Beiträge von Ellen Dietrich

Nordkoreanische Atomtests und die Doppelmoral der USA

Der Mond? Nein, das Atomtestgelände in Nevada, USA

In den letzten Monaten gab es viele Berichte und Diskussionen um die Raketentests in Nordkorea. Zeit, um sich über die Geschichte und aktuelle Situation von Atomwaffen und Atomtests und die Beteiligung an Kriegen Gedanken zu machen und darüber nachzudenken, warum die weitaus größere Gefährdung durch die großen Atommächte in diesen Berichten so gar keine Rolle spielen. Das einzige Land der Erde, das bislang Atombomben über bewohnte Städte abgeworfen und so hunderttausende Menschen tötete, sind die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Gerade in diesen Tagen, den Jahrestagen des Abwurfs der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ist das Nachdenken darüber eine besondere Notwendigkeit. (Ellen Diederich) (mehr …)

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G20-Gipfel: Eine Stadt (und eine Medienlandschaft) im Griff der Repressionsorgane

Autorin Ellen Diederich

Wer schon länger politisch aktiv ist, hat den Vorteil, vergleichen zu können. Ellen Diederich, seit Jahrzehnten im Einsatz für Frieden, Frauen- und Arbeitnehmerrechte sowie die Belange des globalen Südens, weiß, wovon sie spricht. „Damals“, so erzählt sie, war der Sicherheitsaufwand bei Gipfeltreffen überschaubar, weil teilweise noch wirklich über Frieden, nicht über immer neue Kriege verhandelt wurde. In Medien wurde noch über die Anliegen von Demonstranten berichtet, nicht nur über Krawalle und „Gewalt gegen Polizisten“ – immer im Vorgriff auf die nächste „notwendige“ Gesetzesverschärfung. Was derzeit in Hamburg stattfindet, ist das traurige Symptom eines Verfalls von Demokratie, Bürgerrechten und kritischer Berichterstattung – getragen von einer Mehrheit teilnahmsloser Bürger, die ihre Freiheit willig aufgeben, um Schutz suchend bei einem aufgeblasenen Sicherheitsapparat unterzukriechen. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Roma und Sinti – „Die vergessenen Europäer“

Autorin Ellen Diederich

6. Mai 2016, Theatercafé Oberhausen
Der 6. Mai – das Fest der Roma
Der 6. Mai ist das Frühlingsfest der Roma vom Balkan. Bei den Christen heißt es Djurdjev dan, Georgstag, bei den Muslimen Herdelezi (auch Ederlezi).
Familien und Freunde bereiten sich vor, die Häuser werden gereinigt, Häuser und Zäune, falls die Mittel vorhanden sind, gestrichen. Am 6. Mai wird zuhause gefeiert, am nächsten Tag besucht man Freunde und Verwandte.
„Die Jungen begrüßen die Älteren und wünschen ihnen Bahtalo Herdelezi!, Glückliches Frühlingsfest! und küssen ihnen die Hand. Am vierten Tag von Herdelezi wird öffentlich gefeiert. Die Familien grillen vor ihren Häusern, jeder stellt Lautsprecher oder Musikanlagen vors Haus, die Straßen sind mit lauter Musik erfüllt. Die Blechkapelle zieht von Haus zu Haus und die Leute geben den Musikern Geld. Die Familien besuchen den Lunapark und am Abend gibt es ein großes Open-Air-Konzert.“

Wo ist Zigeunerland? – Die Geschichte der Roma und Sinti
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Entwicklungshilfe ist tödlich.

Saatgut gehört den Konzernen. Ein wunder, dass vor Gründung der Firmen überhaupt gesät, geerntet und gegessen werden konnte.

Wir wissen, z.B. von Jean Ziegler, dass von den armen Ländern weit mehr Geld in die reichen fließt als umgekehrt – trotz so genannter Entwicklungshilfe. Es liegt vor allem an der hohen Verschuldung der Länder des globalene Südens – verbunden mit absurd hohen Zinszahlungen. Bisher gehen die meisten Menschen davon aus, dass Entwicklungshilfe auch wirklich hilft, wenigstens als Tropfen auf den hießen Stein. Nicht einmal dies ist in einer Welt, die von perverser Profitlogik beherrscht wird, jedoch sicher. Maschinen- und Saatguthersteller aus dem Norden wollen gewiss helfen, allerdings vor allem ihrem eigenen Geldbeutel. So werden auf Steuerzahlerkosten ungeeignete Geräte nach Afrika transportiert, und unfruchtbare Saaten werden den armen Ländern angedreht, die ein langfristiges Abhängigkeitsverhältnis zum Hersteller begründen. Ellen Diederich stellt sogar die Frage, ob der Süden nicht ohne „Entwicklungshilfe“ besser dran wäre – so wie Griechenland ohne „Griechenlandrettung“. Und sie fügt das bewegende Gedicht einer afrikanischen Frau an. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Angekommen. Angenommen?

