Zweierlei Angst

 in FEATURED, Gesundheit/Psyche, Politik (Inland)

Viele Menschen haben Angst, krank zu werden oder andere anzustecken. Das ist nachvollziehbar und sollte respektiert werden. Allerdings gilt dies auch für Ängste anderer Art, wie sie unter Corona-Bedingungen vermehrt auftreten. Etwa die Angst vor krank machenden Nebenwirkungen der Impfstoffe oder allgemein vor dem Abdriften unseres Gemeinwesens in einen autoritären Totalitarismus. Wer derartige Ängste äußert, bekommt es häufig mit kruden Beschimpfungen und Unterstellungen zu tun. Verständnis und Respekt jedoch dürfen keine Einbahnstraße sein. In einem Kommentar auf Hinter den Schlagzeilen vermutete ein Leser, die Angepasstheit der meisten Abgeordneten des Parlaments sei die Folge von „Bestechung, Erpressung und Bedrohung“. Holdger Platta antwortete dem Leser so ausführlich und treffend, dass wir seine Worte hier als eigenen Artikel-Beitrag veröffentlichen. Holdger Platta

 

Ich kann vielleicht, was viele Menschen in der Bevölkerung angeht, noch eine weitere Antwort hinzufügen, einen weiteren Begriff: Angst!

Du kannst Dir womöglich kaum vorstellen, wieviel Post ich während der letzten Wochen bekommen habe, in der – zwischen den Zeilen oder durch die Mails hindurch – schlicht dieses spürbar war: Angst! Angst davor, angesteckt zu werden (womöglich mit tödlichen Folgen), Angst davor, selber andere anzustecken (und dann womöglich „schuldig“ zu sein am Tod etwa eines nächsten Angehörigen; selbst von Kindern hört man das schon des öfteren – etwa dann, wenn es ums Maskentragen für die eigene Oma geht). Und ich überrasche Dich vielleicht nicht: Selbstverständlich habe ich für diese Angst auch Verständnis, habe ich Respekt, kann ich mich einlassen auf diese Angst. Doch an dieser Stelle muss ich leider zwei sehr herbe Bemerkungen hinzufügen dürfen:

Nach meinem Eindruck ist den meisten dieser ängstlichen Menschen nicht klar, wie sehr sie in diese Angst von Angstmachern hineingetrieben worden sind. Was da alles die Menschen in Angst nicht wissen oder falsch wissen, nicht selten auch an Propagandaphrasen und Propagandalügen nachplappern, was ihnen von PolitikerInnen und Medien eingetrichtert worden ist, das geht manchmal auf keine Kuhhaut mehr. Der wirklich idiotischste Höhepunkt für mich: wir seien „Corona-Gegner“! Muss ich die Dämlichkeit dieser Formel noch erläutern? Sie kommt der Dämlichkeit vieler Journalisten gleich, die nach sensationellen Anstiegsziffern bei Wahlerfolgen von „erdrutschartigen Wahlsiegen“ sprechen. Also, schon diese Übernahme von zig Propagandafloskeln in die eigene, höchstpersönliche Sprache ist verräterisch, ist traurig, aber wahr. Doch meine zweite Bemerkung ist mir noch viel wichtiger:

Leider, leider bemerken diese Menschen in Angst oft überhaupt nicht mehr, zumeist jedenfalls, dass ihren Ängsten unsere Ängste gegenüberstehen, Ängste vor Falschdiagnosen etwa, Ängste vor den Impfstoffen, die immer noch nicht lege artis auf ihre potentielle Gefährlichkeit hin zu Ende überprüft worden sind, Ängste – nicht zuletzt dieses! – um unsere Demokratie. Und das bedauerlichste an dieser Symptomatik ist: Unsere Ängste werden von diesen anderen Menschen in Angst überhaupt nicht erkannt, wahrgenommen und – ich bestehe darauf! – respektiert. Ganz im Gegenteil (oben in einer kleinen Auswahl nachzulesen in Rolands neuestem Beitrag und HdS-Spendenaufruf Die Macht der Vielen – unbedingt lesenswert übrigens):

Diese Menschen in Angst fallen über uns her mit genau dem, was uns oft in die Schuhe geschoben wird – mit Begriffen des Hasses und der Hetze. Also:

Dass da vielleicht eine Gleichberechtigung der Ängste existieren könnte und dass man humanerweise mindestens das, diese Gleichberechtigung unserer Ängste, auch uns, den anderen, zubilligen müsste: keine Spur davon!!!!!

