Eine Lücke in der Mauer der Desinformation

 In DER BESONDERE HINWEIS

Mainstream-Medien sind oft nur weitere Steine in der Mauer, mit der man uns in systemkonformen Denkgrenzen einsperren will; ein Webmagazin wie „Hinter den Schlagzeilen“ ist dagegen die Lücke, durch die das Licht einer unabhängigen Betrachtungsweise durchscheinen kann. Helfen Sie HdS, damit wir ein echter Lichtblick bleiben und auch finanziell gestärkt ins Jahr 2019 starten können.  Roland Rottenfußer

Liebe Leserinnen und Leser von Hinter den Schlagzeilen,

Von Alex Cary stammt folgende treffende Beobachtung: „Das Zwanzigste Jahrhundert kann durch drei bedeutende politische Entwicklungen charakterisiert werden: durch die Zunahme von Demokratie, durch die Zunahme institutioneller Macht und durch die Zunahme von Propaganda, die dazu dient, jene institutionelle Macht vor der Demokratie zu schützen.“ Eine Demokratie gegen die Interessen der Bevölkerungsmehrheit zu organisieren, ist kein leichtes Unterfangen. Versuchen Sie es mal!

Sie wollen permanent von unten nach oben verteilen, Fleißige dazu zwingen, den Vermögenszuwachs einer Minderheit von Superreichen zu finanzieren. Sie wollen Arbeitnehmer zu unbezahlter Mehrarbeit antreiben, dadurch Arbeitslosigkeit inszenieren und die Arbeitslosen gnadenlos drangsalieren. Sie wollen die Steuergelder Ihrer Bürger in unnötige und gefährliche Kriege „investieren“, die überdies den Terror ins eigene Land holen. Sie wollen Demokratie mit einem Personal gestalten, das abwechselnd verschiedene Nuancen desselben demokratiefeindlichen Elitegeistes verkörpert.

Normalerweise – das liegt nahe – würden die Bürgerinnen und Bürger Sie mit einem solchen „Programm“ hochkant rauswerfen und gerechtere Verhältnisse schaffen. Wenn Sie die Plutokratie also gegen Angriffe verteidigen wollen, brauchen Sie zwei Brandmauern. Eine davon ist körperlicher Natur – Sie ersticken mögliche Proteste einfach mit Gewalt mittels eines immer perfekteren „Sicherheitsapparats“.

Die zweite Brandmauer – der ersten vorgelagert – bilden die Medien. Diese entlasten die Sicherheitskräfte im Vorfeld, indem Sie beharrlich die Köpfe der Menschen bearbeiten. Die Bürger werden so außerstande gesetzt, politische Veränderungen überhaupt zu wollen. Medien beschäftigen die Menschen täglich mit Nichtigkeiten und Schaukämpfen zwischen neoliberalen Glaubensbrüdern und -schwestern. Meinungen, die dem herrschenden „Wertekanon“ widersprechen, werden im Vorfeld in den Redaktionen aussortiert und überschreiten gar nicht erst die Wahrnehmungsschwelle der meisten Konsumenten.

„Kleine gallische Dörfer“ in der Medienlandschaft

Hier kommen alternative und unabhängige Medien ins Spiel. Die große Lücke im geistigen Sicherheitsnetz der Demokratieverächter stellt das freie Internet dar. Dessen Freiheit ist zwar auch bedroht, aber im Augenblick ist die Gründung unabhängiger Plattformen möglich, wenn viel Idealismus, Durchhaltevermögen, etwas Glück und eine starke Gemeinschaft vorhanden sind. Alternative Medien stellen schon durch ihr bloßes Vorhandensein einen großen Wert da, da sie den herrschenden Narrativen den Nimbus der Alternativlosigkeit rauben. Sie sind die „kleinen gallischen Dörfer“ der Medienlandschaft.

Die Zerstörung, die das neoliberale Projekt anrichtet – in den verarmten und von Krieg überzogenen Regionen, an unserer Umwelt, aber vor allem auch in den Seelen der Menschen – sind jedoch so schlimm geworden, dass es nicht mehr genügen kann, dass sich eine idealistische Minderheit selbst treu bleibt. Es reicht nicht, wenn sich machtlose Außenseiter gegenseitig für’s Rechthaben beglückwünschen. Die kritischen Kräfte und ihre humanen Werte müssen so stark werden, dass ein Politikwechsel und eine soziale Umgestaltung unseres Wirtschaftssystems möglich wird, dass Kriege verhindert, Umweltschäden rückgängig gemacht und der Sicherheitswahn durch eine neue Kultur der Freiheit abgelöst werden können.

Um diese verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, um sich in einem widrigen Umfeld nicht nur behaupten, sondern weiter an Bedeutung zu gewinnen, brauchen alternative Medien den Zuspruch ihrer Leserinnen und Leser. Das vielfach ermutigende und liebevolle Feedback, das wir bekommen, hilft uns, im anstrengenden Alltagsgeschäft nicht den Faden und nicht den Mut zu verlieren.

Eine Kultur des kritischen Journalismus unterstützen!

Leider ist auch in einem antikapitalistischen Umfeld Geld keine ganz unwichtige Größe. Gerade weil wir auf Werbung konsequent verzichten, weil wir in keiner Weise käuflich sind und aus dem Klickverhalten unserer Leserinnen und Leser keine Ware machen wollen, sind Spenden unsere Existenzgrundlage. Sie sichern die Qualität unserer Arbeit, schützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Burnout und Selbstausbeutung. Sie haben uns bis hierher geholfen, es einigen kreativen, kritischen Menschen zu ermöglichen, zumindest einen Teil ihres Lebensunterhalts mit dieser wichtigen Arbeit zu bestreiten. Wir helfen so, eine Kultur des kritischen Journalismus zu fördern, die – bei allem Ärger über die Fehlentwicklungen in der Politik – auch Freude machen darf und nicht automatisch mit Einkommensarmut einhergehen sollte.

Wer alternative Medien finanziell unterstützt, die sich – jedes auf seine Art – einer wahrhaftigen Berichterstattung, dem Frieden, der sozialen Gerechtigkeit, dem Kampf gegen Zensur und der Befreiung von Bevormundung widmet, trägt entscheidend zu einer notwendigen Trendwende im „Zeitgeist“ bei, die sich dann auch in politischen Veränderungen manifestieren kann.

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