Bodo Wartke: Hambacher Wald

 In MUSIKVIDEO/PODCAST


Hier hat Bodo wirklich lyrisch sein Äußerstes gegeben: dutzende Reime auf „Hambacher Wald“. Da soll noch einer sagen, das neuere deutsche Chanson sei nicht am Puls der Zeit. Klare Öko-Botschaft.

Anzeige von 4 kommentaren
  • Gut_zu_wissen
    Antworten
    Drei Viertel der weltweiten Treibhausgase entstehen bei der Verbrennung fossiler Energien. Kein Energieträger erzeugt mehr CO2 als Braunkohle. Deutschland ist Braunkohle-Weltmeister 2017: nirgendwo sonst wird mehr Braunkohle abgebaut als bei uns.

    Bis zum Jahr 2050 sollten wir unsere Energie vollständig aus erneuerbaren Energien gewinnen.Die Sonne strahlt (rein rechnerisch) 2850mal mehr Energie auf die Erde, als wir brauchen. Manche Kraftwerke in sonnigen Gegenden wie z.B. Spanien erzeugen mithilfe von Spiegeln Dampf zur Stromproduktion.

    Weltweit haben wir 200mal mehr Wind als wir benötigen. Windräder in Küstennähe und Offshore-Windparks könnten den gesamten Energiebedarf Europas decken. Warum nicht einen Teil davon nutzen?

    Wasser ist die älteste vom Menschen genutzte Energiequelle. Heute wird rund ein Fünftel des weltweiten Stroms mit Wasserkraft gemacht. Laufwasser-Kraftwerke nutzen die natürliche Strömung eines Flusses, Gezeitenkraftwerke Ebbe und Flut. Man muss nicht überall Riesenstaudämme bauen, um die Wasserkraft nutzen zu können.

    Bis zum Jahr 2020 sollten die Co2-Emissionen in Deutschland um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 verringert werden.

    Der Kohleausstieg muss sofort begonnen werden und bis zum Jahr 2030 das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet werden.

     

  • Kleine Erinnerung
    Antworten
    Ende Januar – und damit der „Abgabetermin“ für das Maßnahmeprogramm der Kohlekommission – rückt näher. Noch einmal zur Erinnerung die von der Bundesregierung gesetzten nationalen Klimaschutzziele (www.bmu.de):

    „Im November 2016 verabschiedete die Bundesregierung den Klimaschutzplan 2050. Damit ist Deutschland eines der ersten Länder, die die im Pariser Abkommen geforderte Klimaschutzlangfriststrategie erstellt und bei der UN vorgelegt haben. Die deutsche Bundesregierung hat mit dem Klimaschutzplan 2050 ihre anspruchsvollen nationalen Klimaschutzziele bestätigt und weiter präzisiert.

    Deutschlands Langfristziel ist es, bis zum Jahr 2050 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Damit orientiert sich die Bundesregierung am Ziel des Pariser Abkommens, dass in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts weltweit Treibhausgasneutralität erreicht werden soll. Außerdem wird Deutschland mit diesem Ziel seiner besonderen Verantwortung als führende Industrienation und wirtschaftlich stärkster Mitgliedsstaat der EU gerecht.

    Mittelfristziel ist das Senken der Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990. Die Bundesregierung konkretisiert im Klimaschutzplan außerdem das Klimaziel für 2030 in den einzelnen Sektoren, beschreibt die notwendigen Entwicklungspfade in den verschiedenen Sektoren, führt erste Maßnahmen zur Umsetzung auf und etabliert einen Prozess zum Monitoring und zur Weiterentwicklung der Politiken und Maßnahmen. So wird Deutschland seinen Anteil leisten, damit das globale Ziel des Pariser Abkommens erreicht wird, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius oder sogar auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

    Der Klimaschutzplan gibt für den Prozess zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele im Einklang mit dem Pariser Abkommen inhaltliche Orientierung für alle Handlungsfelder: In der Energieversorgung, im Gebäude- und Verkehrsbereich, in Industrie und Wirtschaft sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Der Plan legt außerdem erstmals Emissionsminderungsziele für einzelne Sektoren für das Jahr 2030 fest und gibt so eine konkrete Orientierung für strategische Entscheidungen in den nächsten Jahren. Darüber hinaus sieht der Plan einen Prozess zum Monitoring und zur Öffentlichkeitsbeteiligung vor. Das erste Maßnahmenprogramm zum Klimaschutzplan soll Ende 2018 vorgelegt werden und Maßnahmen umfassen, die die Zielerreichung bis zum Jahre 2030 sicherstellen.“

  • some more
    Antworten
    Die Erwärmung der Erdatmosphäre bedingt Veränderungen in den globalen Ökosystemen, wie z.B. das Abschmelzen der Polkappen und Permafrostböden, den Anstieg des Meeresspiegels und die Ausbreitung von Wüsten. Extremwetterereignisse wie Hochwasser, Sturmfluten, Dürre, Hurrikans, Starkregen, Hitzewellen und Frostperioden werden deutlich häufiger auftreten.

