute nochmal einiges zur Gesamtsituation in Griechenland mit. Gut sieht es in keinerlei Hinsicht aus. Die Trends zur Verelendung und Verarmung der Menschen halten an, die ultrakonservative Mitsotakis-Regierung schaut weiterhin tatenlos zu, und der Niedergang der SYRIZA scheint ebenfalls nicht mehr aufzuhalten zu sein. Und die Lage bei uns, die neuesten Spendenzahlen, der aktuelle Kontostand? – Lest bitte selbst! Holdger Platta (mehr …)

Das Reich der Freiheit

beginnt in der Tat erst da,

wo das Arbeiten,

das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit

bestimmt ist, aufhört.

(Karl Marx)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

Der kollektive Todestrieb

Wenn uns das Leben auf dieser Erde lieb ist, müssen wir der gefährlichen Tendenz zur Selbstzerstörung widerstehen. „Jeder will leben und Leben erhalten“. Diese Auffassung ist verbreitet, dennoch ist sie naiv. Immer mehr Menschen, Kulturen, ja die ganze Menschheit zeigen einen Hang zur Selbstzerstörung. Individuell beobachten wir wachsende Selbstmordneigung, zumindest Lebensüberdruss, eine müde Unlust, sich dem Leben zu stellen und es zu gestalten. Freiwillige Kinderlosigkeit, Unfruchtbarkeit, aber auch die systematische, zumindest fahrlässige Gefährdung und Traumatisierung von Kindern breiten sich aus, als wollten Teile der Gesellschaft die Zukunft, die von unserem Nachwuchs repräsentiert wird, gar nicht mehr haben. Die westliche Kultur – und hier vor allem Deutschland – gefällt sich in resignierter Selbstaufgabe, gibt zivilisatorische Errungenschaften willig preis. Die ökologische Katastrophe scheint die Existenzberechtigung des Menschen als solchem obsolet zu machen. Unter dem Dauerbeschuss kränkender Pauschalbeschimpfungen scheinen viele zumindest unbewusst bereit, den eigenen Untergang als reinigenden Akt zu begrüßen. Todestrieb und Todessehnsucht sind aus der Geschichte und Literatur bekannte Seelenregungen. Die Psychotherapie hakte dergleichen als bedauerliche, aber prinzipiell heilbare Einzelfälle ab. Als kollektives Phänomen allerdings wird der Flirt mit der Selbstauslöschung zu einer Gefahr, die alles Leben auf dem Planeten bedroht. Roland Rottenfußer (mehr …)

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