Leider ein Spendenrückgang! Aber Tassos Chatzatoglou sprang ein!

 in FEATURED, GRIECHENLAND, Holdger Platta, Über diese Seite

Der fünfte neue Spendenbericht zu „Patenschaft für Panagiota“ (vorher „GriechInnenhilfe“). Wahrlich: ein sehr gemischter Bericht, den ich Euch heute vorzulegen habe. Unserer Hilfsaktion ging es während der letzten zweieinhalb Monate nicht besonders gut – was an mir gelegen haben dürfte. Aber zu einem Gutteil auszuhelfen vermochte unser Griechenland-Reisender Tassos Chatzatoglou. Alle Einzelheiten dazu in meinen neuen Mitteilungen an Euch. Holdger Platta

 

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

leider: erst heute kann ich Euch wieder über unsere „Patenschaft für Panagiota“ informieren. Seit dem 26. August, seit meinem letzten Bericht, sind also viele Wochen ins Land gegangen.

Ich will gar nicht drum herum reden: Eine Überzahl von Belastungen war in den letzten zweieinhalb Monaten zusammengekommen. Und unvermeidlich hatte sich aufgrund dieser Tatsachen auch eine – undramatische, aber spürbare – Erschöpfung bei mir eingestellt. Ich kann deshalb heute auch nur um Nachsicht bitten für meine lange Untätigkeit im Bereich dieser unendlich wichtigen Hilfsaktion. Und füge ganz ausdrücklich hinzu:

Kein anderer aus unserem Team hat für diese Verspätung gesorgt. Es lag und liegt ausschließlich an mir, dass früher ein weiterer Bericht über unsere Patenschaft für Panagiota nicht möglich war: Alle andere aus unserem HelferInnen-Team – Sybille Marggraf, Tassos Chatzatoglou, Volker Töbel und Roland Rottenfußer – waren „an Deck“ (trotz einiger Erkrankungen sogar bei dem einen oder der anderen).

Es verwundert daher nicht – so scheint mir jedenfalls –, dass ich zum Spendeneingang heute nicht sonderlich Gutes mitteilen kann. Vorweg aber und zum Vergleich:

In den rund fünf Wochen vor dem 26. August war sogar ein besonders guter Spendeneingang zu verzeichnen gewesen: 1.345,- Euro waren im vorausgegangenen Zeitraum vom 20. Juli bis 26. August an uns für die Hilfsaktion gespendet worden. Der neue Kontostand belief sich damals, am 26. August, auf 2.179,25 Euro. Wie sieht es nun heute, am 11. November dieses Jahres, aus?

Nun, der Spendenzufluß ging auf 400,30 Euro zurück, und das verfügbare Geld für unsere Hilfsaktionen in Griechenland beläuft sich heute nur noch auf 1.073,85 Euro. Was freilich – trotz des erwähnten Spendenrückgangs – erläutert werden muss.

Ich zähle hier nicht alles auf und lasse die „normalen“ Zahlungen pro Monat einmal beiseite (immerhin konnten wir ja – neben Panagiota mit ihren Töchtern – auch unsere Hilfen für Dionysis wiederaufnehmen beziehungsweise fortsetzen; dasselbe galt und gilt für unsere Monatszahlungen an Alexander aus Athen). Fällig wurde – für uns eher unverhofft – eine Stromnachzahlung für Panagiota in der Höhe von 451,- Euro, außerdem zur Anmietung einer neuen Wohnung für  Panagiota, eine Kautionszahlung von 350,- Euro. Allein diese zusätzlichen Überweisungen in der Höhe von 801,- Euro erklären zum Großteil den Rückgang bei unseren Geldreserven.

Bei der Gelegenheit: Hatten für den hohen Spendenzugang in den fünf Wochen vor dem 26. August „lediglich“ neun Spenderinnen und Spender gesorgt – noch einmal: für 1.345,- Euro -, so ‚stehen‘ hinter den 400,30 Euro der letzten zweieinhalb Monate immerhin vierzehn UnterstützerInnen.

Natürlich ist dieser Anstieg bei der HelferInnenzahl erfreulich. Aber zu befürchten ist – andererseits –, dass auch Ihr potentiellen SpenderInnen inzwischen im wachsenden Maße mit Geldproblemen zu kämpfen habt. Die dramatischen Preissteigerungen in der Zwischenzeit – für Energiekosten wie für Lebensmittel –, kurz, die allgemeine Inflationsentwicklung (derzeit bei fast elf Prozent!), dürfte für diesen Spendenrückgang pro Person in einem erheblichen Ausmaße mitverantwortlich sein! Nebenbei: Mir ist bekannt, dass auch zahlreiche andere Organisationen, die im humanitären Bereich tätig sind, solche Rückgänge zu verzeichnen haben. Wer selber verarmt oder zu verarmen droht, kann nicht mehr im gleichen Maße wie früher anderen verarmten Menschen helfen. Bitter diese Wahrheit, aber eine Wahrheit trotzdem!

