Gesellschaftskritik und psychische Gesundheit

 In Gesundheit/Psyche, Politik

Die wissenschaftliche und politische Dimension der Frage, ob immer mehr Menschen psychisch gestört sind. (Quelle: Telepolis)
https://www.heise.de/tp/features/Gesellschaftskritik-und-psychische-Gesundheit-4182970.html

Kommentare
  • Imago
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    Der Artikel oben, der dann per Link auf den gleichnamigen „Telepolis“-Artikel hinweist, hat mich nach kurzem Überlegen zu folgendem Kommentar veranlaßt:

    Sind 40, 45 oder 50% viel?“

    Soso, nun überlegt man sich in Expertenkreisen also wieder einmal, ob die in Sachen heutiger psychischer Erkrankungen erzielten Meßwerte nun alarmierend sind oder nicht und fragt sich dabei (eben „ganz Fachmann und Experte“), wie genau denn die dabei verwendeten Meßmethoden unsere Wirklichkeit abbilden können! – Es ist meiner Ansicht nach schon eine „schöne neue Expertenwelt“ in der wir leben (in der – eigentlich eine nur ein wenig genauere Beobachtung und ein wenig klarer Menschenverstand einem bereits deutlich vor Augen führen können, daß – inzwischen längst schon sehr viele Menschen mehr oder weniger ausgeprägt an einer Vielzahl verschiedener psychischer Erkrankungen leiden und daß deren Zahl auch – längst schon immer weiter ansteigt, sowie – daß uns all dies somit – eigentlich schon längst mit zunehmend ernster Besorgnis erfüllen sollte!).

    Was für ein Blendwerk so manche unserer „Experten“ (sowie auch unsere darüber berichtenden Medien) immer wieder veranstalten, kann man aber beispielsweise auch im Bereich Biologie/Artenforschung/Artenerhaltung oder auch im Bereich Klimaschutz immer wieder mitverfolgen. Auch da wird dann immer wieder berichtet, wie es zu den „neuesten Zahlen“ kommt, wie oft die Messungen inzwischen vorgenommen werden und auch „wie genau die modernen Messmethoden inzwischen nun sind“ (sowie mitunter auch noch, „wie eifrig man bereits an neuen, noch besseren Meßmethoden arbeitet!). – „Big Data“ gilt also auch in diesen Bereichen offenbar – als geradezu magisches „Zauberwort“!

    Mich beschleicht bei solchen Meldungen mittlerweile immer mehr das Gefühl, daß sich da inzwischen eine Art von Forschungsindustrie und damit in vielen Fällen offenbar oft auch – eine Art Forschungstourismus herangebildet hat, um uns vor allem – auch recht viel „Sand in die Augen zu streuen“, denn – verglichen mit dem von unseren „Experten“ bereits betriebenen Forschungsaufwand ist von den oft längst dringend notwendigen echten Lösungen unserer in so vielen Lebensbereichen noch immer zunehmenden Probleme – NOCH IMMER NICHT GERADE VIEL zu sehen. („Big data“ ist eben „ausgesprochen in“, – BIG ACTS hingegen sind bis auf womöglich unzählige „weitere und stets noch genauere Messungen und deren dann breites Ausdiskutieren seitens unserer Experten“) erst einmal – weitgehend verschoben!)

    Es ist schon „eine schöne neue Welt“, in der wir von „unseren Experten“ immer wieder möglichst bis auf die soundsovielte Kommastelle genau davon unterrichtet werden, was alles so falsch läuft in unserer nun weltweiten „Zugewinn“-Gesellschaft; die zahlenmäßig weitaus größere Anzahl von „Laien“ auf der Welt hingegen oft noch immer fast völlig unhinterfragt und ungehindert jede Menge an weiterem, oft sehr schwerwiegendem Unsinn veranstalten können, weil für sie vor Ort dummerweise zumeist leider – „gerade kein entsprechender Experte“ zur Hand ist?). – Ist all der Zugewinn nicht – oft sehr fraglich?

    (Alles in Allem kann man somit bis heute offenbar noch viel zu viele Zeitgenossen („Laien“ wie leider auch so manche „Experten“) somit ganz zurecht fragen: „WO (bzw. bei welchem der vielen heutigen Thinktanks) LASSEN SIE DENN – EIGENTLICH DENKEN???“)

    An der von unserer Bundesregierung immer wieder vorgetragenen Forderung nach mehr Eigenverantwortungsbereitschaft seitens der Bürger ist somit „schon etwas dran“; nur daß diese Eigenverantwortungsbereitschaft GENERELL VOR ALLEM AUCH – DEUTLICH MEHR AN RICHTIGEM (MIT)-DENKEN beinhalten sollte, darauf scheinen – zumindest bislang leider nur recht wenige Mitbürger (und offenbar leider auch nur wenige Politiker in den für unser Leben und unsere Zukunft verantwortlichen Regierungskreisen) zu kommen; somit ist dabei in erster Linie auch eine deutlich bessere Bildungspolitik gefragt.

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