Ich gebe zu, dieses hat mich entsetzt und entsetzt mich immer noch. Und dieses hat mich besonders bestürzt bei Menschen, Weggefährten, Freunden, für die es offenbar kein Halten mehr gibt, uns – die Menschen mit den anderen Ängsten – niederzumachen mit blindwütigen, ehrabschneidenden, mitunter sogar ausgesprochen egozentrisch-arroganten Anwürfen und Vorhaltungen.

Ich bin der erste, der bereit ist, mit diesen Meinungskontrahenten über deren Ängste zu sprechen, was – wie gesagt – voraussetzt, sie erst mal zu respektieren und anzuerkennen. Im gleichen Maß müssen aber auch diese Meinungskontrahenten bereit sein, sich auf unsere Ängste einzulassen und uns ernstzunehmen mit unseren Ängsten.

Sonst tritt an die Stelle des Mitmenschlichsten, was wir kennen neben der Liebe, an die Stelle von Sympathie und Empathie etwas ganz anderes: eine alles Mitmenschliche zerstörende Selbstgerechtigkeit!

Showing 14 comments
  • Freiherr
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    “ Wer hat Angst vorm Schwazen Mann ? “ – “ Niemand ! “ – “ und wenn er aber kommt ? “ – “ dann laufen wir davon ! “ –

    einer dieser Spiel-Reime, die wir als Kinder  so drauf hatten, speziell in der Gegend wo ich aufwuchs, mit Schwarzen eben auch –

    genau genommen war es das spielerische Besiegen von Ängsten, die keinerlei Begründung hatten, die uns allerhöchstens von Erwachsenen eingepflanzt wurden,

    “ der Schwarze als Böser „, als Unheimlicher.

    Wir Kinder haben diese völlig unbegründete Angst spielend besiegt ! – wir waren schlauer als die Erwachsenen.

    Heute hat jeder die Möglichkeit sich dieser völlig unbegründeten Ängste zu entledigen, diese unbegründete Angst mit Wissen zu besiegen –

    oder auch zusätzlich mit seinem eigenen klaren Menschenverstand, der dann resistent ist gegen diese gezielte psychologische Kriegsführung.

    Und leider ist es eben eine Tatsache daß all jene die sich da in die Irre führen lassen das Gelingen dieses Krieges gegen uns befördern, diesen unterstützen sogar.

    Und deshalb kann ich kein Verständnis für diese Leute haben, die sich mit vorsätzlicher Unwissenheit ( weil sie sich den Fakten verweigern ) ja auch noch zu Handlangern dieser abscheulichen Verbrechen machen.

    ein deutliches klares NEIN hätte diese Verbrechen schon im März 2020 wieder beendet !

    Dieses Nein blieb aber aus, weil man sich mehrheitlich in diese völlig unbegründete Angst hat hineintreiben lassen.

    “ Wer hat Angst vor einem Grippevirus ? “ – “ Niemand ! “ – “ und wenn er aber kommt ? “ – “ dann lachen wir ihn aus !! “