Eines allerdings möcht ich heute ganz besonders hervorheben, bei allen Negativitäten eine gute Nachricht auf jeden Fall: Tassos Chatzatoglou, während der letzten Wochen auf Hilfsbesuch in Griechenland, hat auf ganz außerordentliche Weise Panagiota zu helfen vermocht. Ich schildere nicht mal alle Einzelheiten, ein wiederholtes Auf und Ab. Mehrfach scheiterten in den vergangenen Wochen Tassos Versuche, für Panagiota eine neue Wohnung zu finden. Mehrmals schien alles perfekt zu sein, dann kam es zu einer Absage des scheinbar neuen Vermieters in nahezu allerletzter Minute. Doch Tassos gab nicht auf und hatte am Ende doch noch Erfolg (auch wenn dieser Erfolg vielleicht nur eine Lösung auf Zeit darstellen könnte): Tassos hat für Panagiota mit ihren Töchtern ein altes Haus anmieten können, in der Kostenhöhe von 350,- Euro. Freilich schreibt Tassos selber dazu, dass dieses wohl nur eine „Notlösung“ sei.

Dieses Geld werden wir weiter aufbringen können – so hoffen wir jedenfalls –, und auch für Dionysis, den mittlerweile neunjährigen Jungen, können wir weiterhin die 300,- Euro für seine Spezialdiät überweisen. Ihr erinnert Euch: Die griechische Krankenkasse hat es – trotz vielfacher Anträge – immer wieder abgelehnt, die Kosten dafür zu übernehmen, obwohl Dionysis wegen einer vielfachen Lebensmittelallergie auf diese besondere – und besonders teure! – Ernährung angewiesen ist. Ein Skandal sondergleichen!

Und kaum weniger skandalös ist die Tatsache zu nennen, dass Alexander, der verrentete Schauspieler aus Athen – dieses seit langem schon! – nunmehr im Oktober 2023 seine Rente endlich ausgezahlt bekommen soll. Dann rückwirkend wohl alles auf einmal – und dann auch wohl fortlaufend Monat für Monat das, was Alexander zusteht. Die Pensionskasse gab zur Erklärung an, dass Fehler bei der EDV Ursache für das lange Ausbleiben dieser Rentenzahlungen gewesen seien. Ursache? Erklärung? – Mag ja sein. Aber auch Rechtfertigung??? Man fasst es nicht!

Und auch an dieser Stelle ein Nebenbei (nein, mehr als das!): Tassos Chatzatoglou, selber betroffen gewesen, über lange Zeit hinweg, von ausbleibenden Rentenzahlungen aus Griechenland, hat urplötzlich das ihm zustehende Geld überwiesen bekommen. Und was hat Tassos getan? Er hat diesen überraschenden Geldsegen ohne Zögern und Zeitverlust genutzt, um gleich selber mehreren Bedürftigen in Griechenland zu helfen – darunter auch Laura, die jedes Jahr auf neuangepasste Prothesen angewiesen ist, da sie wegen einer Nekrose, wegen einer schweren Gewebserkrankung, beide Füße verloren hat. „Selbstverständlich“ hat auch in diesem Fall die griechische Krankenkasse jegliche Kostenübernahme abgelehnt, trotz der vielen Anträge, die dazu bei ihr eingegangen sind. Aber an Tassos gerichtet: Wir danken Dir für diese Hilfe, die wahrhaft mehr als nur eine noble Geste ist!

Was soll ich heute zum Abschluss sagen? Das Übliche nur? Also appellieren, dass Ihr weiter für unsere Hilfsaktionen spenden möget? Das natürlich auch! Aber auch am Ende des heutigen Berichtes möchte ich noch einmal mein großes Bedauern äußern, dass mir frühere Nachrichten an Euch nicht möglich waren! Mit Sicherheit ging zu einem Teil der Spendenrückgang auch auf diese ungute Tatsache zurück!

Tja, und damit wirklich zum avisierten Schlussappell. Also:

Wer von Euch uns Gelder für unsere Hilfe für Menschen in Griechenland zukommen lassen will, der überweise uns diese bitte unter dem Stichwort „Panagiota“ auf das Konto:

IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49
BIC: NOLADE21 GOE
Inhaber: IHW

Wer eine Spendenbescheinigung benötigt – ab 201,- Euro erforderlich –, wende sich bitte an Volker Töbel, entweder unter der Postanschrift Tewaagstraße 12, 44141 Dortmund, oder unter der Mailadresse vtoebel@web.de.

Mit herzlichen Grüßen
Euer Holdger Platta

 

 

 

 

 

 

 

 

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