Der besondere Hinweis:

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Luft nach oben

Aufzuzählen, was uns im vergangenen Jahr alles geärgert hat, ist müßig. Andererseits werden wir es als politisches Magazin natürlich wieder und wieder tun. Denn wenn wir auf Probleme hinweisen, lösen sich diese nicht automatisch. Ohne eine klare Wahrnehmung von Unrecht und Fehlentwicklungen wird sich jedoch gewiss nichts ändern. Sicher ist: Sehr vieles kann und sollte ab diesem Jahr besser werden. Hinter den Schlagzeilen wünscht seinen Lesern “trotzdem” ein gutes neues Jahr – etwas Frieden, wenn möglich, in den äußeren Abläufen des Lebens, in der Seele und auch in der “großen Welt”, in der sich so viel Schmerzhaftes ereignet, so dass Wunden immer wieder aufgerissen werden, statt dass sie sich schließen könnten. Und eine Bitte hätten wir noch: Noch immer lebt unser Magazin leider prekär und ist auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Vielleicht fällte es manchen von Ihnen jetzt leichter, uns einen für ihn verkraftbaren Geldbetrag zu spenden – jetzt da wir für Griechenland nicht mehr um Geld bitten werden, da wir die Hilfsaktion zum eigenen Bedauern zum Jahresende 2023 einstellen mussten. Roland Rottenfußer
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Die Umerziehungsagenda

Szenenfoto aus dem dystopischen Film “Sie leben” von John Carpenter

Mit der Begründung, „unsere Demokratie“ schützen zu wollen, höhlt die Regierung um Nancy Faeser diese immer weiter aus und erschafft einen paranoiden Bespitzelungsstaat. Was tun, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, wenn der Offenbarungseid unvermeidlich scheint, wenn auf dem Höhepunkt des Maskenballs die Stunde schlägt und der Kehraus naht? Was tun, wenn sich die Gedanken der meisten Bürger hartnäckig weigern, die gewünschte Richtung einzuschlagen? Die Koalition, angeführt von Nancy Faeser, wählt einen wahrhaft beängstigenden Weg: Sie versucht, die Meinungsfreiheit noch weiter einzuschränken. Wo sie selbst nicht mehr zu bezirzen vermag, dämonisiert sie ihre Gegner. Wo sie nicht überzeugen kann, versucht sie, Andersdenkende einzuschüchtern. Wo gegenläufige Meinungen gefährlich zu werden drohen, versucht sie diese vor den Bürgern zu verstecken: durch Löschen und Canceln. Da sie „falsche“ Meinungen in der Öffentlichkeit nicht alle selbst bemerken und ahnden kann, rekrutiert sie ein Heer von Spitzeln aus der Zivilgesellschaft. Weil sich humorvolle Distanz zu diesem Establishment aufgrund von dessen peinlichem Straucheln geradezu aufdrängt, versucht es, „Verächtlichmachung“ zu kriminalisieren. Wer sich nicht unterwirft, wird unterworfen. Bist du nicht willig, brauch ich (Staats-)Gewalt. So soll die Sprache der Menschen, ja selbst ihr Innerstes — das Denken und Fühlen — zur Knetmasse in den Händen eines übermächtigen Staatsapparats werden. Was wir erleben, ist der schleichende Staatsstreich einer Junta von der Meinungsfreiheit überforderter Verlierer gegen die Bürgerrechte — alles unter dem Banner der Demokratie. Roland Rottenfußer

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Schöne neue Abnormalität

Inmitten eines fast unentrinnbaren globalen Gewaltsystems können wir unsere Integrität bewahren und „trotzdem Ja zum Leben sagen“. Teil 3 von 3. Angststörungen, Psychosen, sich auftürmende Wellen des Hasses gegen Andersdenkende, gar der Hang zur Selbstzerstörung, wie er sich in Anwandlungen kollektiver Kriegslüsternheit zeigt — all das ist ohne Zweifel krank. Da der Normalitätsbegriff jedoch ein statistischer ist und überdies von den herrschenden Kräften im Land nach Belieben definiert werden kann, kann es vorkommen, dass der gesunde Menschenverstand pathologisiert, dass Friedens- und Freiheitsliebe delegitimiert werden. Wir haben in den letzten Jahren einige höchst merkwürdige Phänomene beobachten müssen. Was immer ein paar Mächtige mithilfe ihrer medialen Meinungsfabriken an noch so abstrusen Narrativen auswarfen — es wurde binnen Kurzem von einer überwältigenden Mehrheit der Menschen nicht nur geglaubt, sondern auch aggressiv gegen Abweichler verteidigt. Es ist daher wichtig, dem eigenen Urteil — unabhängig von Mehrheitsverhältnissen — zu vertrauen und dabei auch kritische Psychologen zurate zu ziehen. Kai-Uwe Herthneck (mehr …)