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Erik Zoller-Karst
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    Es ist schön, für gegenseitigen Respekt zu sein, und dafür , dass alle Menschen ihre gegenseitigen Ängste akzeptieren, und es ist auch  toll, dass Menschen wie Daniele Ganser immer so sanft von der großen „Menschheitsfamilie“ sprechen, der wir alle angehören. In ruhigen Minuten möchte ich auch immer so gern daran glauben, und daran, dass man seine Feinde lieben soll. Aber ich gebe es zu, es fällt mir zunehmend schwerer, diese Ruhe und Balance zu finden. Vielleicht gibt es auch so etwas wie berechtigten Zorn, auf den Opportunismus und die Dummheit dieser Zeitgenossen, sie ihre Freiheit so begeistert auf dem Altar einer angeblichen „Sicherheit“ opfern? Ist es nicht auch so, dassgine ganze Menge Leid entsteht, durch Verblendung und das Mitmachen der geängstigten Ard- und ZDF-Konsumenten? Ja, ich gebe es zu, ich bin immer seltener  bei Daniele Ganser, und mehr und mehr bei Schopenhauer. Gute Nacht. Ich bin ehrlich, ich kann mir nicht helfen,  ich glaube nicht mehr an den Frieden im Kaninchenstall. Trennung kann auch etwas Befreiendes sein, und ein Neuanfang. Ich möchte bei diesem absurden Booster- und FFP-2-Zirkus, und bei der systemathischen Zerstörung und gehiornwäsche einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen  nicht mehr mitmachen.
  • Zora
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    Sehr interessanter Artikel, aus dessen Blickwinkel ich dieses Thema noch nie durchleuchtet habe.
    Nachdem ich selbst als Geimpfte und Geboosterte keinerlei Ängsten ausgesetzt bin, war diese Thematik für mich nie ein Thema, zumal ich auch immer wieder in diversen klinischen Studien als Probandin mitwirke. Für mich zählen nur nackte Fakten und Ängste kenne ich faktisch kaum.
    • Volker
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      Keinerlei Ängste als dreifach-Geimpfte?

      Nie ein Thema gewesen, weil Probandin diverser klinischen Studien, quasi Labor-Mensch, faktisch gesehen: ein Versuchsobjekt??

      Weia, da muss man schon lebensmüde sein, um seinen Körper zu vermieten, für ein paar Euro Risiko-Taschengeld. Oder gibt es dafür eine Umsatzbeteiligung?

      • Zora
        Antworten
        Daws ich geimpft bin, hat nichts mit Angst zu tun, nur mit Selbstliebe 🙂

        Naja, bis jetzt habe ich gut als Probandin gelebt. Und wenn es zu Ende geht, ist es auch egal. Sterben  müssen wir alle, das ist fix! ROFL

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

      • Rocco
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        Eine Pflicht zur Impfung kann es wohl nur im Staatsdienst und bei besonders betroffenen Berufsgruppen geben. Mehr Gehalt für Pflegekräfte, selbst bezahlte Tests für freiwillig Ungeimpfte.
  • Zello
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    Nackte Fakten?  Na wunderbar, hier sind ein paar, liebe Zora, englisch sprechen Sie ja bestimmt, als gut informierte „Probandin klinischer Studien“?), sehr aufschlussreich, für alle die den philanthropischen Pharmaunternehmen so angsfre vertrauen :  „Vaccine Trial Participants speaks out: Brianne Dressen thought she was doing the right thing when she signed up for the COVID-19 AstraZeneca vaccine trial in 2020. She now joins the growing number of severely vaccine-injured at a press conference“: https://www.bitchute.com/video/UejvWURnIzWB/
    • Zora
      Antworten
      Das ich geimpft bin, hat nichts mit Angst zu tun, nur mit Selbstliebe 🙂
      Wenn es keine Propanden gäbe, wo stünde die Forschung heute? AstraZeneca war übrigens mein Favorit, dann hätte ich den 3. Schuss als Kreuzimpfung erhalten. Aber leider …. es sollte nicht sein 🙁 🙁 🙁
      • Ulrike Spurgat
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        Kasse kann man auch noch anders machen als den Körper zur Ware für die Pharma Konzerne zu geben, z. B. mit solchen Kommentaren wie hier. Wieviel gibts denn dafür ?

        Bitte den Betrag nicht verjubeln sondern an HdS und die GriechInnenhilfe von Herzen spenden, aus „Selbstliebe“, dass versteht sich von selbst.

      • NutzNichts
        Antworten
        Eine selbstverliebte Probandin, da ist echt interessant. Ich möchte gerne wissen, ob Sie von Anfang an wussten, ob Ihnen ein Placebo (vielleicht wissen Sie auch über den Inhalt des Placebos etwas?) oder der Wirkstoff verabreicht wurde?

        Welche gesundheitlichen Parameter wurden bei Ihnen gemessen? (vorher und nachher) Fiel da auch eine Messung der D Dimere darunter?

        Ich versuche schon lange mehr über die Studie herauszufinden, vielleicht könnten mir Ihre Auskünfte mein Misstrauen nehmen?

  • Chris
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    Geld zu 100% unter demokratische Kontrolle, dann Angst ade.

