Beiträge von Roland Rottenfusser

So machen Sie das Beste aus dem aktuellen Terroranschlag!

Gemälde: Munch, „Der Schrei“, Ausschnitt

Ein Schnellkurs in 11 Schritten für Politiker. Barcelona, Paris, London, Nizza, Berlin, Brüssel, New York, München, Würzburg – die Landkarte ist dicht besät mit Schauplätzen des Terrors. Wegen der schnellen Folge der Katastrophen in den letzten Jahren ist es für Politiker nicht immer leicht, angemessen zu reagieren. Die gute Nachricht: Sie müssen Ihre Grundaussagen zum Anschlag nicht jedes Mal neu erfinden. Bestimmte Argumentationsstrategien haben sich bewährt und können – in Varianten – wiederverwertet werden. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Wer ist hier chaotisch?

Wenn Politiker und Medien über „Anarchie“ schimpfen, sollten sie den Begriff wenigstens richtig gebrauchen. Ob G 20-Krawalle oder Fußball-Randale – das Gespenst der Anarchie geht um in Deutschland.  Allerdings nur in den Köpfen von Politikern und den Leitartikeln ordnungsliebender Journalisten. Leider, könnte man hinzufügen. Denn so viel Gewalt, wie sie von Herrschaftsstrukturen und Hierarchien ausgeübt worden ist, könnten Anarchisten niemals zustande bringen.  (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Heute Griechenland, morgen wir

Ziel des neoliberalen Projekts ist es, die „Dritte Welt“ in die Erste zu tragen und ein globales Feudalsystem zu errichten. Überschuldete Haushalte sind kein Zufall. Sie entsprechen der Logik des Systems und werden inszeniert. Denn nicht solvente, sondern zahlungsunfähige Schuldner verhalten sich gefügig gegenüber den Wünschen machthungriger Gläubiger. Griechenland war erst der Anfang. Was heute dort geschieht, kann morgen auch bei uns geschehen. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Die ungesunde Identifikation mit den Peinigern

Gemälde: „Die Erschießung der Aufständischen“, Goya

Wie funktioniert Unterdrückung? Wie schafft es militärischer Drill, Menschen so zu deformieren, dass sie bereitwillig töten? Wie kommt es immer wieder zu entsetzlichen Massakern und Folterungen? Und nicht zuletzt: Warum wächst der Widerstand der Bevölkerung nicht mit dem Grad der Zumutungen? Der Versuch, einer Erklärung näher zu kommen (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Das Meer in mir

Gemälde: „Der Mönch am Meer“, Caspar David Friedrich

Auch Konstantin Wecker verarbeitete das Thema, sogar auf Bayerisch: „Und i schenk mi her, bin ois und neamands mehr, nur a Tropferl im Meer.“ In vielen Kulturen kennt man das Meer als Symbol des Todes und der mystischen Einheit. „Die Welle“ (das Individuum) „ist das Meer“ (das göttliche Ganze). Stimmt das? Und wenn ja, wie können wir es verstehen? Dieser Artikel will kein Glaubensbekenntnis sein, das sich anderen aufdrängt, eher die Einladung zu einem Streifzug durch Kultur- und Religionsgeschichte. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Liebhaber der Weisheit

„AquadratplusBquadratgleichCquadrat“? Das auch, aber Pythagoras hatte noch mehr drauf.

Die alten griechischen Philosophen und ihre spirituelle Botschaft. Warum denn in die Ferne schweifen? Kenner behaupten, dass es keine philosophische Frage gäbe, die von griechischen Philosophen, wenn nicht gelöst, so doch angedacht worden sei. Ungefähr zeitgleich mit dem Aufkommen des Buddhismus und des Taoismus blühte dort eine Kultur, die im europäischen Raum ihresgleichen sucht. Das von der Ägäis umspülte Sonnenland ist das wahre Land der Dichter und Denker ‒ und, was weniger bekannt ist, der Gurus, der Mystiker und der spirituellen Vielfalt. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Gott in den östlichen Religionen

Vairocana, der zentrale unter den transzendenten Buddhas

Die moderne westliche Philosophie erklärte Gott für „tot“; im Osten dagegen ist er anscheinend gar nicht erst geboren worden. Stimmt das Vorurteil? Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass Asien keineswegs ein Kontinent ohne Gott ist. Der Glaube an das „personifizierte Absolute“ ist auch in Buddhismus und Hinduismus verbreitet. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Singen, um Menschen milder zu stimmen

Zur neuen CD des Liedermachers Carsten Langner, „Von Wegen“. Carsten Langnes Kunst ist „klassizistisch“, weil sie den Altmeistern hörbar ihre Referenz erweist. Auf der Basis von handwerklich erstklassiger Arbeit zeigen sich aber schon eigene Akzente, Sprachwitz, Einfallsreichtum und ein Gespür für die Themen, die uns heute unter den Nägeln brennen. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Ständiger Stone des Anstoßes

Oliver Stone

„Platoon“, „Wall Street“, „JFK“ – der Regisseur Oliver Stone wurde als schonungsloser Chronist der Schattenseiten des American dream bekannt. Die USA, die ihr gegenwärtiger Präsident „great again“ machen will, erscheinen im Spiegel der Stoneschen Bilderflut eher klein(lich). Damit eckte das Enfant terrible auf dem Regiestuhl beim konservativen Establishment beträchtlich an und handelte sich den Vorwurf der „Verschwörungstheorie“ ein. In neueren Werken wie „World Trade Center“ schien Stone allerdings handzahm geworden zu sein. Hat er mit seinem Überwachungsthriller „Snowden“ zu alter Form zurückgefunden? (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Produktionsfaktor Schuldgefühl

Ekel-Chef Stromberg (Christoph Maria Herbst)

„Besonders oft werden Schuldvorwürfe in Arbeitsverhältnissen von oben nach unten erhoben. Durch die stärkere Machtstellung des Chefs erhalten die Vorwürfe dann eine besondere Brisanz. Das Grundgefühl „Ich bin nicht gut genug“ wird in manchen Betrieben dauerhaft im Geist des Angestellten verankert. Ständig muss er so seinem Chef-Ankläger Besserung geloben und sich selbst zu immer noch hingebungsvolleren Arbeitsleistungen anspornen. Je weniger ein Vorgesetzter bereit ist, seine Mitarbeiter auf natürliche und freundliche Weise zu motivieren, z.B. durch angemessene Bezahlung, desto eher wird das Schüren von Versagensängsten zu seinem bevorzugten „Werkzeug“ der Verhaltenssteuerung.“ (Roland Rottenfußer. Auszug aus dem Buch „Schuld-Entrümpelung“ von Monika Herz und Roland Rottenfußer) (mehr …)

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