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Lisa Fitz: Politiker außer Rand und Band


In ihrem neuen Stück für die NachDenkSeiten beschäftigt sich Lisa Fitz mit Verbalinjurien und sonstigen Ausfällen, mit Cholerikern, Pöbeleien im Bundestag und mit sogenannten „Emotionsdilettanten“. Statt Contenance zu wahren, besäßen manche nur emotionale Inkontinenz. Teilweise hat diese Unart in jüngster Zeit auch sie selbst betroffen. Lisa Fitz ist eben eine der Kabarettistinnen, die nicht das Prinzip vergessen haben, dass man als Künstler nicht nach unten tritt, sondern den Mächtigen ganz genau auf die Finger schauen sollte.

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

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Schlaflos in Athen

Foto der Familie von Panagiota aus dem Jahr 2016

Panagiota und ihre Töchter hat Holdger Platta in seinen vielen Griechenland-Hilfsberichten häufig erwähnt. Wir mussten die Hilfsaktion jetzt leider wegen mangelndem Spendenvolumen einstellen. Bettina Beckröge besuchte die Familie 2016, gleich zu Beginn der Hilfsleistungen. Sie machte auch ein Foto, das Ihr oben sehen könnte. Natürlich ist es jetzt schon etwas älter. Sie können sich aber gut ein Bild von der Situation der Familie machen, für die Hilfe wirklich dringend war und sicherlich auch noch ist. Bettina Beckröge wird versuchen, die Aktion “Patenschaft für Panagiota” auf eigen Faust weiter zu führen. Hier erzählt sie selbst von ihrer Begegnung. Unten ist ihre Kontonummer angegeben. Bettina Beckröge. (mehr …)

Das einzige moralische Verdienst

eines Autors ist nicht sein moralisches Schreiben,

sondern dass er es durch sein Leben besiegelt.

Jean Paul (1763 – 1825)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

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Faschismus in der Bundesrepublik?

Fenster, Lager Auschwitz Birkenau

Einige Überlegungen zum Thema „Vergleichen/Gleichsetzen“ von Drittem Reich und Bundesrepublik sowie zu den Konsequenzen daraus. Nicht ohne Grund veröffentlichen wir heute noch einmal einen Artikel von Holdger Platta aus dem Jahre 2015. Unser Eindruck ist, dass wieder einmal einigen Rechtsschützern der Bundesrepublik Deutschland die Nerven durchgehen und von diesen wackeren Streitern für unsere Demokratie wieder einmal nicht unterschieden wird zwischen legitimer (und erforderlicher!) Kritik am Abbau von Menschenrechten in diesem Land und vermeintlich überzogenen Vergleichen der Geschehnisse und Prozesse bei uns – seit Jahren schon – mit der Endphase der Weimarer Republik, mit einem Staatswesen, das schon längst Republik nicht mehr war und nur noch von sogenannten Präsidialkabinetten regiert wurde, von rechtsbürgerlichen Politikern, die jeweils vom Alt-Monarchisten Paul von Hindenburg an die Schalthebel der Macht bugsiert wurden und dort, an der Staatsspitze ihr Unwesen treiben durften. Selbstverständlich ist der Strafbefehl gegen Professor Rudolph Bauer Anlass für diese Wiederveröffentlichung, gegen einen radikaldemokratisch-engagierten Publizisten, der auch bei uns schon zahlreiche Artikel veröffentlicht hat. Aber lest selbst, was von solch staatsfrommen Überreaktionen gegenüber besorgten und mahnenden Kämpfern für die Aufrechterhaltung der Grundrechte in unserem Land zu halten ist. Holdger Platta hat in einer sehr differenziert argumentierenden Analyse dieses Thema zum Gegenstand seines Beitrags gemacht. Wann darf man von Parallelen heute und damals sprechen, wann muss man es sogar? HdS-Redaktion (mehr …)

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