Beiträge von Roland Rottenfusser

Liebhaber der Weisheit

„AquadratplusBquadratgleichCquadrat“? Das auch, aber Pythagoras hatte noch mehr drauf.

Die alten griechischen Philosophen und ihre spirituelle Botschaft. Warum denn in die Ferne schweifen? Kenner behaupten, dass es keine philosophische Frage gäbe, die von griechischen Philosophen, wenn nicht gelöst, so doch angedacht worden sei. Ungefähr zeitgleich mit dem Aufkommen des Buddhismus und des Taoismus blühte dort eine Kultur, die im europäischen Raum ihresgleichen sucht. Das von der Ägäis umspülte Sonnenland ist das wahre Land der Dichter und Denker ‒ und, was weniger bekannt ist, der Gurus, der Mystiker und der spirituellen Vielfalt. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

3 weiterlesen

Gott in den östlichen Religionen

Vairocana, der zentrale unter den transzendenten Buddhas

Die moderne westliche Philosophie erklärte Gott für „tot“; im Osten dagegen ist er anscheinend gar nicht erst geboren worden. Stimmt das Vorurteil? Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass Asien keineswegs ein Kontinent ohne Gott ist. Der Glaube an das „personifizierte Absolute“ ist auch in Buddhismus und Hinduismus verbreitet. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

2 weiterlesen

Singen, um Menschen milder zu stimmen

Zur neuen CD des Liedermachers Carsten Langner, „Von Wegen“. Carsten Langnes Kunst ist „klassizistisch“, weil sie den Altmeistern hörbar ihre Referenz erweist. Auf der Basis von handwerklich erstklassiger Arbeit zeigen sich aber schon eigene Akzente, Sprachwitz, Einfallsreichtum und ein Gespür für die Themen, die uns heute unter den Nägeln brennen. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

0 weiterlesen

Ständiger Stone des Anstoßes

Oliver Stone

„Platoon“, „Wall Street“, „JFK“ – der Regisseur Oliver Stone wurde als schonungsloser Chronist der Schattenseiten des American dream bekannt. Die USA, die ihr gegenwärtiger Präsident „great again“ machen will, erscheinen im Spiegel der Stoneschen Bilderflut eher klein(lich). Damit eckte das Enfant terrible auf dem Regiestuhl beim konservativen Establishment beträchtlich an und handelte sich den Vorwurf der „Verschwörungstheorie“ ein. In neueren Werken wie „World Trade Center“ schien Stone allerdings handzahm geworden zu sein. Hat er mit seinem Überwachungsthriller „Snowden“ zu alter Form zurückgefunden? (Roland Rottenfußer) (mehr …)

2 weiterlesen

Produktionsfaktor Schuldgefühl

Ekel-Chef Stromberg (Christoph Maria Herbst)

„Besonders oft werden Schuldvorwürfe in Arbeitsverhältnissen von oben nach unten erhoben. Durch die stärkere Machtstellung des Chefs erhalten die Vorwürfe dann eine besondere Brisanz. Das Grundgefühl „Ich bin nicht gut genug“ wird in manchen Betrieben dauerhaft im Geist des Angestellten verankert. Ständig muss er so seinem Chef-Ankläger Besserung geloben und sich selbst zu immer noch hingebungsvolleren Arbeitsleistungen anspornen. Je weniger ein Vorgesetzter bereit ist, seine Mitarbeiter auf natürliche und freundliche Weise zu motivieren, z.B. durch angemessene Bezahlung, desto eher wird das Schüren von Versagensängsten zu seinem bevorzugten „Werkzeug“ der Verhaltenssteuerung.“ (Roland Rottenfußer. Auszug aus dem Buch „Schuld-Entrümpelung“ von Monika Herz und Roland Rottenfußer) (mehr …)

2 weiterlesen

Was ist natürliche Ökonomie?