Flüchtlinge, Asylbewerber und andere benachteiligte, weitgehend rechtlose Gruppen dienen oft als „Versuchspersonen“, an denen neue Formen der Unmenschlichkeit erprobt werden. Das Erprobte kann dann später auch auf Deutsche angewandt werden, die weiter in der Mitte der Gesellschaft stehen. So geschehen bei Hartz IV. Was können wir tun, um auf solche Zusammenhänge stärker aufmerksam zu machen? Und vor allem: Wie können weitere Unmenschlichkeit verhindern? Sind kreative Formen des zivilen Ungehorsams wie einst bei den Protesten gegen den Vietnamkrieg notwendig? Ellen Diederich, langjährige Aktivistin in verschiedensten Auseinandersetzungen, stellt die richtigen Fragen. (mehr …)

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Ellen Diederich zum Tod von Roger Willemsen

Roger Willemsen

Obwohl der Tod Roger Willemsens schon eine Weile her ist (7. Februar), tut es gut, dieses sehr persönliche und kenntnisreiche Würdigung seiner Person zu lesen. Ellen Diederich, selbst über Jahrzehnte Aktivistin an verschiedenen „Fronten“, sieht in Willemsen den großen Stilisten, der durch Sprachkunst und Beobachtungsgabe aus scheinbar unwesentlichen Details Wesentliches herausdestilliert. Die Absurdität unserer politischen und medialen Realität wird so besonders deutlich. Willemsen begab sich aber auch – abseits seines Erscheinungsbilds als gepflegter Intellektueller – in Gefahr und setzte sich an Brennpunkten des Weltgeschehens (z.B. Afghanistan) verstörenden Eindrücken aus. Sie machten das, was er an die Adresse der Deutschen zu sagen hatte, noch glaubwürdiger. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Eduardo Galeano: «Ich hoffe …»

Eduardo Galeano

Der große uruguayische Schrifsteller und Journalist musste mehrfach vor Militärjuntas ins Ausland fliehen. Er war einer der hellsten Köpfe und leidenschaftlichsten politischen Autoren der südamerikanischen Linken. Ellen Diederich erinnert an einen, der ihr Bild der lateinamerikanischen Befreiungsbewegungen entscheidend mitgeprägt hat. Und sie zitiert ein bewegendes Manifest der Hoffnung. (mehr …)

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Tag der offenen Tür im Flüchtlingslager

Tanzen verbindet. Foto: Andrea-Cora Walther

Ellen Diederich berichtet von Aktionen, die die Integration von Flüchtlingen in ihrer Heimatstadt Oberhausen erleichtern und die Bevölkerung informieren sollten. Höhepunkt war ein vielbeachtetes Event im Flüchtlingslager Weierstraße am 21. März 2015. Während für Flüchtlinge sonst verschlossene Türen Alltag sind, war hier für Betroffene wie für die einheimische Bevölkerung nun endlich Öffnung angesagt. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Offener Brief an Wolf Biermann

Wolf Biermann und Rudi Dutschke: Würden sie sich heute noch verstehen?

Ellen Diederich schreibt an Wolf Biermann unter dem noch frischen Eindruck von dessen Auftritt vor dem Deutschen Bundestag. Ellen kannte Wolf schon sehr lange, seine Lieder gaben ihr einmal Mut und Trost im politischen Kampf. Das scheint jetzt vorbei. Streicheleinheiten holt sich Biermann mittlerweile von CDU und SPD, in deren Konzept des Linken-Bashings sich der Liedermacher perfekt einfügt. Was ist nur aus dir geworden, Wolf? „Uns bleibt, was gut war und klar war“ – und es leider nicht mehr ist. (mehr …)

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Volkstrauertag – als Aufruf zum Frieden nutzen!

Fasia Jansen

Ein Tag im trüben Monat November, ein Tag, „offiziell“ dazu bestimmt, der Kriegstoten zu gedenken. Früher waren damit überwiegend unsere gefallenen „Ahnen“ im Ersten und Zweiten Weltkrieg gemeint. Heute ist uns der Krieg entsetzlich nahe gerückt. Überall auf der Welt marschieren wieder deutsche Soldaten, so als wollten die Kriegstreiber sicher stellen, dass es bis in alle Ewigkeit Anlass zum Trauern geben wird. Ellen Diederich macht sich höchst politische Gedanken zum Volkstrauertag 2014 und erinnert an die tapfere Friedensarbeit ihrer Freundin Fasia Jansen. (mehr …)

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