    Um die schlimmsten Folgen des Klimawandels zu verhindern wurde sich in Paris 2015 auf das Ziel geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C, besser noch 1,5°C gegenüber vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Laut IPCC-Bericht ist das noch möglich. Allerdings sind bei der derzeitigen Geschwindigkeit des Anstiegs der Treibhausgasemissionen die 1,5°C bereits zwischen 2030 und 2050 erreicht. Der Unterschied zwischen 1,5°C und zwei Grad Erderhitzung ist gravierend. Gelingt es, die Temperaturerhöhung auf 1,5°C zu begrenzen, ist mit deutlich weniger Extremwetterereignissen zu rechnen, es sind rund 10 Millionen Menschen weniger direkt vom Meeresspiegelanstieg betroffen, es sind etwa 50 Prozent weniger Menschen einer Wasserknappheit ausgesetzt.

    Mehr Informationen dazu auf nabu.de (inklusive CO2-Rechner).

    Und noch etwas Nettes:

     

    Das Baumjahr

     

    Aus lichtbeglänzten Winterträumen

    erwacht im Frühling aus den Bäumen

    die duftend bunte Blütenpracht

    zu Lebensfest, zur Hochzeitsnacht.

    Geliebt, die Blüte rasch vergeht,

    sie stirbt vom Wind ins Blau verweht,

    doch zwischen grüner Blätterflucht

    geborgen, wächst der Bäume Frucht

    zu Wunder, dass von Herzen geben,

    erhält, und zeuget neues Leben.

    Zeit gleitet in die Ewigkeit.

    Die Bäume strecken sich ganz weit,

    sie stehn in feurigem Gewand

    in Liebe zu der Welt entbrannt.

    Herbstgold´nes Licht fließt in sie ein,

    mild führt das Jahr vom Tun zum Sein.

    Bald ruhen sie in Winterstille.

    Und in den Knospen, in der Hülle,

    kaum sichtbar für die äußre Welt

    liegt schon des nächsten Lebens Fülle,

    ein Ring, das Jahr dem Baum vermählt.

     

    Ach fände nur in unser Menschenleben

    der Bäume Gleichklang zwischen Sein und Streben.

     

    (Beatrice Fabricius)

     

     

     

  • Kohleausstiegsszenario
    Antworten
    Kohleausstieg nach WWF:

     

    Zukunft Stromsystem

    Im Jahr 2016 produzierten in Deutschland 106 Großkraftwerke Strom aus Braun- oder Steinkohle. Sie sind für den Großteil der deutschen Stromsektoremissionen von jährlich 352 Millionen Tonnen CO2 verantwortlich – mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Treibhausgasemissionen. Sie gefährden die Gesundheit etlicher Menschen und tragen zur globalen Erderwärmung bei.

    Erfahren Sie, wann welches Kohlekraftwerk vom Netz geht

    Deutschland hat sich mit der Ratifizierung des Pariser Klimavertrages verpflichtet, seinen Beitrag zu leisten, die weltweite Temperaturerhöhung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst 1,5 Grad Celsius zu beschränken. Um zumindest die 2 Grad Celcius-Grenze nicht zu überschreiten, verbleibt ein CO2-Budget von max. 890 Gigatonnen weltweit. Für den deutschen Stromsektor bedeutet das ein CO2-Budget von 4 Gigatonnen. Für das Einhalten des Budgets ist der beschleunigte Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens Ende 2035 zentral.

     

    Der WWF hat mit der Studie „Zukunft Stromsystem –Kohleausstieg 2035“ einen robusten Auslaufpfad für die Kohleverstromung auf Basis folgender Kriterien entwickelt:

     

    Ab dem 21. Betriebsjahr müssen die Kraftwerke einen Emissionsgrenzwert von 3,35 Tonnen CO2 je installiertes Kilowatt einhalten. Und bis spätestens Ende 2035 müssen alle Kohlekraftwerke stillgelegt sein – auch solche, die zu diesem Zeitpunkt das Ende ihrer Laufzeit noch nicht erreicht haben. Auf diese Weise gehen zuerst die ältesten und schmutzigsten Kraftwerke vom Netz. Gleichzeitig flankieren jüngere und effizientere Anlagen mit Emissionsbeschränkung in einer Übergangsphase bis 2035 die Transformation zu einer CO2-armen und vorwiegend erneuerbaren Stromversorgung.

Hinterlasse einen Kommentar

Start typing and press Enter to search

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!