    Dann mehr Zeit und Freude, mehr Kontrolle und Transparenz, mehr Gleichberechtigung und Naturschutz, mehr Sicherheit und echte Innovation…

    Erstma n gerechtes Zahlungsmittel, dann Globalisierung! Nicht umgekehrt…sonst Shit

  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Milan heißt der obdachlose Mensch der in Kölle tot aufgefunden ist. Er hatte kein gültiges Dokument, dass die Politik allen aufzwängen will mit Strafandrohung , wenn sie nicht spuren was die Giftbrühenspritzerei in den eigenen Körper angeht. Das ist eine der existentiellen Ängste die einem das Hirn vernebeln können weil man nicht mehr klar denken kann. Das können die hohen Herren die warm und trocken sitzen nach irgendwelchen Ausreden und Entschuldigungen suchen. Die wird es nicht geben schon garnicht von „Gottesmännern“. Die Kirchen haben eh noch den sexuellen Mibrauch, auch in den Heimenin der Nachkriegszeit aufzuarbeiten. Damit tun sie sich schwer….

    …..das Gespräch, so daß Erzbistum Köln habe jedoch aber nicht bedeutet, dass er die Räumlichkeiten sofort räumen müsse.“ Gewiefte Wortverdreher , denn das die „Räumlichkeiten“ bis Weihnachten verlassen werden müssen ist konkret gefordert.

    Fast täglich lese ich meist Randnotizen die die Lage der obdachlosen Menschen, übrigens es werden mehr Frauen und auch die verlassenen Straßenkinder müssen hier erwähnt werden. Eine Gesellschaft die sich über 900 Suppenküchen leistet und noch stolz darauf ist kann nicht alle Tassen im Schrank haben. In der Stadt die ca. 170 000 Einwohner hat wo ich wohne gibt es ein Frauenhaus wo verprügelte und gedemütigte Frauen mit ihren Kindern hin gehen können, wenn es denn einen Platz dort für sie gibt denn ansonsten können sie sich die Nase wischen und im schlimmsten Fall wieder da landen von wo aus sie geflüchtet sind. Wo sollen sie hin ?

    Ohne eine Meldeadresse und ohne einen Nachweis über eine Arbeitsstelle ist es schlichtweg unmöglich  für einen jeden Menschen der Wohnraum sucht auch finden zu können. Eine der vielen kapitalistisch gewollten Verknappungen. Alles wird zur Ware, ob es der Mensch, der Wohnraum, Krankheiten, psychische Probleme undundund.

    Die kommunalen Notunterkünfte sind das was das Wort ausdrückt: Notunterkünfte, die allerdings mehr und mehr keine Übergangslösung bleiben sondern ein Daueraufstand sind. 2020 lebten alleine in Nordrhein Westfalen 36-082 wohnungslose Menschen in der kommunalen Notunterbringung. Verlässliche Zahlen gibt es bisher nicht. Erstmal in der Geschichte der obdachlosen Menschen wird es im Jahr 2022 verlässliche Zahlen darüber geben. In der Sozialarbeit hat man Jahrzehnte für eine Wohnungslosenstatistik gekämpft.

    Obdachlose Menschen in diesem Land werden angezündet, werden gedemütigt, werden abgewiesen, werden missachtet und so manch Einer der sich als etwas besseres ansieht rümpft die Nase… Was sind das das für mutige Menschen die bei Wind und Wetter am Rande der Gesellschaft um ein bisschen dazuzugehören kämpfen mit ihrem Becher, – Bio Kaffeebecher – einem freundlichen Lächeln mit einem Danke, wenn man etwas Geld hineinwirft. Wieviel Abweisung und Ablehnung diese Menschen erfahren, dennoch freundlich bleiben zeigt wie stark sie sind, wenn es darum geht das eigene Leben zu sichern im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten.

    Sie haben Ängste, dass sie bald nirgendwo mehr einen Fuß in die Türe bekommen. Sie vereinsamen immer mehr, denn wo sollen sie hin, wenn selbst die Orte, die ihnen zumindest eine lange Zeit als Zufluchtsort dienten ihnen die Türe vor der Nase zuschlagen, wenn sie deren Bedingungen nicht akzeptieren können oder wollen. Eine äußerst verzwickte Situation für die betroffenen Menschen.

    Diese Ängste machen krank, einsam, unsicher und lassen Menschen verzweifeln, wie man bei Milan und anderen erkennen kann.