Wir müssen natürliches Wirtschaften vom Stigma des Anrüchigen befreien, das ihm wegen der Auswüchse des Sozialdarwinismus anhaftet. Nicht nur der „Kampf ums Dasein“ prägt natürliche Ökosysteme. Bei genauer Betrachtung finden wir auch viel Positives: Kooperation, gesunde Wachstumsgrenzen, Ausgleich zwischen den Extremen, frei fließende Energien und den Verzicht auf abstrakte Besitzverhältnisse. Natürliche Ökonomie ist ein Wirtschaften nach natürlichen Prinzipien, die das Besondere unserer Situation als Menschen nicht verleugnet. Vor allem ist sie ein Heilmittel gegen die Dominanz egoistischer Einzelinteressen. Denn Ökologie bedeutet im Kern: Jeder Teil erhält seinen Sinn durch die Harmonie mit einem größeren Ganzen. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

7 weiterlesen

Die unsichtbare Macht

In Pestzeiten durften die Menschen ihre Häuser nicht verlassen.

Droht von Katastrophenschutzbehörden eine Diktatur im Namen der Gesundheit? Mit Angst regiert es sich leichter. Krisen ermöglichen es dem Staat, sich selbst als „hart durchgreifende“ Ordnungsmacht zu positionieren. Dies ist in gesundheitlichen Krisen nicht anders. Bei Schweinegrippe und Vogelgrippe haben wird gesehen, dass es aus nichtigem Anlass zu absurden Auswüchsen eines staatlichen Interventionismus kommen kann. Zwangsimpfungen wurden bisher nur angedacht. Bis jetzt. Was nicht alle wissen: Seuchenbehörden haben im Krisenfall umfangreiche Befugnisse, um Bürgerrechte außer Kraft zu setzen. Und die Bedrohung muss, wie wir gesehen haben, nicht einmal real sein. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

4 weiterlesen

Ein Magazin für Kultur und Rebellion

Ab und zu ist es gut, sich zu erinnern, wofür wir eigentlich stehen. Dann wissen Leserinnen und Leser auch wofür HdS um Spenden bittet. Dieses „Mission Statement“ von Roland Rottenfußer definiert nicht nur die Rolle von „Gegenöffentlichkeit“ in einer Zeit, in der die Medien oft eine destruktive Rolle im öffentlichen Diskurs spielen; er denkt auch u.a. über das Verhältnis zwischen Politik und „Innerlichkeit“ nach. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

2 weiterlesen

«Die Schwester meines Glücks»

Roland Rottenfußer erzählt in diesem Ausschnitt aus der neu erschienenen Wecker Biografie „Das ganze schrecklich-schöne Leben“, wie er Konstantin erstmals begegnete. Außerdem widmet sich der Text einem Thema, von dem viele gar nicht gedacht hätten, dass es mit dem lebensfrohen Künstler etwas zu tun haben könnte: der Depression. Die berührte Konstantin Wecker durchaus von Zeit zu Zeit, denn „um alles zu erfahren, beschloss ich vor der Hölle nicht zu fliehen.“ (Roland Rottenfußer) (mehr …)

5 weiterlesen

Für eine Kultur der Würdigung 

„Tausende von Leser der Boulevardblätter entrüsten sich, wenn sie erfahren, dass mal ein Missetäter, etwa ein bestechlicher Sportfunktionär, ungestraft davonkommt. Warum regen sich die Menschen nicht weit mehr darüber auf, wie viele gute Taten in unserem System unbelohnt bleiben? Würde endlich einmal das positive Potenzial der Menschen im Land offen gelegt, archiviert und – bei „besonderer Schwere des Verdienstes“ – auch belohnt, wir wären wahrscheinlich erstaunt und gerührt, in welchem Ausmaß Menschen liebenswert, hilfsbereit und gütig sein können. Ein Staat, der nicht fähig ist, zu würdigen, hat er nicht sein Recht verspielt, zu strafen? Und gilt dasselbe nicht für eine auf Buße und Sünde fixierte Religion oder für Arbeitgeber, die meinen, durch Betonung unserer Schwachstellen noch mehr Leistung aus uns herausholen zu können? (Auszug aus dem Buch „Schuld-Entrümpelung“ von Monika Herz und Roland Rottenfußer.) (mehr …)

0 weiterlesen

Start typing and press Enter to search