Gunnar Kaiser: Warum gute Menschen Böses tun

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„Die Banalität des Bösen“ ist ein Begriff, den Hannah Arendt mit Blick auf den Eichmann-Prozess geprägt hat. Das Böse schlummert in ganz „normalen“ Menschen, gerade dort. Viele Menschen, die wir durchaus für nett und anständig halten, sind quasi Monster im Stand-by-Betrieb. Unter ungünstigen Umständen erwacht in ihnen die Unmenschlichkeit. Ja, die Absicht, krampfhaft zu den Guten zu gehören, kann das Böse sogar befördern, weil sie Fanatismus und die Ausgrenzung des Nicht-Zugehörigen hervorbringt. Wie aber kommt es, dass es in jedem Unrechtssystem einigen Menschen gelingt, ihre Integrität zu behaupten und sich dem Sog des Bösen zu entziehen? Hier wird Kaisers brillanter Vortrag gerade gegen Ende interessant.

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