    50.000 von über einer Million obdachloser Menschen nur in Deutschland leben immer und das heißt ganzjährig egal zu welcher Jahreszeit auf der Straße. Wir finden sie auf stillgelegten Bahnhöfen, in Parks, in Hauseingängen unter Brücken…., beonders in der kalten Jahreszeit. Der Kältebus bringt den Menschen zu den Menschen bringt ihnen warme Bekleidung eine warme Mahlzeit Hygieneartikel und Medikamente, aber vor allem eine Umarmung ein freundliches Wort und das wir sie nicht alleine lassen. Eigentlich ist das Nächstenliebe.

    Angst hat viele Gesichter.

    • Mensch ohne Welt
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      3G in Berlin: Senat verbannt Obdachlose von Bahnsteigen

      »Obdachlose ohne 3G-Nachweis dürfen nicht mehr vor der Kälte auf Bahnsteigen Zuflucht suchen. Der Senat bedauert die Entscheidung, bleibt aber hart.

      Berlin – Im Berliner Nahverkehr gelten ab diesem Mittwoch strengere Corona-Vorschriften. Die 3G-Regel, nach der nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit Bahnen und Bussen fahren dürfen, wird erweitert. Künftig muss 3G auch auf Bahnsteigen beachtet werden, wie der Berliner Senat vor wenigen Tagen beschlossen hat. Dies betrifft nicht nur Fahrgäste, sondern auch Obdachlose, die im kalten Winter oft Zuflucht auf Bahnsteigen suchen. 

      Sind sie nicht nachweislich geimpft, genesen oder getestet, dürfen auch sie nicht auf dem Bahnsteig bleiben. „Grundsätzlich ist es so, dass Kontrolleure Personen abweisen müssen, die die 3G-Bedingung nicht erfüllen“, teilte die Berliner Sozialverwaltung am Dienstag auf Anfrage mit.

      Aufgrund des Zwecks der Verordnung sei es „nicht möglich, eine Ausnahme für obdachlose Personen zu schaffen“, heißt es in der Antwort der Sozialverwaltung an die Berliner Zeitung. „Aus Gründen des Infektionsschutzes ist eine Ausnahmeregelung nicht erwünscht.“ Man wisse jedoch, wie problematisch diese Situation für obdachlose Menschen sei. „Daher unternehmen wir viele Anstrengungen, Obdachlosen eine Impfung und weitere Tests zu ermöglichen“, so die Sozialverwaltung. Dies bedeutet offenbar: Berlin will Obdachlosen helfen, die Corona-Regeln einzuhalten, aber mit Nachsicht können sie bei Kontrollen nicht rechnen.

      Land Berlin sorgt für Testangebote und Aufenthaltsräume

      Zur Unterstützung obdachloser Menschen in der Pandemie sei das Testangebot speziell für diese Personengruppe bereits erheblich ausgeweitet worden, so die Berliner Sozialverwaltung. Die Behörde stelle Corona-Tests auch für Tagesangebote zur Verfügung, sodass Obdachlose die Chance erhielten, sich dort niedrigschwellig testen zu lassen. Dies helfe ihnen dabei, die 3G-Bedingungen erfüllen zu können. Darüber hinaus stünden auch die allgemeinen Corona-Teststellen zur Verfügung. „Weiterhin wird mit der in Kürze geplanten Eröffnung des Tagestreffs Mitte im Hofbräuhaus eine gute Alternative, auch mit Testmöglichkeit, für all jene geschaffen, denen sonst nur die Bahnhöfe bleiben“, hieß es.

      Grundsätzlich versuche man, so die Sozialverwaltung, eine mögliche Ausgrenzung obdachloser Menschen mit vielen Angeboten aufzufangen. Damit solle auch für diese Personengruppe mehr Sicherheit und mehr Infektionsschutz gewährleistet werden…«
      berliner-zeitung.de (7.12.)

      corodok.de v.8.12.

      Es geht um Menschenleben?! Denn sie wissen, was sie tun.

      In der Kleinstadt ist der alte Mann mit dem kleinen Hund verschwunden.

  • Markus
    Antworten
    Werden im heutigen Europa nicht europäische Flüchtlinge besser behandelt als ganz arme Europäer?

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